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8. Tag: Es geht nach Memphis


Wir haben den Blues: Auf dem Blues-Highway, in Clardsdale und in Memphis

Samstag 18.6.2011
Hotel:  Holiday Inn Select

Vor der Abfahrt nach Memphis fuhren wir zum National Military Park, der schräg gegenüber des Motels war. Aber erstmal mussten wir packen… was langsam – die Gepäckmenge steigt – immer schwieriger wird.

Auf dem „Kriegsfeld“ mit dem Auto

Hier fand die entscheidende Schlacht des Bürgerkrieges statt, die schließlich mit der Kapitulation der Südstaaten-Armee endete, ca. 130.000 Soldaten standen sich damals gegenüber. Die Kapitulation der Konföderierten hat an den meisten Einwohnern von Vicksburg noch bis nach dem Zweiten Weltkrieg genagt. Da die Kapitulation am Unabhängigkeitstag (4. Juli) stattfand, wurde dieser eben nicht mehr gefeiert. Auf dem Friedhof des Parks liegen 17.000 Soldaten, 13.000 davon unbekannt, begraben.
Wir bezahlten unsere 8 $ pro Auto Eintritt. Für so wenig Geld bekommt man wirklich viel geboten. Ein Film im Visitor Center erklärt die Schlacht um Vicksburg. Wir fuhren mit dem Auto verschiedene Denkmäler an. Jede Einheit bzw. Bundesstaat durfte für „seine“ Gefallenen eine Erinnerungs-Stätte bauen.

So sah das Schlachtfeld auf – während des Bürgerkrieges

Ein untergegangenes und wieder aus dem Wasser gezogenes (und restauriertes) Kriegsschiff haben wir auch noch besucht.

Auf dem Blues Highway nach Memphis
Dann ging es gleich auf die 61 ins Mississippi-Delta Richtung Memphis. Kurzer Stopp in Clarksdale um „DIE“ Kreuzung 61/49 zu fotografieren, wo Robert Johnson seine Seele dem Teufel verkauft haben soll, um den richtigen Blues auf der Gitarre zu spielen.

Um Clarksdale richtig zu erleben, müsste man hier übernachten. Und dann abends in die Blues-Kneipen gehen. Morgan Freeman hat hier auch ein Restaurant. Wir sind nur ein bisschen bummeln gegangen.
Den es zog uns nach Memphis. Eine schöne Tempomat-Fahrt… Rechts und links nur Mais-, Reis- und Erdnussfelder. Baumwolle haben wir noch nicht gesehen. 

Cocktails im Peabody-Hotel

Wir sind auf der 61 super nach Memphis reingekommen, die Stadt ist sehr übersichtlich. Das Holiday Inn liegt direkt gegenüber dem berühmten Peabody Hotel. Wir haben ein 4er Zimmer, weil das Hotel aufgrund der tollen Lage zur Beal-Street recht teuer ist.

Das Peaybody war dann auch unsere erste Station – aus mehreren Gründen: 1. Im Peabody schwimmen Enten im Brunnen (den berühmten Aufmarsch der Enten haben wir uns geschenkt) und 2. eine unserer Lieblings-Autorin Connie Palmen hat diesen Ort im Buch I. M. Ischa Meier, erwähnt.
Wir wollten nur in Ruhe einen Cocktail trinken… Es waren dann zwei, den die Lobby ist hier wirklich schön und man hat viel zu gucken, weil hier ständig etwas los ist. Und am Klavier spielte auch jemand (Bruno Mars, wie Kerstin glücklich bemerkte).

Party-Stimmung auf der Beal-Street

Dann habe ich schnell im Hard Rock Cafe meinen Pin gekauft (ja, eines der wenigen Dinge die ich sammel) – einen ganz witzigen, mit den Peabody Enten und der Jahreszahl 2011 drauf.
Wir kamen noch einfach so auf die Beal Street, auch wenn schon überall Polizeiwagen zu sehen waren. Später am Abend wurden alle die auf die Beal-Street wollten, vorher durchsucht – sehr sicher alles.

Draussen war es warm, überall wurde auf der Strasse Musik gespielt, Turn-Kunststücke vorgeführt und Bilder und Karikaturen von den Touristen gemalt. Im Kaufhaus Schwab waren wir auch und hatten viel Spaß mit den wirklich merkwürdigen Dingen die es hier gab. Die Öffnungszeiten im Reiseführer stimmten nicht. Das Ding hat bis Mitternacht auf !

