Beiträge mit dem Schlagwort: Südstaaten

8. Tag: Es geht nach Memphis


Wir haben den Blues: Auf dem Blues-Highway, in Clardsdale und in Memphis

Samstag 18.6.2011
Hotel:  Holiday Inn Select

Vor der Abfahrt nach Memphis fuhren wir zum National Military Park, der schräg gegenüber des Motels war. Aber erstmal mussten wir packen… was langsam – die Gepäckmenge steigt – immer schwieriger wird.

Auf dem „Kriegsfeld“ mit dem Auto

Hier fand die entscheidende Schlacht des Bürgerkrieges statt, die schließlich mit der Kapitulation der Südstaaten-Armee endete, ca. 130.000 Soldaten standen sich damals gegenüber. Die Kapitulation der Konföderierten hat an den meisten Einwohnern von Vicksburg noch bis nach dem Zweiten Weltkrieg genagt. Da die Kapitulation am Unabhängigkeitstag (4. Juli) stattfand, wurde dieser eben nicht mehr gefeiert. Auf dem Friedhof des Parks liegen 17.000 Soldaten, 13.000 davon unbekannt, begraben.
Wir bezahlten unsere 8 $ pro Auto Eintritt. Für so wenig Geld bekommt man wirklich viel geboten. Ein Film im Visitor Center erklärt die Schlacht um Vicksburg. Wir fuhren mit dem Auto verschiedene Denkmäler an. Jede Einheit bzw. Bundesstaat durfte für „seine“ Gefallenen eine Erinnerungs-Stätte bauen.

So sah das Schlachtfeld auf – während des Bürgerkrieges

Ein untergegangenes und wieder aus dem Wasser gezogenes (und restauriertes) Kriegsschiff haben wir auch noch besucht.

Auf dem Blues Highway nach Memphis
Dann ging es gleich auf die 61 ins Mississippi-Delta Richtung Memphis. Kurzer Stopp in Clarksdale um „DIE“ Kreuzung 61/49 zu fotografieren, wo Robert Johnson seine Seele dem Teufel verkauft haben soll, um den richtigen Blues auf der Gitarre zu spielen.

Um Clarksdale richtig zu erleben, müsste man hier übernachten. Und dann abends in die Blues-Kneipen gehen. Morgan Freeman hat hier auch ein Restaurant. Wir sind nur ein bisschen bummeln gegangen.
Den es zog uns nach Memphis. Eine schöne Tempomat-Fahrt… Rechts und links nur Mais-, Reis- und Erdnussfelder. Baumwolle haben wir noch nicht gesehen. 

Cocktails im Peabody-Hotel

Wir sind auf der 61 super nach Memphis reingekommen, die Stadt ist sehr übersichtlich. Das Holiday Inn liegt direkt gegenüber dem berühmten Peabody Hotel. Wir haben ein 4er Zimmer, weil das Hotel aufgrund der tollen Lage zur Beal-Street recht teuer ist.

Das Peaybody war dann auch unsere erste Station – aus mehreren Gründen: 1. Im Peabody schwimmen Enten im Brunnen (den berühmten Aufmarsch der Enten haben wir uns geschenkt) und 2. eine unserer Lieblings-Autorin Connie Palmen hat diesen Ort im Buch I. M. Ischa Meier, erwähnt.
Wir wollten nur in Ruhe einen Cocktail trinken… Es waren dann zwei, den die Lobby ist hier wirklich schön und man hat viel zu gucken, weil hier ständig etwas los ist. Und am Klavier spielte auch jemand (Bruno Mars, wie Kerstin glücklich bemerkte).

Party-Stimmung auf der Beal-Street

Dann habe ich schnell im Hard Rock Cafe meinen Pin gekauft (ja, eines der wenigen Dinge die ich sammel) – einen ganz witzigen, mit den Peabody Enten und der Jahreszahl 2011 drauf.
Wir kamen noch einfach so auf die Beal Street, auch wenn schon überall Polizeiwagen zu sehen waren. Später am Abend wurden alle die auf die Beal-Street wollten, vorher durchsucht – sehr sicher alles.

Draussen war es warm, überall wurde auf der Strasse Musik gespielt, Turn-Kunststücke vorgeführt und Bilder und Karikaturen von den Touristen gemalt. Im Kaufhaus Schwab waren wir auch und hatten viel Spaß mit den wirklich merkwürdigen Dingen die es hier gab. Die Öffnungszeiten im Reiseführer stimmten nicht. Das Ding hat bis Mitternacht auf !

Für den Blues waren wir dann bei B.B. King. Dort gab es für ganze 5 $ tolle Live Musik. Wir mussten etwas warten, bis wir einen Platz bekamen. Dann konnten wir der Band zuhören UND lecker Chicken Wings essen und Gin Tonic trinken. Die B.B. King Allstars haben echt die Bude gerockt, danach waren die Ohren frei. Viele haben getanzt. Vielleicht hätten wir zu späterer Stunde mal einen Tanz gewagt… Dazu fehlte aber noch ein Gin Tonic.

