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31. Tag – From Sunrise to Sundown


Freitag 27.9.
Hotel: in Tropic das Bryce Pioneer Village Hotel


Um 5:00 Uhr klingelte der Wecker… wir wollten bei Sonnenaufgang am Bryce Canyon stehen. Wir zogen uns schnell etwas Warmes an und tranken nur einen Kaffee/Tee im stehen. Als wir raus zum Auto gingen war es ganz schön frisch: nur 7 Grad und auf den Straßen sah man etwas Eis auf den Pfützen.


Zum Sonnenaufgang am Canyon

Wir kamen rechtzeitig im Park an, parkten und suchten uns ein Plätzchen um den Sonnenaufgang zu fotografieren. Wir waren nicht die ersten Besucher am Sunset Point. Man kann den Sonnenaufgang übrigens gleich gut am Sunrise- und Sunset-Point sehen – die sind zu Fuß nämlich gar nicht so weit entfernt. In vielen Reiseführern wird etwas anderes behauptet.

Man sah die Sonne aufgehen und nachdem die ersten Strahlen die roten und weißen Hoodoos (Gesteinsformationen) trafen, veränderten sich die Farben, man sah wie sich die Sonne nach oben schob und alles immer bunter wurde. Natürlich haben wir reichlich fotografiert. Aber alle Besucher waren angenehm ruhig, jeder ließ die anderen an das Gelände vor, zum Fotos machen, es war eine sehr schöne ruhige Stimmung.


Nachdem die Sonne aufgegangen war, sind wir in die Bryce Canyon Lodge gefahren und haben uns einen Tee in der Lobby des schicken Hotels gegönnt. Auch um wieder warm zu werden. Und wir haben gleich das gute WLan ausgenutzt – bei unserem Hotel waren die Signal-Balken etwas dünn…

Dann sind wir mit dem Auto zur Natural Bridge und zum Farview Point gefahren. Diese beiden Punkte hatten wir gestern wegen des Regens nicht mehr geschafft..

Anschließend haben wir an der Lodge geparkt (die anderen Parkplätze waren schon voll), denn nun wollten wir wandern…


Wanderung in den Bryce Canyon

Wir gingen zum Sunrise Point, denn hier startet der „Queens Garden Trail“. Es wurde immer wärmer und mehr Leute waren auch unterwegs. Die ganz dicken Jacken hatten wir schon im Auto gelassen. Der Weg war ziemlich breit und nur manchmal an den Seiten steil. Gut war, das die Wege sehr eben waren. Wir kamen langsam voran – zu viele Fotomotive lagen auf dem Weg. Und es waren auch viele Besucher auf diesem Weg.
Als wir unten im Canyon ankamen, sahen wir vermehrt die Bäume bzw. liefen durch den Wald. Einige der Sandstein-Cliffs ragten an den Seiten hoch, man fühlte sich wie in einer Kathedrale!
Wer runter geht, muss auch wieder hoch… wir gingen weiter zum Sunset Point, wohlwissend das der sehr steil am Ende wird. Aber wir wollten nicht den gleichen Weg zurück gehen.

Langsam und in Schlangenlinien führte der Anstieg zwischen den Felsenwänden. Gegen Ende wurde der Weg immer schmaler und an den Seiten fiel es steil ab. Da war ich ganz froh, das wir den Weg hochgingen. Mit steilen Abhängen hab ich es nicht so… Und nach oben zu sehen und nicht runter hilft, wenn man steile Abhänge erwandert.
Nach etwa 3 Stunden/ 5 km (runter und hoch) waren wir wieder oben am Canyon-Rand.


Pause in der Bryce Canyon Lodge

Und sind erstmal zur Bryce Canoyn Lodge gegangen um etwas zu essen… Die Bryce Canyon Lodge wurde 1924 und 1925 mit lokalen Materialien gebaut. Die vom Architekten Gilbert Stanley Underwood entworfene Lodge ist ein hervorragendes Beispiel für das rustikale Design des National Park Service.

Wir haben hier erstmal ein spätes Mittag gegessen und nochmal das gute Wlan in der Lobby genutzt. Das Essen war sehr reichhaltig, viele Familien saßen hier an den Tischen. Für Tina gab es ein Bier – das sie sich nach der Wanderung verdient hatte – ich fuhr später zurück zum Hotel (eiserne Regel bei uns in den USA – keiner fährt, der Alkohol getrunken hat)

Mittlerweile war es später Nachmittag und weil wir heute so früh losgefahren sind, beschlossen wir zurück zum Hotel zu fahren. Nach dem wir uns etwas ausgeruht hatten und den Giftshop im Hotel angesteuert haben, ging es am Abend wieder ins „Showdown“. Heute spielte ein Lady Gitarre und sang dazu. Das Essen und die Stimmung waren wieder sehr nett. Aber irgendwann ging es ins Bett.

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29. Tag – Bisons, Navajo Bridge, Horseshoe Bend und ein perfektes Dinner

Mittwoch 25.9.
Hotel: Best Western Red Hill in Kanab


Wir müssen uns heute von unserer Cabin verabschieden – schade! Aber erstmal haben wir wieder schön am Tisch gefrühstückt und dazu den (Gas)Kamin angemacht.
Dann sind wir nochmal an den Canyonrand gegangen und haben Fotos von den kleinen Streifenhörnchen gemacht.

Unsere Wildlife-Sichtung: Bisons

Nun hieß es wieder: Wagen beladen und losfahren. Ein paar Meter sind wir gekommen und Kerstin fand endlich ein Verkehrs-Schild “Bison Crossing” zum fotografieren.

Und eine Kurve weiter sahen wir tatsächlich Bisons! Sie grasten nur ein paar Meter von der Straße entfernt von uns. Wir konnten zum Glück anhalten und aussteigen (Autotüren blieben auf, um evtl. schnell reinzuhüpfen) um zu fotografieren. Dafür wurde das Teleobjektiv erfunden!
Es hielten noch ein paar Autos, aber weil es noch recht früh war, waren wir ziemlich alleine – so schön die Tiere in freier Natur zu sehen. Der Bulle beobachtete uns auch die ganze Zeit und hielt Abstand!


Dann fuhren wir weiter. Und sahen einen Coyoten im hohen Gras. Da war leider keine Möglichkeit für Fotos. Die Mule Deers, die wir am Waldrand sahen, waren zu weit weg.
Wir tankten am Jacobs Lake. Hier gab es auch ein Motel und sehr großen Giftshop mit vielen schönem Indianer Schmuck und Handwerk.


