Beiträge mit dem Schlagwort: Reisen

7. Tag – New York muss man sich erlaufen…

Dienstag 3.9.
Hostel: New York City Hostel

Ich bin heute gefühlte 1000 km gelaufen. Leider besitze ich keine dieser Fitnessuhren und kann nur raten…
Aber von vorn: Ich bin so gegen 5:30 Uhr wach geworden und bald aufgestanden und habe geduscht. Dann bin ich zum Frühstück gegangen. Ich hatte in meinem Zimmerpreis das Frühstück mit dabei. Dafür bekam ich, als ich ins Hostel eingecheckt hatte, Gutscheine. Im Café unten im Hostel konnte ich diese einlösen. Es gab Tee oder Kaffee, Apfel oder Banane, Bagel, Muffin oder Cereals… ich hatte Kaffee, Bagel mit Cream Cheese und einen Apfel. Den Apfel und die Hälfte vom Bagel habe ich für später eingepackt. Natürlich hatte das Café noch mehr zur Auswahl an Snacks, Sandwiches, Müsli u.s.w. – aber das hätte man dann extra kaufen müssen. Oder man macht sich unten in der Gemeinschaftsküche selber ein Frühstück.

Um 8:30 Uhr bin ich dann los und mit der Bahn zum Hudson Yard gefahren. Ein kleiner Fußweg bis zur „Vessel“ und dann konnte ich mir dieses wabenartige Gebäude von Außen ansehen. Da ich bis zu meinem „Timeslot“ für die Besichtigung noch Zeit hatte, habe ich das Shoppingcenter nebenan besucht (praktisch weil es dort saubere Toiletten gibt. Und man Wasser für die Wasserflaschen nachfüllen kann). Das Schopping-Center war sehr schick, man kann bestimmt gut einkaufen hier.

Erster Sightseeing-Punkt: The Hudson-Yard-Vessel

Dieses „Gebilde“ oder „Monument“ ist wie eine Bienenwabe, die aus lauter Treppen besteht. Zur Zeit (September 2019) kann man sie umsonst besichtigen. Wer die Treppen hinauf laufen möchte, muss vorher online ein Ticket „kaufen“ für einen bestimmten Zeit-Slot. Bezahlen muss man dabei nicht. Es wurde designed von Briten Thomas Heatherwick. Es hat 26 Stockwerke und 154 Treppen und 2500 Treppenstufen… und sieht wirklich cool aus.
Um 10 Uhr hatte ich meinen Zeitslot und bin mit vielen anderen auf die Vessel gegangen. Erst bis ganz nach oben, dann langsam rundherum runter. Die Sonne schien und jeder machte von überall Fotos, immer neue Ansichten, Aufsichten und Aussichten boten sich an. Mir gefiel sie sehr.

Bei dem schönen Wetter wollte ich noch ein bisschen Laufen. Es sollte nach Chelsea gehen. Aber nicht auf der Highline (die alte Bahntrasse, die man längs bummeln kann, ist sehr schön. Aber ich kannte sie schon von früheren besuchen. Mehr dazu hier), sondern unten auf der 10th Avenue. Man sieht so viel mehr… Ich bin dann bis zum Chelsea Market gelaufen. Und dort, in der alten Oreo-Keksfabrik, bin ich einmal durchgelaufen. Ein paar Geschäfte und Restaurants waren neu, ein paar kannte ich vom letzten Mal. Ich ging rüber zum Whitney Museum, das ich gerne besuchen wollte. Und das leider geschlossen war – die Öffnungszeiten sollte man vorher checken. Ich hab dann auf den Treppen gesessen und meinen halben Bagel gegessen.

In Greenwich-Village

Dann bin ich schräg rüber über die Bleeker Street zum Washington Square und weiter zum Broadway. Ich wollte zu Dean and Deluca – ein wunderbares Lebensmittelgeschäft. Und leider musste ich feststellen, das dieser Lieblingsladen von mir, gerade dabei war sich aufzulösen und zu schließen – so schade…Jetzt brauchte ich dringend eine Pause! An der Lafayette Street habe ich ein nettes Bistro gefunden. Ich saß drinnen am geöffneten Fenster und konnte den New Yorkern zusehen. Ich bestellte Watermelon-Feta-Salad und dazu gekühlten Weißwein…Herrlich, da bestellte ich gleich noch ein Glas – den ich war ja im Urlaub.

Ich bin zu Houston Street gelaufen und dort in die Bahn gestiegen, um wieder Richtung Hostel zu fahren. Bei Zabar (ein alter Delikatessen Laden, der u. a. im Film „E-Mail für dich“ vorkam) bin ich ausgestiegen und dort einkaufen gegangen. Wenigsten diesen Laden gibt es noch und er ist genau wie immer. Im ersten Stock gibt es lauter Küchenutensilien, unten einen schönen Markt mit tollen Lebensmitteln, frisch zubereiteten Gericht und leckeren Produkten. Das Geschäft liegt auf der Höhe der 80th Street West und ich bin dann vom Broadway rüber zur Amsterdam Avenue und von der 80th bis zu 103th zum Hostel hoch gelaufen… jetzt kann ich nicht mehr!

Ich habe den Abend draußen auf dem Patio des Hostels verbracht und meine Reiseberichte geschrieben, Fotos in die Cloud geladen. Als die Mücken zu aufdringlich wurden, habe ich im Fernsehraum noch etwas TV gesehen und dann ging auch bald ins Bett.