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5. Tag: Oak Alley und Nottoway Plantation

Wir verbringen viel Zeit auf den Plantagen

Mittwoch 15.6.2011
Hotel: Nottoway Plantation
Nach dem Frühstück sind wir gleich zur Oak Alley Plantage gefahren, in der Hoffnung, das wir möglichst freie Sicht auf die Eichenallee haben. Kurz vor 10 Uhr waren wir da.  Schnell den Eintritt bezahlt und dann sind wir gleich in den Garten ums Haus gegangen.

Frühstück auf der Plantage – es gab natürlich noch mehr. Aber man beachte das Silber-Besteck – wie Edel, nach all dem Plastik-Motel-Frühstücken.

Interview mit einem Vampir oder lieber Min Julep?

Oak Alley ist ein MUSS auf einer Tour durch den Süden mit ihren Plantagen. Diese Zuckerplantage wurde zwischen 1837 und 1839 im Greek-Revival-Stil errichtet. Hier wurde u.a. „Ein Interview mit einem Vampir“ gedreht. Die Eichenallee ist einfach wunderschön. Die 28 Eichen sind über 300 Jahre alt und wurden bereits um 1700 gepflanzt.

Wir haben erstmal reichlich Spaß-Fotos auf der nahezu leeren Allee gemacht (wobei die Leute ,die die erst Führung machten bestimmt nicht „Amused“ waren, das wir in ihren Bildern rumliefen und ihnen die Aussicht verdorben haben. Wir hatten später auch nur mit viel Geduld eine freie Allee vor der Linse. 

Dann haben wir die Führung durch das Haus mitgemacht, die von einem sehr jungen Mädel (ich vermutet es war ihre erste Tour alleine – sie war ganz aufgeregt) begleitet wurde.
Danach haben wir noch einen Mint Julip getrunken (ich ohne Alkohol, weil ich das Auto übernommen habe), ein Cocktail aus Minze, Bourbon-Whiskey, Zucker oder Zuckersirup und crushed ice. Traditionell wird er in einem Silber- oder Zinnbecher serviert und mit einem Minzestängel garniert. Hier gab es natürlich nur einen Plastikbecher, aber bedruckt und man kann ihn als Souvenir mit nach Hause nehmen.

Eine Führung durch das White Castle

Wir hatten beschlossen den Rest des Tages auf unserer Plantage zu verbringen und dort auch die Führung zu machen, die natürlich in der Übernachtung mit drin ist. 
Nottaway ist die  größte noch stehende Plantage im Süden. John und Emily Randolph wohnten hier mit ihren 11 Kindern. Der Bau hat rund 10 Jahre gedauert und rd. 80.000 $ gekostet. Das Haus gehört jetzt einem Australier, der es für den Schnäppchenpreis von 4,5 Mio. $ gekauft hat und noch viele Millionen in die Renovierung gesteckt hat. 
Tina und ich wohnten in Cornelias Zimmer, Maren und Kerstin in Sarahs Zimmer. Diese Zimmer gehören nicht zu Tour. Man kann in allen Räumen wohnen, aber in denen die zu Tour gehören, muss man ständig sein Zeug weg räumen, das ist ja nicht sehr angenehm.

Cornelia hat Tagebuch geschrieben und daraus ist heute ein Buch geworden „The White Castle of Lousiana“.
Wir können uns auch außerhalb der Führung in allen Räumen im Haus bewegen, was die Übernachtungen hier zu etwas ganz besonderen machte. So hatte man für einen kurzen Moment, das Gefühl auf einer Plantage zuhause zu sein und in die Vergangenheit einzutauchen.
Unsere Führung durch das Haus war sehr ausführlich … Danach sind wir noch auf den Deich vor das Haus gegangen um schöne Fotos von dem ganzen Haus zu machen.

Abends nach dem Essen sind wir noch mal ganz allein durch die Räume und auf die Terrasse gelaufen… Einfach unbeschreiblich toll !
Dieser Aufenthalt war wirklich ganz traumhaft und jeden Dollar wert ! Sicher so ein paar amerikanische „Deko-Stimmungs-Ideen“ würden wir überdenken, aber trotzdem möchten wir unbedingt wiederkommen.

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6. Tag: Es geht über Baton Rouge und Natchez nach Vicksburg

Am Missisippi entlang nach Vicksburg

Donnerstag 16.6.2011
Hotel: Quality Inn & Suites
Tina und ich wurden am Morgen bereits gegen 6 Uhr wach und sind im Nachthemd durch die Etage gehüpft. So müssen sich die Kinder in dem herrlichen Haus gefühlt haben. Wir konnten einen herrlichen Sonnenaufgang über dem Mississippi sehen, ganz allein in diesen tollen Räumen. Der Abschied fiel uns nicht leicht von Nottoway.