Zwei Brücken – ein Aussicht

Dann fuhren wir die Scenic Route Highway 89 Richtung Navajo Bridge.
Die liegt im Indianer Reservat und gibt es zweimal. Über die Alte Brücke kann man zu Fuß gehen und über die Neue fahren. Die erste Brücke wurde 1929 gebaut und war damals eine große Sensation. Denn sie verbannt Arizona und Utah, ohne das man lange Umwege fahren musste. So konnte man den Colorado zu Fuß oder mit dem Auto überqueren, den im Umkreis von über 900 Meilen war das nicht möglich. Sie war zu dem Zeitpunkt die höchste Stahlbrücke der Welt. Irgendwann reichte sie aber nicht mehr für den Verkehr und man baute einfach gleich daneben eine zweite Brücke. Und die sieht genauso aus, wie die erste Brücke.

Über die alte Brücke kann man jetzt zu Fuß gehen und hat einen tollen Blick auf den Colorado-River. Am Anfang der Brücke kann man bei einem Visitor Center parken, es gibt auch schattige Picknick-Plätze. Wir gingen trotz der Hitze einmal über die Brücke.
Und unter der Auto-Brücke hatten sich im Schatten zwei Kondor aufgehalten. Unsere nächste Wildlife-Sichtung.

Der Kalifornische Kondor, nach dem Andenkondor der zweitgrößte Vogel dieser Art, erreicht eine Flügelspannweite von bis zu drei Metern und ein Gewicht von bis zu 14 Kilogramm. 1996 wurden in Arizona 6 Vögel ausgewildert. Inzwischen gibt es über 400 Vögel im amerikanischen Westen.


Ein Instagram-Foto vom Horseshoe-Bend

Dann ging es um die Vermillion-Cliffs herum Richtung Page. Die Gegend ist sehr karg, viel Prärie, wenig zu sehen. Und doch hat es seinen Reiz hier längs zu fahren.
Kurz vor Page erreichten wir den Horseshoe Bend – eine Flußbiegung des Colorados der wie ein Hufeisen geformt ist.

Das war mal ein Geheimtipp. Dank Instagram nicht mehr… jetzt kostet es 10,- $ pro Auto Eintritt (Wir sind immer noch im Indianer-Land) und es gibt riesige Parkplätze, mit reichlich Reisebussen. Den Weg dahin muss man aber immer noch alleine, bzw. mit vielen Touristen laufen…
…eine 3/4 Meile ohne Schatten im Sand. Es waren übrigens 30 Grad!

Wir haben es trotzdem gemacht. Mit Regenschirm, gegen die Sonne und Wasserflaschen ausgestattet ging es den sandigen Weg, mit vielen anderen Touristen, zum Rand des Colorados. Und nun können wir dieses Bild von der Löffelliste streichen. Und es hat sich gelohnt – der Anblick ist schon toll.
Früher gab es wohl auch keinen Zaun hier, jetzt kann man zumindest auf einigen Metern einen sicheren Blick, über den Zaun, werfen. Es gab aber immer noch genug Insta-Grammer, die auf den nahegelegenen Felsen rumturnten, um ein einzigartiges Foto zu bekommen.
Wieder am Auto angekommen, waren wir fertig. Der Weg alleine war nicht das Problem – aber die Hitze. Ich fuhr dann die endlosen langen Straßen mit nichts als Wüste (wenn auch oft mit Steinen, Rocks, Bergen) bis nach Kanab.


Überraschungs-Dinner in Kanab

In Kanab hatten wir ein schönes Best Western-Motel. Und uns erstmal mit Social Media beschäftigt, ausgeruht und ich war nochmal kurz im Pool. Am Abend sind wir dann zu Fuß zum Restaurant Sego gegangen. Das ist in einem schicken Hotel hier im Ort (der sehr nett ist, wenn auch mit vielen Motels).
Bei Sonnenuntergang gingen wir vorbei an klassischen und ausgefallen Motels und Antikgeschäften. Das Restaurant war gut besucht, wir bekamen trotzdem einen Platz.

Und wir haben sehr sehr gut gegessen – alles zum teilen: Chicken Wings in Asia Sauce, Fried Noodles mit Krebsfleisch, eine Käse-Schinkenplatte mit Produkten aus Utah z.B. Käse, Honig, Feigen in Rum-Butter und Himbeerkompott, es gab Corn-Fritters mit Jalapeño-Aioli und zum Dessert Apple Cake mit Äpfeln aus Utah. Dazu gab es Wein und Whiskey zum Dessert. Dann ging es im Dunkeln zurück in unser Hotel und ins Bett.

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28. Tag – Wandern am Grand Canyon

Dienstag 24.9.
Hotel: Cabin in der Grand Canyon Lodge


Heute morgen haben wir länger geschlafen als gedacht. Es ist hier halt sehr still in der Nacht und dunkel durch die vielen Bäume auf dem Gelände. So mussten wir uns für den Sonnenaufgang am Canyon sputen.
Danach haben wir mit unserem gekauften Brot, Marmelade und Obst bei uns in der Cabin am Tisch gefrühstückt. Es gab eine Kaffee/Teemaschine für Kapseln im Zimmer, dazu machten wir den Gas-Kamin an. Sehr gemütlich konnten wir so uns fertig machen und gleichzeitig am Tisch frühstücken.


Wo ist hier WLAN?

Anschließend haben wir uns auf die Suche nach einem Netz/Wlan-Spot gemacht. Laut unserem netten Kellner gestern Abend im Restaurant, gäbe es ein Wifi-Spot am Grand Canyon Camp-Ground in der Nähe. Aber nur sehr schwach.

Wir sind hingefahren und haben dabei sehr verzweifelte immer mit dem Handy in der Hand nach einem kleinen Signal gesucht. Ich hoffe sehr, es hat uns keiner dabei gesehen…


Im Café/Generalstore des Camp-Grounds bekamen wir tatsächlich eine Verbindung zur Außenwelt. Wir kauften uns einen Tee und nahmen uns etwas Zeit mit den Daheimgebliebenen in Deutschland zu kommunizieren. Und ihnen mitzuteilen, das es uns gut ging, aber wir für die die nächste Zeit keinen Empfang haben.


Wandern auf dem Kaibab Trail

Nachdem alle zu Hause verständigt waren, fuhren wir zum Kaibab Trail. Diesen Trail könnte man bis zum Fuße des Canyon gehen… was wir natürlich nicht machten. Wir hatten uns den ersten Aussichtspunkt, den Coconino Overlook vorgenommen.

