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39. Tag – „Happy little Trees“ in Colorado


Samstag 5.10.
Hotel Old Santa Fe in Santa Fe


Wir fahren durch ein Bob Ross*-Gemälde! Bunte herbstliche Bäume, leuchtende Berghänge in rot, orange, gelb und grün – das sind die Berge von den San Juan Mountain – Colorado zeigt sich gerade von seiner schönsten Seite.


„Happy little Trees“ Sightseeing Fahrt durch Colorado

Nach dem Frühstück im Motel packten wir wieder alles ins Auto und brachen auf. Wir fuhren an dem Mesa Verde National Park vorbei Richtung Durango, bzw. auf der 160 East Richtung Santa Fe. Das war für heute unser Tagesziel.
Es war sonnig, frisch und wunderschön durch diese bezaubernde Landschaft zu fahren.

Cowboyfest in Durango

In Durango haben wir einen Stop gemacht. Und sind gleich in ein Cowboy-Festival geraten. Wir haben eine Parkplatz in der Innenstadt gesucht, was gar nicht so einfach war, den es war aufgrund des Festivals sehr voll in der Stadt. Nachdem wir in einer Seitenstrasse geparkt haben, gingen gingen wir schnell zur Main Street, den man konnte die Cowboy-Parade bereits hören.

Kutschen mit Cowboys, Kinder auf Ponys, Gruppen wie die Public Library oder der Kindergarten liefen in der Parade mit. Am Strassenrand standen wir mit hunderten Zuschauern um zuzusehen. Zum Festival-Platz selber haben wir es nicht mehr geschafft. Dafür fehlte uns mal wieder die Zeit.


Aber wir sind, nach dem die Parade vorbei war, die historische Hauptstraße längs gebummelt, haben Kaffee in einem Hipster Café getrunken (und 1 (!) Cookie gegessen) und mal wirklich schöne Giftshops besucht.

Natürlich waren wir auch im Historischen Hotel „Strater“. Hier wurden schon viel Filme gedreht. Die Inneneinrichtung ist noch sehr auf Western-Saloon ausgerichtet. Und weil ja gerade das Cowboy-Festival war, liefen hier zahlreiche Cowboys und Cowgirls in voller Verkleidung rum!
Wir mussten leider weiter – aber bei der Landschaft hier macht das Autofahren Spaß!


Es geht nach Santa Fe

Nachdem ich den ersten Teil gefahren bin und Tina den zweiten, fuhr Kerstin das erste Mal bei dieser Reise mit „Maverik“ den dritten Teil. Hier war ja nicht viel los auf den Strassen und man konnte in normaler Geschwindigkeit die Landschaft genießen. Langsam wurde es wieder steiniger und die Bäume verschwanden – wir waren in New Mexico.
Wir sind vor Santa Fe noch zur Oper gefahren. Gerne hätte ich von der Konzerthalle, die eine offene Bühne in Richtung der Berge hat, ein Foto gemacht. Aber es war bereits Saisonende und wir standen vor verschlossenen Türen.

In Santa Fe angekommen haben wir in unserem Hotel eingecheckt und sind in die Stadt gegangen. Es war an diesem Samstag Abend ziemlich voll – wir hatten das jährliche „Balloon-Festival“, das in Albuquerque gerade stattfand, nicht auf dem Schirm. Viele Besucher des Festival verbrachten ihre Zeit nämlich hier.



Ein Abendessen im Patio des Hotel Francis

Eigentlich wollten wir im Old Ore House an der Plaza essen gehen. Hier hatten wir vor 10 Jahren einen schönen Mittag auf dem Balkon verbracht. Aber Wartezeiten und Lautstärke ließen uns in ein anderes Restaurant gehen, das wir auf dem Hinweg gesehen hatten.