Erster Stop in Baton Rouge

Aber trotzdem saßen wir pünktlich um 8:45 Uhr im Auto Richtung Baton Rouge. Es ging  über den Mississippi, über die Scenic Route zum  Louisiana  State Capitol und dem Old State House. Im Capitol war einiges los. Die Taschen wurden kurz durchleuchtet, aber alle waren freundlich und herzlich. In der Eingangs-Halle war es richtig voll: es fand gerade eine Debatte statt und Krankenschwestern feierten hier ihren Abschluss. Wir sind etwas rumlaufen und haben uns alles angesehen – der Gouverneur hat sogar einen eigenen Lift. 

Dann haben wir uns ins Gästebuch eingetragen (immer sehr wichtig hier für die Statistik) und man hat uns auf einer Karte gezeigt wie wir zum Old State House kommen.

Old State House
Baton Rouge – Old State House

Das alte State House ist heute ein Museum. Hier wollten wir nur kurz die beeindruckende Glasdecke fotografieren, aber eine Mitarbeiterin hat uns erst mal 15 Minuten die Geschichte von Baton Rouge erzählt. Wir wollten ja nicht unhöflich sein und haben sie nicht unterbrochen. Der Giftshop war auch sehr nett 

Auf dem Old River Highway zur Greenwood Plantage

Auf der 61. dem Old River Highway, fuhren wir Richtung Greenwood Plantation, die bei  “Fackeln im Sturm “ die Plantage Resolute von Justin LaMotte war. Die Baumwollplantage wurde 1830 errichtet. 1850 wurde sie in eine Zuckerrohr-Plantage umgewandelt und mit rd. 750 Sklaven bewirtschaftet. Ihr Besitzer William Barrow war einer der Anstifter zur Loslösung von der Union. 1960 brannte sie, verursacht durch einen Blitzeinschlag, ab. Erst 1984 wurde sie nach langen Jahren der Suche nach alten Fotos und Plänen wieder im alten Glanz aufgebaut. Wir haben uns für 3 $ nur den Garten angesehen. Es war auch außer uns niemand da…

Lunch in Mummys Cupboard

Auf dem Weg nach Natchez mussten wir dann eine Vollbremsung hinlegen – fast wären wir an Mummys Cupboard vorbeigefahren. Aber zum Glück ist das Haus, in Form einer typischen „Köchin aus den Südstaaten“ nicht zu übersehen. Wir bekamen gerade noch etwas Lunch – den Kuchen nahmen wir für abends mit.

Heißes Pflaster in Natchez

Dann ging es nach Natchez rein. Natchez wurde 1716 mit dem Bau eines Fort (Fort Rosalie) von den Franzosen gegründet und ist nach dem Indianerstamm, der hier siedelte benannt. 1729 kamen fast alle Franzosen bei einem Indianeraufstand ums Leben. Im Jahr darauf wurden bei einem Gegenanschlag der Franzosen so gut wie alle Indianer vernichtet.

Wir parkten am Visitor Center am Anfang des Historischen Viertel. Und dachten, wir bewegen uns mal ein bisschen und gehen zu Fuß… Keine gute Idee, bei den Temperaturen. Wir haben nicht viel gesehen, weil es viel zu heiß war und uns die Zeit davon lief. Statt der Häuser von Außen, haben wir lieber eine Fotoausstellung in einer der Villen angesehen. Hier hatte der Ortsansäßige Fotograf alte Fotografien restauriert und zu einer Ausstellung zusammengefügt. Dann gingen wir noch in die St. Mary Basilica. Hier gefiel uns die helle, weiße Einrichtung und der hellblaue Sternenhimmel.

Die „unvollendete“ Plantage Loogwood

Ganz wichtig auf unserer Liste – die Longwood Plantage – , in „True Blood“ – der Wohnsitz des Vampirkönigs. Sie liegt praktisch bei Natchez und wir wollten sie schnell noch ansehen – allerdings machte sie bereits um 16:30 Uhr zu und es war schon 17:00 Uhr… wir sind einfach trotzdem den schmalen Weg (ich glaube sogar, entgegen der Fahrtrichtung) zu der riesigen, achteckigen und unfertigen Villa gefahren und haben noch schnell ein paar Fotos machen können…  

Dr. Haller Nutt wollte dieses Traumhaus für seine Frau Julia bauen. Die Handwerker kamen aus dem Norden. Als der Bürgerkrieg ausbrach, flüchteten sie aus Angst  vor Übergriffen der Bevölkerung. Deshalb blieb der Innenausbau unvollendet. Nur das Kellergeschoss war fertig, in dem die Familie über Jahre wohnte.

