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36. Tag – Wie im Western: Monument Valley

Mittwoch 2.10. 2019
Hotel: The View-Cabin


Heute freuen wir uns auf die berühmte Straße und den Blick in die Welt des „wilden Westen„.
Aber erst mal haben wir noch in Moab im Supermarkt unsere Picknick-Vorräte aufgestockt: mit Wasser und ein Paar Lebensmittel. Dabei mussten wir uns schon wieder beim shoppen zurückhalten – die Halloween-Zeit beginnt! Und es gibt immer soviel tolle Artikel dazu.

Wir haben dann noch schnell getankt und fuhren aus Moab heraus.
Ein Stop haben wir bei einem letzten Arche gemacht, den man von der Straße aus sehen konnte. Er war kurz hinter Moab.


Lange Strassen ins Nichts

Dann ging es laaaange weite Straßen weiter. Kurze Pipi-Pause im Canyon Country Visitor Center. Hier gab es einen kleinen Giftshop und viel Informationsmaterial und sehr freundliche hilfsbereite Mitarbeiter. Aber wir wollten weiter…

Bis wir fast in Arizona waren. Dort haben wir als ersten „Monument“ den Mexican Hat gesehen. Man muss dazu kurz von der Hauptstraße abfahren und einen schmalen einfachen Sandweg längs fahren. Nach ein paar Fotos ging es den gleichen Weg wieder zurück.



Unser Instagram-Moment auf einer Straße

Danach waren wir ziemlich schnell auf der berühmten Straße, die zum Monument Valley führte und auf der schon Forrest Gump gelaufen ist. Mit den Steinfelsen im Hintergrund und der langen geraden Straße, die am Ende einen kleinen Rechtsknick macht, im Vordergrund.

Natürlich nicht alleine – viele andere Touristen aus aller Welt hielten hier, mit uns, an den Aussichtspunkten und stellten sich Todesmutig auf die Straße um DAS Foto zu machen. Wir natürlich auch, wie ihr seht…

Man musste ganz schön aufpassen, denn die die vorbeifahrenden Autos wurden nicht langsamer und fuhren laut hupend vorbei.
Nach einer ausführlichen Foto-Session, bei der wir uns alleine und wir alle zusammen auf jeder Kamera abgelichtet haben, ging es weiter zum Monument Valley.


Wo John Wayne wohnte…

Im Navajo-Nation-Reservation liegt der Monument Valley Tribal Park mit dem berühmten „The View Hotel“ . Wir aber fuhren erstmal rechts herum zum Goulding Museum. Das Ehepaar Goulding betrieb hier eine Trading Post (Handelsposten) und vermittelt zwischen Indianern und Filmschaffenden. So kam es, das John Ford und John Wayne hier während der Dreharbeiten gewohnt haben.
Jetzt ist die Trading Post ein kleines Museum, Motel, Restaurant und Giftshop…

Wir gingen in dem angrenzenden Hotel auf dem Gelände in das Restaurant um etwas zu essen: indianische Fryed Bread, Burger und Salat – alles sehr lecker.
Anschließend haben wir das kleine Museum besichtigt und haben uns die vielen Fotos und Filme, die in der Zeit der großen Western-Filme entstanden sind, angesehen. Und waren auch im ersten Stock, in dem man sehen konnte, wie das Ehepaar hier gelebt hat.

Harry Goulding kam hier mit seiner Frau Leone, die „Mike“ genannt wurde, um 1920 her. Als 1930, während der großen Depression, das Geld im Reservat immer knapper wurde, hörte er davon, das Hollywood Film-Locations suchte. Er sucht John Ford in Hollywood auf und zeigte ihm Fotos von der Gegend. Der Regisseur erkannte das Potential und fing an hier zu drehen. Während der Filmarbeiten versorgten die Gouldings die Filmcrew und bauten Lodges für die Schauspieler. So kam es, das alle Hollywood-Größen hier wohnten.


Unsere Cabin im Monument Vally

Danach fuhren wir zu unserer Cabin direkt in den Monument Vally Tribe Park. Dafür muss man erstmal für den Park Eintritt zahlen. Da auch dieser Park nicht zu den Nationalparks gehört, sondern den Indianer bzw. Navajos im Reservat. Hier ist dann auch das berühmte Hotel „The View“ mit direktem Blick auf die 3 Butten (Gesteinsblöcke).