Im Patio des Hotels San Francis befand sich das Steakhouse „Market Steer“. Und wir hatte Glück – es gab noch 3 Plätze!
Wir saßen draußen in dem schöneren Innenhof, direkt am offenen Kamin, neben einen Springbrunnen. Das sehr nette Personal kümmerte sich toll um uns. Wir hatten Steaks mit Beilagen (Wild-Pilze, Kartoffelpüree, Pommes, Chili-Risotto, Steaksauce, Sauce Bernaise…). Dazu sehr guten Rotwein von unserem Lieblings-Weingut „Beringer“.
Irgendwann wurde das Feuer angemacht, es wurde kühler und dunkel und es war einfach nur herrlich hier zu sitzen und den Abend zu genießen.

Als Dessert hatten wir Limonen-Creme Brûlée mit Manchego. Und “JA”, der Käse war IN der Creme als leicht salziger Geschmack, die Konsistenz ein Hauch fester – sehr gelungen und lecker. Wie auch der Rest des Essens.

In diesem alten Hotel gab es auch ein Restaurant im Haus, sowie eine sehr gut besuchte Bar. Die Lobby war mit alten Kunst-Gegenständen, einen großen Kamin und Sitzgelegenheiten schön eingerichtet.
Wir sind dann noch kurz ins Hotel “La Fonda” vorbei gebummelt – da wohnen wir dann morgen! Und dann gibt es mehr Informationen dazu.

Bob Ross* war ein Landschaftsmaler, der sich die Nass-in-Nass-Technik selber beigebracht hat. In seiner TV-Show „The Joy of painting“ malte er Landschaften und animierte die Zuschauer mit mit sonorer Stimme und postiven Weisheiten zu malen. Statistisch wurde berechnet, dass in seinen 30.000 hinterbliebenen Gemälden zu 91 Prozent mindestens ein Baum auftaucht…
In Deutschland gibt es oft Nachts im TV Wiederholungen seiner Sendung.

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38. Tag – Im Nationalpark Mesa Verde


Freitag 4.10.
Best Western Turqoise in Cortez


Heute ging es nach dem Frühstück in den Mesa Verde Nationalpark. Er ist einer der ältesten Nationalparks der USA und wurde 1906 von Theodore Roosevelt ernannt. 1978 wurde zum Weltkultur-Erbe ernannt. Er liegt hoch im Südwesten Colorados.

Felsen-Pueblos und viel Landschaft

Es wehte ein frischer Wind, die Sonne schien, Wolken am Himmel – perfektes Fotowetter.
Die Hochebene ist von Büschen und Wäldern überzogen. Und es hat über die Jahre hier immer wieder mal gebrannt. Dadurch fährt man mal durch einen Wald, dann wieder nur durch Steppe mit den abgebrannten Bäumen.

Und es wird Herbst – einige Blätter waren schon gelb und rot gefärbt.

Wir waren erst im Visitor Center unten am Park und sind dann, mit einigen Overlooks, zum Step House bei den Wetherill Mesa gefahren. Hier durften wir ohne Extra – Tickets und ohne Ranger alleine zu den Pueblo’s im Felsen laufen.
Bei den meisten Pueblo’s darf man nur mit Anmeldung und geführten Touren hingegen. Das sind aber auch die Pueblo’s die nur über sehr steile Treppen oder sogar Leiter zu erreichen sind.


Eine Wanderung zu den Step House

Bei unserem Trail, den wir gewählt hatten, ging es steil runter, aber zum Glück mit Treppengeländer und geteerten Wegen. Wenn diese auch sehr schmal waren und steil zur Seite abfielen.
Unter dem Cliff gab es ein paar Rundhäuser, Treppen, Feuerstellen und Leitern zu sehen. Ein Parkwächter gab Auskünfte zu dem Step House. Man brauchte schon ein bisschen Phantasie, um sich vorzustellen, wie hier mal ganze Familien lebten. Und das Leben hier muss sehr hart gewesen sein!