Der Wanderweg-Ausgangspunkt befindet sich 3 km nördlich von der Grand Canyon Lodge entfernt. Dieser Steilpfad beginnt im Wald, fällt aber dann schnell in die Schlucht ab. Er ist auch für Anfänger leicht zu bewältigen, aber man muss schon gucken, wo man hintritt. Den der Sandweg ist von Mautieren ausgetretten und uneben.
Maultieren, die hier Touristen hinunter- und hinaufbringen muss man ausweichen. Zum Coconino Overlook schafft man es in gut einer Stunde, bis zum zweiten (Supai Tunnel) sollte man die doppelte Zeit einplanen. Anstrengend, aber es lohnt sich – eine gewisse Wandererfahrung vorausgesetzt.


Ein bisschen bekam man schon mit, wie die Natur im Canyon arbeitet: oben die Wälder, dann lichte Birkenwälder, später mehr Stein und Büsche. Es wurde wärmer, je tiefer wir kamen. Gleichzeitig spürte man immer wieder einen kalten Wind aus dem Canyon kommen.

Am Coccolino Overlook haben wir dann reichlich Fotos gemacht (wie den ganzen Weg über – weshalb es auch länger als 1 Stunde dauerte). Hier waren viele Wanderer anzutreffen. Und auch eine Park Rangerin, die ein bisschen im Blick hatte, wer weiter in den Canyon steigt, bzw. wieder aus dem Canyon hoch kommt. Sie erzählt auch viel über die Natur und Beschaffenheit des Canyons und man konnte ihr Fragen stellen.

Dann mussten wir den Hang leider wieder hoch! Was etwas anstregend war, den mittlerweile war es sehr warm geworden. Aber man kann ja langsam gehen…

Spazierengehen rund um die Lodge

Wir fuhren zur Canyon-Lodge zurück und haben uns im Deli etwas zu essen gekauft und auf der Terrasse mit Blick in den Canyon unsere Pizza und Snacks gegessen. Danach haben wir die Wege und Aussichtspunkte rund um die Lodge erkundet. Aber sie gingen teilweise sehr steil bergab und es war mittlerweile sonnig und heiss geworden. Das haben wir dann abgebrochen und uns in die Cabin zurückgezogen.

Nachdem wir etwas geruht, geshoppt (Giftshop), uns im Visitor Center informiert und geduscht hatten, haben wir uns mit unseren Käse und Wein auf die Terrasse zurück gezogen. Für den Wein haben im Shop gleich neue Gläser mit einer „Grand Canyon“-Gravur gekauft. Hier auf der Terrasse wollten wir den Sonnenuntergang am Grand Canynon ansehen.


Ein Haken an der Löffel-Liste

Zu den Dingen, die wir unbedingt mal machen wollten – gehörte ein Abend in der Canyon Lodge dazu: Wir haben 3 Stühle ergattert und es uns „gemütlich„ gemacht. Dick in Jacken eingepackt (sobald man nicht in der Sonne saß, wurde es sehr frisch. Und ich war froh um meine Stepjacke) konnten wir den Farbwechsel der Gesteine und Cliffs beobachten, bis es dunkel wurde. Dazu hatten wir unseren Wein aus Gläsern und ein bisschen was zu snacken.
Als es dunkel und sehr frisch wurde sind wir in die Cabin gegangen. Tina und Kerstin sind nochmal losgegangen, weil der Himmel immer noch rot leuchtete und haben auf der anderen Terrasse noch etwas verweilt.
Dann haben wir in der Cabin aufgeräumt, Tagebuch geschrieben und sind schlafen gegangen

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27. Tag – Auf dem Weg zum Grand Canyon

Montag 23.9.
Hotel: Cabin in der Grand Canyon Lodge


Natürlich waren wir heute wieder früh wach und haben noch vor dem Frühstück den Wagen gepackt.
Zum Frühstück in der Hotel Lounge haben wir dann unsere gekauften Souvenir-Becher und mitgebrachten Camping-Teller mitgenommen – zwecks Müll-Vermeidung. Wenigstens ein bisschen.


Dann fuhren wir sicherheitshalber noch kurz tanken und haben bei der Gelegenheit nochmal Brot kaufen. Wir picknicken hier öfter mal…

Auf der Senic Route zum Grand Canyon

Wir fuhren wieder in den Zion Nationalpark um dort auf der Scenic-Route Richtung Kanab zu fahren. Mit ein paar Fotostops bei schönsten Wetter…
Hinter dem Park verändert sich die Landschaft schlagartig: Flache Prärie mit Büschen, im Hintergrund immer noch die Ausläufer der Canyon-Cliffs.

Nach Kanab kam irgendwann die Abzweigung zum Grand Canyon, North Rim. Jetzt fuhren wir praktisch auf dem Hochplateau vom Canyon. Große Weideflächen mit Gräsern, Misch-Wälder mit leuchtenden Birken, die sich bereits herbstlich gelb verfärbten. Bob Ross muss hier gewesen sein …


Am Rand vom North Rim, Grand Canyon

Dann ging es an den Canyon-Rand vom Grand Canyon: erster Overlook war Point Imperial. Der mit 2653m Höhe höchsten Aussichtspunkt des North Rims. Wie immer ist der der erste Ausblick überwältigend – ohne Worte! Wir haben den Wagen abgestellt und sind hier am Rand mit ein paar wenigen Touristen längs gegangen. Und haben Fotos gemacht. Auch wenn das Wetter hier etwas bewölkt war.


An den Picknick-Tischen die hier standen, saßen bereits andere Leute und haben gepicknickt. Und auch wir haben erstmal unser Brot und Käse ausgepackt. Und wurden dabei scharf von einem riesigen Raben beobachtet. Die gibt es hier reichlich und sie sind wirklich groß!

Hier in Arizona bekamen wir auch unsere geklaute Stunde wieder.

Info zum South Rim: Anders als am South Rim ist der ausgebaute Besucherbereich ist nicht so groß wie im Süden und trotzdem nicht weniger beeindruckend. Unmittelbar von der Kante in den Canyon zu sehen, vermittelt einem das Gefühl fast im Canyon zu stehen. Ganz anders als im Süden scheint man ihm ganz nah zu sein. Der Nordrand des Canyons ist hier 300m höher als der South Rim und die Luft ist in der Regel zwar diesig aber absolut sauber.


Dann fuhren wir zum nächsten Overlook: Walhalla. Hier blieben wir nicht so lange, eine Ladung Touri-Busse kam gerade an und vorbei war es mit der Ruhe. Also weiter zum Cape Royal. Es wurde immer dunkler und kälter – und weiter hinten grummelte bereits ein Gewitter.

