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50. Tag – Museums-Tag im Getty Museum


Mittwoch 16.10.
Air B&B Sherman Oak

Wie immer bin ich so zwischen 6-7 Uhr wach geworden und dann auch aufgestanden. Da ich die Morgendliche Rushhour abwarten musste, bin ich erst so 9:30 Uhr zum Getty Center aufgebrochen.
Laut Google waren die Fahrzeiten für Freeway oder durch die Seitenstraße und über Hollywood Hills gleich schnell – und so habe ich die Scenic Route genommen. Schade nur, das man nicht während der Fahrt fotografieren kann…

Im Getty Museum

Das Getty Center ist ein großer Museums-Complex auf den Hügeln Hollywoods. Es wurde von den ehemaligen reichsten Mann der Welt J. Paul Getty ins Leben gerufen. Das Museum ist umsonst, parken kostet 20,-$ (man könnte aber auch mit öffentlichen Bussen/Metro kommen, dann spart man sich das Geld für das Parkhaus).

Ich habe im Parkkhaus den Wagen abgestellt und bin zur Tram-Station gegangen. Bereits hier muss man seinen Rucksack durchleuchten lassen. Dann kann man in die Tram steigen, die den letzten Rest des Berges hochfährt.

Im Museum gibt es 4 Pavillons (nach Himmelsrichtungen) mit festen und wechselnden Ausstellungen. Es gibt einen Garten zu besichtigen, der mit südlichen (Kakteen) Landschaften und nördlichen (eher „kühle“ ) Pflanzen angelegt ist. Das Gebäude ist größtenteils mit Natursteinen aus Italien gebaut. Und im Aussenbereich findet man überall Skulpturen.

Hier wurden auch Szenen vom Star Trek: Into the Darkness gedreht. Das Museum war das „Star Fleet Head-Quarter“

Das Museum geht auf die Privatsammlung des Ölmagnaten J. Paul Getty zurück, der daraus 1954 in Pacific Palisades ein Museum eröffnete. Das Getty Center in Brentwood beherbergt seit 1997 den größten Teil der Sammlung des J. Paul Getty Museums. Der schneeweißen Getty-Campus mit Gebäuden, ist mit Travertin aus einem Steinbruch außerhalb von Rom verkleidet worden. In den weiten Höfen zwischen den Gebäuden findet man Skulpturen, Springbrunnen, pflanzenumrankte Gartenlauben und einen wunderbaren, von Robert Irwin erschaffenen, Central Garden.

Ihr seht – hier kann man viel Zeit verbringen…
Ich bin im westlichen Pavillon gestartet: mit Gemälden der Europäer (Turner, Van Gogh, Manet…). Dort gab es auch eine zeitgenössische Ausstellung „True Grit“ mit Zeichnungen und Fotos von u.a. Edward Hopper, Andreas Feininger…


Nach knapp 2 Std. Habe ich auf der Plaza eine Pause eingelegt. Ich hatte mir gestern zum Glück ein “Doggy Bag” mit meinen Hähnchen-Sandwich mitgeben lassen – das heute noch genauso gut schmeckte. Es gibt aber auch Cafes und Restaurants auf dem Gelände.




Danach bin ich durch den Garten der Anlage gegangen. Hier kann man schön sitzen, ich habe sogar ein paar Leute mit Picknick gesehen. Vom Irrgarten hat meinen einen schönen Blick auf den gesamten Gebäudekomplex.


Zum Schluss habe ich mir noch die kleine Ausstellung zur “Notre Dame “ (Paris) angesehen. Da gab es ein paar spannende Details zu den Figuren an der Notre Dame.


Dann bin ich zum Parkplatz zurück mit der Tram gefahren und, in nur 20 Minuten, zurück zur Wohnung gefahren. Schön die Kurven vom Sepulveda Blvd. auf den Hollywood Hills rauf und runter (da hätte ich gerne eine Dash-Cam gehabt )…

Jetzt plane ich für morgen nach Downtown LA zu fahren. Dafür werde ich aber wohl bis zur Metro mit dem Auto und dann weiter mit der Bahn fahren. Den parken in den „Innenstadt„ kann man vergessen…

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49. Tag – Erste Tour durch Los Angeles


Dienstag 15.10.
Air B&B Sherman Oaks


Heute war Autofahren angesagt. Ich bin so ca. 10 Uhr, nachdem hoffentlich alle im Büro und nicht mehr auf der Straße waren, zum Griffith Observatorium gefahren. Der Tipp, nach dem Berufsverkehr zu fahren, kam von Theresa. Die mir auch erzählte, das man in LA Wegstrecken nicht in Meilen angibt, sondern in der zu fahrenden Zeit.

Zum Griffith Obervatorium

Der Verkehr ging zügig, trotzdem brauchte ich fast 1 Stunde bis ich endlich beim Observatorium parken konnte. Was jetzt übrigens 10,- $ die Stunde kostet. Bei meinem letzten Besuch war es noch umsonst.

Die Parkplätze und Strassen waren ziemlich voll, ich parkte am Seitenstreifen und hab einen Parkschein aus dem Automaten gezogen – bin mir aber nicht sicher ob der richtig gelöst war.
Das Observatorium war Schauplatz vieler Filme. Der bekannteste sicher “Denn Sie wissen nicht was sie tun” mit James Dean. Ein kleines Denkmal erinnert an ihn.

Im Dunklen ist der Blick auf die riesige Stadt unvergleichlich. Aber auch tagsüber sieht die Stadt spannend aus. Das leicht diesige kommt übrigens von den Bränden, die gerade rund um Los Angeles, mal mehr, mal weniger brennen.
Ich bin ein bischen auf dem Gelände herumgewandert, aber es war wirklich voll und man mussten allen ausweichen.
Da ich mich Mittags mit Theresa treffen wollte und ich nicht wusste, wie lange ich zu ihr in Büro nach Burbank brauchte, blieb ich hier nicht zu lange.

