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Pulled Pork aus dem Ofen – Tex-Mex-Style

Im letzten USA-Urlaub Amerika 2019 habe ich erstaunlich oft in Tex-Mex-Restaurants gegessen. In weichen Tortilla-Wraps oder knusprigen Taco-Schalen gab es Salate, Pickles, Käse und Fleisch. Meistens war es einfach ein Hack-Ragout, manchmal Pulled Pork. Der „zerzupfte“ Schweinebraten wird oft in den Südstaaten über den großen BBQ´s gegrillt, bis das Fett rausgetropft ist und das Fleisch weich und zart.
Aber auch in Los Angeles gibt es viele Taco-Stände bei denen man gefüllte Wraps und Tacos bestellen kann. Zum Reisebericht Los Angeles Downtown geht es hier…
Ich habe eine Variante für den Ofen rausgesucht – das dauert zwar sehr lange, aber das Fleisch wird würzig und zart.

Pulled Pork

Für 4 Portionen

ca. 800 g Schweinenacken oder Schulter am Stück
2 EL Öl
2 TL Salz
2 TL brauner Zucker
1 TL Senfpulver
1 TL Kardamom
1 TL gem. Pfeffer
1 TL Chiliflocken
1 TL Paprikapulver

Fleisch mindestens 1 Stunde bei Zimmertemperatur ruhen lassen. Backofen auf 120 Grad vorheizen. Fleisch trockentupfen, einölen. Salz, Zucker und Gewürze mischen, Fleisch damit rundum einreiben. Eine große Fettpfanne mit etwas Wasser füllen und auf den Backofenboden stellen (Damit der tropfende Fleischsaft nicht verbrennt. Wasser ggf. nachgießen). Fleisch auf einen Rost darüber schieben. Im Ofen gut 6-7 Stunden braten. Evtl. mit Fleischthermometer die Kerntemperatur überprüfen. Sie sollte 90 Grad haben. Fleisch mit einer Gabel zerzupfen. Mit gekaufter BBQ-Sauce oder Chili-Tomatensauce (s. Rezepte unten) mischen. In Burger Bun oder weiche Mais- oder Weizen-Tortillas servieren.

Dazu passen: Zwiebelringe oder Röstzwiebeln, Tomatenwürfel, Guacamole (Rezept hier), Schmand, Jalapenoringe (Glas), Gewürzgurken, Salatstreifen, Koriander oder Petersilie

Alternative: Am Vortag den Braten 4 Stunden wie beschrieben braten. Abkühlt zugedeckt kühl stellen. Am nächsten Tag nochmal gut 4 Stunden im vorgeheizten Ofen bei 120 Grad fertig braten.

Chili-Tomaten-Sauce

1 Zwiebeln
2 Knoblauchzehen
3 EL Olivenöl
2 EL Tomatenmark
2-3 EL Salz
je ca. 1 TL Senfpulver, Kardamom, Nelkenpulver, Selleriesalz, geräuchertes Paprikapulver
und etwas Pfeffer, Chili, Zimt und Paprikapulver zum Abschmecken
ca. 4 EL Ahornsirup
100 ml Apfelessig
250 ml Rinderbrühe (gekocht, Fond oder instant)
500 g passierte Tomaten

Zwiebel und Knoblauch abziehen, fein würfeln, bzw. hacken. Beides in einem großen Topf im heißen Öl 10 Minuten dünsten. Tomatenmark, Gewürze und Sirup einrühren. Mit Essig und Brühe ablöschen, passierte Tomaten einrühren. Aufkochen und 30 Minuten bei kleiner Hitze und ohne Deckel einköcheln lassen. Ab und zu umrühren. Würzig abschmecken. Abkühlen lassen und abgekühlt zugedeckt (z.B. in Gläser mit Schraubverschluss) kalt stellen.
Passt als Marinade für Pulled Pork, als Sauce für Baked Beans oder als Chilisauce für Steak und gegrilltes Fleisch

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23. Tag – Abflug-Tag und neues Reiseziel: es geht in den Westen

Donnerstag 19.9.
Hotel: Las Vegas – Alexis Ressort


Abflug-Tag – für G. & T. ging es zurück nach Hamburg, für mich weiter nach Las Vegas. Aber erstmal in Ruhe frühstücken, dann das Auto mit allen Koffern, Taschen und Mitbringsel packen und aus Charleston losfahren. Das Wetter war nahezu frisch – nur 27 Grad. Wir brauchten tatsächlich mal eine dünne Strickjacke…
Aber die Sonne schien und die Straßen waren frei – so fuhren wir um 9:00 Uhr aus Charleston heraus .

Fahrt von Charleston nach Charlotte

Eine Pause gab es für einen Kaffee bei Starbucks an einer Raststätte. Und eine weitere kurz vor Charlotte in einem Outlet-Center. Den weil wir noch soviel Zeit hatten, wollten wir nochmal ein bisschen bummeln gehen. Wirklich kaufen wollte keiner was, aber nochmal frische Luft schnappen und ein bischen rumlaufen. Dann ging es zum tanken und anschließend weiter zum Flughafen.

Am Charlotte Airport

Das Auto bei der Autovermietung Herz abgeben war wieder kein Problem – aussteigen, Koffer zusammen suchen, kurz alles checken lassen. Und – schwups, war unser Auto weg…
Das praktische am Flughafen Charlotte ist, das die Autovermietungen und Terminals zu Fuß zu erreichen sind. Ich hoffe, das bleibt auch nach dem Umbau so. (Stand 2019)

Im Terminal habe ich meinen Koffer bei American Airlines abgegeben, dann haben G. & T. ihre Taschen bei Lufthansa eingecheckt. Wir sind durch die Kontrolle gegangen und haben uns was zum Essen gesucht. Es wurde wieder Tex-Mex. Wie immer sehr reichhaltig und lecker. Dann sind wir alle Gates abgelaufen, um uns die Zeit zu vertreiben. Ich flog etwas eher los – also hieß es an meinem Gate Abschied nehmen und einsteigen.