Kategorien: Amerika 2019, Reisen | Schlagwörter: , , , , , , | 2 Kommentare

4. Tag – Ein Tag am Strand

Samstag 31.8.
Übernachtung: Privat in Charlestown


Heute Morgen bin ich gegen 6 Uhr aufgewacht. Kelly war schon wach und hatte bereits Kaffee gekocht. So konnten wir mit dem Kaffee im Becher, draußen auf der Terrasse sitzen und ein bisschen klönen (norddeutsch: reden). Dann haben wir die Sportklamotten angezogen und sind mit dem Hund am Strand walken gegangen. Anschließend haben wir uns gar nicht erst umgezogen – den es ging mit dem Rad und ohne Hund durch den kleinen Ort zum Bäcker. Eine Mini-Radtour durch ein herrliches Fleckchen Ostküste. Mit Bagels und Croissant bewaffnet, fuhren wir bei Sonne und leichtem Wind zurück zum Haus.

Wir haben dann auf der Terrasse gefrühstückt. Dann hat Kelly „ihren“ Strand-Teil aufgeräumt, ich habe Tagebuch geschrieben, Mike war mit dem Bike unterwegs. Und die nächsten „Kinder“ mit Freunden aus dem College und die Schwiegereltern aus Florida trudelten langsam ein…

Sommer, Sonne, Strand

Wir waren den ganzen Tag am Strand, haben zwischendurch Sandwiches gemacht und gegessen, dazu Cocktails aus Limonade, Kokosnusslikör und Ananas gemixt. Und „Corn in the hole“ gespielt (Kelly und ich haben gewonnen!), ein typisches amerikanisches Spiel, bei dem man kleine, mit Maiskörnern gefüllte, Säckchen (Mais = Corn) in ein Brett mit Loch werfen muss. Tatsächlich war ich ganz froh, dass ich die ersten Tage in meinem Urlaub etwas entspannen konnte und noch nicht selber aktiv werden mussten.
Am späten Nachmittag bin ich dann ins Haus gegangen und habe geduscht. Dann saßen alle irgendwo am Strand oder auf einer der schönen Veranda-Ecken ums Haus, jeder „puzzelte“ so vor sich hin, alles sehr entspannt.

Sonnenuntergang und ein Geburtstag

Am Abend haben wir gegen 18:00 Uhr gegessen. Kelly hatte indisch gekocht: Hähnchen in Sauce, Reis und Gemüse. Alles wurde auf den Küchencounter gestellt und so konnte sich jeder etwas nehmen. Wir haben um den großen Tisch bei der Küche gesessen. Anschließend haben die Kinder alles aufgeräumt und wir haben uns vor dem Haus auf die Terrasse gesetzt.
Da Connors Freundin Geburtstag hatte, gab es später natürlich noch einen Geburtstagskuchen mit Kerzen und wir haben ein Ständchen gesungen. Als es kälter wurde sind, wir um das Haus zur Feuerstelle umgezogen.

Aber so lange sind wir nicht aufgeblieben. Gegen 9 Uhr gingen wir ins Bett. In der Nacht wurde es merklich kälter.

Kategorien: Amerika 2019, Reisen | Schlagwörter: , , , , , , | 2 Kommentare

2. Tag – Mein erster Tag alleine unterwegs

Donnerstag 29.8.
Hotel: Yotel, Boston

Gestern bin ich so um 22:00 Uhr ins Bett gegangen. Zweimal war ich in der Nacht länger wach, dann konnte ich nicht mehr schlafen. Ich habe in Ruhe geduscht u.s.w. und dann etwas zum Frühstücken gesucht. Im Hotel kann man natürlich auch Frühstücken, aber ich wollte lieber etwas rumlaufen. Es regnete und schien sehr warm zu sein – mal gucken wie das Wetter wird.
7:45 Uhr: Weiter geht’s – ich war kurz am Pier und hatte von dort einen schönen Blick auf den alten Hafen von Boston. Zum Glück regnet es nicht mehr und es war warm. Dann bin ich in die Bakery Sorelle gegangen, die ich über Google-Maps entdeckt hatte. Sie war sehr klein, aber modern eingerichtet. Ich hatte ein Mandel-Croissant und einen großen Becher Granola mit Früchten. Und dazu gabs einen wirklichen guten Filterkaffee. Ich beschloss mir das neue renovierte Seaport-Viertel um mein Hotel noch etwas anzusehen und später nach Boston Downtown rein zugehen.

Historisches Boston

Das Seaport-Viertel erinnerte mich, wie die ganze Stadt Boston, an das neu renovierte Hafenviertel in Hamburg. Altes und Neues schön kombiniert, es gab viel zu entdecken. Und ist sehr nett umgesetzt. Ich bin dann zu Fuß über die Brücke vom Seaport bis in den Park zum Visitor Center gelaufen. Das dauerte etwa 30 Minuten, was aber eher daran lag, dass ich viel fotografiert habe. Dort habe ich mir einen Plan für den Black Heritage Trail geholt. Es ging zwar eine kostenlose Führung durch die Stadt los, aber ich wollte lieber alleine rumlaufen. Erst bin ich zur Acorn-Street gegangen. Angeblich die meist fotografierte Straße Amerikas. Eine alte Privatstraße, die man nicht betreten darf. Sehr schmal und mit Kopfsteinpflaster. Aber: Da hat mir die alte Straße in Philadelphia besser gefallen.

Die Acorn-Street – eine der ältesten Strassen Amerikas

Ich bin die weiteren Straßen, in denen die Häuser ehemaliger Sklaven und anderen Helfern der Railway Underground wohnten, längs gegangen. Alle wohnten in Beacon Hill, heute ein sehr teuerer und reicher Stadtteil. An einigen waren Plaketen befestigt, so das man nachlesen konnte, wer hier gelebt hat. Allerdings sind die meisten Häuser bewohnt und nicht zu besichtigen. Es gibt aber auch ein Museum, das die Geschichte der ehemaligen Sklaven und Helfern dokumentiert. Aber nach Museum war mir gerade nicht, ich bin also weitergelaufen. Es wurde immer wärmer und ich konnte eine Jacke nach der nächsten ausziehen. Nach der Rundtour bin ich beim State Capitol wieder rausgekommen und durch Downtown zurück ins Hotel gegangen. Bzw. habe ich in einer CVS (Drogerie) Chips und Cola gekauft und draußen etwas gegessen. Dann habe ich mich vors Hotel unter ein paar Bäumen gesetzt und habe alle Social Mediakanäle bedient, um allen Freunden und die Familie zuhause mit Information und Bildern zu versorgen.