Nature & Wildlife

Wir gingen den Rundweg auf der anderen Seite zurück und bewunderten gerade kleine Vögel und Kakteen, als uns plötzlich ein Coyote direkt über den Weg lief. Weit genug weg, das wir ihn nicht störten, aber nah genug, das wir mit Zoom der Kamera Fotos machen könnten.

Wieder ein schönes Wildlife Erlebnis.



Anschließend sind wir zurück zur Far View Lodge im Park gefahren, die einen Gifshop und ein Selbstbedienungs-Restaurant hat. Und haben in dem Café dort zu Mittag gegessen. Das dauerte etwas, war auch nicht wirklich der Rede wert, machte aber satt. Einen Giftshop gab es hier natürlich auch…
Die Lodge liegt in der Mitte vom Park auf einer Anhöhe und von den anliegendem Hotel aus hat man bestimmt eine tolle Aussicht!


Paläste in den Felsen

Dann ging es weiter die langen Straßen auf dem Chapin Mesa (auf ca. 2900 m hoch) zum Cliff Palace.
Hier gehen nur geführte Touren hin, aber man kann von einem Aussichtspunkt die Häuser sehen. Diese Häuser, die unter dem Felsenwänden gebaut wurden, sind nur über schmale Zugänge und Leitern zu erreichen. Sie wurden – mal wieder – von zwei Cowboys beim Kühe suchen entdeckt.

Das Cliff Palace umfasst etwa 150 Räume und 21 Kivas (religiöse Rundhäuser in der Erde). Etwa 100-120 Menschen haben hier als Jäger, Sammler, aber auch als Bauern gelebt. Die Anbauflächen für Mais, Bohnen und Kürbis lagen meist auf dem Berg.


Dann ging es zum Museum im Park. Hier gab es viele Vitrinen mit Ausstellungsstücken von den Pueblo-Indianern: Kleidung, die Körbe aus der Ära der Basket-Maker, übers Essen, Schmuck, wie die Häuser mit den vielen Stockwerken gebaut wurden… einen Film gabs auch, der ganz informativ war.
Leider machte das Museum um 17:00 Uhr zu und wir fuhren zurück zum Hotel.
Und beschloßen den Abend bei Wein und Cips.

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37. Tag – Quer durchs Indianer-Land

Donnerstag 3.10.
Best Western Turqoise in Cortez, Colorado


In der Nacht war es so kalt, das wir vor dem Weckerklingeln aufstehen mussten, um die Fenster zu schließen und die Heizung an zu stellen. Aber sonst haben wir in unsere Cabin gut geschlafen.
Und so konnten wir den Sonnenaufgang sehen. Kerstin und Tina sind kurz vor die Tür raus gegangen, ich habe den Sonnenaufgang in der warmen Cabin von unserem Fenster aus gesehen.
Wir haben Kaffee gekocht, den Tisch gedeckt und mit Blick auf die 3 Butten an unserem Tisch gefrühstückt.

Im Monument Valley Tride Park

Anschließend sind wir ein kleines Stück mit dem Auto in den Park auf die Sightseeing-Route um die großen Butten herum gefahren. Aber die Schotterstraße war nicht wirklich gut zu fahren und das Licht etwas diesig. So sind wir umgekehrt, haben vor dem Hotel geparkt und sind ins „The View“-Hotel gegangen.


Die Windtalkers

Wir waren natürlich in den großen Giftshop vom Hotel, der reichlich an Indianer-Schmuck und Kunsthandwerk von lokalen Künstlern hatte. Aber wie immer auch jede Menge Schund.

Unten im Hotel war ein kleines Museum über die hier ansässigen Indianer, das wir dann besucht haben – aber es war wirklich sehr klein. Neben der Geschichte der Indianer wurde ein Teil den “Windtalkers” gewidmet. Der Gruppe Navajos, die ihre Stammessprache als Code in der Armee bzw. im Pacific-Krieg einsetzen. Diesen Code konnte keiner knacken, einfach weil niemand auf die Idee kam, das es sich um eine eigene Sprache handelt.