Über das schöne Port Gibson fuhren wir dann nach Vicksburg und stiegen in unserem vorgebuchten „Quality Inn“ ab. Schluss mit Luxus, knallharter Motel-Alltag… Aber für den Preis geht das in Ordnung. Frühstück ist ok, waschen kostenlos und ein Pool ist auch da…

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4. Tag: Es geht zu den Plantagen

Unser Highlight: übernachten im White Castle

Dienstag 14.6.2011
Hotel: Nottoway Plantation (das „White Castle“)
Pünktlich gegen 8 Uhr checkten wir im Hotel aus. Der junge Mann guckte nicht schlecht, als wir ihm von der Tour erzählten, die vor uns liegt. Sie fahren selber ?? Ja ! 
Das Auto bei Hertz abholen war wie immer schnell gemacht. Es ist ein Chrysler Town & Country. Ein weißer Riese, den wir nach Langem hin und her „Kasimir“ genannt haben, nach dem Schneemann aus „Drei Männer im Schnee“. Er kühlt uns so schön ! (Bei uns bekommen Autos immer Namen…. 😉 )


Eine kreolische Plantage: Laura Plantation

Erste Station auf dem Weg zur Nottoway Plantage war die Zuckerrohrplantage Laura Plantation. Diese Plantage wurde knapp 100 Jahre von Frauen geführt. Dies war möglich, weil auch nach dem Verkauf von Louisiana der Code Napoleone galt, der Frauen und Männer gleichstellt. In den anderen umliegenden Staaten durften die Frauen nur den Tee ausschenken und das Hauspersonal beaufsichtigen. Hier beinhaltet die Tour auch die Besichtigung von Sklavenunterkünften. Die gelbe Farbe und das bunte Design sind typisch für die Kreolischen Häuser gewesen – die klassischen weißen Plantagen-Häuser mit den Säulen sind eher bei den ursprünglich englischen und französischen Plantagenbesitzer vorgekommen.

Traurigstes Kapitel dieser Plantage war die Züchtung von Sklaven. Erst recht unglaublich weil die Plantage von einer Frau geleitet wurde. Diese Plantage unterscheidet sich sehr von den anderen und sollte unbedingt angeschaut werden. Die Tour dauerte 75 Min. und kostet 18 $.
Nach der Tour beschlossen gleich zur Nottaway zu fahren. Vorher machten wir noch einen Essenstopp im B & C Seafood, wo es „echte“ Südstaaten-Küche gab. Kerstin hat sogar Alligator probiert.

Wir wohnen auf einer Plantage

Dann ging es zu „unserer“ Plantage, der Nottoway Plantage.  Wir checkten ein und der arme Koffermann hatte an unserem Gepäck ganz schön zu schleppen, denn hier gibt es natürlich keinen Lift. Vor lauter schlechtem Gewissen haben wir ihm ordentlich Trinkgeld gegeben. Er fürchtet sich sicher schon vor unserer Abreise.

Am 5. Oktober 1999 waren Tina und ich zum ersten Mal hier. Damals haben wir nicht nicht vorstellen können hier zu übernachten. Heute soll nun der Traum wahr werden. Gleich zwei Nächte gönnen wir uns hier. Als wir unsere Zimmer bezogen waren wir total aus den Häuschen. Nicht nur, dass die Zimmer miteinander verbunden waren, die Größe und die schönen Möbel haben uns umgehauen. Das Gebäude wurde von 1849 bis 1859 aus Zypressenholz errichtet. Der weiße Ballsaal ist ein Traum. Der Saal sollte nicht von der Schönheit der Töchter der Familie Randolph ablenken, heißt es, deshalb ist ganz in weiß gehalten. John Hampden Randolph plante das Haus, seine Frau sorgte aber dafür, dass es während des Bürgerkrieges nicht von den Union Truppen zerstört wurde. Nach einer Stunde Ruhepause ging es an den Pool, vorher war es einfach zu heiß. Wir waren fast allein dort. 

Dinner im Salon

Um 20 Uhr hatten wir fürs Dinner im Mainson Restaurant bestellt. Dort war es mal wieder so kalt, dass wir gebeten haben, die Klimaanlage über unserem Tisch abzustellen. Es gab u.a.:
Strawberry Spinach Salad, Fried Green Tomatoes, Cedar Plank Salmon, Randolph Filet (tenderloin filet cooked on pecan wood grill). Dazu Rotwein, wirklich nur eine Flasche. Dann gab es einen (!) Absacker an der Bar. Wir waren ganz schön lustig und haben noch einen Spaziergang durch den Park gemacht. 

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12. Tag: Für 4 Tage in „My Mountain Dream“

Wir fahren in die Blue Ridge Mountain

Mittwoch 22.6.2011
Cabin:  My Mountain Dream

Die nächsten 4 Nächte wollten wir es in den Blue Ridge Mountain etwas ruhiger angehen lassen. Dafür hatten wir ein ganzen Haus (Cabin – hatte 3 Stockwerke!) gemietet.
Der Weg dahin war aber etwas mit  „Pleiten, Pech und Pannen“ versehen, aber am Ende ist doch alles gut gelaufen.

Nashville im Rückspiegel….

Wir verlassen Nashville

Unser Tag fing damit an, dass wir zum Parthenon (wer den Film „Percy Stuart“ gesehen hat, sollte es wieder erkennen) fahren wollten und nicht gefunden haben. Davor lag noch der Farmers Market , den haben wir sofort entdeckt und haben uns dort mit Gemüse und Obst für unsere 4 Cabin-Tage eingedeckt.