Kelly, meine langjährige Freundin, die in der Nähe von Boston wohnt, war auf dem Weg nach Boston und wollte so gegen 5 Uhr in Boston sein. Mal gucken, was wir dann machen – wahrscheinlich essen gehen.

Ein Abend am Seaport

Um 16:30 Uhr kam Kelly ins Hotel. Wir haben uns vor über 20 Jahren in einem Hostel in Amsterdam kennengelernt und waren lange Brieffreunde. Nach einer kurzen „Pause“, fand sie mich auf Facebook wieder und wir trafen uns seit dem sowohl in den USA, als auch in Deutschland. Ich zeigte ihr mein Zimmer und wir beschlossen, auf der Rooftop-Bar vom Hotel einen Cocktail zu trinken. Man konnte hier sehr nett sitzen und hat einen schönen Blick auf die Skyline von Boston.

Dann gingen wir zu Fuß ins Restaurant „Ocean Prime“ am Pier. Kelly wollte hier gerne hin und hatte reserviert. Das Essen war gut, nur viel zu viel. Wir hatten einen netten Kellner, alles war sehr edel. Und wir von Vorspeise bis Dessert den Abend sehr genossen. Wir sind dann noch etwas bummeln gegangen, es war ein lauer Sommerabend und das Kunstmuseum „The Institute of Contemporary Art“ hatte heute, am Donnerstagabend, freien Eintritt – so gingen wir einfach kurz ins Museum rein und sahen uns einige Bilder und Skulpturen an. Vor dem Museum gab es gerade eine Veranstaltung mit Livemusik und einer kleinen Party. Aber wir waren müde und Kelly fuhr dann mit einem Uber-Fahrer zu ihrem Hotel und ich ging zu Fuß in meines.

Kategorien: Amerika 2019, Reisen | Schlagwörter: , , , , , | 2 Kommentare

1. Tag – „Jede Reise beginnt mit einem Schritt…“

Mittwoch 28.8.2019
Hotel: Yotel, Boston

12:11 Uhr im Lufthansa Airportbus: Jetzt geht es tatsächlich los – und ich kann es immer noch nicht glauben: Ganze 2 Monate habe ich frei – 2 Monate in den USA, von Ost (Boston, NY) nach Süd (von Charlotte nach Montgomery, Lafayette, New Orleans, Savannah und Charleston), dann rüber über den Kontinent nach Westen (Start für die Grand Circle Tour durch die Nationalparks) und zum Schluss noch 2 Wochen Los Angeles. Also volles Programm Amerika.
Ich treffe mich mit Freunden, ich fahre mit Freunden und ab und zu bin ich auch alleine unterwegs. Mit Auto, Bahn und Flugzeug, ich werde auf Plantagen wohnen, in Hostels, Air B&B und Motels und Hotels. Es wird eine der spannensten Reisen die ich je gemacht habe…

Flughafen München 13:48 Uhr: In der Lufthansa Lounge bei einem rosa Gin Tonic… und schon leicht beschwipst: Da ich Business fliege (hart verdiente Meilen kamen zum Einsatz) macht es nix, das ich sehr früh am Flughafen war. Es ist zwar erst um 15:10 Uhr Boarding, aber ich wollte natürlich etwas Zeit in der Lounge verbringen. Und hier im neuen Terminal war es ruhig, es gab etwas zu essen (und zu trinken) und so kann man gerne etwas warten. Und sich auf die kommenden 8 Wochen unterwegs freuen.

Der erste Flug geht nach Boston

Ich bin im Flieger und gucke die neue Staffel „Luther“. Gerade wurde der Essenswunsch abgefragt: Ich habe mich für Rindfleisch mit Spargel als Vorspeise und Lachs mit wildem Brokkoli als Hauptgericht entschieden.
Kleine Anekdote am Rande: das Mädel neben mir fragte nach veganen Gerichten (die Sie aber nicht im Vorfeld bestellt hat – was man hätte tun können). Die Stewardess konnte nicht helfen, darauf bestellte sie ebenfalls das Rindfleisch und den Lachs… Aaa ja – es hätte auch etwas vegetarisches gegeben…



22:30 Uhr in Deutschland und 17:30 Uhr in Boston: Ich konnte nach dem Essen etwas schlafen oder eher dösen. Immerhin hat man in dieser Preisklasse die Möglichkeit, den Sitz in Liegeposition zu bringen. Dann gab es noch ein paar Will & Grace -Folgen, Pitch Perfect 3 usw.
Das zweite Essen konnte ich kaum essen, weil ich noch so satt vom vorherigen Essen war. Und jetzt sind wir auch gleich da…



19:50 Uhr in der Hotelbar im Yotel Hotel: in Boston bei einem Cranberrysaft. Die Einreise ging super zügig und ich hatte einen sehr netten Einreise-Beamten. Wir hielten ein kleines Pläuschen. Dann nur noch die Koffer holen und ab zum Taxistand. Es regnet in Strömen, war aber ziemlich warm. Keine schöne Kombi. Am ersten Tag der Reise wollte ich nicht gleich mit Bus und Bahn suchen verbringen, deshalb hatte ich gleich das Taxi eingeplant. Die Fahrt nach Boston dauerte nicht lange und im Hotel ging das Einchecken auch schnell. Das Zimmer ist wie beschrieben, nämlich klein! Boston ist sehr teuer und dieses Hotel hatte ich noch mit ein paar meiner Lufthansameilen bezahlt. Die bezahlbare Variante ohne Meilen wäre ein Hostel gewesen. Das Hotelzimmer war sehr funktional eingerichtet. Es gab viele USB-Stecker, sogar ein Klappstuhl, ein Bett-Tablett, das Bett kann man Ein- und Ausfahren. Es gibt Seifen und Shampoo in Spendern. Einziger Nachteil wenn man zu zweit ist – beim WC gibt es wieder nur diese halb offenen modernen Glastüren – man hört alles! Da nützt auch der schöne Vorhang nichts. Aber ich bin ja mit mir alleine.