Lange Straßen durch die Reservate

Dann ging es gegen 11:00 Uhr weiter Richtung Cortez. Lange, gerade Straßen durch das Land der Navajo -Indianer.
Ab und zu triste kleine Orte, Tankstellen und viele Waschsalons. In den Reservaten haben Häuser nicht immer Wasserzugang oder Elektrizität. Dann kommen Gas, Generatoren und Wassertanks zum Einsatz und um hier Geld und Ressourcen zu sparen, gehen viele Bewohner der Reservate in Waschsalons.


Four Corner: 4 Staaten an einem Punkt

Wir haben am 4-Corner-Monument angehalten und (für Tina und mich zum zweiten Mal) Fotos auf der Plakette, bei der sich die 4 Staaten Colorado, New Mexico, Utah und Arizona, treffen, gemacht. Seit unseres letzten Besuches vor 10 Jahren ist das Gelände hier sehr umgebaut worden – die einfachen Holzstände mit Indianer-Kunsthandwerk sind jetzt offene gemauerte Gebäude, rund um den Platz.


Nachdem wir die 3 erlaubten Fotos auf der Plakate gemacht haben, gingen wir noch die vielen Stände mit Indianer Kunst angesehen (und was gekauft)
Dabei haben wir mit einigen der Künstler auch gesprochen, wie sie z.B. Gemälde aus pulverisierten Steinen in bunten Farben machen..
Ich hab an einem Foodtruck hinter dem Gebäuden noch ein Fryed Bread gegessen. Dann ging’s weiter nach Cortez.


Zeit für einen Walmart

Da wir heute nichts weiter auf dem Sightseeing-Plan steht hatten, wollen wir nochmal einen Walmart besuchen…Also so richtig in Ruhe durch alle Gänge gehen und uns alles ganz genau ansehen: Ob Riesen-Dosen Mayonnaise oder Weihnachsdeko, Geburtstagskarten und Halloween, dazu komische Süßigkeiten (wir probieren jetzt Werthers Echte mit Pumpkin Spice), Mehlsäcke, Reissäcke, Corn flake-Säcke, Getränke in Kanistern, alles zum Angeln, fürs Baby und für die Gesundheit …
Wir haben alles genau durch geguckt und so wenig wie möglich gekauft.

Im Best Western angekommen haben wir Wäsche gewaschen und etwas gegessen und unseren Trip für Morgen zum Mesa Verde Nationalpark geplant

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36. Tag – Wie im Western: Monument Valley

Mittwoch 2.10. 2019
Hotel: The View-Cabin


Heute freuen wir uns auf die berühmte Straße und den Blick in die Welt des „wilden Westen„.
Aber erst mal haben wir noch in Moab im Supermarkt unsere Picknick-Vorräte aufgestockt: mit Wasser und ein Paar Lebensmittel. Dabei mussten wir uns schon wieder beim shoppen zurückhalten – die Halloween-Zeit beginnt! Und es gibt immer soviel tolle Artikel dazu.

Wir haben dann noch schnell getankt und fuhren aus Moab heraus.
Ein Stop haben wir bei einem letzten Arche gemacht, den man von der Straße aus sehen konnte. Er war kurz hinter Moab.


Lange Strassen ins Nichts

Dann ging es laaaange weite Straßen weiter. Kurze Pipi-Pause im Canyon Country Visitor Center. Hier gab es einen kleinen Giftshop und viel Informationsmaterial und sehr freundliche hilfsbereite Mitarbeiter. Aber wir wollten weiter…

Bis wir fast in Arizona waren. Dort haben wir als ersten „Monument“ den Mexican Hat gesehen. Man muss dazu kurz von der Hauptstraße abfahren und einen schmalen einfachen Sandweg längs fahren. Nach ein paar Fotos ging es den gleichen Weg wieder zurück.