Und dann nahm das Elend seinen Lauf. Wir hatten es schon aufgegeben, den großen Nachbau vom griechischen Tempel zu finden, als die ersten Verkehrsschilder auftauchten und uns doch noch hinführten. Hat uns gut 45 Min. gekostet. Weshalb wir nur von außen fotografiert haben und dann ging es dann weiter.

Besuch einer Whiskey-Destillerie

Wir wollten die Distellerie „George Dickel“, die total versteckt in den Bergen liegt besuchen. Gefunden haben wir sie, waren aber viel zu spät dran um die Führung zu machen. Außerdem wurde es auch immer später und wir hatten noch einen weiten Weg vor uns.

Also wollten wir zurück auf die Interstate. Die haben wir aber nicht gefunden, keine Schilder weit und breit, es schüttete wie aus Eimern. Endlich haben wir jemanden zum Fragen gefunden und nach gut 1 Stunde Kurverei auch endlich die Interstate.

Alles eine Frage der Zeit

Als wir um Chattanooga rum waren, suchten wir immer noch recht entspannt einen Supermarkt für die restlichen Lebenmittel, die wir noch brauchten. Endlich fanden wir eine Food-Lion und kauften für unser Abendessen in aller Ruhe ein.

Als wir wieder im Auto saßen stellten wir zwei Dinge fest:
1. wir hatten vergessen, das die Uhren Richtung Georgia vorgestellt werden – es war breits 17:00 Uhr!
2. Der Schlüssel für die Cabin sollte bis 16:00 Uhr abgholt werden – oje.

Und der Ort kam und kam nicht näher. Wieder Fragen wo sind wir ? Endlich haben wir den Ort gefunden und nach nochmaligem Fragen auch das Office, dass natürlich schon geschlossen war. Aber der Schlüssel und die Unterlagen lagen im Briefkasten. Puh! Ende gut, alles gut.

Unser Haus in den Bergen

Wir fuhren die letzten Meter durch den Wald zu unserem Haus. Ein Holzhaus mit 3 Stockwerken, das mit dem Begriff „Cabin“ etwas untertrieben beschrieben wird.

Unser „Mountain Dream“

Dann verteilten wir die Zimmer – Tina und ich nahmen (wer bucht, gewinnt) das obere Zimmer, mit sagenhafter Aussicht, Maren das im Erdgeschoss und Kerstin das im Untergeschoss. Jede von uns hatte ihr eigenes Bad – endlich mal Platz die Koffer auszupacken. Die Küche was riesig.

Überall gab es Balkone bzw. Terrassen rund um das Haus. Herrlich hier 4 Nächte zu verbringen.
Also haben wir rasch noch eine Nudel gekocht und den Tag mit 3 Flaschen Wein begossen !

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1. Tag: München – Charlotte – New Orleans


Unsere Reise in den Süden kann losgehen

Samstag 11.6.2011
Flug mit Lufthansa von München nach Charlotte

Hotel: Omni Royal Orleans zu 4 in einem Zimmer (Glück gehabt, mit einem Spar-Angebot)

Wir 4 Mädels waren schon öfter gemeinsam unterwegs – und haben uns natürlich riesig gefreut, als wir uns in München am Flughafen endlich alle getroffen haben. Kerstin kam aus Berlin, Maren (meine Schwester) und Tina aus Hamburg und ich musste nur von meiner Schwabinger Wohnung zum Flughafen fahren. Wir haben noch schnell Wasser gekauft und mussten gar nicht lange auf das boarden warten. Der Flug war ganz okay.

Ankommen in Charlotte

In Charlotte mussten wir durch die „Immigration“, da haben wir gut eine Stunde angestanden. Das ist echt immer nervig. Aber – der grüne Zettel im Flugzeug ist endlich Geschichte ! Und man kann alles übers Internet ausfüllen.
Unser Gepäck mussten wir auch holen und gleich wieder am Schalter abgeben und wieder einchecken. In Charlotte haben wir dann erstmal was gegessen und uns ans Gate gesetzt. Langsam wurden wir müde, so da wir auf den kurzen Flug nach New Orleans alle geschlafen haben.

Unser Hotel im French-Quarter

Am Flughafen in New Orleans geht es bereits sehr locker zu, die Hitze schlug uns gleich entgegen. Wir nahmen ein Taxi zum Hotel und checkten erstmal in unser Zimmer ein. Das Hotel Omni Royal Orleans war ein Glücks-Griff – sehr edel und stylisch ( ein Schnäppchen, auch weil wir uns zur 4 ein Zimmer teilten.)

Dann ginge es noch ins Hard Rock Café, dass am Ende unserer Strasse lag. Erst ein Cocktail an der Bar, dann endlich etwas zu essen. Und danach dann ins Hotel und schnurstracks ins Bett!