Da es zu früh war, um ins Bett zu gehen, bin ich in die Rooftop-Bar gegangen. Ich habe aber ganz brav nur einen Cranberrysaft getrunken. Viel los war hier auch nicht, dafür wiederum war es zu früh. Und leider konnte ich, wegen des Regens, nicht auf der tollen Roof-Top-Bar sitzen. Dafür habe ich mein Telefon mit der SIM-Karte eingerichtet, Freunden und Familie geschrieben, das ich gut angekommen bin und mich innerlich so gefreut, dass ich hier in Boston, an meinem ersten Tag der Reise sitze und die so lang geplante Tour Wirklichkeit wird.

Kategorien: Amerika 2019, Reisen | Schlagwörter: , , , | 2 Kommentare

5. Tag: Oak Alley und Nottoway Plantation

Wir verbringen viel Zeit auf den Plantagen

Mittwoch 15.6.2011
Hotel: Nottoway Plantation
Nach dem Frühstück sind wir gleich zur Oak Alley Plantage gefahren, in der Hoffnung, das wir möglichst freie Sicht auf die Eichenallee haben. Kurz vor 10 Uhr waren wir da.  Schnell den Eintritt bezahlt und dann sind wir gleich in den Garten ums Haus gegangen.

Frühstück auf der Plantage – es gab natürlich noch mehr. Aber man beachte das Silber-Besteck – wie Edel, nach all dem Plastik-Motel-Frühstücken.

Interview mit einem Vampir oder lieber Min Julep?

Oak Alley ist ein MUSS auf einer Tour durch den Süden mit ihren Plantagen. Diese Zuckerplantage wurde zwischen 1837 und 1839 im Greek-Revival-Stil errichtet. Hier wurde u.a. „Ein Interview mit einem Vampir“ gedreht. Die Eichenallee ist einfach wunderschön. Die 28 Eichen sind über 300 Jahre alt und wurden bereits um 1700 gepflanzt.

Wir haben erstmal reichlich Spaß-Fotos auf der nahezu leeren Allee gemacht (wobei die Leute ,die die erst Führung machten bestimmt nicht „Amused“ waren, das wir in ihren Bildern rumliefen und ihnen die Aussicht verdorben haben. Wir hatten später auch nur mit viel Geduld eine freie Allee vor der Linse. 

Dann haben wir die Führung durch das Haus mitgemacht, die von einem sehr jungen Mädel (ich vermutet es war ihre erste Tour alleine – sie war ganz aufgeregt) begleitet wurde.
Danach haben wir noch einen Mint Julip getrunken (ich ohne Alkohol, weil ich das Auto übernommen habe), ein Cocktail aus Minze, Bourbon-Whiskey, Zucker oder Zuckersirup und crushed ice. Traditionell wird er in einem Silber- oder Zinnbecher serviert und mit einem Minzestängel garniert. Hier gab es natürlich nur einen Plastikbecher, aber bedruckt und man kann ihn als Souvenir mit nach Hause nehmen.

Eine Führung durch das White Castle

Wir hatten beschlossen den Rest des Tages auf unserer Plantage zu verbringen und dort auch die Führung zu machen, die natürlich in der Übernachtung mit drin ist. 
Nottaway ist die  größte noch stehende Plantage im Süden. John und Emily Randolph wohnten hier mit ihren 11 Kindern. Der Bau hat rund 10 Jahre gedauert und rd. 80.000 $ gekostet. Das Haus gehört jetzt einem Australier, der es für den Schnäppchenpreis von 4,5 Mio. $ gekauft hat und noch viele Millionen in die Renovierung gesteckt hat. 
Tina und ich wohnten in Cornelias Zimmer, Maren und Kerstin in Sarahs Zimmer. Diese Zimmer gehören nicht zu Tour. Man kann in allen Räumen wohnen, aber in denen die zu Tour gehören, muss man ständig sein Zeug weg räumen, das ist ja nicht sehr angenehm.

Cornelia hat Tagebuch geschrieben und daraus ist heute ein Buch geworden „The White Castle of Lousiana“.
Wir können uns auch außerhalb der Führung in allen Räumen im Haus bewegen, was die Übernachtungen hier zu etwas ganz besonderen machte. So hatte man für einen kurzen Moment, das Gefühl auf einer Plantage zuhause zu sein und in die Vergangenheit einzutauchen.
Unsere Führung durch das Haus war sehr ausführlich … Danach sind wir noch auf den Deich vor das Haus gegangen um schöne Fotos von dem ganzen Haus zu machen.

Abends nach dem Essen sind wir noch mal ganz allein durch die Räume und auf die Terrasse gelaufen… Einfach unbeschreiblich toll !
Dieser Aufenthalt war wirklich ganz traumhaft und jeden Dollar wert ! Sicher so ein paar amerikanische „Deko-Stimmungs-Ideen“ würden wir überdenken, aber trotzdem möchten wir unbedingt wiederkommen.

Kategorien: Südstaaten 2011 | Schlagwörter: , , , , , , | Hinterlasse einen Kommentar

6. Tag: Es geht über Baton Rouge und Natchez nach Vicksburg

Am Missisippi entlang nach Vicksburg

Donnerstag 16.6.2011
Hotel: Quality Inn & Suites
Tina und ich wurden am Morgen bereits gegen 6 Uhr wach und sind im Nachthemd durch die Etage gehüpft. So müssen sich die Kinder in dem herrlichen Haus gefühlt haben. Wir konnten einen herrlichen Sonnenaufgang über dem Mississippi sehen, ganz allein in diesen tollen Räumen. Der Abschied fiel uns nicht leicht von Nottoway.