Schade – die Südstaaten waren wieder so schön, abwechslungsreich und gastfreundlich! Wir kommen wieder!
G. und T. Flug nach München mit Lufthansa verlief problemlos – allerdings kamen sie mit etwas Verspätung an und mussten zum Flieger nach Hamburg laufen. Aber auch das klappte. Und ein schöner Urlaub ging zu Ende…


… und bei mir weiter im Westen der USA…


Meinen Flug hatte ich schon vor einiger Zeit bei American Airline gebucht, er ging über Phoenix nach Las Vegas. In Phoenix hatte ich nur knapp 40 Minuten zum umsteigen Zeit und ich hoffte wirklich das ich und mein Koffer den Flieger schafften.

Ankommen in Las Vegas, Nevada

Juchu – es hat geklappt. Wir sind überpünktlich gelandet und ich bin zügig zum Gate in Phoenix am Airport gegangen. Dank der Stewardess, die im Flieger schon allen ihre neue Gatenummern zum Umsteigen persönlich mitteilte. Und ich hatte sogar noch Zeit auf’s Klo zu gehen.
Leider konnte ich während des Fluges nicht aus dem Fenster sehen, weil der Typ am Fenster durchgehend die Luken unten hatte – sehr schade, wir sind nämlich bei Sonnenuntergang in Phoenix gelandet.

Der Weiterflug nach Las Vegas ging dann auch schnell vorbei. Hier am Flughafen, im Terminal der Inlandsflüge, musste man sich aber erstmal sehr zurecht finden. Die Kofferbänder sind in einer großen Halle, dazwischen überall schon Spielautomaten, große Bildschirme mit Bling-Bling-Werbung – alles sehr hektisch. Es dauerte etwas bis ich mein Kofferband gefunden hatte. Aber mein Koffer war zum Glück da.

Mit dem Taxi bin ich dann ins Hotel gefahren. Das geht relativ zügig. Im Ressort lag mein Zimmer leider ganz am anderen Ende und ich durfte einmal über das ganze Gelände mit dem Gepäck laufen. Zimmer war alt, aber okay. Dann war ich so platt, das ich gleich ins Bett gegangen bin.

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22. Tag – Immer wieder schön: Boone Hall Plantation

Mittwoch 18.9.
Hotel: Homewood Suites by Hilton Charleston Historic Distric
t

Das Frühstück im Hotel war ganz gut – lobenswert: sie hatten Porzellan-Teller und Tassen! Und Zeitungen. So konnten wir auch die 2. Tasse Kaffee in Ruhe genießen.


Wir sind dann gleich zur Boone Hall Plantation gefahren, auch bekannt als “Mont Royal” aus “Fackeln im Sturm “. Die Fahrt dauert von Charleston aus knapp 30 Minuten, ist also ein kleiner Tagesausflug.


Unsere Plantage aus „Fackeln im Sturm“: Mont Royal

Ich war das 3. mal auf dieser speziellen Plantage – und muss sagen, das es mittlerweile sehr professionell und durchorganisiert ist. (Hier der Bericht vom letzten Mal) Jetzt mussten wir bereits am Eingang bezahlen und in der Karte waren alle Touren für das Haus (dafür das man nur 3 Räumen sieht, war der Führer sehr unterhaltsam und ausführlich!), Trolley-Fahrt über die Plantage (haben wir aus Zeitgründen nicht gemacht), Schmetterlings Haus (auch für uns ausgefallen), Slave Street History Talk (sehr informativ) und eine Story-Telling der Gullah (West-Afrikanische Gruppe die als Sklaven nach Amerika gebracht wurde und viel ihrer Kultur behalten hat – sehr sehr schön!) enthalten. Als ich vor über 20 Jahren das erste Mal auf dieser Plantage war, gab es keine Führungen, die Sklavenhäuser waren nicht renoviert, man lief einfach über das Gelände. Heute kommen ganze Busladungen Touristen hierher und man kann den ganzen Tag hier verbringen.

Besonders gut hat mir die Vorführung der Gullah gefallen. Die Gullah sind eine Gruppe Westafrikaner, die als Sklaven in die Südstaaten kam. Sie behielten, als einzige Gruppe der Sklaven, viele ihrer Traditionen und vor allem ihre Sprache. Nachdem Ende der Sklavenhaltung, blieben viele auf den vorgelagerten Inseln North Carolinas.

Die Lady, die uns über die Gullah erzählte, trat in traditionellen Kleidung auf und wir erfuhren wie sie als Kind bei ihrer Familie und Großmutter (sie war selber schon im Großmutteralter) aufwuchs. Und sang bekannte und weniger bekannte Gospels. Und wir durften mitsingen. Ein sehr schönes Erlebnis und unbedingt zu empfehlen.

Da wir bereits vormittags rechtzeitig da waren, konnten wir fast alles auf der Plantage ansehen. Wir waren natürlich auch im Baumwoll-Lager und im Garten. Eigentlich hätten wir noch länger bleiben können, aber Charleston mussten wir ja auch noch ansehen.