1999 waren Tina und ich das erste Mal in der größten Stadt Louisianas, die durch die Franzosen, Arkadier aus Nova Scotia und den Spaniern geprägt wurde. 1812 wird Louisiana Bundesstaat der USA, um 1861 wieder aus der Union auszutreten. Zeit des Bürgerkrieges. Die Rassentrennung, wie der Süden sie kannte, wurde 1896 noch offiziell vom Obersten Gerichtshof bestätigt. 1954 wurde die Rassentrennung an Schulen aufgehoben, aber nicht besonders erfolgreich. 1960 muss die Bundespolizei die Aufhebung durchsetzen. Auch heute läuft es nicht so richtig rund. Wovon wir, als Touristen aber nur am Rande etwas mitbekommen.

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7. Tag: Rund um Vicksburg

Entlang des alten Natchez-Trail

Freitag 17.6.2011
Hotel: Quality Inn & Suites

Die Übereste der größten Plantage: Windsor Plantage

Nach dem typischen Motel-Frühstück mit Cerialien und Toast, fuhren wir praktisch erstmal ein Stück zurück Richtung Natchez – wir wollten zu der Windsor Plantage.

Nur 23 Säulen sind vom ehemals größten Plantagenhaus übrig geblieben. Die Baumwollplantage hatte 32 Zimmer, jedes mit einem Kamin ausgestattet. Es wurde 1860 fertiggestellt, das Gebäude hat den Bürgerkrieg überstanden, ist dann aber leider 1890 abgebrannt. Der Brand wurde durch eine Zigarette ausgelöst. Mark Twain soll hier auch einmal zu Gast gewesen sein.

Im historischen Jefferson College

Dann ging es weiter zum Historic Jefferson College – was als „West Point-Akademie“ in Fackeln im Sturm herhalten musste (das eigentlich West Point liegt oberhalb von New York – da waren wir auch schon). Es ist nach Präsident Thomas Jefferson benannt. Das College wurde im Jahr 1811 eröffnet. Jefferson Davis, späterer Präsident der konföderierten Staaten, ging hier auch zur Schule.
Natürlich liefen wir alles ab und fotografieren uns dort, wo auch schon „Orry“ und „George“ standen. 

Picknick auf Indianer-Pfaden

Dann ging es für einige Meilen auf den Natchez Trace Parkway. Bereits vor 8.000 Jahr schlugen Indianer hier einen Weg durch die Wälder. Es sind noch einige typische Mounds (Erdhügel) der Indianer zu erkennen. Auf einen sind wir bei der Mittagshitze auch geklettert.

Der Natchez Trade war der bedeutendste Handelsweg und wurde um 1840 dann von den Fluss-Booten und später von der Eisenbahn verdrängt. Der Parkway beginnt in Natchez und endet in Nashville. 
Zwischendurch kann man auch mal kurze Walks machen oder picknicken. Wir haben uns fürs Picknick entschieden. Und fanden auch ein perfektes schattiges Plätzchen, da hätten wir sogar grillen können. Und haben unsere Vorräte ausgepackt. Frischkäse, Tomaten, Cräcker – das ist bei uns immer in der Standart-Kühltaschen-Ausrüstung dabei.

In Downtown Vicksburg

Nachdem wir uns ausgeruht hatten, fuhren wir weiter nach Vicksburg Downtown. Die Stadt hatten wir uns größer vorgestellt – wir fuhren (nach unserem heißem Erlebnis in Natchez) erstmal mit Auto einmal rum.
Unten am Fluß konnte man sogar noch die die Flutschäden direkt an der Flutmauer sehen – zwei Wochen früher und wir hätten hier nicht fahren können.
Dann haben wir den Wagen geparkt und sind noch zu Fuß rumgelaufen. In Vicksburg gibt es viele kleine Läden zum shoppen. Nicht der übliche amerikanisch Einheitsbrei. Eine Verkäuferin wies uns darauf hin, dass ganz Vicksburg beim Bürgerkrieg ein Schlachtfeld war und die ganze Stadt eigentlich ein Monument sei. „Die Stadt war in Blut getränkt“, so hat sie es formuliert. Morgen früh sehen wir uns dann die Hauptsehenswürdigkeit – den Military Park, das eigentliche „Kriegsgebiet“ vor Vicksburg – an. 

Auf dem Weg zum Hotel sind wir dann doch noch in ein typisches Outlet gegenüber des Motels gegangen. Aber nach fast einer Woche, ist so ein Stopp doch mal gestattet. Morgen geht es dann weiter nach Memphis. Ein Schotte, den wir heute getroffen haben, meinte Memphis sei eine „rough“ City. So nach dem Motto: Mädels bleibt mal lieber im beschaulichen Vicksburg. Aber was würde dann Elvis von uns denken ? Wir haben auch einiges auf dem Zettel in Memphis. Also geht es morgen los.