Erster Stop in Baton Rouge

Aber trotzdem saßen wir pünktlich um 8:45 Uhr im Auto Richtung Baton Rouge. Es ging  über den Mississippi, über die Scenic Route zum  Louisiana  State Capitol und dem Old State House. Im Capitol war einiges los. Die Taschen wurden kurz durchleuchtet, aber alle waren freundlich und herzlich. In der Eingangs-Halle war es richtig voll: es fand gerade eine Debatte statt und Krankenschwestern feierten hier ihren Abschluss. Wir sind etwas rumlaufen und haben uns alles angesehen – der Gouverneur hat sogar einen eigenen Lift. 

Dann haben wir uns ins Gästebuch eingetragen (immer sehr wichtig hier für die Statistik) und man hat uns auf einer Karte gezeigt wie wir zum Old State House kommen.

Old State House
Baton Rouge – Old State House

Das alte State House ist heute ein Museum. Hier wollten wir nur kurz die beeindruckende Glasdecke fotografieren, aber eine Mitarbeiterin hat uns erst mal 15 Minuten die Geschichte von Baton Rouge erzählt. Wir wollten ja nicht unhöflich sein und haben sie nicht unterbrochen. Der Giftshop war auch sehr nett 

Auf dem Old River Highway zur Greenwood Plantage

Auf der 61. dem Old River Highway, fuhren wir Richtung Greenwood Plantation, die bei  “Fackeln im Sturm “ die Plantage Resolute von Justin LaMotte war. Die Baumwollplantage wurde 1830 errichtet. 1850 wurde sie in eine Zuckerrohr-Plantage umgewandelt und mit rd. 750 Sklaven bewirtschaftet. Ihr Besitzer William Barrow war einer der Anstifter zur Loslösung von der Union. 1960 brannte sie, verursacht durch einen Blitzeinschlag, ab. Erst 1984 wurde sie nach langen Jahren der Suche nach alten Fotos und Plänen wieder im alten Glanz aufgebaut. Wir haben uns für 3 $ nur den Garten angesehen. Es war auch außer uns niemand da…

Lunch in Mummys Cupboard

Auf dem Weg nach Natchez mussten wir dann eine Vollbremsung hinlegen – fast wären wir an Mummys Cupboard vorbeigefahren. Aber zum Glück ist das Haus, in Form einer typischen „Köchin aus den Südstaaten“ nicht zu übersehen. Wir bekamen gerade noch etwas Lunch – den Kuchen nahmen wir für abends mit.

Heißes Pflaster in Natchez

Dann ging es nach Natchez rein. Natchez wurde 1716 mit dem Bau eines Fort (Fort Rosalie) von den Franzosen gegründet und ist nach dem Indianerstamm, der hier siedelte benannt. 1729 kamen fast alle Franzosen bei einem Indianeraufstand ums Leben. Im Jahr darauf wurden bei einem Gegenanschlag der Franzosen so gut wie alle Indianer vernichtet.

Wir parkten am Visitor Center am Anfang des Historischen Viertel. Und dachten, wir bewegen uns mal ein bisschen und gehen zu Fuß… Keine gute Idee, bei den Temperaturen. Wir haben nicht viel gesehen, weil es viel zu heiß war und uns die Zeit davon lief. Statt der Häuser von Außen, haben wir lieber eine Fotoausstellung in einer der Villen angesehen. Hier hatte der Ortsansäßige Fotograf alte Fotografien restauriert und zu einer Ausstellung zusammengefügt. Dann gingen wir noch in die St. Mary Basilica. Hier gefiel uns die helle, weiße Einrichtung und der hellblaue Sternenhimmel.

Die „unvollendete“ Plantage Loogwood

Ganz wichtig auf unserer Liste – die Longwood Plantage – , in „True Blood“ – der Wohnsitz des Vampirkönigs. Sie liegt praktisch bei Natchez und wir wollten sie schnell noch ansehen – allerdings machte sie bereits um 16:30 Uhr zu und es war schon 17:00 Uhr… wir sind einfach trotzdem den schmalen Weg (ich glaube sogar, entgegen der Fahrtrichtung) zu der riesigen, achteckigen und unfertigen Villa gefahren und haben noch schnell ein paar Fotos machen können…  

Dr. Haller Nutt wollte dieses Traumhaus für seine Frau Julia bauen. Die Handwerker kamen aus dem Norden. Als der Bürgerkrieg ausbrach, flüchteten sie aus Angst  vor Übergriffen der Bevölkerung. Deshalb blieb der Innenausbau unvollendet. Nur das Kellergeschoss war fertig, in dem die Familie über Jahre wohnte.

Über das schöne Port Gibson fuhren wir dann nach Vicksburg und stiegen in unserem vorgebuchten „Quality Inn“ ab. Schluss mit Luxus, knallharter Motel-Alltag… Aber für den Preis geht das in Ordnung. Frühstück ist ok, waschen kostenlos und ein Pool ist auch da…

Kategorien: Südstaaten 2011 | Schlagwörter: , , , , , , , , , , | Hinterlasse einen Kommentar

4. Tag: Es geht zu den Plantagen

Unser Highlight: übernachten im White Castle

Dienstag 14.6.2011
Hotel: Nottoway Plantation (das „White Castle“)
Pünktlich gegen 8 Uhr checkten wir im Hotel aus. Der junge Mann guckte nicht schlecht, als wir ihm von der Tour erzählten, die vor uns liegt. Sie fahren selber ?? Ja ! 
Das Auto bei Hertz abholen war wie immer schnell gemacht. Es ist ein Chrysler Town & Country. Ein weißer Riese, den wir nach Langem hin und her „Kasimir“ genannt haben, nach dem Schneemann aus „Drei Männer im Schnee“. Er kühlt uns so schön ! (Bei uns bekommen Autos immer Namen…. 😉 )


