Beiträge mit dem Schlagwort: Plantage

13. Tag – Very Spicy: Tabasco Island

Montag 9.9.
Hotel: Best Western French Quarter New Orleans

Heute Morgen, als wir zum Frühstück in den schönen Wintergarten gingen, wurden wir mit einem freundlichen „Bonjour“ begrüßt. Ja, das Cajun ist ja ursprünglich Französisch und so sprechen viele Cajun bzw. Südstaatler Französisch. Alle Gäste saßen gemeinsam am Tisch und das Frühstück wurde serviert. Es gab lebhafte Unterhaltungen, dazu Kaffee, Früchte und Egg Benedict. Die waren natürlich sehr reichhaltig! Wir hatten vor dem Frühstück schon alles in den Wagen gepackt. So konnten wir danach gleich los fahren zum Tabasco-Museum auf Avery Island.

Auf Avery Island im Tabasco Museum

Der Weg von Lafayette aus ging ziemlich gerade durch die Landschaft Louisianas. Das Geländer der Tabasco-Fabrik war relativ groß, wir waren aber so früh da, dass es kein Problem war einen Parkplatz zu bekommen.
Dort angekommen haben wir unsere Tickets gekauft und sind in das Museum gegangen, in dem viel über die Anfänge der Tabasco-Produktion und die Familie McIlhenny zu erfahren war.

1886 hat Edmund McIlhenny die berühmte Tabasco®Red Pepper Sauce erfunden. Er bekam aus Südamerika Chilisamen geschenkt, die er, als leidenschaftlicher Gärtner, einpflanzte und dann anbaute. Weil er den – oft eintönigen – Gerichten etwas Pep geben wollte, „erfand“ er dass Rezepte für die Chilisauce. Der Reifegrad der Chilischoten wurde übrigens anhand eines roten Stockes (le petit Baton Rouge) gemessen. Und auch heute noch wird diese „Maßeinheit“ angewendet. Der Name Tabasco bedeutete bei den Ur-Einwohner Mexikos, wo die Pflanze herkommt: Platz, wo die Erde feucht ist.

Danach ging es auf dem Gelände, durch die einzelnen Station der Produktion. Als erstes sahen wir in einer Demonstration auf einem Fernseher wie die Fässer gemacht werden. Anschließend könnte man die gefüllten Fässer mit Chilipaste, abgedeckt mit Salz sehen. 3 Jahre ruht der Mix, dann wird er getestet, mit Essig 3 Wochen gerührt, danach durch ein Sieb gegossen, abgefüllt und verpackt.
Jede Flasche, die man auf der Welt kaufen kann, wird hier gemacht. Der Chili wird hier auf Avery Island angebaut und die Pflanzen wachsen weiter in Südamerika. Es war alles sehr spannend und wurde gut erzählt und präsentiert und wir waren ziemlich lange dort. Nach dem wir durch den Giftshop gegangen sind, haben wir draußen am Café noch etwas gegessen. Und dann ging es auch schon weiter…

Durch die Bayous nach New Orleans

Dann bin ich – so schnell wie möglich, denn unser nächster Sightseeing-Punkt, die Whitney Plantation, sollte um 15:00 Uhr schließen, Richtung New Orleans gefahren. Es war eine recht eintönige Fahrt durch die Bayous. Wir fuhren kaum durch Orte, Rechts und Links des Weges sah man nur die grünen Bäume die in den fließenden Gewässer wachsen. Bayou nennt man diese Gewässer. Es soll ein ähnliches Wort in der Indianer-Sprache geben, das von den Cajuns, der französischen Bevölkerung, die aus Kanada hier ansiedelte, übernommen wurde. Die schwer zugänglichen Sumpflandschaften des Mississippi-Deltas in denen Bayous waren oft die einzigen Verkehrswege.