Unser Instagram-Moment auf einer Straße

Danach waren wir ziemlich schnell auf der berühmten Straße, die zum Monument Valley führte und auf der schon Forrest Gump gelaufen ist. Mit den Steinfelsen im Hintergrund und der langen geraden Straße, die am Ende einen kleinen Rechtsknick macht, im Vordergrund.

Natürlich nicht alleine – viele andere Touristen aus aller Welt hielten hier, mit uns, an den Aussichtspunkten und stellten sich Todesmutig auf die Straße um DAS Foto zu machen. Wir natürlich auch, wie ihr seht…

Man musste ganz schön aufpassen, denn die die vorbeifahrenden Autos wurden nicht langsamer und fuhren laut hupend vorbei.
Nach einer ausführlichen Foto-Session, bei der wir uns alleine und wir alle zusammen auf jeder Kamera abgelichtet haben, ging es weiter zum Monument Valley.


Wo John Wayne wohnte…

Im Navajo-Nation-Reservation liegt der Monument Valley Tribal Park mit dem berühmten „The View Hotel“ . Wir aber fuhren erstmal rechts herum zum Goulding Museum. Das Ehepaar Goulding betrieb hier eine Trading Post (Handelsposten) und vermittelt zwischen Indianern und Filmschaffenden. So kam es, das John Ford und John Wayne hier während der Dreharbeiten gewohnt haben.
Jetzt ist die Trading Post ein kleines Museum, Motel, Restaurant und Giftshop…

Wir gingen in dem angrenzenden Hotel auf dem Gelände in das Restaurant um etwas zu essen: indianische Fryed Bread, Burger und Salat – alles sehr lecker.
Anschließend haben wir das kleine Museum besichtigt und haben uns die vielen Fotos und Filme, die in der Zeit der großen Western-Filme entstanden sind, angesehen. Und waren auch im ersten Stock, in dem man sehen konnte, wie das Ehepaar hier gelebt hat.

Harry Goulding kam hier mit seiner Frau Leone, die „Mike“ genannt wurde, um 1920 her. Als 1930, während der großen Depression, das Geld im Reservat immer knapper wurde, hörte er davon, das Hollywood Film-Locations suchte. Er sucht John Ford in Hollywood auf und zeigte ihm Fotos von der Gegend. Der Regisseur erkannte das Potential und fing an hier zu drehen. Während der Filmarbeiten versorgten die Gouldings die Filmcrew und bauten Lodges für die Schauspieler. So kam es, das alle Hollywood-Größen hier wohnten.


Unsere Cabin im Monument Vally

Danach fuhren wir zu unserer Cabin direkt in den Monument Vally Tribe Park. Dafür muss man erstmal für den Park Eintritt zahlen. Da auch dieser Park nicht zu den Nationalparks gehört, sondern den Indianer bzw. Navajos im Reservat. Hier ist dann auch das berühmte Hotel „The View“ mit direktem Blick auf die 3 Butten (Gesteinsblöcke).

Die Cabins, in denen wir wohnten, sind relativ neu und sind links vom Hotel, beim RV-Campingplatz. Hier ist auch die Anmeldung in einer kleinen Hütte. Wir holten unsere Schlüssel und fuhren zu unserem kleinen Haus. Es lag in der zweiten Reihe, aber auch von hier hatte man einen super Blick auf die berühmten 3 Steinblöcke.

Erstmal packten wir aus und richteten uns ein. Die Cabin war mit allem notwendigen ausgestattet, kleine Küche, Bad, ein Doppelbett und ein Stockbett. Ein Sofa und ein Tisch und, das wichtigste, ein kleiner Balkon. Dann haben wir erstmal einen Aperitif-Wein auf dem Balkon genossen.



Als die Sonne weiter unterging, sind wir noch ein Stück von unserer Hütte weggegangen und konnten so den Blick noch besser genießen. Hier haben wir natürlich reichlich Fotos gemacht, bis es zu dunkel wurde.