Für den Blues waren wir dann bei B.B. King. Dort gab es für ganze 5 $ tolle Live Musik. Wir mussten etwas warten, bis wir einen Platz bekamen. Dann konnten wir der Band zuhören UND lecker Chicken Wings essen und Gin Tonic trinken. Die B.B. King Allstars haben echt die Bude gerockt, danach waren die Ohren frei. Viele haben getanzt. Vielleicht hätten wir zu späterer Stunde mal einen Tanz gewagt… Dazu fehlte aber noch ein Gin Tonic.

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9. Tag: Die Klassiker in Memphis

Mit dem Auto fuhren wir durch die Stadt um Geschichte, Musik und Landschaft zu erkunden

Sonntag 19.6.2011
Hotel:  Holiday Inn Select
Dieser Tag beginnt mit einer Rüge an die Reiseleitung, die es nicht für möglich hält, dass hier irgendetwas mal nicht 24 Stunden auf hat. Bei erfrischenden 85 F(30 Grad) am Morgen sind wir gleich zum Lorraine Motel gefahren, an dem Dr. Martin Luther King erschossen wurde. Das Motel ist jetzt ein Nat. Civil Rights Museum, das aber erst um 13 Uhr aufmachte… es war aber erst 10 Uhr…
Das kann selbst uns passieren, die gerne und viel vor einer Reise recherchieren 😉

Musikalische Tour durch die Sun Studios
Also fuhren wir erst zum Sun Studio, die machen nämlich am Tag des Herren  schon um 10 Uhr auf. 12 $ Eintritt und los ging die Tour. Bis auf Kerstin, sind wir nicht die großen Elvis Fans (aber es wird!), trotzdem hat dieser Ort wirklich etwas magisches !

Sun Studio
Besuch in den Sun Studios

Unser Tourguide hat mit einer Begeisterung die Geschichte erzählt, die ja nicht mit Elvis begann. Dass es für ihn eine Ehre ist, hier die Touren zu führen, merkte man wirklich.
Er sprach ein deutliches Englisch (ist hier nicht immer so). Unten im Studio selbst bekam man wirklich Gänsehaut. Der Platz an dem Elvis seine erste Platte aufgenommen hat… Inzwischen wird das Studio wieder für Aufnahmen genutzt. Bono hat hier auch schon aufgenommen. 
Der Höhepunkt war dann – dass wir alle mit dem Mikro mit dem Elvis aufgenommen hat (wir glauben das mal) – Fotos machen konnten. Die Tour lohnt sich wirklich. Als Vorgeschmack für Graceland auf jeden Fall, dachten wir uns so. Kerstin war jetzt schon ganz gerührt. 

Old Man River – von der Quelle bis nach New Orleans

Um die Zeit bis zu Museumseröffnung des Lorraine Motels zu überbrücken waren wir noch im  Mud Island Riverpark. Dort ist eine detailgetreue Nachbildung des Mississippis von der Quelle bis nach New Orleans im Boden als Miniatur-Landschaft. Die sind wir natürlich abgelaufen. Ganz toll gemacht ! Man kann kostenlos zu Fuß über den Fluss in den Park gehen oder für 4 $ mit der Schwebebahn fahren. Wir wollten uns auch mal bewegen…

Die Geschichte von Martin Luther King

Zweiter Anlauf beim Lorraine Motel-Museum, dass sehr ausführlich über den Kampf von MLK und die Geschichte des Rassismus in den USA berichtet. Man wandert an Bildern und Fotos die Geschichte bzw. Stationen des Kampfes ab. Bis hin zum Hotelzimmer in dem MLK seine Rede schrieb und dann auf dem Balkon erschossen wurden. Auf der gegenüberliegenden Strassenseite geht das Museum weiter – hier gibt es dann die Auflösung der Ermordung… Man kann quasi an dem Punkt stehen, an dem der Schütze stand. Es war viel zu lesen… Das konnte man gar nicht alles aufnehmen.

Wie Tom Saywer auf dem Mississippi

Maren wünschte sich vor der Reise eine Fahrt auf dem Mississippi – und wir wollten das nicht gleich am Anfang in New Orleans machen. Deshalb hatten wir uns Memphis dafür ausgesucht. Und das war auch ganz gut so – Tina setzte hier mal aus. Kerstin, Maren und ich fuhren 2 Stunden den Mississippi rauf und runter. Es wurde dabei sehr viel erklärt – am beeindruckendsten waren tatsächlich die Schlepper, die gewaltige, sehr lange Boote über das Wasser schoben und zogen.

Wir haben uns dann auf den Feierabend-Cocktail wieder im Peabody getroffen, wo wir schon wie alte Bekannte begrüßt worden sind. Und den Abend später in einem Dinner ausklingen lassen.

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