Auf der Whitney Plantage

Wir waren 10 Minuten vor 3 Uhr an der Plantage … und die Plantage hatte zu! Es gab in der Region einen kompletten Stromausfall, weshalb sie vorzeitig schloss. Wir guckten uns trotzdem kurz auf dem Gelände um, aber viel konnte man nicht sehen. Schade, es scheint eine wirklich interessante Plantage zu sein. Die Whitney Plantage ist erst seit 2014 geöffnet und legt den Fokus auf die damalige Sklavenhaltung.
Enttäuscht fuhren wir nach New Orleans.

Im French Quarter: Bummeln, Burger & Jazz-Musik

Hier in New Orleans haben wir in unserem Best Western French Quarter Hotel am Rande des French Quarter eingecheckt und uns etwas sortiert. Das Hotel hatte ich schon von Deutschland aus reserviert. Vor 20 Jahren war ich hier mit Tina bei unserem ersten Südstaaten-Trip. Es ist seit dem etwas renoviert und umgebaut worden, aber im Großen und Ganzen noch genauso wie früher. Es hat einen kleinen Innenhof und Pool. Rundherum sind die Zimmer.


Gegen 19:00 Uhr haben wir in der Bar einen Drink genommen und sind dann Richtung Bourbon Street gebummelt. Als erstes haben wir im Clover Grill etwas gegessen. Es ist ein alter Hamburger-Laden mit ganz eigenem Flair. Er liegt in der LGTB-Commune im French Quarter. Er kam schon in einigen TV-Shows und Filmen vor, u.a. im Film „GreenBook“. Allerdings stellte er dort ein Dinner in New York dar.

Wir sind die Straßen, natürlich auch die Bourbon Street, längs gebummelt. Aber die Bourbon Street ist nix für uns. Zu laut und rummelig. Es war auch an diesem Montag Abend recht voll auf den Straßen, überall hörte man Musik aus den Bars. Wir tranken in einer irischen Kneipe ein Bier, denn später wollten wir in die Preservation Hall.

Um 21:00 Uhr haben wir in der Preservation Hall für die Vorstellung Karten bekommen und haben sogar einen Sitzplatz ergattert! Davon gibt es hier nämlich nicht soviele – der ehemalige Schuppen ist berühmt für seine Jazz-Konzerte. Nichts soll davon ablenken, weshalb es auch keine Bar gibt. Hier spielen nur die besten Jazzmusiker. Und wir hatten heute die World Best All Stars. Es war wie immer sehr gute Jazz-Musik! Der Bandleader war 87 und spielte immer noch flott am Saxophon! Auch wenn die Gäste fast nur Touristen sind, der Eintrittspreis mittlerweile echt hoch ist, ist es schon etwas ganz besonderes diesen großartigen Musikern so nah gegenüber zu stehen und beim Musizieren zuzuhören. Nach dem Einstieg in die Jazz-Musik gingen wir zurück ins Hotel und fielen ins Bett.

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12. Tag – Übernachten auf einer Plantage

Sonntag 8.9.
Hotel: Mouton Plantation Bed & Breakfast, Lafayette


Das Frühstück in der Travelodge wurde, wie so oft in Motels, in der Lobby serviert und war gerade so akzeptabel – aber wir hatten am Abend vorher schon einen Coffee Place gesehen, zu dem wir noch wollten. Vorher sind wir aber noch in einem 24 Stunden Superstore Walmart einkaufen gegangen. Wir brauchten wieder Wasser, Mückenspray und M&M’s… Weil wir noch etwas Zeit hatten, bis das Cafe aufmachte, sind wir noch mal an den Strand gefahren und haben ein bisschen fotografiert. Es war aber bereits so heiß, dass wir es nicht lange ausgehalten haben. Um kurz nach 10:00 Uhr waren wir dann in der District Coffee Company und haben einen starken Kaffee getrunken. Der Besitzer war sehr nett und erzählte uns etwas über den Ort Ocean Spring. Von ihm erfuhren wir auch, dass es gerade diese Algenplage im Golf gibt, die sich natürlich schlecht auf das Sommergeschäft in der Gegend auswirkt.