Besuch in der „Filmstadt“ Burbank

Also fuhr ich den Berg wieder runter und weiter nach Burbank. Hier stehen die vielen Studios der großen Filmgesellschaften. Da sieht man dann von der Strasse aus schon die Rückwand der Studios oder Straßen heißen “Gate 11” …

In Burbank bei den Filmstudios


Wieder brauchte ich etwas, bis ich einen Parkplatz hatte. Und habe bei “Bobs Big Boy” (womit ein Doppelter Hamburger gemeint ist. Der Diner kam in vielen TV-Show schon vor. Auch „Sheldon“ aus der Big Bang Theory besteht auf diesen Burger) geparkt. Theresa und ich sind dann zum Mittagessen in ein kleines Bistro in einer Seitenstrasse gegangen. Wir haben am Tresen bestellt und dann draußen unter dem Sonnenschirm Lunch gegessen.

Danach hat sie mir ihr Büro gezeigt. Sie arbeitete zu der Zeit in einer Firma, die Animationen für Filme herstellt. Es war alles sehr schick!

Anschließend bin ich erst zum Tanken und dann nach Hause gefahren. Es war bereits Nachmittag und ich habe eine kurze Pause in meiner Wohnung gemacht.

Fußball-Abend mit den Mädchen

Am Abend bin ich zu Theresa nach Glendale gefahren. Was auch wieder gut 40 Minuten dauerte, obwohl ich eigentlich fast nur geradeaus fahren musste. Wir haben „meinen“ Wagen stehen lassen und sind mit ihren Auto weiter zum Fußball-Training der Mädchen gefahren…

Ein Trainer, bzw. einer aus dem Trainerstab vom Los Angeles Galaxy Club hat den Kindern (aus der Glendale Sportgruppe) Tipps und Tricks gezeigt. Wir saßen am Spielfeld-Rand und sahen zu, wie ein Haufen Kinder mit und ohne Ball trainierten. Und gegen Ende ein kleines Spiel stattfand.

Auf dem nach Hauseweg hielten wir noch für ein Eis bei Baskin Robbins. Jeder bekam eine Eiskugel in die Hand und wir fuhren nach Hause.
So wurde es etwas später und ich bin im Dunkeln zu Wohnung zurück gefahren. Und musste nur zweimal Schlenker fahren, weil ich auf der falschen Spur gelandet war, abbiegen und wieder umdrehen musste. Und damit hatte ich dann auch meine erste „Nachtfahrt“ alleine durch LA hinter mir.


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48. Tag – Heute ist nicht viel passiert….


Montag 14.10.2019
Air B&B Sherman Oaks


So, ab jetzt habe ich, dank Theresa, ein Auto. Also konnte ich zur Laundry, wo ich heute hinwollte, mit dem Auto fahren. Die erste Fahrt war natürlich sehr spannend für mich, auch wenn es gar nicht so weit ging. Aber plötzlich fuhr ich, auf diesen 6-spurigen Straßen, abbiegen, Ampeln, Fußgänger – aber es ging ganz gut.

In der Laundry hieß es wie immer: warten. Erst auf die Waschmaschine, dann auf den Trockner. Ich bummelte in der Zwischenzeit die Straßen längs – mehr kann man ja nicht machen.

Nachdem ich alles im Auto verstaut hatte, wollte ich zu einem Antik-Shop fahren. Er lang nur 10 Minuten entfernt. Ich konnte natürlich nicht direkt davor parken – also hab ich in einer Seitenstraße geparkt und bin dahin gebummelt.
Und dann war der Shop geschlossen…

Also einen anderen Shop rausgesucht und bin zurück Richtung Sherman Oaks gefahren.

Auch dort gestaltete sich das Parken schwierig – also bin ich in einen Ralphs Supermarkt gefahren. Hier durfte man natürlich nur als „Customer“ parken – aber einkaufen wollte ich eh noch.

Der Antikmarkt war sehr gut, kleine Stände in einer großen Halle. Es gab viel zu entdecken und ich bummelte ziemlich lange durch die Stände. Ich glaube, ich muss noch mal hin, obwohl ich schon etwas gekauft habe.
Aber: wie bekomme ich eine Mini-Musikbar aus den 60ern mit in den Flieger??? Bei der muss ich noch mal vorbei laufen! (Am Ende der Reise habe ich aus Platzgründen darauf verzichtet)

Bei Ralph’s Supermarkt war ich dann auch noch … und habe nach „merkwürdigen“, aber nicht „zu merkwürdigen“ Süßigkeiten geguckt – ein Wunsch von den Nichten.

Ich blieb auch hier ziemlich lange – ich hatte ja Zeit und konnte in Ruhe alles ansehen.
Danach bin ich nach Hause gefahren. Hier habe ich die Einkäufe verräumt und was gegessen. Dann habe ich mir mal alle bisher gekauften Mitbringsel angesehen und überlegt, was ich noch brauche…

Und jetzt sitze ich hier bei Wein, Cräcker und Käse und überlege, was ich die Tage in diese großen Stadt noch machen möchte

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47. Tag – Erster Tag in Los Angeles

Sonntag 13.12.
Air B&B Sherman Oaks


Heute war mal ausschlafen angesagt – immerhin bis 7:50 Uhr. Und dann habe ich mal eine ganze Weile nix gemacht. Außer Frühstücken, mit Deutschland telefonieren, aufräumen, im Internet stöbern, Prospekte über Los Angeles lesen…
Um 12:30 Uhr hat mich Theresa abgeholt. Mit dabei waren ihre Zwillinge und eine Freundin der beiden, die wir in der Musikschule an LA University für ihre Chorstunde abgesetzt haben. Die Fahrt dahin ging durch die Berge, auch ein Stück Mullholland Drive sind wir gefahren

Bummeln durch Westwood

Theresa und ich fuhren anschließen rein nach Westwood Village, ein Stadtteil der als Studentenviertel der Stadt angesehen wird, weil die Universität gleich um die Ecke liegt.
Das Viertel hat eher niedrige Gebäude im mediterranen Stil, die oft bis 1929 erbaut wurden. Kleine Läden für Klamotten, Bücher, Musik, Geschenke, Cafés und Restaurants, acht Kinos (viele davon mit Vorpremieren) und ein kleines Theater machen diese Gegend zu einem beliebten Abend- und Wochenendziel.

Wir sind die Straßen längs gebummelt und haben in einer netten kleinen Bäckerei etwas gegessen. Und anschließend sind wir noch ein bisschen shoppen gegangen.