Eine kreolische Plantage: Laura Plantation

Erste Station auf dem Weg zur Nottoway Plantage war die Zuckerrohrplantage Laura Plantation. Diese Plantage wurde knapp 100 Jahre von Frauen geführt. Dies war möglich, weil auch nach dem Verkauf von Louisiana der Code Napoleone galt, der Frauen und Männer gleichstellt. In den anderen umliegenden Staaten durften die Frauen nur den Tee ausschenken und das Hauspersonal beaufsichtigen. Hier beinhaltet die Tour auch die Besichtigung von Sklavenunterkünften. Die gelbe Farbe und das bunte Design sind typisch für die Kreolischen Häuser gewesen – die klassischen weißen Plantagen-Häuser mit den Säulen sind eher bei den ursprünglich englischen und französischen Plantagenbesitzer vorgekommen.

Traurigstes Kapitel dieser Plantage war die Züchtung von Sklaven. Erst recht unglaublich weil die Plantage von einer Frau geleitet wurde. Diese Plantage unterscheidet sich sehr von den anderen und sollte unbedingt angeschaut werden. Die Tour dauerte 75 Min. und kostet 18 $.
Nach der Tour beschlossen gleich zur Nottaway zu fahren. Vorher machten wir noch einen Essenstopp im B & C Seafood, wo es „echte“ Südstaaten-Küche gab. Kerstin hat sogar Alligator probiert.

Wir wohnen auf einer Plantage

Dann ging es zu „unserer“ Plantage, der Nottoway Plantage.  Wir checkten ein und der arme Koffermann hatte an unserem Gepäck ganz schön zu schleppen, denn hier gibt es natürlich keinen Lift. Vor lauter schlechtem Gewissen haben wir ihm ordentlich Trinkgeld gegeben. Er fürchtet sich sicher schon vor unserer Abreise.

Am 5. Oktober 1999 waren Tina und ich zum ersten Mal hier. Damals haben wir nicht nicht vorstellen können hier zu übernachten. Heute soll nun der Traum wahr werden. Gleich zwei Nächte gönnen wir uns hier. Als wir unsere Zimmer bezogen waren wir total aus den Häuschen. Nicht nur, dass die Zimmer miteinander verbunden waren, die Größe und die schönen Möbel haben uns umgehauen. Das Gebäude wurde von 1849 bis 1859 aus Zypressenholz errichtet. Der weiße Ballsaal ist ein Traum. Der Saal sollte nicht von der Schönheit der Töchter der Familie Randolph ablenken, heißt es, deshalb ist ganz in weiß gehalten. John Hampden Randolph plante das Haus, seine Frau sorgte aber dafür, dass es während des Bürgerkrieges nicht von den Union Truppen zerstört wurde. Nach einer Stunde Ruhepause ging es an den Pool, vorher war es einfach zu heiß. Wir waren fast allein dort. 

Dinner im Salon

Um 20 Uhr hatten wir fürs Dinner im Mainson Restaurant bestellt. Dort war es mal wieder so kalt, dass wir gebeten haben, die Klimaanlage über unserem Tisch abzustellen. Es gab u.a.:
Strawberry Spinach Salad, Fried Green Tomatoes, Cedar Plank Salmon, Randolph Filet (tenderloin filet cooked on pecan wood grill). Dazu Rotwein, wirklich nur eine Flasche. Dann gab es einen (!) Absacker an der Bar. Wir waren ganz schön lustig und haben noch einen Spaziergang durch den Park gemacht. 

Kategorien: Südstaaten 2011 | Schlagwörter: , , , , , , , , | Hinterlasse einen Kommentar

10. Tag: We´re going to Graceland (und Nashville)

Wir besuchen Elvis zu Hause und fahren weiter in die Stadt der Country-Musik

Montag 20.6.2011
Hotel:  Best Western Convention Center (jetzt Capitol Hotel)
Heute war Kerstins großer Tag. Ganz oben auf ihrer Löffelliste steht seit vielen Jahren der Besuch von Elvis Grab. Nach einem guten Frühstück im Hotel fuhren wir die große, ich glaube es war eine der 6 spurigen Strassen Richtung Graceland.

Schon bevor man auf einen der vielen Parkplätze fährt, sieht man die ganzen Gift-Shops über Elvis. Diese sind tatsächlich in Themen aufgeteilt, passend zu den jeweiligen Museen. z.B. Elvis und seine Auto, Elvis und seine Filme, u.s.w.

Graceland, Memphis Tennesse

Graceland – im Haus von Elvis

Kurz nach 10 Uhr waren wir in Graceland und nahmen die Platin-Tour für 35 $ (AAA-Rabatt 31,50 $). Die teuerste beinhaltet nur noch, dass man den ganzen Tag am Haus bleiben kann. So viel Zeit hatten wir eh nicht. 
Man wartet mit den anderen Besuchern in einer langen schlange, wird noch schnell vor einer Fotowand fotografiert und fährt dann mit kleinen Bussen über die große Strasse zum Haus. Wäre dort eine Ampel, könnte man auch zu Fuß gehen, aber wir sind ja in Amerika.

Vor dem Haus von Elvis – ein Traum wurde wahr

Mit dem Bus ging es direkt vor die Haustür

Im Auto bekommt man bereits die Kopfhörer mit Audio-Gerät. Vor dem Haus muss man noch ein bisschen warten, dann darf man hinein in die heiligen Hallen und so langsam im Haus und dem Gelände rumgehen, wie man möchte.
Die Einrichtung ist längst nicht so kitschig wie sie im Fernsehen rüber kommt. Es waren halt die 70er. Kommt man aus dem Haus, geht man durch den Garten in sein Plattenstudio und danach an der Pferdekoppel (ja, eigentlich ist das Anwesen eine Farm), vorbei in den Garten, mit Pool und dem Grab.