Gewitter am Cape Royal

Als wir am den äußeren Aussichtspunkt ankamen, konnte man den Regen in der Ferne über dem Canyon schon sehen. Wir sind an dem grandiosen Cliff mit einem Loch in der Mitte (über das der Aussichtspunkt lag) gegangen: Angels Window. Man hatte einen Blick von allen Seiten auf die Schlucht mit ihren Gesteinsschichten… und von weit her kamen die Regenwolken zu uns gezogen. Und den Donner hörte man auch deutlich.
Als es dann immer doller regnete, gingen wir zum Auto zurück, um zur Grand Canyon Lodge zu fahren. Der Weg dahin ging durch Wälder, teilweise am Canyon Rand längs. Und einmal lief uns ein Deer fast vors Auto… aber zum Glück konnten wir bremsen. Ja, man sollte hier nicht so schnell fahren!



Ein Highlight: die Grand Canyon Lodge

An der Grand Canyon Lodge angekommen wollten wir erstmal einchecken – was dauerte. Und dauerte… Bis uns die nette Dame an der Rezeption sagte, das sie unsere Buchung (über Reisebüro bei Neckermann gebucht) nicht finden konnte ! Oje – wir waren auch Opfer der Insolvenz von Thomas Cook geworden. Netterweise fand sich aber noch eine Cabin für 2 Nächte und wir konnten einziehen, mussten halt nochmal bezahlen. Dies war unsere einzige Buchung, neben den Flügen aus Hamburg, die wir im Reisebüro gemacht hatten (und später bekamen wir ein Teil des Geldes wieder).
Die Mail vom Reisebüro hat uns nicht mehr rechtzeitig erreicht, weil es am ganzen North Rim nahezu kein WLAN oder Telefonnetz gibt.
Aber vielleicht war das ganz gut so, so haben wir den Tag über einfach nur genossen und das „Drama“ dann schnell mit einem Wein/ Bier auf unserer Veranda und unter „was sind schon Zahlen“ abgehakt.


Wir bezogen unsere Cabin, die man schon 1 Jahr im Voraus buchen muss, ohne Wlan oder TV, aber mit Gaskamin und Heizung. Es gab einen Tisch und Schreibtisch, 2 Betten, einen kleinen „Extra-„-Raum für Garderobe und Kühlschrank. Eis konnte man sich ganz am Anfang vom Gelände beim Visitor-Center holen.


Der erste Abend in der Lodge

Wir nahmen, wie gesagt, erstmal einen Wein auf der Veranda. Einen Blick auf den Canyon hatten wir zwar nicht, aber auf die anderen Cabins, an denen immer mal wieder andere Bewohner der Lodge vorbeikamen. Dann gingen wir, auf dem Gelände längs, zum Vistor-Center, das leider zumachte und in den den Gilftshop, wir guckten uns den Deli und die Bar an und sind dann zu unserer Reservierung in das Restaurant der Lodge gegangen.
Leider war es schon so dunkelnd das wir nicht wirklich etwas vom Ausblick aus dem Restaurant mit seinen großen Fenstern hatten. Aber es war trotzdem schön in diesem alten klassischen Restaurant zu sitzen. Es gab Burger für Kerstin und für Tina und mich Vension Meatloaf with Mashed Potatoes. Dazu Rotwein. Das Essen war genau richtig – und das Beste: man konnte Halbe Portionen bestellen (viele Rentner hier!). Die war natürlich immer noch so viel, das wir sie auch nicht geschafft haben. Zum Dessert dann 1 Stück Schokobrownie und Sambucca mit Kaffeebohnen! Danach fielen wir ins Bett!

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26. Tag – Wander-Tag im Zion-National-Park

Sonntag 22.9.
Hotel: Quality Inn Springdale at Zion Park

Wir sind sehr früh heute wach geworden – aber das war ganz gut so, wie sich später herausstellte. Wir haben uns in Ruhe für‘s wandern fertig gemacht und nebenbei im Zimmer gefrühstückt. Denn im Hotel hätte es Frühstück erst um 7 Uhr gegeben.

Bevor die Sonne aufgeht…

Um 6:40 Uhr sind wir ins Auto gestiegen und zum Zion Park gefahren. Es war noch dunkel und ziemlich frische 12 Grad. Wie gut, das ich gestern die Stepjacke gekauft hatte.
Im Park angekommen haben wir das Auto abgestellt und den Shuttlebus genommen, die fahren ab 6:00 Uhr. Wir hatten Berichte aus dem Internet gelesen, das auch die ersten Busse oft sehr voll sind und lange Schlangen davor – aber da hatten wir Glück und konnten in den nächsten der kam auch einsteigen. Und dabei die Sonne an den gegenüberliegenden Bergspitzen aufgehen sehen – so schön!


Erste Wanderung zum „Lower Emerald Pool“

Beim Stop “The Grotto” sind wir ausgestiegen und sind nochmal auf Klo gegangen (überall im Park gab es saubere „Natur“-Plumsklos, mit normaler Kloschüssel, die immer sehr ordentlich waren). Als der erste Schwung Wanderer, die mit uns ausstiegen, weg war, sind wir über die Strasse zu unserm Ausgangspunkt gegangen.
Eigentlich wollten wir auf den West Rim Trail, gingen aber versehentlich links rum auf den Kayenta Trail zu den Emerald Pool (die Upper Pools waren wegen Steinschlag nicht zugänglich).
Der Weg, ein fester Sandweg, ging am Berg erst etwas hinauf, dann eher waagerecht am Berg entlang. Man musste schon gucken, wo man hintritt und auch die Seiten gingen teilweise steil nach unten. War aber auch für „Nicht“-Wanderer gut zu schaffen. Wir hatten von unserem „Zwiebellook“ alles an was ging – es war frisch in den Bergen so früh morgens und ohne Sonne…

Alle 10 Minuten hielten wir an, um zu fotografieren. Durch den Sonnenaufgang gab es immer neue Lichtreflexe auf den Bergen. Plötzlich sagte Tina – wir gingen in einer Kurve – das ich nicht weiter gehen sollte – da kamen uns um die Kurve 3 Mule Deer (eine Art Hirsch mit großen Ohren) entgegen! Sie guckten uns etwas überrascht an, dann gingen sie langsam in die Bäume und um uns herum! Wildlife-Sichtung vom feinsten!