Die Cabins, in denen wir wohnten, sind relativ neu und sind links vom Hotel, beim RV-Campingplatz. Hier ist auch die Anmeldung in einer kleinen Hütte. Wir holten unsere Schlüssel und fuhren zu unserem kleinen Haus. Es lag in der zweiten Reihe, aber auch von hier hatte man einen super Blick auf die berühmten 3 Steinblöcke.

Erstmal packten wir aus und richteten uns ein. Die Cabin war mit allem notwendigen ausgestattet, kleine Küche, Bad, ein Doppelbett und ein Stockbett. Ein Sofa und ein Tisch und, das wichtigste, ein kleiner Balkon. Dann haben wir erstmal einen Aperitif-Wein auf dem Balkon genossen.



Als die Sonne weiter unterging, sind wir noch ein Stück von unserer Hütte weggegangen und konnten so den Blick noch besser genießen. Hier haben wir natürlich reichlich Fotos gemacht, bis es zu dunkel wurde.

Unseren extra gekauften Wein vom Weingut Beringer aus Californien haben wir dann zu unserem Abendbrot geöffnet. Da es hier keinen Fernseher gab, konnten wir mal in Ruhe am Tisch sitzen, immer mit Blick in die dunkle Nacht mit dem Sternenhimmel und uns lange unterhalten.

Später sind wir noch mal in der dunklen Nacht vors Haus gegangen und haben einen gigantischen Sternenhimmel gesehen. Unglaublich schön und unvergesslich!

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34. Tag – Steine bis in den Himmel: im Arches Nationalpark

Montag 30.9.
Hotel: Best Western in Moab



Wie in den letzten Tagen auch schon, klingelte der Wecker um 6:30 Uhr. Einfach damit wir uns in Ruhe fertig machen können und auch beim Frühstück die zweite Tasse Kaffee genießen können. Den bis 3 Mädels durch das Bad durch sind und angezogen und abfahrtsbereit, dauert es ja etwas. Und wir trödeln zwar nicht, wollen aber auch nicht hetzen, es ist ja immer noch Urlaub.

Das Frühstück im Hotel hier war wie immer – man saß allerdings sehr nett, an Tischen mit großen Fenstern und Blick auf die Strasse. Ich mag es, wenn man die Leute einer Stadt beobachten kann…



Im Arches Nationalpark

Um 9:30 Uhr standen wir mit vielen vielen anderen Autos in der Schlange vor dem Eingang zum Arches Nationalpark. Es ist halt einer der beliebtesten Parks…

Es ging langsam voran, bis zum Parkhäuschen. Kurz unseren National Park Ausweis zeigen und dann fuhren wir den Weg den Berg hinauf. Die Sandsteingebilde liegen auf einem Hochplateau am Colorado-River. In diesem Park kann man die weltweit größte Konzentration an natürlichen Steinbögen (Arches) sehen. Im Park stehen über 2000 der Arches, die durch Erosion und Verwitterung entstanden sind.….

Wir starteten am Upper View Point für den Delicate Arch. Dafür mussten wir eine kleine Anhöhe hoch und sind dann noch etwas an einem glatten Felsen weiter gegangen. So hatte man einen schönen Blick, über einen Canyon, auf einen der berühmtesten Steinbögen. Dort direkt hin zuwandern würde sehr lange dauern und soll auch sehr steil sein. Deshalb haben wir uns für diese Variante entschieden. Als wir zurück zum Auto gingen, kamen uns bereits die ersten Touristen-Busse entgegen.


Versteckte Bögen und Wanderungen über Felsen

Anschließend fuhren wir zu einem “kinderleichten” Arche – den Sand Dune Arche. Diese Sanddüne versteckt sich in einem kleinen engen Canyon – leicht zu erreichen und deshalb bei Familien mit Kindern sehr beliebt. Hier waren wir fast alleine mit nur wenigen anderen Touristen. Zwischen den hohen Steinwänden, spannte sich der Stein-Bogen über feinem Sand. In den Zwischenräumen der Felsspalten wuchsen schmale Bäume in den Himmel.


Vom gleichen Parkplatz aus ging wir dann über die Prärie und ein paar Felsen zum “Broken Arch”. Das dauerte gut 30 Minuten (Hinweg). Der Arch war noch intakt, man sah allerdings schon den Riss in der Mitte.
Wie alle Steinformationen hier die aus Sandstein sind, ist es nur eine Frage der Zeit, wann sie einstürzen. Wind, Sandstürme, Frost im Winter, Regen – alles wirkt auf die Steine ein.

Wir haben uns dann tatsächlich getraut unter den Arch auf dem recht hohem und glatten Felsen durch zu klettern. Ja, da mussten wir mit Schwung und ein bisschen Mut uns am glatten Felsen hochstemmen, den der Fels war sehr glatt. Und runter mussten wir ja auch wieder – auf dem Hosenboden runter rutschen erschien uns am sichersten!


Picknick, Skylines und Infos im Visitor Center

Am Auto angekommen haben wir erst einmal unser mitgebrachtes Picknick gegessen – wie immer: Tomaten, Käse, Cräcker, Trauben…
Dann fuhren wir weiter zum Skyline Arch – den erreichten wir nach 10 Minuten Fußweg. Nachdem wir auch hier Fotos gemacht haben, fuhren wir zum Devils Garden.

Aber mittlerweile war es so heiss und voll im Park und auf den Parkplätzen, das wir nicht mal ausstiegen, sondern gleich zurück zum Visitor Center fuhren. Diesen Arch heben wir uns für morgen auf.

Am Visitor Center sind wir erst durch den Giftshop gelaufen, haben aber nix gekauft. Mittlerweile haben alle Shops ein ähnliches Angebot, da fällt es schwer mal etwas besonderes als Erinnerung zu kaufen (und wir shoppen gerne!).

Dann haben wir uns noch die Stein-Ausstellung und den Informationen-Film im kleinen Kino angesehen. Und gelernt, das die glatten, eng stehenden Steinwände (die wie Toastscheiben aussehen) von einer unterirdischen Salzschicht, die unter Druck steht, hochgedrückt wurden. Und dabei so glatt auseinander gebrochen sind. Es war ganz spannend, zu erfahren, wie sich die Erde über die Jahrtausenden verändert.



Bummeln durch Moab

Dann ging es zurück ins Hotel – ein wenig frisch machen, denn wir wollten noch durch Moab bummeln.
Moab liegt am Colorado-River und ist ein guter Ausgangspunkt für Aktivitäten in und um den Arches-Nationalpark und Canyonlands-Nationalpark. Entsprechend gibt es hier viel Hotels, aller Preisklassen, aber auch Giftshops und andere Geschäfte jeder Art.

Gegründet wurde Moab von den Mormonen. Später wurde hier Uran-Erz abgebaut. Ab 1949 wurden hier auch viele Western-Filme von John Ford gedreht, später auch u.a. Indianer Jones, Thelma & Louise oder Westworld.

Wir gingen die Hauptstrasse längs und fanden T-Shirt-Geschäfte und Indianer-Geschäfte… einige hatten schöne Dinge, andere Kitsch.
Dann haben wir noch noch in einem Restaurant auf der Terasse ein Dinner gegessen: Mac & Cheese, Nudeln und Burger. Dazu gab´s Cocktails und Wein aus Moab. Was für ein schöner Tag!

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33. Tag – Früchte-Pies in Fruita, Gnome im Goblin-State-Park und die ersten Arches

Sonntag 29.9.
Hotel: Best Western in Moab

Zufällig sahen wir heute Morgen beim Ausfstehen einen wunderschönen Sonnenaufgang über den roten Felsen-Cliffs. So kann ein Tag doch gut beginnen. Frühstück hatten wir dann auf dem Zimmer – es hätte 10$ pro Person im Hotel gekostet und das war uns für 2 Toast und ein Kaffee zu viel. Also kochten wir unseren Kaffee/Tee und aßen unser gutes Brot von der deutschen Bäckerei an dem kleinen Tisch.


Pioneer-Village der Mormonen: Fruita

Um ca. 9:30 Uhr fuhren wir los, weiter den Highway 24 Richtung Moab. Wieder waren wir von der Landschaft begeistert. Es ging los mit roten Felsen an beiden Seiten. Einen Abstecher machten wir in Fruita. Hier im Tal hatten sich 1880 Mormonen niedergelassenen und im fruchtbaren Tal Obstfarmen betrieben. Eine dieser Farmen ist heute ein Museum. Der Ort selber ist verlassen. Es ist alles sehr klein und bescheiden. Trotzdem ganz nett gemacht. Wir parkten vor der Gifford Farm, das wie im Jahr 1960 eingerichtet und erhalten ist. Es gibt hier neben den Zimmern, vielen alten Fotos, Gegenstände aus der Zeit der Farmwirtschaft und Bücher über die Pioniere.

Und ein kleines Café und eingelegtes Gemüse und Obst in Gläsern, sowie Früchte-Pies. Aber die Gläser waren zu schwer zum mitnehmen.



Schwarze, rote und weiße Steine in der Prärie

Wieder veränderte sich die Landschaft, plötzlich fuhren wir durch Vulkangestein. Wie schlafende Elefanten sahen die großen grauen Lavaberge aus. Und bewohnt ist dieses Gebiet auch nicht gerade – außer ein paar Farmen, Autowerkstätten und Tankstellen.
Dann verschwanden die Berge oder traten in den Hintergrund und wir fuhren durch Prärie zum Goblin State Park. Hier wehte der Wind fast als Sturm, trotz Sonnenschein. Die Tumbleweeds (Trockene Gräser, die sich zu Kugeln verfangen und über die Straße wehen) flogen wie in einem Western über die Straße.


Im Goblin-State-Park

Kurz Toilette-Pause (übrigens gibt es fast in jedem Park sehr saubere Plumsklos) am Visitor Center vom Goblin State Park, dann fuhren wir in den Park.
Cowboys auf der Suche nach Rindern entdeckten als erste dieses Tal. Ende der 1920er Jahr hat dann Arthur Chaffin auf der Suche nach einer Verbindungsstrecke zwischen Green River und Caineville dieses Tal „wiederentdeckt!

Wie Knubbelige Trolle und Gnome „saßen“ die Figuren aus Sandstein in dem Tal. Geformt durch die Geologische Veränderungen und Wind und Wetter.
Viele Familien mit Kindern waren hier – für die Kinder ein Riesen-Spaß durch die Steine zu laufen und um sie herum zu klettern. Trotzdem sollte man vorsichtig sein und die Steinfiguren möglichst nicht berühren und dabei zerstören.
Wir mussten natürlich ein paar Spaß-Fotos mit uns machen und sind in dem Tal herum gewandert. Es war allerdings so windig und gleichzeitig heiß und sonnig, das wir nicht lange blieben.

Wir haben schnell am Auto (da wehte der Wind am wenigsten) unseren Pfirsich-Pie von der Gifford-Farm gegessen und etwas gepicknickt.


Unser erster Arche im Canyonland

Und dann ging es weiter, im windgepeitschten Auto, auf den Highway Richtung Moab.
Wir fuhren noch in den Canyonland Nationalpark, um einen der bekanntesten Arches zu sehen: Mesa Arch.
Wir schraubten uns den Canyon hoch, durch Prärie und an steil abfallenden Canyonwänden. Dann haben wir schnell geparkt und sind zu Fuss die ca. 20 Minuten Fußweg zum Arche gegangen. Wir hatten auch für den relativ kurzen Weg Wasser mit (tatsächlich hält das nicht jeder für nötig…), den es war wieder sehr warm und wir wußten ja nicht, wie lange wir am Arche bleiben wollten.

Am Arche waren wir natürlich nicht alleine! Wäre ja auch zu schön gewesen. Aber wir hatten Glück und alle die da waren, machten zügig (ohne zu hetzen) ihre Fotos und dann Platz für die nächsten…So geht Rücksicht!


Übernachten in Moab

Danach fuhren wir zum Motel. Diesmal blieben wir für 3 Nächte im Best Western plus in Moab. Wir checkten ein, bezogen unser Zimmer und haben erstmal Wäsche gewaschen. Bei 3 Wochen Urlaub muss das auch mal sein. Dann gab es “kaltes Buffet” auf einem Tablett auf dem Bett mit Käse, Trauben, Tomaten & mehr Gemüse, Brot und Taco Chips… und dabei gucken wir “Forrest Gump”

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