Lafayette: vergessene Stadt im Süden

Danach ging es ziemlich schnurstracks Richtung Lafayette. Teilweise durch die Bayous, den Sümpfen in den Südstaaten. Mit einer Pipi-Pause…

In unserem B&B, das ich vorgebucht hatte, konnten wir noch nicht rein, als wir gegen 14:30 Uhr ankamen, weshalb wir nach Downtown Lafayette gefahren sind. In einer kühlen Bar haben wir einen Eistee getrunken. Draußen waren es wieder über 100 Grad Fahrenheit. Dann haben wir uns die Stadt angesehen.

Lafayette wurde 1821 von Jean Mouton (wir übernachteten auf der Plantage seines Sohnes!) als Vermilionville gegründet. Die Wirtschaft der Stadt war vor allem von der Landwirtschaft geprägt. 1884 wurde die Stadt nach Marie-Joseph Motier, Marquis de La Fayette, dem französischen Offizier und Helden im Amerikanischen Unabhängigkeitskrieg, in Lafayette umbenannt. Dem Marquis de La Fayette begegneten wir später in Savannah wieder!

Wir sind durch Downtown Lafayette gelaufen. Es war aber relativ enttäuschend. Heute, auf einem Sonntag, hatte gar nix auf, es gab ein paar alte Häuser, die aber demnächst abgerissen werden sollten, nichts spannendes… Es kam uns ein bisschen verloren und vergessen vor. Lafayette müssen wir wohl noch mal eine zweite Chance geben, der erste Eindruck war nicht so toll.


Traumhaft schön: unsere Plantage

Um 16:00 Uhr fuhren wir zurück zu unseren B&B und konnten in unser Zimmer bzw. auf die Plantage – der Mouton Plantation. Schön war, dass wir ein Upgrade angeboten bekamen, statt der reservierten Cabin, durften wir im Haupt-Haus 2 Zimmer mit Bad und Wohnzimmer beziehen. Die Plantage wurde von Charles Mouton 1820 auf dem Gelände der 300 Acre großen Plantage von Jean Mouton (Seinem Vater und Gründer von Lafayette) errichtet. Charles Mouton heiratete Marie Julie Latiolais, Tochter von Joseph Latiolais, einem Französischem Creolen von La Point, Louisiana. Charles Mouton war Governor of Louisiana von 1843 bis 1846. Die Plantage liegt im Sterling Grove National Historic District, Fußläufig zur Historischen Innenstadt.


Alle Zimmer waren schön eingerichtet mit Himmelbetten, alten Möbeln, eindrucksvollen Bildern und Gegenständen. Wir hatten sogar einen kleinen Kühlschrank. Und einen Zugang zum schönen Balkon. Man merkte dem Haus an, das es liebvoll restauriert wurde.
Um 16:30 Uhr gab es einen Willkommen-Drink für alle Gäste im Wintergarten neben der Küche… Hier stand ein langer Tisch, an dem Morgen auch das Frühstück seviert wurde. Wir trafen Chip und Jeannie aus dem Süden und ein Pärchen aus Moskau. Es gab einen Hauscocktail aus Eistee, Whisky, Peachlikör und Minze und dazu Cräcker, Shrimpdip und Paté. Eine Hausdame servierte alles und fing Gepräche an, so das sich alle kennen lernten. Wir haben uns bis ca. 18:00 Uhr sehr nett mit den Gästen unterhalten.