Im Garten von Graceland

Am Grab selbst hat man auch so viel Zeit wie man möchte. Wir hatten Zeit Fotos zu machen, Kerstin konnte ihre Blume niederlegen. Und wir haben noch 5 Minuten im Garten gesessen und uns „gesammelt“. Dann fuhr uns der Bus wieder zurück auf die andere Strassenseite zu den Flugzeugen und Sonderausstellungen.

Elvis und seine Autos, Elvis Flugzeuge, Elvis im Kino…

Da, wie gesagt, jedes Thema mit und über Elvis nicht nur eine Ausstellung sondern auch seinen eigenen Giftshop hatte, dauerte das ganze natürlich etwas. Maren, Tina und ich sind dann irgendwann was essen gegangen und Kerstin konnte sich in Ruhe durch die Geschäfte shoppen. Es gab hier wirklich alles mit Elvis drauf zu kaufen was man sich vorstellen kann. Man sollte gut 5 Stunden für Graceland einplanen, auch wenn man nicht 1 Stunde allein in den Shops verbringt.

Von einer Music-City in die Nächste: Es geht nach Nashville

Nachdem wir alle Einkäufe im Auto verstaut haben, fuhren wir auf der 40 Richtung Nashville. Es wurde immer grüner und hügeliger.

In Nashville hatten wir kein Hotel vorgebucht, hatten uns aber gestern bereits das Best Western wegen der Lage (man will ja auch mal das Auto nicht bewegen) ausgeguckt. Und dorthin fuhren wir jetzt. Unser Auto wurde geparkt und wir bezogen unsere Zimmer. Reichlich erledigt, gingen Tina und ich heute nicht mehr raus. Kerstin und Maren zogen nochmal kurz um die Häuser.

Kategorien: Südstaaten 2011 | Schlagwörter: , , , , , , | Hinterlasse einen Kommentar

11. Tag: Unser Überraschungs-Stadt: Nashville

Es gab viel zu entdecken in der Country-Music-Stadt Nashville

Dienstag 21.6.2011
Hotel:  Best Western Convention Center (jetzt Capitol Hotel)
Kein Wetterglück in Nashville. Das ging ja gut los.
Als wir unsere Route planten, stellten wir fest, das wir uns unter Nashville so gar nichts vorstellen konnten. Wir befürchteten, das wir mit der Stadt nicht warm werden. Und dann ist der Himmel bedeckt und es regnete, als wir losgingen – so kann das ja auch nichts werden (dachten wir).
Wir hatten uns gerade an die Affenhitze und das zu passende Shortoutfit, mit dem hier jeder rumläuft,  gewöhnt. 

Die Geburtsstunde der „Dixie Deerns
(Deern – plattdeutsch für Mädchen)

Wir begannen am Ryman Auditorium, mit einer Selfguidet Tour. In dieser alten Konzerthalle mit seiner bewegten Vergangenheit (hier sind Priester, berühmte Persönlichkeiten wie Hellen Keller, Tänzer und Schauspieler u.a. Anna Pawlova und Sarah Bernhard, Politker, selbst Charlie Chaplin aufgetreten) haben später alle Countrygrößen gespielt. Hier fand ab 1943 die Grand Ole Opry Radiosendung von 1943 -1974 statt. (Filmtipp: A Prairie Home Companion: Last Radio Show). Überall hingen Schaukästen und man konnte überall rumlaufen.

Und es gab eine Fotografen, der einem auf der Bühne mit Gitarren als „Country-Band“ fotografierte. Das machten wir natürlich auch und hatten einen Heidenspaß beim Fotografieren. Damit das ganze „echter“ wirkte, sollten wir was singen und uns fiel nur Marianne Rosenbergs „Er gehört zu mir“ ein…
Also schmetterten wir los – in der Hoffung, das uns keiner versteht. Tat ein junger Mann natürlich doch – er kam aus Deutschland. Und machte dann noch netterweise mehr Bilder von uns.
Fortan nannten wir uns die Dixie Deerns – es wird aber wohl unser erster und letzter Auftritt gewesen sein.
Die 5 $ für die Fotografen-Fotos haben wir natürlich auch noch bezahlt.

Mittlerweile kommt man übrigens nicht nicht mehr so einfach in die Halle, alles ist größer und mit mehr Security versehen.

Dann ging es erst auf den Broadway und natürlich in einen Bootshop um Stiefel anzuprobieren. Mir haben welche gefallen, aber ich musste noch drüber nachdenken. Dann lieber einen Pin Hard Rock Cafe für die Sammlung.

Wie alles in Nashville begann

Beim alten Fort Nashborough waren wir dann auch noch – auch das ist mittlerweile umgebaut und viel größer. Hier haben damals die ersten Siedler um 1780 am Fluß ihr Lager aufgeschlagen. Und man kann jetzt sehen, wie die Siedler hier gehaust haben.

Vor einem großen Regenschauer sind wir in Jack’s BBQ geflohen. Hier gab es zum Lunch für uns Rippchen und Cole Slaw Salat – sehr lecker und reichhaltig. Wer in Nashville ist – unbedingt hier eine Lunchpause einlegen.

Da das Wetter nicht besser wurde, sind wir zur Union Station (von 1897) gegangen, in der ein Hotel unter gebracht ist. In dem Hotel wurden übrigens auch viele Filme gedreht, wie z.B. „Country Strong“ oder die TV-Show „Nashville“ In so einem tollen Bahnhof/Hotellobby haben die doch sicher eine schicke Bar… Wir läuteten die Cocktailstunde ein, dann brauchten wir eine Ruhepause in unserem Hotel.