Wir gingen bis zum mittleren „Emerald Pool“ haben dort eine kleine Pause gemacht und unser mitgebrachtes Obst gegessen. Da weitere Wege von dort gesperrt waren, mussten wir den gleichen Weg zurück nehmen. Es wurde immer wärmer, vereinzelt kamen uns Leute entgegen. Sonst war es ruhig.
Die zweite Wildlife-Sichtung war dann für uns nicht so schön – mitten auf dem Weg kam mir eine MEGA RIESEN SPINNE entgegen – Tina und ich sind erstmal vor Schreck 3 Schritte zurück gewichen. Kerstin traute sich näher ran! Es handelte sich tatsächlich um eine Tarantel, die hier leben. Und sehr selten sichtbar werden, da sie lieber im Dunklen unter den Steinen leben.


Angels Landing: ein Versuch

Zurück am Bus-Stop fotografierten wir die nächste Wildlife-Sichtung: wilde Truthähne die hier überall rumlaufen.
Dann starteten wir den Trail den wir ursprünglich laufen wollten … um nach 30 Minuten wieder umzudrehen. Den 1. waren mittlerweile so viele Leute unterwegs, das es auf dem Trail zuging wie auf dem Bahnhof und 2. konnten wir aus der Ferne sehen, wie steil der Weg noch wird bzw. wie schmal und hoch der Weg ist. Nix für mich! Als uns dann noch einer entgegen kam und sagte: Angels Landing sollte man in Traffic Jam Landing umbenennen – kehren wir um.


Die 2. Wanderung und Pause in der Zion Lodge

Also stiegen wir in den Bus und fuhren zur Lodge. Hier sind ein Restaurant, Giftshop und die Cabins, in denen man im Park wohnen kann. Ein bisschen wollten wir noch wandern und gingen den Emerald Pool Trail von der anderen Seiten längs. Mittlerweile was es sehr sonnig und warm

Ich sage nur: Busladungen an Menschen die den gleichen Weg gehen wollten. Italienisch, Französisch, japanisch, deutsch … jede Sprache war dabei. Der Weg war für uns Fototechnisch nicht so spannend. Wir sind ihn trotzdem bis zum Ende gegangen und konnten Fotos vom kleinen Wasserfall am Ende des Weges machen. Aber wir waren im Nachhinein froh, das wir am frühen Morgen so alleine unterwegs waren.

Wir sind dann zurück zur Lodge gegangen und waren im Giftshop und haben im Schaukelstuhl in der Sonne gesessen und Eis gegessen und einfach den schönen Park genossen.

Im Museum

Unser nächster Stop war das Zion Park Museum – wo wir als erstes feststellen, das die Spinne, die wir gesehen hatten, tatsächlich eine Tarantel war!
Das Museum ist nicht groß, hat ein paar Schaukästen zu den Ureinwohnern die hier lebten, zu den Park Rangers, die hier arbeiten, der Geschichte des Parks und der Natur. Außerdem gibt’s einen 20-minütigen Film über den Zion Nationalpark. Schön gemacht, aber nichts besonderes.

Unser Abend in Springdale

Wir fuhren mit dem Bus zum Parkplatz und gingen noch kurz in den Giftshop. Dann fuhren wir zurück zum Hotel. Dort haben wir uns etwas ausgeruht, den wir waren ja früh morgens aufgestanden. Später sind wir dann zu Fuß nach Springdale rein gegangen.

Ein netter kleiner Ort, mit ein paar Shops, z.B. Rock-Shops, in denen man seltene Steine kaufen kann, Giftshops, Outdoor-Geschäften…

Bei Oscar’s, einem Dinner in einer Seitenstrasse, haben wir zu Abend gegessen. Wir konnten draussen sitzen und haben uns Rippchen geteilt – sehr lecker, aber viel zuviel (die Portion sollte für 1 Person sein!). Dazu gab es Wein und Cocktails. Dann waren wir geschafft und fuhren mit dem kostenlosen Shuttlebus, der an der Hauptstrasse längs fährt, zurück zum Hotel.

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24. Tag – Ein Tag relaxen in Las Vegas


Freitag 20.9.2019
Hotel: Alexis Ressort


Gestern noch in den Südstaaten – und heute wach ich schon in Las Vegas, Nevada auf. Die 4. Woche meines Urlaubs ist angebrochen. Ich bin sehr früh wach geworden, die 3 Stunden weniger von Ostküste zur Westküste machten sich bemerkbar. Um 5 Uhr habe ich das Licht angemacht, um 6 bin ich dann aufgestanden.

Wo gibt’s hier eine Kaffee?

Um 7 Uhr habe ich mich auf dem Weg gemacht, einen Kaffee bzw. Milch für meinen Kaffee zu finden. Ich hatte im Hotelzimmer eine Mikrowelle und Wasser. Löslichen Kaffee hatte ich auch noch und sogar ein Burger-Brötchen vom Vortag und 1 Mini-Päckchen Frischkäse aus irgendeinem Hotel – aber die Milch fehlte…In Las Vegas, vor allem etwas abseites vom berühmten Strip, gibt es nicht so viele Einkaufsmöglichkeiten. Das Frühstück im Hotel war mir zu teuer – soviel wollte ich auch gar nicht essen.

In einer 24 Stunden CVS/Grocery schräg gegenüber vom Hotel wurde ich fündig. Der Weg dorthin führte mich übrigens am Hofbräuhaus vorbei – nein, ich war nicht ausversehen zurück nach München geflogen. Es war die Variante in Las Vegas.
Und mit der gekauften Milch konnte ich mir im Hotelzimmer dann ein Frühstück aus dem Brioche-Hamburger Brötchen und Kaffee machen…


Umzug ins nächste Zimmer

Dann bin ich zur Hotel-Rezeption gegangen, um zu fragen, ob ich vielleicht schon eher (als die übliche Check-In-Time 15:00 Uhr) in das neue Zimmer für uns 3 kann? Denn am Abend kamen ja Kerstin und Tina aus Deutschland dazu. Und wir hatten natürlich im Alexis Ressort ein größeres Zimmer gemietet. Die Antwort war: das Zimmer ist schon fertig, Sie können gleich umziehen – Halleluja! Ich bin sofort mit Sack und Pack in das neuere und größere Zimmer umgezogen.
Dann habe ich mich, meine Koffer, meine Fotos, meine Belege u.s.w. organisiert. Lange mit Deutschland telefoniert und einfach mal nix getan. Eigentlich wollte ich waschen, aber die Anlage hatte dafür keine Möglichkeit.
Später habe ich mir eine Pizza geholt. Und mich noch für eine halbe Stunde an den Pool gelegt. Aber so ein Tag Pause ohne Sightseeing tat ganz gut.