An Essen gehen wollten wir nicht mehr denken – es war zu schön auf der Plantage. G. und ich haben dann unsere Wein und Käse-Reste auf dem Balkon angerichtet und es uns auf der Schaukel bequem gemacht. T. hat sich mit den anderen Gästen und einem Bier im Garten zurückgezogen.
Später sind weitere Gäste in unser Nachbarzimmer gezogen – G. und ich haben Sie auf den Balkon gebeten und wir haben uns sehr nett unterhalten, sie kamen aus Texas. Es war einfach schön, bei der Wärme auf dem Balkon zu sitzen und Wein zu trinken… Aber irgendwann wurden auch wir müde und gingen ins Bett. Und Morgen fahren wir auf Avery Island zur Tabasco-Fabrik.

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Teil 2. Roadtrip durch die Südstaaten


Es ging weiter mit meiner Amerika-Reise: In die Südstaaten. Als ich die Reise plante und mit meiner Freundin G. darüber sprach, reifte bei uns der Plan, hier gemeinsam mit ihren Mann T. die Tour zu fahren. Ein wichtiges Ziel für uns war New Orleans. Und wir hatten zwei Wochen Zeit veranschlagt. Also konnten wir drumherum einen Roadtrip durch die Südstaaten planen, der all das vereint, was diese Gegend der USA ausmacht: von den Bergen in North Carolina, über Plantagen, Strände in Florida und Georgia und in den Städten natürlich gutes (frittiertes) Essen & Musik. Und das war unsere Reiseroute: Es ging los in Charlotte, North Carolina (G. & T. kamen aus Deutschland und ich aus New York). Weiter über die Blue Ridge Mountain nach Montgomery, Alabama. Nach Lafayette und New Orleans, Louisiana und an der Küste nach St. Augustine, Florida um dann hoch zu den Städten Savannah, Georgia und Charleston, South Carolina. Von dort zurück nach Charlotte.

Reiseroute Südstaaten
Roadtrip durch die Südstaaten
Donnerstag 5.9. ging es mit dem Flugzeug von New York nach Charlotte, NC
Ein Reisetag auf dem Flughafen…
Freitag 6.9. über die Blue Ridge Mountains nach Atlanta, GA
„On the Road“ mit G. & T. durch die Südstaaten
Samstag 7.9. von Montgomery, AL bis Ocean Spring, MS,
Historisches in Montgomery, Picknick am Strand
Sonntag 8.9. nach Lafayette, LA
Übernachten auf einer Plantage
Montag 9.9. endlich nach New Orleans, LA
Very Spicy: Tabasco Island
Dienstag 10.9. New Orleans, LA
Wir entdecken New Orleans
Mittwoch 11.9. New Orleans, LA
Fine Dinning im Garden District
Donnerstag 12.9. nach Destin, FL
On the road again – es geht weiter nach Florida
Freitag 13.9. nach St. Augustin, FL
Tages-Ziel: St. Augustin, die älteste Stadt Amerikas
Samstag 14.9. weiter nach Savannah, SC
Die Küste entlang nach Savannah
Sonntag 15.9. Savannah, SC
Mit dem Trolly-Bus durch die Stadt
Montag 16.9. Savannah, SC
Historisches Savannah
Dienstag 17.9. letzte Station Charleston, SC
Letzte Station: Charleston
Mittwoch 18.9. Charleston, SC
Immer wieder schön: Boone Hall Plantation
Donnerstag 19.9. von Charleston über Charlotte NC Flug nach Las Vegas, Nevada
Abflug-Tag und neues Reiseziel: es geht in den Westen

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5. Tag: Oak Alley und Nottoway Plantation

Wir verbringen viel Zeit auf den Plantagen

Mittwoch 15.6.2011
Hotel: Nottoway Plantation
Nach dem Frühstück sind wir gleich zur Oak Alley Plantage gefahren, in der Hoffnung, das wir möglichst freie Sicht auf die Eichenallee haben. Kurz vor 10 Uhr waren wir da.  Schnell den Eintritt bezahlt und dann sind wir gleich in den Garten ums Haus gegangen.

Frühstück auf der Plantage – es gab natürlich noch mehr. Aber man beachte das Silber-Besteck – wie Edel, nach all dem Plastik-Motel-Frühstücken.