Danach sind wir zur Universität zurück gefahren (da ist auch die Musikschule) und sind auf dem Uni-Gelände spazieren gegangen. Hier kann man bestimmt auch schön studieren. Überall auf dem Campus gab es große Rasenflächen, eine Sportanlage, auf der gerade ein Frauen-Fußballspiel stattfand, historische Gebäude…

Die University of California in Los Angeles (UCLA) wurde 1919 gegründet (sie wurde also gerade 100 Jahre alt) und ist der drittälteste Campus der University of California. Die UCLA ist eine der renommiertesten Universitäten der Welt. Und eine der ersten die am „Internet“ bzw. dem Vorläufer dem „Arpanet“ (1969) teilnahm. Damit gehört sie zusammen mit drei anderen Forschungseinrichtungen zu den ersten vier Teilnehmern, die durch Internet-Technologie miteinander verbunden wurden. Zurzeit lehren fünf Nobelpreisträger an der UCLA. Und studiert haben hier u.a. Al Gore (Demokratischer Präsidentschaftskandidat, ehemaliger Vizepräsident), Sean Astin (Schauspieler). Francis Ford Coppola, (Regisseur und Produzent) und James Dean.



Eine Geburtstags-Feier

Wir haben die Mädchen abgeholt und sind zurück nach Sherman Oaks gefahren. Hier war Theresa bei ihrer ehemaligen Gesangs-Lehrerin (88 Jahre alt!) zu einer kleinen privaten Geburtstag-Party eingeladen. Und sie durfte mich mit bringen …
Wir waren rechtzeitig da und haben uns in den Garten gesetzt. Es gab Essen von einem Caterer, nach und nach trudelten weitere Gäste ein. Jeder nahm sich Essen (es gab Hummus, Falafel, Hähnchen-Spieße, Salat) und Getränke und unterhielt sich. Es waren natürlich viele Freunde aus dem „Showbiz“ dabei, die von Auftritten, Shows und ihrer Musik erzählten. Viele der Gäste waren selbstverständlich in ihrem Alter, traten aber immer noch …

Die Tochter unser Gastgeberin war z.B. Drehbuch-Autorin einer berühmten TV-Show über eine Mutter und ihre Tochter. Und Sie erzählte Geschichten die mit: „Als ich Judy Garland traf…“ begannen. Es war ein sehr schöner Abend und wir haben uns nett unterhalten.
Nein – hier habe ich keine Fotos gemacht. Aber es war super spannend in dem 70er -Jahre-Bungalow mit all den Fotos und den Geschichten der Gäste dabei zu sein.

Danach fuhr Theresa mich nach Hause, was ja nicht so weit entfernt war und ließ ihr Auto hier – ein Freund, der uns hinterher gefahren war, brachte sie und die Kinder zurück zu ihrem Haus. So habe ich jetzt die nächsten Tage tatsächlich ein Auto!
Das ging auch nur, weil Theresas Mann als KFZ-Mechaniker, oft alte Autos kauft und repariert. Die Familie hat also mehr als ein Auto zur Verfügung. Sie hat für mich eine Versicherung abgeschlossen, damit ich mit dem Auto fahren durfte – und es hatte schon ein paar Dellen und Kratzer, was mich etwas entspannte. Denn der Straßenverkehr in LA ist nichts für schwache Nerven und neue Autos.

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46. Tag – Es geht zurück nach Deutschland bzw. weiter nach Los Angeles

Samstag 12.10.
AirB&B in Los Angeles, Sherman Oaks


Heute geht es nach LA… ich habe nochmal Croissant und Kaffee zum Frühstück im Belle Madeleine Café geholt. So konnten wir wieder auf dem Zimmer frühstücken, während jeder von uns nochmal seine Rucksäcke und Koffer umpackte. Seit die Fluglinien die Koffer bzw. die Gewichte strenger kontrollieren, muss man echt immer gucken wie man packt und dann haben wir den Bellboy bestellt, um die Koffer zum Taxistand zu bringen.


Flug mit Spirit Airlines nach Burbank

Wir haben uns am Hotel-Eingang verabschiedet – den meine Reise ging ja noch weiter. Tina und Kerstin blieben noch ein paar Stunden in Las Vegas. Und gingen nochmal bummeln und im Bellagio etwas trinken, bevor es für sie zurück nach Deutschland ging.

…und auch wenn ich mich auf den letzten Teil meiner Reise – alleine in Los Angeles – riesig freute, wäre ich doch gerne mit den Mädels weiter auf den weiten Straßen gefahren.

Am Flughafen war ich dann wieder viel zu früh – aber besser als zu spät. Die Koffer abgeben ging rasch, einchecken und zum Gate gehen. Vorbei an Spiel-Automaten… ist halt Las Vegas.

Vom Gate aus konnte man tatsächlich die Berge und die Stadt mit ihren Hotels nochmal sehen.
Der Flug mit der Billigairlines Spirit Airline ging ziemlich schnell. Leider konnte ich während des Fluges wieder nicht aus dem Fenster sehen, da das Mädel neben mir sofort alle Luken dicht machte, um auf ihrem Handy Filme zu sehen…

Ab jetzt in Los Angeles

In LA bzw. dem Flughafen Burbank angekommen, dauerte es keine 10 Minuten aus dem Flugzeug auszusteigen, das Gepäck zu holen und ins Taxi zu steigen.
Wir fuhren etwa 20 Minuten, dann war ich an meiner Wohnung in Sherman Oaks für die nächsten 2 Wochen.
Sherman Oaks liegt im San Fernando Valley und ist eher ein Vorort von Los Angeles. Es ist umgeben von ein paar großen und verkehrsreichen Freeways. Am Ventura Boulevard, der größten Einkaufsstraße hier, gibt es viele nette Gastropubs, Weinstuben und Brunchcafés, aber auch traditionellen mexikanischen Restaurants und Burgerläden. Und natürlich die üblichen Shops.