Zum Flughafen um die neue Crew zu empfangen

Um 5 Uhr bin ich mit dem Shuttlebus vom Hotel zum Flughafen, Terminal 3 gefahren. Dort musste ich gar nicht lange warten und Kerstin und Tina kamen aus ihrem Eurowings-Flieger mit ihren Koffer raus. Wir sind mit dem Shuttlebus vom Flughafen (das hatte ich vorher schon rausgefunden, wo der losfuhr) zum Car-Rental-Center gefahren. Wieder bei Hertz. Der Papierkram wurde ziemlich schnell erledigt und wir konnten zu unserem neuen Auto: Mausgrauer Dodge – er bekam später den Namen „Maverik“.

Zurück zum Hotel und auf den „Strip“

Dann ging es als erste Fahrt zurück zu unserem Hotel. Da ich ja schon für uns eingecheckt hatte, haben wir gleich vor unserem Zimmer geparkt und Tina und Kerstin konnten ihre Koffer ausladen. Wir haben die Taschen schnell abgestellt und sind Richtung Strip (so heißt die berühmte Strasse, in der man all die großen Hotels und Casinos findet) gegangen. Wie immer haben wir uns erstmal verlaufen – die Hotels in Vegas sind einfach zu groß!
Und es gibt soviel zu sehen, überall blickt es, gibt es Musik – man kommt hier nur sehr langsam voran. Aber irgendwann waren wir im Hard Rock Café und hatten Chicken Wings und Mini-Burger (jedes galt als Vorspeise für sich – und wir wurden zu dritt davon satt!). Dann ging es über den Strip zurück zum Hotel. Und wir fielen alle todmüde und geschafft ins Bett.

Durch das blinkende Lichtermeer in Las Vegas: Wir gingen durch die großen Hotels zum Hard Rock Cafe um dort eine Kleinigkeit zu Essen. Die Straßen waren voller Menschen, die feierten und Spaß hatten.

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21. Tag – Letzte Station: Charleston

Dienstag 17.9.
Hotel: Homewood Suites by Hilton Charleston Historic District


Heute mussten wir unser Haus in Savannah verlassen. Also haben wir mal wieder die Sachen ins Auto gepackt und alles aufgeräumt (Gäste werden ja auch bewertet) und sind um ca. 9:00 Uhr aus Savannah rausgefahren. Wir haben noch mal getankt und in einem Foodlion Wasser gekauft und Süßigkeiten 😉

Amerikas einzige Tee-Plantage

Dann ging es zur Tea Plantation vor Charleston. Den Tipp habe ich vom Reiseblog Country at Heart, hier findet ihr den Artikel dazu.
Es waren lange Wege dahin, die einzige Tee-Plantage in Amerika liegt auf Wadmalaw Island. Man kann direkt bei der Plantage parken und im Store die Tickets für die Trolly-Tour kaufen. Wir mussten nicht lange warten und konnten bald einsteigen. Unser Guide erzählt sehr spannend und wir fuhren um die Felder und bekamen alles erklärt. Schon um das Jahr 1800 wurde hier Tee angebaut, damals mit mäßigem Erfolg. Dann lag die Plantage lange brach. In den 60gern wurde hier ein Tee-Test-Feld angelegt. Und heute wachsen hier tausende Teepflanzen. Nur 5 Leute bewirtschaften die Felder – den man hat Maschinen zum Teepflücken erfunden (und bei den Tabakfarmern abgeguckt). Und Teepflanzen können bis zu 600 Jahre alt werden…
… anschließend gab es im Shop noch Videos zur Weiterverarbeitung des Tees. Und man durfte die Tees (alle Bio, ohne Pestizide etc. Laut unserem Guide mögen die einheimischen Tiere die Teepflanzen nicht und lassen sie in Ruhe. Sie würden nur die Kaffeepflanzen anknabbern) probieren und natürlich kaufen.

Südstaaten-Stadt mit einzigartigem Flair: Charleston

Dann fuhren wir nach Charleston – nicht in unser ursprünglich reserviertes Hotel, sondern in ein anderes. Gestern bekam ich eine E-Mail von booking.com, das unser Hotel vom Hurrikan Dorian zu stark beschädigt sei und sie für uns ein anderes reserviert hätten. Was wir sehr nett fanden, das sie sich um alles gekümmert haben. Das andere Hotel war leider nicht ganz so Fussläufig wie das erste… aber okay und hatte große Zimmer.
Wir konnten schon auf unser Zimmer. Sind aber, nach dem Auspacken, sofort wieder losgegangen. In der King Street fanden wir ein Tex-Mex -Lokal in dem wir im Hinterhof draussen sitzen konnten und haben Natchos bestelllt.

Anschließend ging Tony zurück zum Hotel und Grit und ich shoppen! Es gibt viel kleine Läden hier, nicht die großen Ketten. Wir sind bis zum City Market gegangen und auf die Meeting Street gewechselt.
Und von dort sind wir zurück zum Hotel gegangen. Dabei haben wir ein ganz besonderes Café gesehen – da wollten wir hin!

Die etwas andere Bar

Also schnell geduscht und umgezogen und wieder zurück: zum Katzen- Café Pounce in der Meeting Street! Hier tummelten sich Katzen aus dem Tierheim und man konnte (gegen Bezahlung) mit den Tieren spielen. Man durfte sie nicht hochnehmen, nur mit Ihnen spielen oder streicheln. Am Tag hat es auch nur ein paar Stunden auf, damit die Tiere nicht ständig mit Leuten zu tun haben. Viele der Tiere sind so an neue Besitzer vermittelt worden. Dazu gehörte auch eine Bar, aber wir waren so beschäftigt, das wir gar nichts bestellt haben. Anschließend ging wir auf eine Roof-Top -Bar und haben noch was getrunken. Dann ging’s zurück…

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20. Tag – Historisches Savannah

Montag 16.9.
Wohnung Savannah


Heute morgen haben wir ein bisschen länger geschlafen. Ich habe irgendwann Kaffee gekocht und Toast gemacht. Als wir am Tisch saßen, gab es plötzlich einen Knall – der nicht nach Müllwagen oder so klang. Wir guckten vor die Tür und da war jemand volle Kanne an einen der Pfähle an denen immer die Kabel hängen gefahren… es telefonierten bereits zwei Leute und 5 Minuten später gabs Blinklicht von 3 Polizeiwagen, 1 Feuerwehr und 2 Ambulanzen…
Wir wollten nicht stören und haben nur mal Kurz geguckt (unser Nachbar stand im Bademantel vor der Tür 😉).