Unseren extra gekauften Wein vom Weingut Beringer aus Californien haben wir dann zu unserem Abendbrot geöffnet. Da es hier keinen Fernseher gab, konnten wir mal in Ruhe am Tisch sitzen, immer mit Blick in die dunkle Nacht mit dem Sternenhimmel und uns lange unterhalten.

Später sind wir noch mal in der dunklen Nacht vors Haus gegangen und haben einen gigantischen Sternenhimmel gesehen. Unglaublich schön und unvergesslich!

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35. Tag – Zwei Parks an einem Tag mit Arches, Avenues und toten Pferden


Dienstag 1.10.
Hotel: Best Western in Moab

Wir sind heute, nach dem Frühstück, nochmal in den Arche Nationalpark gefahren. Es gab hier einfach viel zuviel zu sehen. Als erstes mussten wir feststellen, das ausgerechent die Strasse zum berühmten Double Arch gesperrt war. Das ärgerte uns ziemlich, denn gestern haben wir diesen Arch ausgelassen, weil soviele Besucher dort hingefahren sind.

Aber egal – müssen wir wohl noch mal wieder kommen…


Der Weg zu den Double Arch war leider gespeert – wir konnten ihn nur aus der Ferne sehen

Noch mehr Rocks & Arches

Also fuhren wir zum Balanced Rock, der ziemlich am Anfang des Parks liegt und auch von der Strasse schon sichtbar ist. Ein großer Felsen balanciert auf einer Steinsäule. Sehr beeindruckend!
Wir gingen einmal um den Felsblock herum – zum Glück fiel er nicht runter …


Danach fuhren wir bis zum Ende des Parks, zum Devils Garden. Hier war es uns ja gestern auch zu voll – aber heute gab es Parkplätze, wenn auch nicht viele.

Nachdem wir uns an der Wassserstelle unsere Wasserflaschen aufgefüllt hatten, wandertern wir den vorgegebenen Weg zum Landscape Arch. Es war sehr warm und jede Menge Touristen waren mit uns auf dem Weg. Fast 45 Minuten brauchten wir für eine Strecke – und als wir am View Point ankamen, an dem man Landscape Arch sehen kann, haben wir fast 1/2 Stunde Fotos und Videos gemacht.

Den dieser dünne Arche sieht nicht nur sehr schön aus – er ist auch sehr fragil. Mal sehen, wieviel Jahre er noch steht. Zu einem weiteren Arch, der hoch über uns war, wollten wir nicht – da hätte man richtig auf den Felsen hoch klettern müssen (und auch wieder runter!).
Nach fast 2 Stunden waren wir zurück am Auto – bei der trockenen Hitze und Sonne und Staub reichte es auch mit dem Wandern.

Wir haben zwar immer Kanister mit Wasser im Auto dabei, füllen überall unsere Wasserflaschen auf und trinken viel – aber die Höhe (1800 m, Wüstenklima) und Sonne merkt man schon.


An der Park Avenue

Wir fuhren den ganzen Weg zurück durch den Park bis fast zum Anfang. Den nachdem wir schon mehrfach dran vorbei gefahren waren, wollten wir uns die “Park Avenue ” nochmal genauer ansehen. Es handelt sich dabei um verschieden hohe Steinwände, die an Hochhäuser der berühmten Strasse in New York erinnern.
Sie waren fast beeindruckender als manche Arches…


Im Dead Horse Point State Park

Dann ging es zum nächsten Park, der nur knapp 30 Auto-Minuten entfernt vom Arches Nationalpark liegt: dem Dead Horse Point State Park. Er liegt vor bzw. neben den Canyonlands Nationalpark. Man muss hier extra Eintritt bezahlen, da es sich nicht um einen Nationalpark handelt. Seinen Namen hat der Park von der Tatsache, das Cowboys und Pferdediebe das vorstehende Hochplateau mit den an allen Seiten steil abfallenden Kanten als natürliche Koppel benutzten. Die engste Stelle zum Canyonrand wurde mit Ästen und Gestrüpp versperrt, so dass die Pferde eingeschlossen waren. Anschließend wurden die Pferde, die zur Zucht aussortiert wurden, mitgenommen. Die zurückgelassenen Pferde verdursteten, während ca. 120 m unter ihnen der Colorado vorbeifloss.