Interview mit einem Vampir oder lieber Min Julep?

Oak Alley ist ein MUSS auf einer Tour durch den Süden mit ihren Plantagen. Diese Zuckerplantage wurde zwischen 1837 und 1839 im Greek-Revival-Stil errichtet. Hier wurde u.a. „Ein Interview mit einem Vampir“ gedreht. Die Eichenallee ist einfach wunderschön. Die 28 Eichen sind über 300 Jahre alt und wurden bereits um 1700 gepflanzt.

Wir haben erstmal reichlich Spaß-Fotos auf der nahezu leeren Allee gemacht (wobei die Leute ,die die erst Führung machten bestimmt nicht „Amused“ waren, das wir in ihren Bildern rumliefen und ihnen die Aussicht verdorben haben. Wir hatten später auch nur mit viel Geduld eine freie Allee vor der Linse. 

Dann haben wir die Führung durch das Haus mitgemacht, die von einem sehr jungen Mädel (ich vermutet es war ihre erste Tour alleine – sie war ganz aufgeregt) begleitet wurde.
Danach haben wir noch einen Mint Julip getrunken (ich ohne Alkohol, weil ich das Auto übernommen habe), ein Cocktail aus Minze, Bourbon-Whiskey, Zucker oder Zuckersirup und crushed ice. Traditionell wird er in einem Silber- oder Zinnbecher serviert und mit einem Minzestängel garniert. Hier gab es natürlich nur einen Plastikbecher, aber bedruckt und man kann ihn als Souvenir mit nach Hause nehmen.

Eine Führung durch das White Castle

Wir hatten beschlossen den Rest des Tages auf unserer Plantage zu verbringen und dort auch die Führung zu machen, die natürlich in der Übernachtung mit drin ist. 
Nottaway ist die  größte noch stehende Plantage im Süden. John und Emily Randolph wohnten hier mit ihren 11 Kindern. Der Bau hat rund 10 Jahre gedauert und rd. 80.000 $ gekostet. Das Haus gehört jetzt einem Australier, der es für den Schnäppchenpreis von 4,5 Mio. $ gekauft hat und noch viele Millionen in die Renovierung gesteckt hat. 
Tina und ich wohnten in Cornelias Zimmer, Maren und Kerstin in Sarahs Zimmer. Diese Zimmer gehören nicht zu Tour. Man kann in allen Räumen wohnen, aber in denen die zu Tour gehören, muss man ständig sein Zeug weg räumen, das ist ja nicht sehr angenehm.

Cornelia hat Tagebuch geschrieben und daraus ist heute ein Buch geworden „The White Castle of Lousiana“.
Wir können uns auch außerhalb der Führung in allen Räumen im Haus bewegen, was die Übernachtungen hier zu etwas ganz besonderen machte. So hatte man für einen kurzen Moment, das Gefühl auf einer Plantage zuhause zu sein und in die Vergangenheit einzutauchen.
Unsere Führung durch das Haus war sehr ausführlich … Danach sind wir noch auf den Deich vor das Haus gegangen um schöne Fotos von dem ganzen Haus zu machen.

Abends nach dem Essen sind wir noch mal ganz allein durch die Räume und auf die Terrasse gelaufen… Einfach unbeschreiblich toll !
Dieser Aufenthalt war wirklich ganz traumhaft und jeden Dollar wert ! Sicher so ein paar amerikanische „Deko-Stimmungs-Ideen“ würden wir überdenken, aber trotzdem möchten wir unbedingt wiederkommen.