Nonstop Musik auf dem Broadway

Gegen Abend sind wir dann wieder auf den Broadway. Begonnen haben wir im Crossroads, in der eine Mädelsband spielte. Es war noch recht leer, so das wir persönlich begrüßt wurden. Die Mädels waren echt gut. So bestellten wir noch ein zweites Bier.

Tatsächlich haben wir die Band 6 Jahre später wieder getroffen (s. Bericht Captiol Region 2017)

Getanzt haben wir dann auch noch, eine Besucherin ließ nicht locker, bis wir auf der Tanzfläche mit ihr waren. Ein netter Mensch hat uns noch ein Bier ausgegeben. Ein in Frankfurt geborener Amerikaner, aber schon ewig in den USA. Kein Deutsch mehr vorhanden.

Dann ging es rasch doch die Boots kaufen – ohne Westernstiefel wollte ich Nashville nicht verlassen.

Nashville
Ich war dann doch noch Stiefel kaufen

Wir gingen in einer weitere Bar – und wollten fast schon wieder gehen. Es war sehr laut und rockig. Aber irgendwie auch faszinierend. Den auf der Bühne spielte ein „Jerry Lee Lewis“-Verschnitt aufgedreht auf dem Klavier. „Brandon“ haute in die Tasten, spielte Rückwärts, mit verbunden Augen und mit Flammen auf dem Klavier. Es war beeindruckend. Wir konnten uns nicht wieder lösen und bleiben bis zum Schluß.
Wie sagte Tina hinterher: „ Ich will genau das, was er hatte“!.

Wir brauchten noch etwas ruhiges und hatten noch einen Absacker in einer weiteren Bar, in der ein junges Mädel sang. Dann ging es zurück ins Hotel. Nashville war für uns eine gelungene Überraschung – und gefiel uns so gut, das wir 6 Jahre später hier unbedingt wieder her mussten!

Kategorien: Südstaaten 2011 | Schlagwörter: , , , , , , , , , | Hinterlasse einen Kommentar

12. Tag: Für 4 Tage in „My Mountain Dream“

Wir fahren in die Blue Ridge Mountain

Mittwoch 22.6.2011
Cabin:  My Mountain Dream

Die nächsten 4 Nächte wollten wir es in den Blue Ridge Mountain etwas ruhiger angehen lassen. Dafür hatten wir ein ganzen Haus (Cabin – hatte 3 Stockwerke!) gemietet.
Der Weg dahin war aber etwas mit  „Pleiten, Pech und Pannen“ versehen, aber am Ende ist doch alles gut gelaufen.

Nashville im Rückspiegel….

Wir verlassen Nashville

Unser Tag fing damit an, dass wir zum Parthenon (wer den Film „Percy Stuart“ gesehen hat, sollte es wieder erkennen) fahren wollten und nicht gefunden haben. Davor lag noch der Farmers Market , den haben wir sofort entdeckt und haben uns dort mit Gemüse und Obst für unsere 4 Cabin-Tage eingedeckt.

Und dann nahm das Elend seinen Lauf. Wir hatten es schon aufgegeben, den großen Nachbau vom griechischen Tempel zu finden, als die ersten Verkehrsschilder auftauchten und uns doch noch hinführten. Hat uns gut 45 Min. gekostet. Weshalb wir nur von außen fotografiert haben und dann ging es dann weiter.

Besuch einer Whiskey-Destillerie

Wir wollten die Distellerie „George Dickel“, die total versteckt in den Bergen liegt besuchen. Gefunden haben wir sie, waren aber viel zu spät dran um die Führung zu machen. Außerdem wurde es auch immer später und wir hatten noch einen weiten Weg vor uns.

Also wollten wir zurück auf die Interstate. Die haben wir aber nicht gefunden, keine Schilder weit und breit, es schüttete wie aus Eimern. Endlich haben wir jemanden zum Fragen gefunden und nach gut 1 Stunde Kurverei auch endlich die Interstate.

Alles eine Frage der Zeit

Als wir um Chattanooga rum waren, suchten wir immer noch recht entspannt einen Supermarkt für die restlichen Lebenmittel, die wir noch brauchten. Endlich fanden wir eine Food-Lion und kauften für unser Abendessen in aller Ruhe ein.

Als wir wieder im Auto saßen stellten wir zwei Dinge fest:
1. wir hatten vergessen, das die Uhren Richtung Georgia vorgestellt werden – es war breits 17:00 Uhr!
2. Der Schlüssel für die Cabin sollte bis 16:00 Uhr abgholt werden – oje.

Und der Ort kam und kam nicht näher. Wieder Fragen wo sind wir ? Endlich haben wir den Ort gefunden und nach nochmaligem Fragen auch das Office, dass natürlich schon geschlossen war. Aber der Schlüssel und die Unterlagen lagen im Briefkasten. Puh! Ende gut, alles gut.

Unser Haus in den Bergen

Wir fuhren die letzten Meter durch den Wald zu unserem Haus. Ein Holzhaus mit 3 Stockwerken, das mit dem Begriff „Cabin“ etwas untertrieben beschrieben wird.

Unser „Mountain Dream“

Dann verteilten wir die Zimmer – Tina und ich nahmen (wer bucht, gewinnt) das obere Zimmer, mit sagenhafter Aussicht, Maren das im Erdgeschoss und Kerstin das im Untergeschoss. Jede von uns hatte ihr eigenes Bad – endlich mal Platz die Koffer auszupacken. Die Küche was riesig.

Überall gab es Balkone bzw. Terrassen rund um das Haus. Herrlich hier 4 Nächte zu verbringen.
Also haben wir rasch noch eine Nudel gekocht und den Tag mit 3 Flaschen Wein begossen !

Kategorien: Allgemein, Südstaaten 2011 | Schlagwörter: , , , , , , , , , , | Hinterlasse einen Kommentar

Bloggen auf WordPress.com.

%d Bloggern gefällt das: