Beiträge mit dem Schlagwort: Nashville

10. Tag: We´re going to Graceland (und Nashville)

Wir besuchen Elvis zu Hause und fahren weiter in die Stadt der Country-Musik

Montag 20.6.2011
Hotel:  Best Western Convention Center (jetzt Capitol Hotel)
Heute war Kerstins großer Tag. Ganz oben auf ihrer Löffelliste steht seit vielen Jahren der Besuch von Elvis Grab. Nach einem guten Frühstück im Hotel fuhren wir die große, ich glaube es war eine der 6 spurigen Strassen Richtung Graceland.

Schon bevor man auf einen der vielen Parkplätze fährt, sieht man die ganzen Gift-Shops über Elvis. Diese sind tatsächlich in Themen aufgeteilt, passend zu den jeweiligen Museen. z.B. Elvis und seine Auto, Elvis und seine Filme, u.s.w.

Graceland, Memphis Tennesse

Graceland – im Haus von Elvis

Kurz nach 10 Uhr waren wir in Graceland und nahmen die Platin-Tour für 35 $ (AAA-Rabatt 31,50 $). Die teuerste beinhaltet nur noch, dass man den ganzen Tag am Haus bleiben kann. So viel Zeit hatten wir eh nicht. 
Man wartet mit den anderen Besuchern in einer langen schlange, wird noch schnell vor einer Fotowand fotografiert und fährt dann mit kleinen Bussen über die große Strasse zum Haus. Wäre dort eine Ampel, könnte man auch zu Fuß gehen, aber wir sind ja in Amerika.

Vor dem Haus von Elvis – ein Traum wurde wahr

Mit dem Bus ging es direkt vor die Haustür

Im Auto bekommt man bereits die Kopfhörer mit Audio-Gerät. Vor dem Haus muss man noch ein bisschen warten, dann darf man hinein in die heiligen Hallen und so langsam im Haus und dem Gelände rumgehen, wie man möchte.
Die Einrichtung ist längst nicht so kitschig wie sie im Fernsehen rüber kommt. Es waren halt die 70er. Kommt man aus dem Haus, geht man durch den Garten in sein Plattenstudio und danach an der Pferdekoppel (ja, eigentlich ist das Anwesen eine Farm), vorbei in den Garten, mit Pool und dem Grab.

Im Garten von Graceland

Am Grab selbst hat man auch so viel Zeit wie man möchte. Wir hatten Zeit Fotos zu machen, Kerstin konnte ihre Blume niederlegen. Und wir haben noch 5 Minuten im Garten gesessen und uns „gesammelt“. Dann fuhr uns der Bus wieder zurück auf die andere Strassenseite zu den Flugzeugen und Sonderausstellungen.

Elvis und seine Autos, Elvis Flugzeuge, Elvis im Kino…

Da, wie gesagt, jedes Thema mit und über Elvis nicht nur eine Ausstellung sondern auch seinen eigenen Giftshop hatte, dauerte das ganze natürlich etwas. Maren, Tina und ich sind dann irgendwann was essen gegangen und Kerstin konnte sich in Ruhe durch die Geschäfte shoppen. Es gab hier wirklich alles mit Elvis drauf zu kaufen was man sich vorstellen kann. Man sollte gut 5 Stunden für Graceland einplanen, auch wenn man nicht 1 Stunde allein in den Shops verbringt.

Von einer Music-City in die Nächste: Es geht nach Nashville

Nachdem wir alle Einkäufe im Auto verstaut haben, fuhren wir auf der 40 Richtung Nashville. Es wurde immer grüner und hügeliger.

In Nashville hatten wir kein Hotel vorgebucht, hatten uns aber gestern bereits das Best Western wegen der Lage (man will ja auch mal das Auto nicht bewegen) ausgeguckt. Und dorthin fuhren wir jetzt. Unser Auto wurde geparkt und wir bezogen unsere Zimmer. Reichlich erledigt, gingen Tina und ich heute nicht mehr raus. Kerstin und Maren zogen nochmal kurz um die Häuser.

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11. Tag: Unser Überraschungs-Stadt: Nashville

Es gab viel zu entdecken in der Country-Music-Stadt Nashville

Dienstag 21.6.2011
Hotel:  Best Western Convention Center (jetzt Capitol Hotel)
Kein Wetterglück in Nashville. Das ging ja gut los.
Als wir unsere Route planten, stellten wir fest, das wir uns unter Nashville so gar nichts vorstellen konnten. Wir befürchteten, das wir mit der Stadt nicht warm werden. Und dann ist der Himmel bedeckt und es regnete, als wir losgingen – so kann das ja auch nichts werden (dachten wir).
Wir hatten uns gerade an die Affenhitze und das zu passende Shortoutfit, mit dem hier jeder rumläuft,  gewöhnt. 

Die Geburtsstunde der „Dixie Deerns
(Deern – plattdeutsch für Mädchen)

Wir begannen am Ryman Auditorium, mit einer Selfguidet Tour. In dieser alten Konzerthalle mit seiner bewegten Vergangenheit (hier sind Priester, berühmte Persönlichkeiten wie Hellen Keller, Tänzer und Schauspieler u.a. Anna Pawlova und Sarah Bernhard, Politker, selbst Charlie Chaplin aufgetreten) haben später alle Countrygrößen gespielt. Hier fand ab 1943 die Grand Ole Opry Radiosendung von 1943 -1974 statt. (Filmtipp: A Prairie Home Companion: Last Radio Show). Überall hingen Schaukästen und man konnte überall rumlaufen.

Und es gab eine Fotografen, der einem auf der Bühne mit Gitarren als „Country-Band“ fotografierte. Das machten wir natürlich auch und hatten einen Heidenspaß beim Fotografieren. Damit das ganze „echter“ wirkte, sollten wir was singen und uns fiel nur Marianne Rosenbergs „Er gehört zu mir“ ein…
Also schmetterten wir los – in der Hoffung, das uns keiner versteht. Tat ein junger Mann natürlich doch – er kam aus Deutschland. Und machte dann noch netterweise mehr Bilder von uns.
Fortan nannten wir uns die Dixie Deerns – es wird aber wohl unser erster und letzter Auftritt gewesen sein.
Die 5 $ für die Fotografen-Fotos haben wir natürlich auch noch bezahlt.

Mittlerweile kommt man übrigens nicht nicht mehr so einfach in die Halle, alles ist größer und mit mehr Security versehen.

Dann ging es erst auf den Broadway und natürlich in einen Bootshop um Stiefel anzuprobieren. Mir haben welche gefallen, aber ich musste noch drüber nachdenken. Dann lieber einen Pin Hard Rock Cafe für die Sammlung.

Wie alles in Nashville begann

Beim alten Fort Nashborough waren wir dann auch noch – auch das ist mittlerweile umgebaut und viel größer. Hier haben damals die ersten Siedler um 1780 am Fluß ihr Lager aufgeschlagen. Und man kann jetzt sehen, wie die Siedler hier gehaust haben.

Vor einem großen Regenschauer sind wir in Jack’s BBQ geflohen. Hier gab es zum Lunch für uns Rippchen und Cole Slaw Salat – sehr lecker und reichhaltig. Wer in Nashville ist – unbedingt hier eine Lunchpause einlegen.

Da das Wetter nicht besser wurde, sind wir zur Union Station (von 1897) gegangen, in der ein Hotel unter gebracht ist. In dem Hotel wurden übrigens auch viele Filme gedreht, wie z.B. „Country Strong“ oder die TV-Show „Nashville“ In so einem tollen Bahnhof/Hotellobby haben die doch sicher eine schicke Bar… Wir läuteten die Cocktailstunde ein, dann brauchten wir eine Ruhepause in unserem Hotel.

Nonstop Musik auf dem Broadway

Gegen Abend sind wir dann wieder auf den Broadway. Begonnen haben wir im Crossroads, in der eine Mädelsband spielte. Es war noch recht leer, so das wir persönlich begrüßt wurden. Die Mädels waren echt gut. So bestellten wir noch ein zweites Bier.

Tatsächlich haben wir die Band 6 Jahre später wieder getroffen (s. Bericht Captiol Region 2017)

Getanzt haben wir dann auch noch, eine Besucherin ließ nicht locker, bis wir auf der Tanzfläche mit ihr waren. Ein netter Mensch hat uns noch ein Bier ausgegeben. Ein in Frankfurt geborener Amerikaner, aber schon ewig in den USA. Kein Deutsch mehr vorhanden.

Dann ging es rasch doch die Boots kaufen – ohne Westernstiefel wollte ich Nashville nicht verlassen.

Nashville
Ich war dann doch noch Stiefel kaufen

Wir gingen in einer weitere Bar – und wollten fast schon wieder gehen. Es war sehr laut und rockig. Aber irgendwie auch faszinierend. Den auf der Bühne spielte ein „Jerry Lee Lewis“-Verschnitt aufgedreht auf dem Klavier. „Brandon“ haute in die Tasten, spielte Rückwärts, mit verbunden Augen und mit Flammen auf dem Klavier. Es war beeindruckend. Wir konnten uns nicht wieder lösen und bleiben bis zum Schluß.
Wie sagte Tina hinterher: „ Ich will genau das, was er hatte“!.

Wir brauchten noch etwas ruhiges und hatten noch einen Absacker in einer weiteren Bar, in der ein junges Mädel sang. Dann ging es zurück ins Hotel. Nashville war für uns eine gelungene Überraschung – und gefiel uns so gut, das wir 6 Jahre später hier unbedingt wieder her mussten!

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12. Tag: Für 4 Tage in „My Mountain Dream“

Wir fahren in die Blue Ridge Mountain

Mittwoch 22.6.2011
Cabin:  My Mountain Dream

Die nächsten 4 Nächte wollten wir es in den Blue Ridge Mountain etwas ruhiger angehen lassen. Dafür hatten wir ein ganzen Haus (Cabin – hatte 3 Stockwerke!) gemietet.
Der Weg dahin war aber etwas mit  „Pleiten, Pech und Pannen“ versehen, aber am Ende ist doch alles gut gelaufen.

Nashville im Rückspiegel….

Wir verlassen Nashville

Unser Tag fing damit an, dass wir zum Parthenon (wer den Film „Percy Stuart“ gesehen hat, sollte es wieder erkennen) fahren wollten und nicht gefunden haben. Davor lag noch der Farmers Market , den haben wir sofort entdeckt und haben uns dort mit Gemüse und Obst für unsere 4 Cabin-Tage eingedeckt.

Und dann nahm das Elend seinen Lauf. Wir hatten es schon aufgegeben, den großen Nachbau vom griechischen Tempel zu finden, als die ersten Verkehrsschilder auftauchten und uns doch noch hinführten. Hat uns gut 45 Min. gekostet. Weshalb wir nur von außen fotografiert haben und dann ging es dann weiter.

Besuch einer Whiskey-Destillerie

Wir wollten die Distellerie „George Dickel“, die total versteckt in den Bergen liegt besuchen. Gefunden haben wir sie, waren aber viel zu spät dran um die Führung zu machen. Außerdem wurde es auch immer später und wir hatten noch einen weiten Weg vor uns.

Also wollten wir zurück auf die Interstate. Die haben wir aber nicht gefunden, keine Schilder weit und breit, es schüttete wie aus Eimern. Endlich haben wir jemanden zum Fragen gefunden und nach gut 1 Stunde Kurverei auch endlich die Interstate.

Alles eine Frage der Zeit

Als wir um Chattanooga rum waren, suchten wir immer noch recht entspannt einen Supermarkt für die restlichen Lebenmittel, die wir noch brauchten. Endlich fanden wir eine Food-Lion und kauften für unser Abendessen in aller Ruhe ein.

Als wir wieder im Auto saßen stellten wir zwei Dinge fest:
1. wir hatten vergessen, das die Uhren Richtung Georgia vorgestellt werden – es war breits 17:00 Uhr!
2. Der Schlüssel für die Cabin sollte bis 16:00 Uhr abgholt werden – oje.

Und der Ort kam und kam nicht näher. Wieder Fragen wo sind wir ? Endlich haben wir den Ort gefunden und nach nochmaligem Fragen auch das Office, dass natürlich schon geschlossen war. Aber der Schlüssel und die Unterlagen lagen im Briefkasten. Puh! Ende gut, alles gut.

Unser Haus in den Bergen

Wir fuhren die letzten Meter durch den Wald zu unserem Haus. Ein Holzhaus mit 3 Stockwerken, das mit dem Begriff „Cabin“ etwas untertrieben beschrieben wird.

Unser „Mountain Dream“

Dann verteilten wir die Zimmer – Tina und ich nahmen (wer bucht, gewinnt) das obere Zimmer, mit sagenhafter Aussicht, Maren das im Erdgeschoss und Kerstin das im Untergeschoss. Jede von uns hatte ihr eigenes Bad – endlich mal Platz die Koffer auszupacken. Die Küche was riesig.

Überall gab es Balkone bzw. Terrassen rund um das Haus. Herrlich hier 4 Nächte zu verbringen.
Also haben wir rasch noch eine Nudel gekocht und den Tag mit 3 Flaschen Wein begossen !

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Von der Country-Stadt zur Hippi-Metropole

Wir verlassen Nashville um nach Ashville zu fahren. Unsere letzte Station unserer Reise.

Donnerstag der 28.9. 2017 Asheville, North Carolina

Heute morgen sind wir früher als sonst aufgestanden, nicht nur weil wir direkt von Nashville nach Asheville fahren wollten, sondern weil uns während der Fahrt nach Osten 1 Stunde abgezogen wurde.

Also: Frühstücken, Auto packen, losfahren. Wir kamen aus Nashville ganz gut weg, es war sonnig, so kann man losfahren.

Unsere Pause machten wir am Anfang der Blue Ridge Mountains in einem Pancakehouse „Flapjack Pancake House“. Sehr urig, mit eine deftigen Waffel- und Pancakes zum Frühstück. Wir haben uns welche geteilt und selbst das war zu viel für uns.

Dann ging es weiter nach North Carolina, Asheville. Einen Stop machten wir noch im Welcome Center. An einigen Stellen in den Wäldern konnte man schon den Indian Summer erahnen.
Mit der abgezogen Stunde kamen wir um 15:00 Uhr im Hotel an. Schnell die Zimmer bezogen und dann zum „Curato“ einer spanischen Tapasbar, das nach dem „from the Farm to the Table“ -Prinzip mit regionalen Produkten kocht.

Das Gebäude von 1927 (war damals ein Bus-Depot) wurde 2011 renoviert. Der Chef ist Katie Button. (Sie fing als Kellnerin im „El Bulli“ in Spaniens berühmten Restaurant an, hat u.a. unter Jean George Vongerichten gearbeitet, bevor sie in die Südstaaten zurück ging)

Wir mussten so früh reservieren (16:00 Uhr ist ja noch nicht wirklich Dinner-Time), es war sonst nichts mehr frei…
Dann gab es die Tapas, alle frisch zubereitet vom Team hinter dem Tresen: spick chorizo wrapped in Postauto Chips, creamy chicken fritters, Freud eggplant with Mountain Honeymoon ans Rosmarin, bocadillos it Tuna, egg, bell pepper and grilled Onion, Salad of Baby Beet, Marcona almonds and orange Vinaigrette, Jamon in different ages, dark chocolate custard with candied corn nuts and orange Sorbet.. Und: perfekt gekühlten Rotwein!

So lecker und gut zubereitet, mit zuvorkommen Service – wir saßen über 2 1/2 Stunden dort.

Dann sind wir noch etwas die Straßen zurück zu Hotel gebummelt. Überall saßen Leute draußen beim Essen, Musiker spielten und Hippies saßen im Weg… Asheville ist ein bisschen eine Hippie- und Künstler-Stadt. Sie hatte bis 1880 keine Bahnanbindung, so das es hier mit den Erneuerungen alles etwas länger dauerte.

Thomas Wolf lebte hier und verewigte die Leute in der Stadt ( ähnlich wir Thomas Mann in den Buddenbrooks) in dem Roman: „Schau heimwärts, Engel“.
Mit den Blue Ridge Mountains vor der Haustür, viel Galerien, Musikern und einer spannenden Foodszene hat Asheville einen ganz eigenen Flair. Wir werden morgen hier nochmal die Straßen erkunden, nach dem packen!

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Rundfahrt in Nashville

Outlet-Center, Blue Bird Cafe und Music-Row…

Mittwoch der 27.9.17 Nashville, Tennessee

Obwohl wir gestern sehr spät von unserem Bar-Trip wieder kamen, sind wir heute morgen wieder früh aufgestanden. Wir haben dann gefrühstückt und sind anschließend im Auto zur Ophry Mills nennt gefahren, gleich neben an, ist das „Gaylord Opryland Resort“ ein Hotel-Komplex mit Entertainment im Cowboy-Style. Las Vegas lässt grüßen…

Wir wollten es wenigstens mal kurz ansehen. Allerdings sollten wir für das Hotel-Parking 29,- $ zahlen. Da sind wir dann doch gleich in dieses gigantische Shopping Center nebenan gefahren. Es hatte 5 Eingänge, zu denen man jeweils besser mit dem Auto hinfährt… nur um mal die Ausmaße zu verdeutlichen.
Wir hätten auch Motorboote kaufen können – die Auswahl war sehr groß ! Es ist dann nur bei T-Shirts geblieben.

Da wir schon im Auto saßen, wollten wir alles in Nashville abklappern, was man zu Fuß nicht schafft. Ist halt eine große Stadt…
Nächster Stop: das „Blue Bird Café“ aus der TV-Serie Nashville. Wir haben leider keine Karten für die Abendveranstaltung bekommen. Und wollten uns auch nicht 2 Stunden anstellen. Also hieß es: Fotos vor dem geschlossenem Café. Aber immerhin!

Dann sind wir in das Stadtviertel „The Gulch“ gefahren. Früher bekannt für die Güterzüge bzw. Bahnhof, heute sehr schick zurechtgemacht und hipp und urban. Wir haben hier geparkt und sind zu Fuß zu einem Wandgemälde gegangen, das Tina auf Pinterest entdeckt hat. Bei dem Gemälde „Wings“ lässt sich jeder gerne fotografieren – wir natürlich auch.

Um die Ecke lag das Dinner, noch sehr ursprünglich im Bahnhofs-Look, Peg Leg Porker. Ein BBQ-Joint, das regelmäßig für sein BBQ ausgezeichnet wurde. Bei etwa 33 Grad haben wir uns dann Rippchen, Cole Slaw und Cola im Schatten gegönnt. Schmeckt sehr mild-rauchig, etwa wie Kasseler, sehr lecker.

Den Laden „Two old Hippies“ hatten wir schon aus dem Augenwinkel gesehen, also wurde das unser nächster Stop. Natürlich kaufen hier auch alle TV-Stargrössen und Countrysänger ein – man sah es an den Dankes-Plakaten. Toller Laden! Wenn wir bloß mehr Platz im Koffer hätten…

Wir sind dann, mit einem Stop im „Milk & Honey“ um ein Eis zu kaufen (Cheesecake und Mocca-Chocolate), zurück zum Auto gegangen. Und zur Musik Row gefahren. So ganz konnten wir uns darunter nichts vorstellen… es entpuppte sich als ein Stadtviertel, in dem ein Platten-Label und Studio neben dem nächsten standen. Einige haben natürlich historische Bedeutung, wie das Studio RCA Studio B in dem u.a. Elvis Platten aufgenommen hat.
Leider haben wir keine Führung mehr geschafft. Es ging dann zurück zum Hotel um uns noch mal zu sammeln.

Abend sind wir dann wieder rausgegangen um nochmal Nashville zu genießen ( und die Wärme). Wir sind an den Fluss und dann zur Printer-Alley gegangen.

Hier in der kleinen Seitenstraße saßen früher die ganzen Zeitungen. Später kamen -in der Prohibition die Bars hierher und die Alley war sozusagen der Vorläufer vom Broadway. Heute sind hier hauptsächlich Stripclubs und Zwielichte Bars. Und eine Blues-Kneipe, der Bourbon Street Blues and Boogie Bar. Wir waren sehr früh hier, zwei nicht mehr junge Männer spielten Blues – ganz nett, etwas langsam. Wir saßen direkt vor der Bühne. Irgendwann fragte eine junge Frau, ob sie sich zu uns setzen dürfte, sie sei alleine unterwegs. Ihre Tochter war mit Freundinnen im Konzert und sie musste die Zeit „rumkriegen“ bis sie alle nach Hause fahren konnte. Und ab 21:00 Uhr würde eine ihrer Lieblingsbands „Stacy Mitchhart“ mit Band spielen.

Also blieben wir auch noch, der Laden wurde auch immer voller. Und wir wurden nicht enttäuscht- mit Saxophon, Trompete und alles was ein Bluesband so hergibt, rockte sie die Bühne. Nächstes Jahr steht eine Deutschlandtournee an- falls jemand interessiert ist.
Da wir morgen aber wieder fast den ganzen Tag Autofahren und früh raus müssen, sind wir in der ersten Pause gegangen.
Draußen ist es (23:00 Uhr) übrigens immer noch warm…

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Es geht nach Nashville…


Dienstag der 26.9. 17 Nashville, Tennessee

Heute geht es nach Nashville. Wir sind früh losgefahren und kamen bei strahlendem Sonnenschein gut durch. Eine Pause haben wir bei Dunkin Donat gemacht, für frischen Kaffee und den „Restroom“… und dann würden es auch mich ein paar Donuts 😊

Weiter gings… und eigentlich wollten wir vor Nashville in ein Shopping-Center, aber „Olivia“ unser Navi, führte uns direkt zum Hotel (Tina hatte statt dem Outletcenter das Hotel angegeben). Zum Glück konnten wir schon in unser Zimmer.

Dann ging es Downtown Nashville. Der Hauptstadt von Tennessee und der Country-Musik-Hauptstadt der Welt…
Und gleich 1 Strasse weiter stießen wir auf ein erstes Highlight: Das Hilton Hotel, das als Kulisse für die Serie „Nashville“ diente. Es ist das Studio Highway 65 von Rayna Jaymes.

Nashville wurde, nach den Indianern natürlich, von französischen Pelzhändlern gegründet, die hier eine Handelsposten errichteten. Wie das Leben hier früherer war, versuchte man im nachgestellten „Ford Nash“ darzustellen. Das hatten wir schon letztes Mal angesehen.

Wir sind erstmal zum Rymann Auditorium (Grand Ole Ophry, Konzerthalle und „Kirche“ für alle Country-Sänger) gegangen. Vor 6 Jahren kamen wir ganz normal in die Halle, konnten gleich ein Ticket kaufen – es war kaum was los. Heute ist alles mit Security abgsichert, es gibt einen riesengroßem Giftshop und das „gemütliche“, ist ein bischen abhanden gekommen.


Wir hatten mittlerweile Hunger und sind zu Jacks BBQ gegangen für Rippchen und Cole Slaw Salad – lecker.
Und die Rippchen, Brisket und Würste werden hier tatsächlich mit Holz gegrillt und geräuchert – wir haben die Holzscheit gesehen !

Am Broadway steppte bereits um die Zeit (ca. 13:30 Uhr) der Bär, uns zog es aber zur Union Station für einen Gedächtnis-Cocktail. (Weil wir hier vor 6 Jahren schon saßen).

Auch hier wurden Teile von „Nashville“ gedreht. Der alte Bahnhof ist jetzt ein Hotel. Für uns natürlich zu teuer. Aber ein Cocktail in der Hotel-Lobby geht immer.

Danach haben wir zurück im Hotel erstmal alle Geräte wieder aufgeladen und uns eine kleine Pause gegönnt. Dann ging es auf den „Swutsch „
Wir sind zum Broadway gebummelt, aus dem – wegen der Wärme haben fast alle geöffnete Fenster- überall Musik ertönte…
Als erstes waren wir in der A.J.-Bar. Hier wurde klassischer Country gespielt. Der Namensgeber der Bar Alan Jackson ist in der Countryszene eine feste Größe – wir haben seine Musik erst heute kennengelernt.