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9. Tag: Die Klassiker in Memphis

Mit dem Auto fuhren wir durch die Stadt um Geschichte, Musik und Landschaft zu erkunden

Sonntag 19.6.2011
Hotel:  Holiday Inn Select
Dieser Tag beginnt mit einer Rüge an die Reiseleitung, die es nicht für möglich hält, dass hier irgendetwas mal nicht 24 Stunden auf hat. Bei erfrischenden 85 F(30 Grad) am Morgen sind wir gleich zum Lorraine Motel gefahren, an dem Dr. Martin Luther King erschossen wurde. Das Motel ist jetzt ein Nat. Civil Rights Museum, das aber erst um 13 Uhr aufmachte… es war aber erst 10 Uhr…
Das kann selbst uns passieren, die gerne und viel vor einer Reise recherchieren 😉

Musikalische Tour durch die Sun Studios
Also fuhren wir erst zum Sun Studio, die machen nämlich am Tag des Herren  schon um 10 Uhr auf. 12 $ Eintritt und los ging die Tour. Bis auf Kerstin, sind wir nicht die großen Elvis Fans (aber es wird!), trotzdem hat dieser Ort wirklich etwas magisches !

Sun Studio
Besuch in den Sun Studios

Unser Tourguide hat mit einer Begeisterung die Geschichte erzählt, die ja nicht mit Elvis begann. Dass es für ihn eine Ehre ist, hier die Touren zu führen, merkte man wirklich.
Er sprach ein deutliches Englisch (ist hier nicht immer so). Unten im Studio selbst bekam man wirklich Gänsehaut. Der Platz an dem Elvis seine erste Platte aufgenommen hat… Inzwischen wird das Studio wieder für Aufnahmen genutzt. Bono hat hier auch schon aufgenommen. 
Der Höhepunkt war dann – dass wir alle mit dem Mikro mit dem Elvis aufgenommen hat (wir glauben das mal) – Fotos machen konnten. Die Tour lohnt sich wirklich. Als Vorgeschmack für Graceland auf jeden Fall, dachten wir uns so. Kerstin war jetzt schon ganz gerührt. 

Old Man River – von der Quelle bis nach New Orleans

Um die Zeit bis zu Museumseröffnung des Lorraine Motels zu überbrücken waren wir noch im  Mud Island Riverpark. Dort ist eine detailgetreue Nachbildung des Mississippis von der Quelle bis nach New Orleans im Boden als Miniatur-Landschaft. Die sind wir natürlich abgelaufen. Ganz toll gemacht ! Man kann kostenlos zu Fuß über den Fluss in den Park gehen oder für 4 $ mit der Schwebebahn fahren. Wir wollten uns auch mal bewegen…

Die Geschichte von Martin Luther King

Zweiter Anlauf beim Lorraine Motel-Museum, dass sehr ausführlich über den Kampf von MLK und die Geschichte des Rassismus in den USA berichtet. Man wandert an Bildern und Fotos die Geschichte bzw. Stationen des Kampfes ab. Bis hin zum Hotelzimmer in dem MLK seine Rede schrieb und dann auf dem Balkon erschossen wurden. Auf der gegenüberliegenden Strassenseite geht das Museum weiter – hier gibt es dann die Auflösung der Ermordung… Man kann quasi an dem Punkt stehen, an dem der Schütze stand. Es war viel zu lesen… Das konnte man gar nicht alles aufnehmen.

Wie Tom Saywer auf dem Mississippi

Maren wünschte sich vor der Reise eine Fahrt auf dem Mississippi – und wir wollten das nicht gleich am Anfang in New Orleans machen. Deshalb hatten wir uns Memphis dafür ausgesucht. Und das war auch ganz gut so – Tina setzte hier mal aus. Kerstin, Maren und ich fuhren 2 Stunden den Mississippi rauf und runter. Es wurde dabei sehr viel erklärt – am beeindruckendsten waren tatsächlich die Schlepper, die gewaltige, sehr lange Boote über das Wasser schoben und zogen.

Wir haben uns dann auf den Feierabend-Cocktail wieder im Peabody getroffen, wo wir schon wie alte Bekannte begrüßt worden sind. Und den Abend später in einem Dinner ausklingen lassen.

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Ashville: Cocktails bei Sonnenuntergang, Straßenkünster und Trommeln für eine bessere Welt

Ashville: Cocktails bei Sonnenuntergang, Straßenkünster und Trommeln für eine bessere Welt

Freitag dem 29.9. 2017 Asheville, North Carolina

Heute morgen nach dem Frühstück ging es ans packen ⁃ Einkäufe, Geschenke und Wäsche von 3 Wochen mussten in die eine Tasche. Und den Handgepäck-Rucksack. Eine zweiter Koffer kostet 150 $ – das wollten wir vermeiden. Am Ende passte es Spitz auf Knopf.

Dann ging es in die Stadt bzw. zum Essen in das Restaurant Buxton Hall. Auch hier gilt: from the farm to the table und das BBQ ist eines der Besten in den USA. Das Schwein ( wir kennen seinen Namen – steht neben der Farm auf einer Tafel) wird im ganze verwertet, das Brennholz ist „das Geheimnis“ und gesmokt wird über Nacht. (Das ganze Viertel „duftet“ nachts nach Gesmokten Holz) .