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4. Tag: Es geht zu den Plantagen

Unser Highlight: übernachten im White Castle

Dienstag 14.6.2011
Hotel: Nottoway Plantation (das „White Castle“)
Pünktlich gegen 8 Uhr checkten wir im Hotel aus. Der junge Mann guckte nicht schlecht, als wir ihm von der Tour erzählten, die vor uns liegt. Sie fahren selber ?? Ja ! 
Das Auto bei Hertz abholen war wie immer schnell gemacht. Es ist ein Chrysler Town & Country. Ein weißer Riese, den wir nach Langem hin und her „Kasimir“ genannt haben, nach dem Schneemann aus „Drei Männer im Schnee“. Er kühlt uns so schön ! (Bei uns bekommen Autos immer Namen…. 😉 )


Eine kreolische Plantage: Laura Plantation

Erste Station auf dem Weg zur Nottoway Plantage war die Zuckerrohrplantage Laura Plantation. Diese Plantage wurde knapp 100 Jahre von Frauen geführt. Dies war möglich, weil auch nach dem Verkauf von Louisiana der Code Napoleone galt, der Frauen und Männer gleichstellt. In den anderen umliegenden Staaten durften die Frauen nur den Tee ausschenken und das Hauspersonal beaufsichtigen. Hier beinhaltet die Tour auch die Besichtigung von Sklavenunterkünften. Die gelbe Farbe und das bunte Design sind typisch für die Kreolischen Häuser gewesen – die klassischen weißen Plantagen-Häuser mit den Säulen sind eher bei den ursprünglich englischen und französischen Plantagenbesitzer vorgekommen.

Traurigstes Kapitel dieser Plantage war die Züchtung von Sklaven. Erst recht unglaublich weil die Plantage von einer Frau geleitet wurde. Diese Plantage unterscheidet sich sehr von den anderen und sollte unbedingt angeschaut werden. Die Tour dauerte 75 Min. und kostet 18 $.
Nach der Tour beschlossen gleich zur Nottaway zu fahren. Vorher machten wir noch einen Essenstopp im B & C Seafood, wo es „echte“ Südstaaten-Küche gab. Kerstin hat sogar Alligator probiert.

Wir wohnen auf einer Plantage

Dann ging es zu „unserer“ Plantage, der Nottoway Plantage.  Wir checkten ein und der arme Koffermann hatte an unserem Gepäck ganz schön zu schleppen, denn hier gibt es natürlich keinen Lift. Vor lauter schlechtem Gewissen haben wir ihm ordentlich Trinkgeld gegeben. Er fürchtet sich sicher schon vor unserer Abreise.

Am 5. Oktober 1999 waren Tina und ich zum ersten Mal hier. Damals haben wir nicht nicht vorstellen können hier zu übernachten. Heute soll nun der Traum wahr werden. Gleich zwei Nächte gönnen wir uns hier. Als wir unsere Zimmer bezogen waren wir total aus den Häuschen. Nicht nur, dass die Zimmer miteinander verbunden waren, die Größe und die schönen Möbel haben uns umgehauen. Das Gebäude wurde von 1849 bis 1859 aus Zypressenholz errichtet. Der weiße Ballsaal ist ein Traum. Der Saal sollte nicht von der Schönheit der Töchter der Familie Randolph ablenken, heißt es, deshalb ist ganz in weiß gehalten. John Hampden Randolph plante das Haus, seine Frau sorgte aber dafür, dass es während des Bürgerkrieges nicht von den Union Truppen zerstört wurde. Nach einer Stunde Ruhepause ging es an den Pool, vorher war es einfach zu heiß. Wir waren fast allein dort. 

Dinner im Salon

Um 20 Uhr hatten wir fürs Dinner im Mainson Restaurant bestellt. Dort war es mal wieder so kalt, dass wir gebeten haben, die Klimaanlage über unserem Tisch abzustellen. Es gab u.a.:
Strawberry Spinach Salad, Fried Green Tomatoes, Cedar Plank Salmon, Randolph Filet (tenderloin filet cooked on pecan wood grill). Dazu Rotwein, wirklich nur eine Flasche. Dann gab es einen (!) Absacker an der Bar. Wir waren ganz schön lustig und haben noch einen Spaziergang durch den Park gemacht. 

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