Zurück in Charleston

Wir fuhren also zurück zum Hotel um dann mit dem kostenlosen Schuttlebus zum Historischen Teil Charleston zu fahren. Sehr praktisch, den so bleibt die Stadt fast Autofrei. Und wir haben eine schönen Spaziergang die Meeting Street längs gemacht. Natürlich am Haus aus “The Notobook” vorbei, an den “3-Sisters” und vielen anderen schönen Villen. An der “Rainbow Row“, die die Vorlage für „Porgy & Bess“ lieferte, ging es dann wieder hoch zum Markt. Noch ein Motivations-Bier/Gin Tonic und wir fuhren zurück zum Hotel um zu packen…

Den Morgen geht es nach Charlotte und für G. und T. zurück nach Deutschland. Ich fliege weiter nach Las Vegas, um übermorgen Tina und Kerstin zu treffen und den „Grand Circle“ im Westen der USA zu fahren.


Schöner Abschluss im Restaurant: The Ordinary“

Aber noch waren wir in den Südstaaten und wollten an diesem letzten Abend nochmal schön Essen gegangen: The Ordinary in der Kingstreet – eine Austern-Bar, untergebracht in einer alten Bank, lag gleich bei unserem Hotel und wir gingen an diesem lauen Sommerabend zu Fuß dort hin. Wir hatten nicht reserviert, bekamen aber einen Platz an der Bar. Hier konnten wir zusehen wie ein junger Mann hinter dem Tresen zahlreiche Austern für die Gäste öffnete. Und dabei haben wir unseren kühlen Weißwein genoßen und das herrlich frisch zubereitete Essen: Thunfisch-Toast, Aubergine mit warmer Tomatensauce, Crab-Cocktail mit Avocado und zum Schluß Pavlova mit Pfirsichen und kleine Lemontarte mit frischen Himbeeren – so kann man es sich gut gehen lassen.
T. unterhielt sich mit einem jungen Mann aus Charleston auf seiner Seite, G. und ich genossen das Essen und hielten ein kleines Schwätzchen mit den Maitre hinter dem Tresen. Ein sehr gelungener Abschluß-Abend!

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21. Tag – Letzte Station: Charleston

Dienstag 17.9.
Hotel: Homewood Suites by Hilton Charleston Historic District


Heute mussten wir unser Haus in Savannah verlassen. Also haben wir mal wieder die Sachen ins Auto gepackt und alles aufgeräumt (Gäste werden ja auch bewertet) und sind um ca. 9:00 Uhr aus Savannah rausgefahren. Wir haben noch mal getankt und in einem Foodlion Wasser gekauft und Süßigkeiten 😉

Amerikas einzige Tee-Plantage

Dann ging es zur Tea Plantation vor Charleston. Den Tipp habe ich vom Reiseblog Country at Heart, hier findet ihr den Artikel dazu.
Es waren lange Wege dahin, die einzige Tee-Plantage in Amerika liegt auf Wadmalaw Island. Man kann direkt bei der Plantage parken und im Store die Tickets für die Trolly-Tour kaufen. Wir mussten nicht lange warten und konnten bald einsteigen. Unser Guide erzählt sehr spannend und wir fuhren um die Felder und bekamen alles erklärt. Schon um das Jahr 1800 wurde hier Tee angebaut, damals mit mäßigem Erfolg. Dann lag die Plantage lange brach. In den 60gern wurde hier ein Tee-Test-Feld angelegt. Und heute wachsen hier tausende Teepflanzen. Nur 5 Leute bewirtschaften die Felder – den man hat Maschinen zum Teepflücken erfunden (und bei den Tabakfarmern abgeguckt). Und Teepflanzen können bis zu 600 Jahre alt werden…
… anschließend gab es im Shop noch Videos zur Weiterverarbeitung des Tees. Und man durfte die Tees (alle Bio, ohne Pestizide etc. Laut unserem Guide mögen die einheimischen Tiere die Teepflanzen nicht und lassen sie in Ruhe. Sie würden nur die Kaffeepflanzen anknabbern) probieren und natürlich kaufen.

Südstaaten-Stadt mit einzigartigem Flair: Charleston

Dann fuhren wir nach Charleston – nicht in unser ursprünglich reserviertes Hotel, sondern in ein anderes. Gestern bekam ich eine E-Mail von booking.com, das unser Hotel vom Hurrikan Dorian zu stark beschädigt sei und sie für uns ein anderes reserviert hätten. Was wir sehr nett fanden, das sie sich um alles gekümmert haben. Das andere Hotel war leider nicht ganz so Fussläufig wie das erste… aber okay und hatte große Zimmer.
Wir konnten schon auf unser Zimmer. Sind aber, nach dem Auspacken, sofort wieder losgegangen. In der King Street fanden wir ein Tex-Mex -Lokal in dem wir im Hinterhof draussen sitzen konnten und haben Natchos bestelllt.

Anschließend ging Tony zurück zum Hotel und Grit und ich shoppen! Es gibt viel kleine Läden hier, nicht die großen Ketten. Wir sind bis zum City Market gegangen und auf die Meeting Street gewechselt.
Und von dort sind wir zurück zum Hotel gegangen. Dabei haben wir ein ganz besonderes Café gesehen – da wollten wir hin!

Die etwas andere Bar

Also schnell geduscht und umgezogen und wieder zurück: zum Katzen- Café Pounce in der Meeting Street! Hier tummelten sich Katzen aus dem Tierheim und man konnte (gegen Bezahlung) mit den Tieren spielen. Man durfte sie nicht hochnehmen, nur mit Ihnen spielen oder streicheln. Am Tag hat es auch nur ein paar Stunden auf, damit die Tiere nicht ständig mit Leuten zu tun haben. Viele der Tiere sind so an neue Besitzer vermittelt worden. Dazu gehörte auch eine Bar, aber wir waren so beschäftigt, das wir gar nichts bestellt haben. Anschließend ging wir auf eine Roof-Top -Bar und haben noch was getrunken. Dann ging’s zurück…

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19. Tag – Mit dem Trolly-Bus durch die Stadt

Sonntag 15.9.
Wohnung Savannah


Frühstück im “eigenen” Haus

Wir hatten eine ruhige Nacht und haben mal ausgeschlafen. Dann habe ich Frühstück in unserer kleinen Küche gemacht und den Tisch gedeckt: endlich mal wieder richtiges Frühstück am Tisch, mit Obst, Müsli und Toast auf Porzellan-Geschirr

Sightseeing in Savannah

Anschließend gingen wir runter zum Fluss gegangen, den dort ist ein Visitor Center. Hier haben wir uns für eine Trolly Tour entschieden, die gleich oberhalb an der Baumwollbörse anfing. Es war mittlerweile wieder sehr warm. Wir hatten einen netten Guide der viel zu erzählen hatte.



Info Savannah: 1733 traf General James Oglethorpe mit englischen Siedlern hier ein und legte den Grundstein für die Stadt. Savannah war die 13. und damit letzte englische Kolonie. Hier sollten Moral und Ordnung herrschten, Sklavenhaltung und Alkohol waren verboten. Die Stadt wurde in rechteckige Stadtbezirke mit öffentlichen und privaten Bauten, gruppiert um zentrale Plätze (Squares) aufgebaut. Die Square (heute noch 22) bieten damals wie heute (Der Dank dafür geht an General Sherman, der die Stadt im Bürgerkrieg nicht zerstörte und 1864 Präsident Lincoln zu Weihnachten „schenkte“), mit ihren Bäumen, Denkmälern, Sitzbänken und Brunnen Ruhe und Entspannung. Diese Plätze gibt es noch heute.

Und Forrest Gump fuhr mit uns im Trolly Bus

Eine nette Idee auf der Tour: zwischendrin kamen Figuren aus Savannah (also Schauspieler) an Board des Busses und unterhielten uns mit kleinen Geschichten oder Musik. Forrest Gump, Thomas Mercer, Rosie waren unsere Historischen Persönlichkeiten.

An der Baumwollbörse stiegen wir nach der Tour wieder aus und gingen am Riverwalk längs. Die Gebäude der River Street gehen auf die Zeit des Baumwollbooms zurück. Heute findet man hier Restaurants, Shops und Bars. Es ist der touristische Mittelpunkt Savannahs. Im Osten endet die River Street mit der Statue des Waving Girl (winkendes Mädchen) einem Wahrzeichen der Stadt.


Wir gingen in die River Bar. Hier hatten wir Mimosa und eine nette Unterhaltung mit der Barkeeperin (aus Schweden) und anderen Gästen aus Ohio und Georgia. Es war mittlerweile fast Nachmittag und wir bummelten langsam zu unserem Haus zurück. Das dauert in Savannah immer etwas, weil man ständig an schönen Häusern vorbei kommt, die man Fotografieren will. Und auch am Friedhof waren wir noch kurz.
Zuhause haben wir haben dann restliche Nudeln gegessen und uns etwas ausgeruht, den es ging ja noch ins Restaurant Pink House.

Edel essen gehen im Olde Pink House

Wir sind – wieder durch andere Straßen – zum Olde Pink House gegangen. Das Restaurant war mal ein Wohnhaus, auch mal eine Bank und ist jetzt ein Restaurant. Jedes “Zimmer “ ist mit Tischen und Stühlen zum Restaurant umgebaut.
Das Haus wurde 1771 von James Habersham Jr., einen berühmten Baumwoll-Baumwoll- Fabrikbesitzer gebaut. Es überstand das Feuer 1796 und gilt als schönes Beispiel für Kolonial-Häuser. Die Bolton Familie übernahm das Haus von 1804 bis 1812. Zwischen 1812 and 1865 wurde das Haus die „Planter’s Bank and First Bank of Georgia“. Es diente auch als Headquarter für den Unions General Zebulon York in 1865. Heute ist es ein Restaurant und hat eine schöne Taverne im Keller. Den Namen hat das Haus übrigens, weil seine Fassade irgendwann eine pinke Färbung annahm.

Wir bekamen einen Platz im ersten Stock im Durchgangszimmer. Als Vorspeise hatten wir She-Crab-Soup und Fried Green Tomato’s, zum Hauptgang Lachs und einen Atlantik-Fisch, gefüllt mit Blue Crab… alles sehr gut und sehr reichhaltig. Dazu natürlich schönen Wein in eleganter Atmosphäre. Für Nachtisch war leider kein Platz mehr!
Aber wir sind noch in den Keller in die Bar gegangen. Hier hat ein Pianospieler gespielt, es war recht voll, aber wir fanden einen Platz an der Bar. Wie immer kam man schnell ins Gespräch mit anderen Gästen. Aber irgendwann waren wir müde und sind durch die Straßen nach Hause gegangen.

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18. Tag – Die Küste entlang nach Savannah

Samstag 14.9.
Savannah: Apartment Savannah Lark

Das Frühstück in diesem Motel musste man sich in der Lobby nehmen und auf dem Zimmer essen. Dazu war es mehr als dürftig. Also haben wir nur ein Kaffee und einen halben Bagel für den ersten Hunger genommen. Dann haben wir das Auto bepackt und sind zu Fuß noch mal über die Brücke nach St. Augustin gegangen. Dort haben wir in einem Cubanisch- Amerikanisch Café nochmal richtig gefrühstückt: Spiegeleier, Speck, Obst…

Zu Fuß durch St. Augustin´s historische Innenstadt

Anschließend sind wir durch die alten Straßen der Innenstadt gelaufen. Info zu St. Augustin: Ponce de León landet im Jahre 1513 an der Küste Floridas. Und weil gerade alles blühte und grünte, nannte er es La Florida (das blühende Land). Im Jahre 1562 gründeten französische Hugenotten hier eine Siedlung. Worauf die Spanier sich das Land zurückeroberten. Im Jahre 1586 griff der englische Seefahrer Sir Francis Drake St. Augustine an und brannte es nieder, aber die Spanier bauten es wieder auf. Während des 16., 17. und 18. Jahrhunderts wurde St. Augustine mehrmals von den Engländer und von der indianischen Urbevölkerung angegriffen, aber die Spanier konnten ihre eroberten Gebiete unter Kontrolle behalten. Später allerdings erwarb England Florida als einer der Preise des Krieges zwischen den Franzosen und Indianern.
Am Ende wurde Florida nach dem Unabhängigkeitskrieg von den Spaniern an Amerika verkauft.

Die Stadt wirkt sehr europäisch, kleine Straße und Gäßchen, alte Häuser mit schönen Gärten und natürlich viele spanische Elemente.
Wir waren am ältesten Haus des Ortes, sind dann zu den großen Gebäuden gegangen, die heute Hotels, College und das Rathaus beherbergen.

Dann ging es zurück zum Auto. Es ist heute sehr warm und windig. Ein neues Sturmgebiet kommt (wahrscheinlich) auf die Küste zu.

Stürmischer Strandweg

Damit wir nicht immer nur den Freeway fahren, sind wir von St. Augustin auf den Coastel Way gefahren. Die Florida State Road A1A ist eine State Route, die in Florida direkt an der Küste verläuft.

Wir fuhren aus St. Augustin raus und dann gleich über eine lange Brücke direkt Richtung Strand. Hier mussten wir uns links halten und Richtung Norden fahren. Während der Fahrt nach Savannah konnten wir so ein bischen Küste, Strand und kleine und große Sommerhäuser und Villen sehen. Hier kann man bestimmt gut länger Urlaub machen und seine Zeit verbringen.

Einmal haben wir angehalten und sind an den Strand gegangen – es wehte uns fast die Handys aus den Händen!
Es ging vorbei an großen und kleinen Häusern, mit Spanischem Moos behängten Bäumen, Naturschutzgebieten. In Jacksonville sind wir wieder auf die Interstate gefahren um zügig nach Savannah zu kommen.

Wohnungsbezug in Savannah

In Savannah wollten wir 3 Nächte bleiben. Und weil Hotels oft eng, teuer und unpersönlich sind, habe ich für uns 3 hier eine Wohnung gebucht (über Booking.com, Vacasa ist der Vermieter dahinter – für Ferienwohnungen).
Aber bevor wir unsere Wohnung beziehen konnten, mussten wir noch zu einem Whole Food Market und uns mit Leckerein eindecken. Und heute konnten wir ja auch mal wieder selber kochen!
Im Whole Food in Savannah haben wir wieder die geniale frische Guacamole und Tomaten-Salsa gekauft. Und für den Abend alles für eine Gemüse-Tomatensauce und Nudeln. Und natürlich noch das eine oder andere…


Dann fuhren wir zu unserem Haus in Savannah. Das Haus ist an einer Strassenecke in der historischen Innenstadt, mit einem kleinen Patio, Küche, Esszimmer, Wohnzimmer, 2 Schlafzimmer. Wir fanden es gleich und haben den Anweisungen vom Vermieter gefolgt und den Schlüssel aus der Lock-Box geholt. Dann haben wir erstmal alles ausgeladenen und unsere Zimmer bezogen. Das schmale End-Reihenhaus reichte völlig für 3-4 Personen, Schlafzimmer sind im ersten Stock. Es ist mit alten Möbeln eingerichtet und hat dadurch ein bisschen den alten Südstaaten Charme.

Chillen in unserem Haus

Dann gab es das übliche “Rasch-mal-lecker”, das bei uns immer aus ein bisschen Käse, Weintrauben, Cracker und dazu Wein und Bier besteht. Schließlich mussten wir das schöne Haus feiern. Heute wollten wir nicht mehr raus. Wir haben unsere Nudeln gekocht, Wein getrunken, nebenbei Wäsche gewaschen, Fernsehen gesehen und unsere Reisetagebücher weitergeschrieben und einfach mal Innegehalten.
Morgen sehen wir uns dann Savannah an…

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17. Tag – Ziel des Tages: St. Augustin, die älteste Stadt Amerikas

Freitag 13.9.
St. Augustin: Motel Anastasia


In der vollgestellten Lobby unseres Motels (mit dem Papagei) gab es auch Frühstück – nicht besonders reichhaltig. Aber Kaffee und Waffeln waren okay. Wir haben draussen am Pool gefrühstückt, die Sonne schien und es versprach ein schöner Tag zu werden…


Bummel am Boardwalk von Destin

Nach dem Frühstück haben wir das Auto gepackt und sind über die Hauptstraße zum Boardwalk von Destin gegangen. Es war bereits sehr heiss und man konnte an den ganzen Ausflugsbooten und Jetski Angeboten vorbeilaufen. Für Unterhaltung ist hier jedenfalls gesorgt. Die feinen Sandstrände konnten wir auf den Halb-Inseln sehen, haben aber aus Zeitmangel drauf verzichtet dort spazieren zu gehen.

Wieder eine lange Autofahrt

Anschließend sind wir, nach dem Tanken, Richtung St. Augustin gefahren. Eine Pause gab es auch: bei Taco Bell, mit Tacos und Cola… Die Strecke nach St. Augustin ist eher langweilig, Bäume, ab und zu mal eine Ausfahrt. Selbst die Hauptstadt von Florida Tallahassee bekommt man auf der Interstate kaum mit. Dazu kommt, das wir die Zeitzone zurück wechseln d.h. es wird uns eine Stunde geklaut.


St. Augustin: die älteste Stadt Amerikas

In St. Augustin angekommen sind wir über die Lions Bridge zu einem günstigen Motel gefahren – Motel Anastasia aus dem Coupon-Heft hat gewonnen: kleine Zimmer, Kühlschrank, TV geht nicht – egal, wir blieben ja nur eine Nacht. Nach einer kurzen Pause sind wir zu Fuß über die Lion-Bridge ins Historische Viertel der Innenstadt gegangen.

St. Augustin gilt als ältestes Stadt Amerikas, weil sie kontinuierlich bewohnt war. Am ersten Restaurant an der Ecke haben wir nach einem Platz gefragt – es war das a1a Ale Works. Wir nahmen noch einen Drink an der Bar und dann wir konnten draußen auf dem Balkon unser Abendessen genießen: Crab Cake, Blakend Tuna, Seafood Platter…


Anschließend sind wir durch die Stadt gebummelt und haben noch einen Wein getrunken bevor wir über die Brücke zurück zum Hotel gegangen sind. Es war den ganzen Abend leicht windig bei 29 Grad – perfekt für einen lauen Sommerabend. Morgen wollen wir die Stadt noch mal bei Tageslicht ansehen bevor es nach Savannah geht.

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16.Tag – On the road again – es geht weiter nach Florida

Donnerstag 12.9.
Hotel: Destin Village Inn


Heute morgen hieß es nach dem Frühstück: Taschen und Koffer wieder ins Auto packen und noch mal die Route auf der Karte checken. Den unsere Südstaaten-Tour ging weiter. Wir kamen gut aus New Orleans heraus, auch weil wie etwas nach dem Berufsverkehr fuhren.


Auf dem Greenwood Cemetery

Da der Lafayette Cemetery ja gestern bei unserer Tour durch den Garden District geschlossen war, haben wir auf den Weg aus New Orleans raus, doch noch einen Stop bei Greenwood Cemetery gemacht. Der Tip kam von einer Freundin über Facebook, die unsere Reise „mitliest“.

Der Friedhof ist ein bischen größer und nicht so verbaut wie der Lafayette Cemetery, hat aber auch ein paar schöne Gräber und Grabsteine. Leider kauf Bäume und somit auch keinen Schatten! Es gibt ihn seit 1852 und er liegt bei der City Park Avenue und dem Canal Blvd. Gegründet wurde er von der Feuerwehr. Es war ziemlich heiß und wir parkten einfach auf dem Friedhof – hier durfte man auch mit dem Auto rauffahren. Gesehen haben wir natürlich auch das große Elch-Monument auf einem Hügel. Es wurde 1886 von Künstlern und Musikern aus New York gestiftet. Darunter befindet sich ein Grab mit schweren Türen, das 1912 von einem Deutschen Immigranten, der einer der erfolgreichsten Steinmetze seiner Zeit war, gebaut wurde: Albert Weidlen.
Auch ein Memorial für die Polizei war zu sehen. Wir gingen die Reihen längs – hier sind die Grabsteine nicht so eng, wie am Lafayette Friedhof. Da es auf dem ganzen Friedhof allerdings keine Bäume gibt, gab es entsprechend keinen Schatten und so blieben wir nicht so lange, den wir mussten heute ja auch noch „etwas Strecke machen“.

Typisch Amerika: Outlet-Center und Visitor-Center

Dann sind wir auf die I 10 East gefahren. An diesem Tag war der Weg nicht wirklich das Ziel – wie mussten halt so schnell wie möglich an der Küste längs… also nutzen wir Zeit – und stoppten im Gulfport Outlet Center. Den so richtig shoppen waren wir bis jetzt noch nicht. Wir parkten auf dem großen Parkplatz und gingen in die üblichen Shops: Gap, Hilfinger, Nike etc. . Und zwischendurch gab es Essen, das satt macht.

Dann ging es weiter nach Florida. Hinter der Staaten-Grenze in Florida hielten wir kurz im Welcome Center. Immer praktisch für Toiletten und Hotel -Coupons.

Unser Tagesziel: Destin

Danach fuhr ich weiter, die langen Strassen, über noch längere Brücken und durch Wälder nach Destin. Hier an der „Emerald Coast“ wollten wir übernachten. Aber erstmal mussten wir ein paar Lebensmittel einkaufen und hielten am Ortseingang in einem Whole Food Market. Wie immer hätten wir uns dumm und dusselig kaufen können an den tollen, frischen Produkten. Diesmal der Clou: die große Ecke mit Nüssen, Getreide, Mehlen, Nudeln zum selber abpacken.

Ein Abend im Motel

Dann fuhren wir zu unser Motel – das mal zu keiner Hotel-Kette gehörte und ein bisschen skurril war. Wir haben es in einem der Coupon-Hefte vom Visitor-Center gefunden. In der Lobby gab viel Seemanns-Deko und Kitsch und auch einen Vogel-Käfig mit einem echten Papagei, den man nicht füttern sollte! Wir bezogen unser Zimmer und überlegten was wir als nächstes tun wollten: Am Strand picknicken oder Wäsche waschen – die Wäsche gewann (Nützt ja nix) und wir picknickten im Zimmer mit dem Bügelbrett als Tisch.

Wäsche waschen im Motel ist immer etwas zeitaufwändig, weil man ständig zu den Maschinen laufen muss und die Wäsche in den Trockner umladen muss. Aber es klappte ganz gut. Unsere Leckereien aus dem Whole Food Markt haben wir dann auf dem (mit einem Tuch abgedeckten) Bügelbrett aufgebaut. Und unsere Dips mit frischem Gemüse und Käse und Schinken waren so gut! Wein und Bier passten auch …

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15. Tag – Fine Dinning im Garden District


Mittwoch 11.9.
Hotel: Best Western French Quarter New Orleans


Das Frühstück im Hotel war für Amerika richtig reichhaltig und üppig – da merkt man, das viele Deutsche in diesem Hotel Urlaub machen. Es gab viele Tische und Platz – so konnten wir dabei sogar Zeitung lesen und auch eine zweiten Kaffee trinken.

Um etwa 9:00 Uhr sind wir dann Richtung Canal Street gegangen. Von dort sollte die Streetcar Richtung Garden District fahren. In einer Seitenstraße haben wir die Station auch gefunden. Allerdings fuhr nur ein Ersatz-Bus… Schade! Also stiegen wir in den Bus.
Zwischendurch hätte man in die Streetcar wechseln können, aber das haben wir zu spät mitbekommen.

Spaziergang durch das Villen-Viertel

Im Garden District angekommen sind wir als erstes zum Lafayette Cemetery gegangen – und standen vor einem verschlossenem Tor: es wird renoviert!
Okay – dann ging es leider nicht auf den Friedhof, schade, den dieser Cemetery ist wirklich schön und auch ein bischen „spooky“. Er kommt häufig in Filmen und TV-Shows vor.

Wir sind an den schönen alten Villen vorbei gelaufen. Und mussten dann ziemlich zügig ein Cafe aufsuchen – einfach um etwas zu sitzen, abzukühlen und einen Eistee trinken. Den draußen wurde es immer heißer.

Nach der Pause in dem kleinen Dinner im 60ies-Style, ging es dann zu den Häusern von der Schriftstellerin Anne Rice, Sandra Bullock (da hat sie mal gewohnt), Jefferson Davis oder John Goodman (der wohnt da immer noch). Dabei suchten wir den Schatten und gingen sehr langsam – denn die Sonne brannte und es war wirklich heiß!


Lunch mit Tradition: Commander´s Palace

Um 12:30 Uhr hatten wir eine Reservierung im Commander’s Place, einem alten Restaurant, das 1893 als Salon angefangen hat. Bereits 1900 besuchten Gourmets aus aller Welt dieses Restaurant. Wir hatten bei den Vorbereitung auf unsere Reise davon etwas bei einem Reiseblogger gesehen – und gleich beschlossen hier her zu kommen.
Es gibt mehre Stockwerke und Räume in dem Restaurant – wir wurden am Eingang von einer Dame in Empfang genommen und durch das Restaurant im Erdgeschoss über eine schmale Treppe in den ersten Stock geführt. Wir bekamen einen runden Tisch, in einem kleineren Raum, der jetzt zur Lunch-Zeit gut besucht war. Überall wuselten Kellner herum, einer reichte die Speisekarte, ein anderer fühlte Wasser nach, jeder war jederzeit da …


Wir bestellten erstmal einen Cocktail als Aperitif. Dann als Vorspeisen „Offene Ravioli mit Pilzen“, „Risotto „und „Pikante Melonensuppe“. Unsere Hauptgerichte: Fisch aus dem Golf mit Mais, Tomaten und Paprika und Hähnchen mit Curry und Ananas kamen danach. Und anschließend ein Dessert zum teilen: Breadpudding-Soufflé und Pfirsich-Sorbet. Und wir haben dazu einen sehr spannenden Weißwein Sauvignon Blanc aus Mesa Verde, der Clendenen Family getrunken.
Der Besuch des Restaurant ist nicht ganz billig – aber zum Lunch kann man es sich schon mal gönnen. Und uns hat es sehr gut gefallen.

Zurück in den Trubel des French Quarters

So gut gesättigt ging es es wieder hinaus in die Sonne und zur Streetcar-Station. Denn wir wollten zurück zum French Quarter.
Zum Glück erwischten wir eine Streetcar und konnten so wenigstens noch ein Stück mit der historischen Straßenbahn fahren. Allerdings mussten wir dann doch vor dem French Quarter aussteigen und auf den Ersatz-Bus warten. Im French Quarter haben wir noch eine Stop im Hard Rock Café für einen Drink genommen, dann ging es zum Hotel.


Am Abend durchs French Quarter

Gegen 19 Uhr sind wir nochmal los durch French Quarter bummeln gegangen. Es war immer noch warm, überall gingen Touristen spazieren und es gab wieder viel zu gucken. Im Café du Monde haben wir dann doch noch die leckeren Beignets gegessen – es gehört einfach dazu! Im Dunkeln ging es dann Kreuz und Quer durchs Viertel zurück zum Hotel. Und morgen geht es weiter Richtung Florida

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13. Tag – Very Spicy: Tabasco Island

Montag 9.9.
Hotel: Best Western French Quarter New Orleans

Heute Morgen, als wir zum Frühstück in den schönen Wintergarten gingen, wurden wir mit einem freundlichen „Bonjour“ begrüßt. Ja, das Cajun ist ja ursprünglich Französisch und so sprechen viele Cajun bzw. Südstaatler Französisch. Alle Gäste saßen gemeinsam am Tisch und das Frühstück wurde serviert. Es gab lebhafte Unterhaltungen, dazu Kaffee, Früchte und Egg Benedict. Die waren natürlich sehr reichhaltig! Wir hatten vor dem Frühstück schon alles in den Wagen gepackt. So konnten wir danach gleich los fahren zum Tabasco-Museum auf Avery Island.

Auf Avery Island im Tabasco Museum

Der Weg von Lafayette aus ging ziemlich gerade durch die Landschaft Louisianas. Das Geländer der Tabasco-Fabrik war relativ groß, wir waren aber so früh da, dass es kein Problem war einen Parkplatz zu bekommen.
Dort angekommen haben wir unsere Tickets gekauft und sind in das Museum gegangen, in dem viel über die Anfänge der Tabasco-Produktion und die Familie McIlhenny zu erfahren war.

1886 hat Edmund McIlhenny die berühmte Tabasco®Red Pepper Sauce erfunden. Er bekam aus Südamerika Chilisamen geschenkt, die er, als leidenschaftlicher Gärtner, einpflanzte und dann anbaute. Weil er den – oft eintönigen – Gerichten etwas Pep geben wollte, „erfand“ er dass Rezepte für die Chilisauce. Der Reifegrad der Chilischoten wurde übrigens anhand eines roten Stockes (le petit Baton Rouge) gemessen. Und auch heute noch wird diese „Maßeinheit“ angewendet. Der Name Tabasco bedeutete bei den Ur-Einwohner Mexikos, wo die Pflanze herkommt: Platz, wo die Erde feucht ist.

Danach ging es auf dem Gelände, durch die einzelnen Station der Produktion. Als erstes sahen wir in einer Demonstration auf einem Fernseher wie die Fässer gemacht werden. Anschließend könnte man die gefüllten Fässer mit Chilipaste, abgedeckt mit Salz sehen. 3 Jahre ruht der Mix, dann wird er getestet, mit Essig 3 Wochen gerührt, danach durch ein Sieb gegossen, abgefüllt und verpackt.
Jede Flasche, die man auf der Welt kaufen kann, wird hier gemacht. Der Chili wird hier auf Avery Island angebaut und die Pflanzen wachsen weiter in Südamerika. Es war alles sehr spannend und wurde gut erzählt und präsentiert und wir waren ziemlich lange dort. Nach dem wir durch den Giftshop gegangen sind, haben wir draußen am Café noch etwas gegessen. Und dann ging es auch schon weiter…

Durch die Bayous nach New Orleans

Dann bin ich – so schnell wie möglich, denn unser nächster Sightseeing-Punkt, die Whitney Plantation, sollte um 15:00 Uhr schließen, Richtung New Orleans gefahren. Es war eine recht eintönige Fahrt durch die Bayous. Wir fuhren kaum durch Orte, Rechts und Links des Weges sah man nur die grünen Bäume die in den fließenden Gewässer wachsen. Bayou nennt man diese Gewässer. Es soll ein ähnliches Wort in der Indianer-Sprache geben, das von den Cajuns, der französischen Bevölkerung, die aus Kanada hier ansiedelte, übernommen wurde. Die schwer zugänglichen Sumpflandschaften des Mississippi-Deltas in denen Bayous waren oft die einzigen Verkehrswege.

Auf der Whitney Plantage

Wir waren 10 Minuten vor 3 Uhr an der Plantage … und die Plantage hatte zu! Es gab in der Region einen kompletten Stromausfall, weshalb sie vorzeitig schloss. Wir guckten uns trotzdem kurz auf dem Gelände um, aber viel konnte man nicht sehen. Schade, es scheint eine wirklich interessante Plantage zu sein. Die Whitney Plantage ist erst seit 2014 geöffnet und legt den Fokus auf die damalige Sklavenhaltung.
Enttäuscht fuhren wir nach New Orleans.

Im French Quarter: Bummeln, Burger & Jazz-Musik

Hier in New Orleans haben wir in unserem Best Western French Quarter Hotel am Rande des French Quarter eingecheckt und uns etwas sortiert. Das Hotel hatte ich schon von Deutschland aus reserviert. Vor 20 Jahren war ich hier mit Tina bei unserem ersten Südstaaten-Trip. Es ist seit dem etwas renoviert und umgebaut worden, aber im Großen und Ganzen noch genauso wie früher. Es hat einen kleinen Innenhof und Pool. Rundherum sind die Zimmer.


Gegen 19:00 Uhr haben wir in der Bar einen Drink genommen und sind dann Richtung Bourbon Street gebummelt. Als erstes haben wir im Clover Grill etwas gegessen. Es ist ein alter Hamburger-Laden mit ganz eigenem Flair. Er liegt in der LGTB-Commune im French Quarter. Er kam schon in einigen TV-Shows und Filmen vor, u.a. im Film „GreenBook“. Allerdings stellte er dort ein Dinner in New York dar.

Wir sind die Straßen, natürlich auch die Bourbon Street, längs gebummelt. Aber die Bourbon Street ist nix für uns. Zu laut und rummelig. Es war auch an diesem Montag Abend recht voll auf den Straßen, überall hörte man Musik aus den Bars. Wir tranken in einer irischen Kneipe ein Bier, denn später wollten wir in die Preservation Hall.

Um 21:00 Uhr haben wir in der Preservation Hall für die Vorstellung Karten bekommen und haben sogar einen Sitzplatz ergattert! Davon gibt es hier nämlich nicht soviele – der ehemalige Schuppen ist berühmt für seine Jazz-Konzerte. Nichts soll davon ablenken, weshalb es auch keine Bar gibt. Hier spielen nur die besten Jazzmusiker. Und wir hatten heute die World Best All Stars. Es war wie immer sehr gute Jazz-Musik! Der Bandleader war 87 und spielte immer noch flott am Saxophon! Auch wenn die Gäste fast nur Touristen sind, der Eintrittspreis mittlerweile echt hoch ist, ist es schon etwas ganz besonderes diesen großartigen Musikern so nah gegenüber zu stehen und beim Musizieren zuzuhören. Nach dem Einstieg in die Jazz-Musik gingen wir zurück ins Hotel und fielen ins Bett.

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