Heute ging es zu Fuß durch die Stadt

Wir sind gegen 10:00 Uhr losgegangen. G. hatte sich am Abend vorher eine Route überlegt. Als erstes stoppten wir an der Cathedral of St. John. Hier gingen wir auch rein und sahen uns etwas um. Danach gingen wir zum Forsythe Park, bzw. bis zum großen Brunnen.Von dort spazierten wir die Squares längs. Und waren dabei dankbar um jeden Baum der uns Schatten gab. Den auch heute war es wieder sehr heiß. Wir waren am Chippewa Square an dem die Bank vom Forrest Gump stand, und am Thomas Mercer Haus. Und es ging beim Girls Scout Headquarter vorbei.


Zwischendurch haben wir einen Eistee im SCAD Café (Savannah College of Art and Design) getrunken. Hier stand ein ganzer Londoner Bus im Cafe! Man hätte auch oben sitzen können, aber wir saßen lieber an einer langen Tafel vor dem Bus. Hier war es auch angenehm kühl.

Lunch im berühmten Eiscafe

Wir wollten uns das Owen Thomas House ansehen – aber die Führungen waren gerade alle ausgebucht. Also überbrückten wir die Zeit und gingen etwas essen. Und heute haben wir ohne Probleme einen Platz im berühmten Leopold´s Ice Cream Cafe bekommen.

Es ist im Jahr 1919 von 3 griechischen Brüdern gegründet worden. Erst hatten wir in dem coolen Laden im Retro-Dinner Stil Sandwiches, dann natürlich einen großen Eisbecher. Das Café war voller Filmposter und Autogrammen von Filmstars. Der jetzige Besitzer ist Filmproduzent in Hollywood! Und kam tatsächlich gerade ins Geschäft, als wir da waren.


Spannende Entdeckung: Owens Thomas House

Dann machten wir eine Tour durchs Owens Thomas House. Das Haus gehört zum Telfair Museum und konnte früher schon besichtigt werden. Allerdings haben noch Leute darin gewohnt, so das man nur einen kleinen Teil sehen konnte. Jetzt wohnt keiner mehr und es gehört ganz dem Museum. Beim Restaurieren (1990) hat man vieles aufgespürt, das über die Jahre nicht entdeckt wurde – hauptsächlich im alten Schuppen, der ursprünglich die Sklavenunterkunft und der Stall für die Tiere war und den Keller des Hauses. Der war früher der Arbeitsplatz der Sklaven, den hier waren Küchen, Waschräume u.s.w. untergebracht. Damit ist es eines der wenigen Häuser, bei denen man sehen kann, unter welchen Bedingungen Sklaven früher arbeiten mussten.

Ein weiterer spannendender Fakt: es war eines der ersten Häuser, die bis in den dritten Stock ein System für fließend Wasser hatten. Jahre bevor das Weiße Haus in Washington fließend Wasser hatte. Es gab Toiletten, Duschen, Badewannen…
Und noch ein wichtiger Fakt den wir auf der Tour lernten: der französische General de Lafayette, der eine wichtige Rolle für die Amerikaner im Unabhängigkeitskrieg gespielt hat, hat hier gewohnt und Reden an das Volk vom Balkon aus gehalten (wir haben ja in Lafayette auf der Plantage seines Sohnes gewohnt). Er hat sich auch schon damals gegen die Sklaverei und für bessere Arbeitsbedingungen eingesetzt – kam aber bei Georg Washington nicht weiter.
Ihr seht schon – die Führung war sehr lehrreich…

Ein relaxter letzter Abend in Savannah

Dann gingen wir zurück zu unserem Haus und ruhten uns etwas aus (oder chillten ein bischen).
Gegen Abend sind wir noch mal zum River Walk gegangen und haben die Wärme des Spätsommers und den wundervollen Sonnenuntergang genossen. Und einen Drink auf einer neuen Roof Top Bar eines Boutique Hotels genommen. So konnten wir den Sonnenuntergang über den River von ganz oben betrachten.
Morgen geht es weiter nach Charleston.

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19. Tag – Mit dem Trolly-Bus durch die Stadt

Sonntag 15.9.
Wohnung Savannah


Frühstück im “eigenen” Haus

Wir hatten eine ruhige Nacht und haben mal ausgeschlafen. Dann habe ich Frühstück in unserer kleinen Küche gemacht und den Tisch gedeckt: endlich mal wieder richtiges Frühstück am Tisch, mit Obst, Müsli und Toast auf Porzellan-Geschirr

Sightseeing in Savannah

Anschließend gingen wir runter zum Fluss gegangen, den dort ist ein Visitor Center. Hier haben wir uns für eine Trolly Tour entschieden, die gleich oberhalb an der Baumwollbörse anfing. Es war mittlerweile wieder sehr warm. Wir hatten einen netten Guide der viel zu erzählen hatte.



Info Savannah: 1733 traf General James Oglethorpe mit englischen Siedlern hier ein und legte den Grundstein für die Stadt. Savannah war die 13. und damit letzte englische Kolonie. Hier sollten Moral und Ordnung herrschten, Sklavenhaltung und Alkohol waren verboten. Die Stadt wurde in rechteckige Stadtbezirke mit öffentlichen und privaten Bauten, gruppiert um zentrale Plätze (Squares) aufgebaut. Die Square (heute noch 22) bieten damals wie heute (Der Dank dafür geht an General Sherman, der die Stadt im Bürgerkrieg nicht zerstörte und 1864 Präsident Lincoln zu Weihnachten „schenkte“), mit ihren Bäumen, Denkmälern, Sitzbänken und Brunnen Ruhe und Entspannung. Diese Plätze gibt es noch heute.

Und Forrest Gump fuhr mit uns im Trolly Bus

Eine nette Idee auf der Tour: zwischendrin kamen Figuren aus Savannah (also Schauspieler) an Board des Busses und unterhielten uns mit kleinen Geschichten oder Musik. Forrest Gump, Thomas Mercer, Rosie waren unsere Historischen Persönlichkeiten.

An der Baumwollbörse stiegen wir nach der Tour wieder aus und gingen am Riverwalk längs. Die Gebäude der River Street gehen auf die Zeit des Baumwollbooms zurück. Heute findet man hier Restaurants, Shops und Bars. Es ist der touristische Mittelpunkt Savannahs. Im Osten endet die River Street mit der Statue des Waving Girl (winkendes Mädchen) einem Wahrzeichen der Stadt.