Dann sind wir weiter gebummelt und durch Zufall vor einer Bar stehen geblieben in der eine Frauen-Band spielte – und wir schnell feststellten , dass es genau die Band (The Taylors) war, die damals vor 6 Jahren unsere „erste“ Live-Band in Nashville war – unglaublich!
Wir sind natürlich reingegangen und haben hier sehr lange zugehört.

Dann ging es weiter in die nächste Kneipe – hier rockte ein junger Mann mit Band die Bühne. Alle tanzten, was aber auch daran gelegen haben könnte, das es in dem Laden dank Klimaanlage saukalt war und sich alle warm tanzen mussten?
Als wir ein Treppe höher gingen, für einen besseren Blick, stellten wir fest, das hier im „The Stage“ eine Szene von „Country Strong“ mit Gwyneth Paltrow gedreht wurde.

Beim rausgehen folgten wir ein paar anderen Besucher – und landeten auf der Dachterrasse – mit unglaublichen Ausblick auf den ganzen Broadway, ein lauer Sommerabend mit Cocktails und guter Livemusik- was will man mehr?

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Wieder „on the Road“ – Richtung Nashville

Montag 25.9.2017 Lovingston, VN – Knoxville, TN

Heute morgen mussten wir unser schönes Bed & Breakfast „Orchard House“ in Lovingston wieder verlassen, aber nicht ohne ein selbstgemachtes, köstliches Südstaaten-Frühstück. Es gab Pumpkin Cinnamon Roll & Kiwi-Brombeer-Salat, danach Fried Rice with Bacon and Eggs and Brioche, wieder serviert in dem schönen Frühstück-Raum von Debbie & Mike.

Dann haben wir die Koffer ins Auto geladen und uns verabschiedet. Wer in die Gegend kommt – eine große Empfehlung unsererseits für dieses Bed & Breakfast!
Auf unserem Weg nach Nashville ( wir wollten heute soweit wie möglich kommen) war unser erster Halt in Bedford.
Hier ist das National D-Day Memorial – den Bedford, ein kleiner Ort in Virgina, ist der Ort, der prozentual die meisten Verluste in den USA hatte. Deshalb steht das Memorial hier.

Man fährt mit dem Auto auf das Gelände, das natürlich reichlich Inschriften, Bronzestatuen, Denkmäler und alles hat, was ein Memorial haben muss.
Allerdings fängt einem dieses Memorial gleich am Anfang mit einfachen Mitteln ein, die ich so noch nie bei einer Kriegsgedenk-Stätte gesehen habe. Die Bronzefiguren, nachgestellt nach Kriegsfotos, waren wie bei dem Angriff auf den Strand angelegt. Und die Geräusche, von denen ich erst dachte, da arbeitet einer im Garten, stellten Gewehrschüsse da, die ins Wasser auf die Soldaten zielten.
Da brauchte es nicht viel Vorstellungskraft um diese Stunden der Soldaten nach zu empfinden.

Natürlich hatte jedes Setting auf dem Memorial genaue Bedeutungen, es gab eine Garten für die Engländer, die maßgeblich an der Planung beteiligt waren, eine Gedenkwand für die Gefallenen, Plaketen für einzelne wichtige Gruppen, die direkt oder im Hintergrund unterstützt haben, wie die „Blue Collar Workers“ ( die Plakette mit der Frau die die Ärmel hochkrempelt „you can do it.“) oder die fliegenden Krankenschwestern, die extra Militärtraining bekommen haben…

Wir sind fast 2 Stunden am Memorial geblieben, bevor wir weitergefahren sind.

Im Örtchen Abingdon versuchten wir in eines der besten und teuersten Hotel „The Martha“ wenigsten eine Tee zu trinken, allerdings durfte man wegen der Privatsphäre der Gäste (Michelle Obama wohnt auch ab und zu hier) nicht mal in die Lobby… schade.

Nach einem Stop in Tennessee gleich hinter der Staatsgrenze am Visitor-Center um Prospekte u.s.w. mit zu nehmen, sind wir bis an Knoxville rangefahren. Wir übernachten im LaQuinta. Gegessen haben wir noch etwas im Puelos Grille – schnell, einfach, macht satt.
Und morgen geht es dann nach Nashville.

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