In Burbank gelandet – es geht zu Fuß in den Flughafen

„Meine“ Wohnung für die nächsten 2 Wochen

Der Schlüssel war in einer Lockbox deponiert, dafür hatte mir mein Air B&B-Host vorher den Code geschickt.
Das Zimmer mit Bad und einer Küche im Schrank ist genau wie auf den Bildern. Ich hatte 2 Schränke und ein Schrank mit Schubladen. So konnte ich erstmal alles auspacken und die Koffer in den Schränken verstauen.

Dann wollte ich einkaufen gehen. Es gab zwar netterweise Nüsse und Müsliriegel von meinen Gastgebern, aber ich brauchte natürlich alles fürs Frühstück und vielleicht auch mal fürs Abendessen.

Mein Supermarkt um die Ecke

Da hier in den Städten der USA so gut wie nie jemand zu Fuß geht, gibt’s auch kaum Fußwege. Aber ich suchte mir einen Weg zum Supermarkt, über google Map aus, der durch eine wenig befahrene Wohngegend ging. Dabei kam ich an vielen alten Bungalows vorbei, die teilweise schon sehr mit Halloween-Deko geschmückt waren.


Beim Whole Food Markt (eher von der kleineren Sorte) habe ich mir Obst, Brot, Kaffee u.s.w. gekauft . Ich habe eine Mikrowelle und 1 Kochplatte in der Küche! Da kann ich mir auch mal ein Spiegelei machen.

Dann hat mich Theresa, meine ehemalige Englisch-Lehrerin und jetzt Freundin nach ihrem Auftritt abgeholt. Sie ist gelernte Opernsängerin, arbeitet aber in der Filmbranche in einen Büro für Animationen.Trotzdem tritt sie ab und zu noch Abends bei Konzerten auf. Kennengelernt haben wir uns in München, sie ist aber mit ihren Mann und Kindern zurück in die USA gezogen.

Wir sind ganz in die Nähe zu einer Bar/Diner um die Ecke gefahren.

Wir haben lange geredet und erzählt und dabei eine Kleinigkeit gegessen. Morgen holt sie mich ab und dann fängt mein Leben in LA richtig an.

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45. Tag – Altes und neues Las Vegas

Freitag 11.10.
Hotel: Paris in Las Vegas


Wir wollten heute noch mal weitere Casinos und vor allem die Fremont Street ansehen. Hier gab es die ersten Casinos, z.B. das „Golden Nugget“ war das erste Hotel das als Casino konzipiert wurde. Aber dazu später mehr…

Also gingen wir nach dem Frühstück auf dem Zimmer zur Busstation und kauften uns eine Buskarte (bzw. luden die App dafür runter), den die Wege sind echt weit und Taxi fahren wollten wir nicht.



Die Themen-Hotels aus de 90gern

In den 90gern wurden am Berühmten „Strip“ in Las Vegas Themen-Hotels gebaut. Sie hatten natürlich alle Casinos, sollten aber die Gäste mit aussergewöhnlichen Hotel-Design anlocken. So ein Themen-Hotel ist das Luxor, die Pyramide, bei dem wir starteten. Das Hotel hatte mal das größte Atrium der Welt (wir haben nicht recherchiert, ob das immer noch so ist), dann ging es über das Excalibur (eher was für Familien) zum New York, New York.

Hier bekam ich die Eishocky-Mitbringsel 😉 und wir haben in einer Bar in „Greenwich“ Mimosa/Bier/Bloody Mary getrunken (war ja auch schon 12:00 Uhr).


Mit dem Bus ins alte Las Vegas

Wir setzten wir uns in den Linien-Bus und fuhren den ganzen Boulevard bzw. Strip zur Fremont-Street hoch. Das dauerte etwas, es gab Ampeln, Stau und Busstationen, aber auch immer was zu gucken.
Und es ging schneller als laufen.

Die Freemont-Street gibt es bereits seit der Stadtgründung 1905 und war immer Zentrum der Spielerszene. In den 90ern wurden am entgegengesetzten Ende vom Boulevard die Themenhotels gebaut und die Kundschaft wanderte ab. In den letzten Jahren ziehen viele junge Leute wieder in diesen Bereich – den hier sind die Hotels noch alt und oft billig und es gibt viele Aktrationen und Konzerte in der Fremont Street Experience.

Man kann die alten Casinos sehen, mit einer „Seilbahn“ unter der Decke der Freemont Street Experience schweben, auf der gleichzeitig wilde Bilder blinken, oder einfach Party mit Musik und Tanzen auf der Straße machen…

Wir sind zum Casino „Golden Nugget“ gegangen und haben dann doch nochmal ( es waren nur 30 $) am Roulette-Tisch gespielt. Das war ganz entspannt und Tina hat tatsächlich gewonnen und uns zu Pizza und Wein/Bier eingeladen! Wir haben nett in der Pizzeria gesessen und die Leute auf der einen Seite an den Spielautomaten, auf der anderen durch die Fenster in den Pool-Bereich beobachtet.

Im Golden Nugget gibt es übrigens ein Haifisch-Becken durch das man in einer Plexiglasrutsche rutschen kann. Wollten wir aber nicht…


So klassisch: Eine Hochzeit mit Elvis

Dann ging es zurück über die Partymeile zum Bus und wir fuhren bis zur berühmten „Little White Chapel„
Schon Joan Collins und Michael Jordan haben hier geheiratet. Und das Paar das wir da sahen, hatte sogar einen Elvis dabei!

Und dann sang er auch noch! Kerstin, als großer Elvis-Fan, war hin und weg. Und dann kam Elvis nach der Trauung auch noch auf uns zu und sprach Kerstin an! Das haben wir natürlich alles auf Foto und Film.
Also hat sich der Abstecher schon mal gelohnt. Wenn auch die Umgebung der Chapel sehr heruntergekommen ist…


Es ging weiter zurück zum Hotel, den wir mussten noch packen. Morgen geht’s zurück nach Hamburg/Berlin bzw. für mich weiter nach LA.

Aber vorher waren wir nochmal in unserem Hotel beim Asiaten Sushi Essen und haben auf unsere sehr gelungene und wieder wunderschöne Reise angestoßen.