Wir gingen in die River Bar. Hier hatten wir Mimosa und eine nette Unterhaltung mit der Barkeeperin (aus Schweden) und anderen Gästen aus Ohio und Georgia. Es war mittlerweile fast Nachmittag und wir bummelten langsam zu unserem Haus zurück. Das dauert in Savannah immer etwas, weil man ständig an schönen Häusern vorbei kommt, die man Fotografieren will. Und auch am Friedhof waren wir noch kurz.
Zuhause haben wir haben dann restliche Nudeln gegessen und uns etwas ausgeruht, den es ging ja noch ins Restaurant Pink House.

Edel essen gehen im Olde Pink House

Wir sind – wieder durch andere Straßen – zum Olde Pink House gegangen. Das Restaurant war mal ein Wohnhaus, auch mal eine Bank und ist jetzt ein Restaurant. Jedes “Zimmer “ ist mit Tischen und Stühlen zum Restaurant umgebaut.
Das Haus wurde 1771 von James Habersham Jr., einen berühmten Baumwoll-Baumwoll- Fabrikbesitzer gebaut. Es überstand das Feuer 1796 und gilt als schönes Beispiel für Kolonial-Häuser. Die Bolton Familie übernahm das Haus von 1804 bis 1812. Zwischen 1812 and 1865 wurde das Haus die „Planter’s Bank and First Bank of Georgia“. Es diente auch als Headquarter für den Unions General Zebulon York in 1865. Heute ist es ein Restaurant und hat eine schöne Taverne im Keller. Den Namen hat das Haus übrigens, weil seine Fassade irgendwann eine pinke Färbung annahm.

Wir bekamen einen Platz im ersten Stock im Durchgangszimmer. Als Vorspeise hatten wir She-Crab-Soup und Fried Green Tomato’s, zum Hauptgang Lachs und einen Atlantik-Fisch, gefüllt mit Blue Crab… alles sehr gut und sehr reichhaltig. Dazu natürlich schönen Wein in eleganter Atmosphäre. Für Nachtisch war leider kein Platz mehr!
Aber wir sind noch in den Keller in die Bar gegangen. Hier hat ein Pianospieler gespielt, es war recht voll, aber wir fanden einen Platz an der Bar. Wie immer kam man schnell ins Gespräch mit anderen Gästen. Aber irgendwann waren wir müde und sind durch die Straßen nach Hause gegangen.

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16.Tag – On the road again – es geht weiter nach Florida

Donnerstag 12.9.
Hotel: Destin Village Inn


Heute morgen hieß es nach dem Frühstück: Taschen und Koffer wieder ins Auto packen und noch mal die Route auf der Karte checken. Den unsere Südstaaten-Tour ging weiter. Wir kamen gut aus New Orleans heraus, auch weil wie etwas nach dem Berufsverkehr fuhren.


Auf dem Greenwood Cemetery

Da der Lafayette Cemetery ja gestern bei unserer Tour durch den Garden District geschlossen war, haben wir auf den Weg aus New Orleans raus, doch noch einen Stop bei Greenwood Cemetery gemacht. Der Tip kam von einer Freundin über Facebook, die unsere Reise „mitliest“.

Der Friedhof ist ein bischen größer und nicht so verbaut wie der Lafayette Cemetery, hat aber auch ein paar schöne Gräber und Grabsteine. Leider kauf Bäume und somit auch keinen Schatten! Es gibt ihn seit 1852 und er liegt bei der City Park Avenue und dem Canal Blvd. Gegründet wurde er von der Feuerwehr. Es war ziemlich heiß und wir parkten einfach auf dem Friedhof – hier durfte man auch mit dem Auto rauffahren. Gesehen haben wir natürlich auch das große Elch-Monument auf einem Hügel. Es wurde 1886 von Künstlern und Musikern aus New York gestiftet. Darunter befindet sich ein Grab mit schweren Türen, das 1912 von einem Deutschen Immigranten, der einer der erfolgreichsten Steinmetze seiner Zeit war, gebaut wurde: Albert Weidlen.
Auch ein Memorial für die Polizei war zu sehen. Wir gingen die Reihen längs – hier sind die Grabsteine nicht so eng, wie am Lafayette Friedhof. Da es auf dem ganzen Friedhof allerdings keine Bäume gibt, gab es entsprechend keinen Schatten und so blieben wir nicht so lange, den wir mussten heute ja auch noch „etwas Strecke machen“.

Typisch Amerika: Outlet-Center und Visitor-Center

Dann sind wir auf die I 10 East gefahren. An diesem Tag war der Weg nicht wirklich das Ziel – wie mussten halt so schnell wie möglich an der Küste längs… also nutzen wir Zeit – und stoppten im Gulfport Outlet Center. Den so richtig shoppen waren wir bis jetzt noch nicht. Wir parkten auf dem großen Parkplatz und gingen in die üblichen Shops: Gap, Hilfinger, Nike etc. . Und zwischendurch gab es Essen, das satt macht.

Dann ging es weiter nach Florida. Hinter der Staaten-Grenze in Florida hielten wir kurz im Welcome Center. Immer praktisch für Toiletten und Hotel -Coupons.

Unser Tagesziel: Destin

Danach fuhr ich weiter, die langen Strassen, über noch längere Brücken und durch Wälder nach Destin. Hier an der „Emerald Coast“ wollten wir übernachten. Aber erstmal mussten wir ein paar Lebensmittel einkaufen und hielten am Ortseingang in einem Whole Food Market. Wie immer hätten wir uns dumm und dusselig kaufen können an den tollen, frischen Produkten. Diesmal der Clou: die große Ecke mit Nüssen, Getreide, Mehlen, Nudeln zum selber abpacken.

Ein Abend im Motel

Dann fuhren wir zu unser Motel – das mal zu keiner Hotel-Kette gehörte und ein bisschen skurril war. Wir haben es in einem der Coupon-Hefte vom Visitor-Center gefunden. In der Lobby gab viel Seemanns-Deko und Kitsch und auch einen Vogel-Käfig mit einem echten Papagei, den man nicht füttern sollte! Wir bezogen unser Zimmer und überlegten was wir als nächstes tun wollten: Am Strand picknicken oder Wäsche waschen – die Wäsche gewann (Nützt ja nix) und wir picknickten im Zimmer mit dem Bügelbrett als Tisch.

Wäsche waschen im Motel ist immer etwas zeitaufwändig, weil man ständig zu den Maschinen laufen muss und die Wäsche in den Trockner umladen muss. Aber es klappte ganz gut. Unsere Leckereien aus dem Whole Food Markt haben wir dann auf dem (mit einem Tuch abgedeckten) Bügelbrett aufgebaut. Und unsere Dips mit frischem Gemüse und Käse und Schinken waren so gut! Wein und Bier passten auch …

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