Wir haben uns Salat mit Pecannüssen, Apfel und Birnenbutter-Dressing, St. Louis Rippchen mit Cole Slaw, Fried Buttermilk Chicken-Sandwich und Süsskartoffel-Wurzel-Püree mit Ahornsirup und Pulled Pork geteilt. Zum Nachtisch gabs Whiskey (für Kerstin), Chocolate Chess Pie und Banana-Pudding-Pie – das Fleisch war wieder großartig lecker, die Beilagen gut (das Püree war der Hammer) und die Kuchen sehr gut.

Anschließend gingen wir bummeln durch Asheville, hielten noch in einer Glasbläserei an, bei der man den Besitzern bei der Arbeit zusehen konnte, in Märkten, in der Künstler ihre Bilder, Schmuck, Keramik oder was auch immer sie verkaufen wollten verkauften. Wie überhaupt die Stadt von Künstlern und Aussteigern geprägt ist.

Wir haben im Iron flat Building auf der Skybar mit wunderbaren Blick auf die Blue Ridge Mountains einen Cocktail getrunken. Viele Fotos von den Art Deco Häusern gemacht ( Asheville ist bekannt für seine Architektur und galt als „Paris of the South wegen der Gebäude).

Später haben wir die Trommler besucht, die sich seit 2001 jeden Freitag hier zum trommeln – ganz ungezwungen, jeder kann mitmachen – treffen. Wirklich ein entspanntes Event – jeder geht und kommt, tanzt, hört zu – ganz wonach ihm ist. Kann es nicht immer so einfach sein…

Wir hatten dann noch einen Absacker und sind jetzt wieder im Hotel um unseren Flug einzuchecken, letzte Berichte zu schreiben. Morgen geht es zurück nach Charlotte und dann nach Deutschland

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Von der Country-Stadt zur Hippi-Metropole

Wir verlassen Nashville um nach Ashville zu fahren. Unsere letzte Station unserer Reise.

Donnerstag der 28.9. 2017 Asheville, North Carolina

Heute morgen sind wir früher als sonst aufgestanden, nicht nur weil wir direkt von Nashville nach Asheville fahren wollten, sondern weil uns während der Fahrt nach Osten 1 Stunde abgezogen wurde.

Also: Frühstücken, Auto packen, losfahren. Wir kamen aus Nashville ganz gut weg, es war sonnig, so kann man losfahren.

Unsere Pause machten wir am Anfang der Blue Ridge Mountains in einem Pancakehouse „Flapjack Pancake House“. Sehr urig, mit eine deftigen Waffel- und Pancakes zum Frühstück. Wir haben uns welche geteilt und selbst das war zu viel für uns.

Dann ging es weiter nach North Carolina, Asheville. Einen Stop machten wir noch im Welcome Center. An einigen Stellen in den Wäldern konnte man schon den Indian Summer erahnen.
Mit der abgezogen Stunde kamen wir um 15:00 Uhr im Hotel an. Schnell die Zimmer bezogen und dann zum „Curato“ einer spanischen Tapasbar, das nach dem „from the Farm to the Table“ -Prinzip mit regionalen Produkten kocht.

Das Gebäude von 1927 (war damals ein Bus-Depot) wurde 2011 renoviert. Der Chef ist Katie Button. (Sie fing als Kellnerin im „El Bulli“ in Spaniens berühmten Restaurant an, hat u.a. unter Jean George Vongerichten gearbeitet, bevor sie in die Südstaaten zurück ging)

Wir mussten so früh reservieren (16:00 Uhr ist ja noch nicht wirklich Dinner-Time), es war sonst nichts mehr frei…
Dann gab es die Tapas, alle frisch zubereitet vom Team hinter dem Tresen: spick chorizo wrapped in Postauto Chips, creamy chicken fritters, Freud eggplant with Mountain Honeymoon ans Rosmarin, bocadillos it Tuna, egg, bell pepper and grilled Onion, Salad of Baby Beet, Marcona almonds and orange Vinaigrette, Jamon in different ages, dark chocolate custard with candied corn nuts and orange Sorbet.. Und: perfekt gekühlten Rotwein!

So lecker und gut zubereitet, mit zuvorkommen Service – wir saßen über 2 1/2 Stunden dort.

Dann sind wir noch etwas die Straßen zurück zu Hotel gebummelt. Überall saßen Leute draußen beim Essen, Musiker spielten und Hippies saßen im Weg… Asheville ist ein bisschen eine Hippie- und Künstler-Stadt. Sie hatte bis 1880 keine Bahnanbindung, so das es hier mit den Erneuerungen alles etwas länger dauerte.

Thomas Wolf lebte hier und verewigte die Leute in der Stadt ( ähnlich wir Thomas Mann in den Buddenbrooks) in dem Roman: „Schau heimwärts, Engel“.
Mit den Blue Ridge Mountains vor der Haustür, viel Galerien, Musikern und einer spannenden Foodszene hat Asheville einen ganz eigenen Flair. Wir werden morgen hier nochmal die Straßen erkunden, nach dem packen!

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