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44. Tag – Shopping-Trip und Abschluss-Essen im Eifelturm


Donnerstag 10.10.
Hotel: Paris in Las Vegas


Zum Frühstück gab es Cafe, Tee, Croissant und Scones von Café Belle Madeline. Ich bin, wie fast jeden Tag (ich kann nicht anders 😉 ) als erste aufgestanden, habe in den großen schicken Bad geduscht und mich schon angezogen. Und bin runter in die Lobby gegangen um zu gucken, wo man einen Kaffee bekommen kann. Zum Frühstücksbüffet wollten wir nicht, also habe ich im besagtem Cafe für uns Kaffee und Tee, Croisant und Gebäck gekauft und habe das Frühstück zu uns aufs Zimmer gebracht – so konnten wir uns nebenbei in Ruhe fertig machen und überlegen, wie wir den Tag gestalten wollten.

Und aus dem Fenster beobachten, wie Mitarbeiter eine Bank aus dem Pool entfernen – muss wohl eine rauschende Party gewesen sein. Kann natürlich auch daran liegen, das hier seit 2017 Marihuana legalisiert ist und selbst wir auf der Strasse manchmal nicht zu tief einatmet dürfen…Und die Party entsprechend ausuferte.

Sie haben die Bank rausgefischt.

Shoppen im Caesars Palace

Dann ging es shoppen im Cesars Palace – wir kamen aber erstmal nur bis zur gigantischen Sportsbar: Den dort beschlossen wir den Tag mit einem Mimosa und Bloody Mary zu starten…


Dann ging es ins Forum… Natürlich zu GAP und Co. Wir shoppten uns durch die Geschäfte. Eine kurze Mittagspause gab es auch – im Planet Hollywood mit Pizza Margarita und Salat.


Über den Strip zurück zum Hotel

Über verschiedene Casinos wie das Venetia, Harras, Flamingo, The Linq… gingen wir dann zurück zu unserem Hotel. Dabei liefen wir durch die verschiedenen Hotel-Lobbys. Und es war schon spannend zu sehen, wie unterschiedlich die Atmosphäre in den ganz „alten“ Casinos ist (niedrige Decken, altes Inventar, sehr aufs Spielen fokussiert) und den Neuen mit viel Glitzer, flackernden Bildschirmen, coolen Ambiente war.

Bei uns im Hotel angekommen, stellten wir fest, das unser Hotel schön gediegen und nett ist!
Wir haben eine Pause eingelegt für Karten schreiben, in den Pool gehen oder entspannen.


Aperitif im Cosmopolitan, Dinner im Eifelturm

Um 17:00 Uhr hatten wir uns dann Ausgehfein gemacht und gingen in eines der neuen Hotels: das Cosmopolitan. Es lag gegenüber unserem Hotels, war also nicht weit.
Hier gibt es eine Bar die IN einem Chandelier über 3 Stockwerke geht. Sie heißt natürlich auch so…
Wir saßen unten und haben unseren Aperitif-Cocktail genossen und dabei Leute beobachtet. Das Hotel ist sehr schick und jung, hat aber kein spezielles „Thema“.

Danach ging es zurück zu unserem Hotel ins Restaurant Eiffel Tower im Eiffelturm im 11 Stock. Wir fuhren mit dem Fahrstuhl hoch und stiegen an der Bar aus. Ein Augenblick mussten wir warten, wobei wir einen Blick in die geschäftige, blitzsaubere und gut organisierte Restaurant-Küche werfen konnten. Dann wurden wir an unseren Tisch geführt.

Alles sehr schick, etwas dunkel und sehr edel hier. Alle Kellner waren sehr zuvorkommend, freundlich und nett.
Es gab ein Amuse-Bouche und wir hatten Vorspeisen, die wir uns geteilt haben. Es gab eine sehr große Weinkarte mit offenen und Flaschen-Weinen. Wir nahmen natürlich einen Rotwein. Das Essen war nicht günstig, hat aber sehr sehr gut geschmeckt, gutes Handwerk bei Fleisch und Saucen und reichliche Portionen. Die Auswahl auf der Menü-Karte war klassisch französisch. Wir bestellen verschiedene Steaks mit klassischen Beilagen z.B. Kartoffel-Gratin.
Als Dessert haben wir uns ein Schokosouffle geteilt – das wirklich großartig locker und schokoladig war.
Tina und Kerstin sind dann noch mal zu den Wasserspielen am Bellagio gegangen, ich habe mir die Lichter lieber vom Zimmer aus angesehen.

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43. Tag – Anfang und Ende: Es geht nach Las Vegas


Mittwoch 9.10.
Hotel: Paris, Paris in Las Vegas


In Flagstaff wurde es gestern Nacht ganz schön frisch. Morgens waren es nur 7 Grad! Da wir heute nach Las Vegas wollten, standen wir rechtzeitig auf, den wir hatten noch einen langen Weg vor uns.

Das Frühstück gab es in einem netten Café vor dem Motel. Allerdings war nur die Einrichtung nett, das Frühstück eher einfach und normal.

Das letze Mal auf die Route 66

Dann ging es in Flagstaff gleich auf die Route 66. Und das übliche suchen des richtigen Strassenverlaufs, Einfahrten, Umleitungen begann…

Wir fuhren kleine Stücke auf der Interstate, auf „Landstraßen“, die ursprünglich mal die Route 66 waren, und sogar auf alte, möglicherweise original erhaltene Straßen der Route … ein Stück war sogar gar nicht asphaltiert, sondern Schotterstraße durch den Wald.
Wir hatten schönes Wetter und hielten ab und zu an um zu fotografieren.

In Williams haben wir kurz gehalten und sind durch den Ort gebummelt. Auch hier ist einiges sehr Touri-Mäßig geworden. Aber die alten Werbeschilder und Tankstellen haben wir trotzdem wieder gefunden. Es war immer noch recht kühl, trozdem waren hier – in der Nähe zum Grand Canyon – viele Leute unterwegs.


Danach ging es weiter, auf der Route 66 durch die Pärie bis nach Seligman.

Mr. Route 66 in Seligmann

Hier in Seligmann hat damals der „Hype” um die Straße, die von Chicago bis nach Los Angeles führte, angefangen. Der Frisör DeAngelo war einer der ersten, die die Vereinigung der Route 66 mitbegründet hat.

Auf unser Route 66-Reise vor 10 Jahren kamen wir in sein Geschäft und er begrüßte uns freudestrahlend. Und er klebte meine Visitenkarte in einen Ordner.
Heute suchten Tina und ich die Karte – und fanden sie auch! “And this stays here forever and ever” hatte DeAngelo gesagt. Und bis jetzt recht behalten. Er selber kommt nur noch sehr selten ins Geschäft.
Zum dem damaligen Bericht geht es hier…

Wir haben gegenüber in einem Dinner noch was gegessen. Und weil es etwas wärmer geworden war, saßen wir draußen vor dem Dinner – wobei uns beinahe die Pommes vom Teller flogen. Es herrschen hier gerade starke heiße Winde, die über die Prärie fegen. Überall kann man den Sand wirbeln sehen und das Lenkrad vom Auto muss man ziemlich festhalten.

Wir fuhren weiter nach Hackberry. Dieser „Ort“ besteht nur noch aus der Tankstelle. Die aber nicht mehr benutzt werden kann. Dafür sammelte der Besitzer alle möglichen Dinge der Route 66. Und alles was mit alten Autos zu tun hat.

Als wir ankamen spielte jemand (war es ein übrig gebliebener Hippi?) vor der Tankstelle auf der E-Gitarre. Ziemlich laut und nicht wirklich schön. Es war relativ gut besucht, den hierher kommen auch viele Besucher aus Las Vegas als Tagesauflug um etwas von dem Charme der Route 66 mitzubekommen.

Hackberry wurde benannt nach einem Baum, am Eingang der Eisenmine, die hier bewirtschaftet wurde. Als die Bahn, als Umschlagplatz dazu kam, wurde daraus ein richtiger kleiner Ort mit Supermarkt und Hotels. 1919 schloss die Mine. Der Ort erwachte erst wieder, als die die Route 66, die hier längs führte gebaut wurde. Aber auch das hielt nicht lange.
Wir blieben nicht lange, es war heiß und windig und wir mussten ja noch nach Las Vegas.


Nach Kingman fuhren wir in Richtung Las Vegas und damit nicht mehr auf der Route 66. Es war der langweiligste Teil unserer Strecke – rechts und links Wüste, ab und zu mal Autowerkstätten, Schrottplätze und Wohnsiedlungen aus 5 Häusern…Bis wir in Las Vegas über die neue Brücke beim Hoover Dam fuhren.

Über die Mike O’Callaghan – Pat Tillman Memorial Bridge

Vor 10 Jahren war die Brücke noch im Bau. Jetzt fuhr man einfach drüber… sie haben die Seitenwände so hoch gezogen das man während der Fahrt nicht die Höhe den Brücke sehen konnte. Besser ist das, den wir haben vor 10 Jahren gesehen, wie unglaublich hoch die Brücke ist…

Die Brücke auf dem Highway 93 ist 580 m lang und 270 m hoch. Die Brücke war bei ihrer Fertigstellung eine der längsten und höchsten Betonbogenbrücken und die die zweithöchste Brücke Amerikas


Es geht nach Paris…

Als wir nach Las Vegas reinfuhren, wurde es immer voller auf der Strasse. Und wir mussten noch tanken, bevor wir das Auto abgeben mussten. Aber dank Google Map fanden wir eine Tankstelle gleich nach einer Abfahrt der Interstate. Nach dem „Schlenker“ über die Tankstelle ging es zurück auf die Interstate und am Flughafen vorbei zu unsem Hotel „Paris“.

Das Auto abgeben verlief nicht ganz ohne Problem – die Autorückgabe, auf der Rückseite des Hotels, hatte kein Personal mehr – man musste zum Hotel-Counter gehen. Da wir aber das ganze Gepäck hatten, ging erst mal Tina zum Hotel-Eingang. Sie gab den Autoschlüssel ab und wollte unsere Zimmerschlüssel holen, denn wir hatten schon online in das “ Paris” (das Hotel mit dem Eiffelturm) eingecheckt. Es stellte sich aber heraus, das der Schlüssel-Automat das ü im Nachnamen nicht lesen konnte – also mussten wir uns nochmal mit all den anderen Gästen am Check Inn-Schalter anstellen…
Irgendwie haben wir dann alles regeln können und unser Gepäck auf die Zimmer geschleppt. Dauerte nur länger…

Wir sind im 15. Stock mit Aussicht auf den Strip und den Eiffelturm, gegenüber das Bellagio-Hotel – so genial! (Ob uns der Nachtclub unten stört, berichten wir morgen). Die letzten beiden Male hatten wir im Hotel „Luxor“ gewohnt. Diesmal hatten wir uns für dieses Themen-Hotel entschieden, es liegt etwas „mittiger“ auf dem „Strip“. Und für Kerstin war es das erste mal Las Vegas – da wollten wir schon in ein Themen-Hotel übernachten.

Im „Paris“-Hotel gibt es viele Restaurants, eine Ladenpassage, die an Straßenzüge erinnert ein Kongresszentrum das an den Versailler Spiegelsaal angelehnt ist. Davor steht eine 164,6 Meter hohe Kopie des Eiffelturms. Ursprünglich sollte die Eiffelturm-Kopie in Originalgröße errichtet werden, musste aber aufgrund der Nähe zum Flughafen verkleinert werden.



Am Abend auf Strip

Nachdem wir uns etwas frisch gemacht und uns etwas eingerichtet hatten, gingen wir einfach mal drauf los…Start im Bellagio-Hotel, das lag ja gleich gegenüber. Im Hotel gibt es immer außergewöhnliche Dekorationen – diesmal eine grandiose Blumendeko als indische Thema. Alleine in der Decke eines Elefanten sind 20.000 Blumen eingearbeitet! Wir bummelten durch die Ausstellung und machten Fotos.

Anschließend haben wir einen Cocktail in der Baccarat-Bar getrunken. Und uns dann die Wasserspiele vor dem Bellagio angesehen. Etwas essen wollten wir auch – es wurden großartige Sushi in unserem Hotel Paris… Dann bummelten wir noch etwas durch unser französisches Hotel und schauten uns um, bevor wir aufs Zimmer gingen und ins Bett fielen…

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42. Tag – Klassiker auf der Route 66


Dienstag 8.10.
Hotel: Grand Canyon Inn Suites in Flagstaff


Das Frühstück heute morgen im El Rancho Hotel war natürlich sehr deftig: Speck, Spiegeleier, French Toast und Western Omelette und Kaffee soviel man wollte. Aber wir saßen sehr nett im Restaurant und es war sehr schön mal den üblichen Motel-Frühstück zu entgehen.
Bevor wir gemeinsam zum Frühstück gingen, hab ich vor dem Haus schon mal einen Kaffee getrunken und die Sonne und das – schon leicht herbstlich frische – Wetter genossen.

Anschließend hieß es wieder alles in Auto packen und losfahren.

Wandgemälde & Eisenbahnen

Aber soweit mussten wir zu unserem ersten Stop an diesem Tag gar nicht fahren – nach 10 Minuten waren wir in Gallup am Bahnhof, von hier wollten wir die Historic Downtown ansehen. Es gibt hier in der Stadt viele Wandgemälde, Murals, die verschiedene Aspekte der Stadtgeschichte darstellen.

Da es noch sehr früh war, war noch nicht viel los, wir parkten direkt am Bahnhof neben dem Visitor-Center. Hier fuhren ständig die langen Züge mit lautem Tuten durch die Stadt, die man sonst quer durchs Land fahren sieht. Sie begleiten die Route 66 oft kilometerlang auf einer Strassenseite.
Die Sonne schien, es war etwas frisch und so bummelten wir durch ein paar Straßen und bewundertern die zahlreichen unglaublichen Wandgemälde. Diese beschäftigten sich sowohl mit der Geschichte dieser Region, als auch mit aktuellen Ereignissen. Im Sommer sollen hier vor allem Abends viele Veranstaltungen stattfinden…
Heute war es sehr leer. Nur vereinzelt waren Leute unterwegs. Und Touristen überhaupt nicht. Wir gingen noch in einen kleinen netten Supermarkt. Dann stiegen wir wieder ins Auto…

… und fuhren wieder ein kleines Stück auf der Route 66, das abrupt an einem Schild „Road closed„ endete.
Also ging es weiter bis Holbrook auf der großen Interstate 40 West.

In Holbrook haben wir im Angie & Joes Café eine Cola getrunken. Das Cafe hat sich tatsächlich seit 10 Jahren (da haben wir hier zu Abend gegessen) nicht verändert. Was ja auch mal ganz schön ist…



Dann ging es zum Wigwam-Motel, das nur ein paar Meter weiter die Strasse längs steht. Die Zimmer in den „Indianer-Zelten“ waren damals als Werbe-Gag gedacht. Auch heute noch kann man in den Zimmern wohnen. Was wir vielleicht das nächste Mal schaffen!

Wir fuhren wieder auf die Interstate. Den „Loop„ über den Petriefied Forrest haben wir ausgelassen.


Unser Song: „Take it easy“ auf der Route 66

Nächster Stop: Winslow, Arizona… der Song der „Eagles „ (Take it easy) in dem der Satz vorkommt: …and I‘m standing at the Corner, in Winslow, Arizona… verhalf der kleinen Stadt an der Bahnlinie zu einer gewissen Bekanntheit. Auch wenn die Musiker der Gruppe nie hier waren.
An der Ecke sind jetzt Wandmalereien, Giftshops und allerlei Route 66 Zeichen zu finden. Und hier waren dann auch ein paar Touristen, die Fotos machten. Wir machten natürlich auch unsere Fotos.



Anschließend suchten wir das Hotel „La Posada“ im Ort auf. Das alte Hotel war zu Zeit der Eisenbahn direkt an der Bahnlinie gebaut worden und ein Luxushotel. Als die Zeit der Autoreisen kam, wurde das Hotel aus Mangel an Gästen geschlossen. 1997 wurde es vom neuen Eigentümer für ca. 12 Millionen Dollar wieder aufgebaut.
Wir finden es sehr gelungen restauriert. Eigentlich müsste man 2 Tage bleiben, weil es hier soviel zu entdecken gibt.

Wir haben zumindest zu Mittag gegessen – und das war ausgesprochen gut und ein sehr gutes Preis-Leistungs-Verhältnis. Dann sahen wir uns noch die tolle Lobby und ein paar Flure und Ausstellungsräume des Hotels an. Es gibt hier viel zu entdecken. Und es bleibt zu hoffen, das es sich hält.


Alte Steine und junge Hipster

Unser nächster Sightseeing-Punkt war der Meteor-Crater. Er entstand vor ca. 49.000 Jahren durch einen Meteoriten aus Eisen und Nickel der etwa 60.000 t schwer war. Der Eintritt war relativ teuer – wir haben es trotzdem gemacht. Wie immer war es am Crater-Rand sehr windig! Für das Museum hatten wir dann leider keine Zeit – es war bereits nachmittag und wir wollten uns noch Flagstaff ansehen.



Wir fuhren weiter auf der Insterstate. Die Route 66 existiert hier nur in kleinen Abschnitten. Bei Twin Arrows waren wir noch kurz – aber die ehemalige Tankstelle, die als Werbemaßnahme mal die zwei Riesen-Pfeile aufstellte, ist kaum noch zu erkennen.

1960 eröffnete die Trading Post an der Route 66. Und zwei ausgediente Telegraphenmasten wurden als zwei große Pfeile angmalt und das Kennzeichen dieser Tankstelle. 1998 wurde der Betreib eingestellt, die Pfeile und die Gebäude verwitterten. 2009 wurde sie von Route 66-Fans restauriert. Mittlerweile sieht der Ort aber noch schlimmer aus und ist ein wirklicher „Geisterort“



Bis nach Flagstaff war es dann nicht mehr weit. Wir checkten in unserem Hotel schnell ein, luden das ganze Gepäck aus und fuhren erstmal in den Ort zurück. Noch schien die Sonne und wir wollten Downtown von Flagstaff kennenlernen.

Die Route 66


Outdoor-Paradies Flagstaff

Flagstaff ist eine relativ „junge“ Stadt, es gibt viele Studenten hier. Und viele Sportler aus aller Welt trainieren hier in der Höhenluft. Wer gerne in die Natur geht, findet von hier aus auch einen idealen Ausgangspunkt zu den Nationalparks und zum Grand Canyon – und deshalb ist der Ort gerade bei Outdoor-Touristen sehr beliebt…
Es gibt reichlich Bars und Restaurants, schöne Geschäfte und alte Gebäude.
Wegen der Eisenbahnanbindung war Flagstaff immer auch ein Ziel für Touristen. Die Route 66 führt mitten durch.

Wir waren ca. 2 Stunden in der Stadt, guckten uns das alte Hotel an, sahen die vielen Wandgemälde, gingen shoppen in schönen Geschäften und Giftshops …


Und dann mussten wir zurück ins Hotel. Denn wir mussten packen! Diesmal „richtig“! Den wir fahren morgen nach Las Vegas und geben das Auto ab. Das heißt, es muss alles, was sich so auf einer Reise ansammelt, in möglichst wenig Taschen untergebracht werden, damit man es auch ins Hotel tragen kann. In Las Vegas checken wir im Paris-Hotel für 3 Nächte ein!

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41. Tag – Es geht auf die Route 66


Montag 7.10.
Hotel: El Rancho in Gallup


Frühstück: From the Farm to the Table

Wir haben heute nicht im Hotel gefrühstückt, sondern sind zum @sagebakehouse gefahren. Die Bäckerei, die nach dem Prinzip “From the Farm to the Table” – ihre Brote mit Mehlen von Bio-Farmen aus der Umgebung bäckt, lag 10 Autominuten von der Innenstadt entfernt. Man hätte auch zu Fuß hingehen können. Aber wir wollten danach gleich weiter und hatten deshalb schon alles ins Auto gepackt.

Die Bäckerei war schon gut besucht, man konnte vom Gastraum in die Backstube gucken und den Leuten bei der Arbeit zusehen. Die Karte war klein, aber sehr ansprechend. Wir hatten schlicht ein paar Scheiben frisch gebackenes Brot und selbst gemachte Marmelade, dazu guten Filterkaffee bestellt. Es gibt noch reichlich verschiedene belegte Brote und Gebäck – aber das war uns jetzt zuviel. Und das Brot war so gut, das wir gleich noch eine Portion bestellen.


Auf der Route 66 nach Albuquerque

Danach fuhren wir hinter Santa Fe auf die Route 66 nach Albuquerque. Die Strecke ist aber eher unspektakulär.



Wir hatten die Stadt (vor 10 Jahren) als kleine beschauliche Altstadt in Erinnerung. Da hatten wir allerdings auch nicht das weltberühmte Ballon-Festival! Bereits beim reinfahren mussten wir sehr aufpassen um einen offiziellen Parkplatz nahe der historischen Innenstadt „Old Town“ zu bekommen. Es war zudem Wochentag und viel Berufsverkehr. Nachdem wir gerade noch so eine Parkplatz ergattert hatten, sind wir zum Platz rund um die San Felipe de Neri Kirche gegangen.

Es war so voll, überall Musik, Menschen, Autos… Das nächste Mal unbedingt drauf achten, NICHT beim Festival zu fahren!
Wir sind ca. 1,5 Stunden geblieben und haben natürlich die alte Kirche angesehen. Dann sind wir noch durch die Giftshops gelaufen und haben etwas gebummelt. Aber wir hatten heute ja noch etwas Wegstrecke vor uns und deshalb fuhren wir bald weiter.



Wo Hemingway Romane schrieb

Wieder auf der Route 66 war unser nächster Fotostop die Tankstelle in Budville, die schon seit Jahren geschlossen ist. Sie liegt im Reservat der Zuni-Indianer. Hier ist das Fotografieren der Menschen und Siedlungen verboten. Die alte Tankstelle, einmal ein wichtiger Meilenstein auf der Strecke von Ost nach West verkommt leider immer mehr. Ein paar Fotos haben wir trozdem macht.

In Cubero, wo Ernest Hemingway seinen Roman „Der alte Mann und das Meer“ geschrieben haben soll, sind wir nicht ausgestiegen – es waren gerade viele Bewohner der Stadt auf der Strasse, da hätte wir die Gebäude nicht fotografieren können.

Wir fuhren weiter durch Prärie-Landschaften mit schwarzen Vulkangestein (der Ausbruch war vor ca. 3000 Jahren). Es ging vorbei an alten Motels, von denen nur noch die Werbeschilder standen und durch kleine und große Orte.

Die Eisbahn mit ihren bis zu 4 Loks, die die Containerwagen zogen, begleitete uns auf der einen Seite, der Route 66, die Insterstate, auf der jeder schneller unterwegs war, auf der anderen.
Einen Stop machten wir noch am Continenal Devide – der Wasserscheide, bei der das Wasser auf der einen seite in den atlantik und der anderen in den Pazific führt.
In Gallup sind wir im El Rancho Hotel abstiegen, dem Hotel der Western-Stars.



El Rancho: Im Hotel der Movie-Stars

In dem El Rancho Hotel mit der grandiosen Western-Lobby sind die Filmstars abgestiegen, wenn sie im nahegelegenen Canyon mit dem Regisseur John Ford Western-Filme gedreht haben.
John Wayne, Erol Flynn (der mit seinem Pferd an die Bar geritten sein soll), Kathryn Hepburn, James Stewart… überall hängen hier Fotos mit Autogrammen an den Wänden. Wir sind im Marx Brothers-Zimmer im Hotel untergebracht. Es hat 2 Schlafzimmer und ist von der Ausstattung eher dürftig und alt. Aber sauber.

Wir haben uns alles in und um das Hotel angesehen, haben rund um das Hotel und im Hotel Fotos gemacht. Dann ging es zum Essen. Natürlich Burger, die alle Namen von Film- Stars hatten. Dazu gab es Margarita und Bier.

Wir haben uns nach dem Essen mit den Getränken in die Lobby gesetzt, durch die alle Movie-Stars durchgelaufen sein müssen, um das Hotel mit seinem Flair einfach zu genießen. Hier stehen genug Sessel und auch ein Tisch, an dem andere Gäste Karten spielten. Später waren wir noch in der Bar – es lief gerade irgendein Footballspiel.


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