Wir fuhren bis ans Ende des Parks und parkten dort. Von hier hat man einen ganz besonderen Ausblick: aus 1731 m Höhe kann man den über 600 m tiefer gelegenen Colorado River sehen. Er macht an dieser Stelle eine 180°-Kehre. Wir spazierten etwas an der Mauer vom visitor-Center längs und machten auch allen möglichen Anichten Fotos.

Dann haben wir auch hier noch das Info-Center angesehen, in dem eine schöne Fotoausstellung war, haben noch ein Eis gegessen und sind anschließend ein Stück zurück gefahren.



Wir haben nochmal angehalten, den auf der rechten Seite konnte man vom Canyonrand aus auf einen aussergewöhnlich blaue See sehen. Hier wird aus Salzwasser Pottasche gewonnen. Das strahlende Blau der künstlichen Seen hebt sich von dem roten Gestein leuchtend ab – immer ein Foto wert.



Am Abend ging es in ein Diner

Dann ging es zurück ins Motel. Und wir haben in einem Liquor Store noch Wein für Morgen gekauft – den da geht es zum nächsten Höhepunkt unserer Reise: Monument Valley! Und wir wollen den Sonnenuntergang dort gebührend bei einem guten Wein genießen.

Abendessen gab es in einem klassischen Diner, dem Moab Diner ein paar Gehminuten von unserem Hotel entfernt – sehr nett, aber wir hatten schon bessere Burger. Das Eis allerdings (Salted Caramel) war großartig! Und dann mussten wir auch ins Hotel und packen. Den Morgen geht es weiter.

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32. Tag – Festivals, Coffeeshops und ein Flötenshop auf dem Highway No. 12

Samstag 28.9.
Hotel: Capitol Reef Ressort


Unser Frühstücks-Raum vom Motel, den wir gestern ja gar nicht nutzen, weil wir so früh aufgestanden sind, befand sich im Nebengebäude im ersten Stock der neuen Tankstelle. Hatten wir so auch noch nicht. Es gab Gutscheine vom Motel für das Frühstück. Das Haus bzw. die Tankstelle waren sehr neu, was man beim Frühstück leider auch merkte – die Organisation war noch nicht so eingespielt. Es gab die üblichen Dinge, nicht sehr reichhaltig. Und es fehlt ständig etwas: Zucker, Fett fürs Waffeleisen… Die Küchenhilfe war aber sehr hilfsbereit.

Auf dem „All American Highway No. 12“

Dann ging es weiter auf dem „All American Highway“ No. 12 Richtung Torrey. Von diesen ausgezeichneten Highways die durch einzigartige Landschaften führen, gibt es nicht so viele in den USA.
Wie vom Reiseführer angekündigt, fuhren wir durch atemberaubende Landschaften, weiße und rote Cliffs und Rocks an den Seiten, Canyons, Prärie…
Es gab ein paar Outlooks an denen wir hielten. Um reichlich Fotos zu machen.


Ein Festival in Escalante

In Escalante haben wir am Visitor Center angehalten. Eigentlich wollten wir hier eine kleine Wanderung machen – aber der geplante Weg war länger als gedacht, wie wir von den netten Mitarbeiter erfuhren. Also verwarfen wir es wieder.

Wasser mussten wir auch wieder kaufen. Und so hielten wir im Ort Escalante bei einem Grocery an. Ein kleiner Farmers-Markt war da auch. Und ein Art-Festival. Also kauften wir erst auf dem Farmers Market selbst eingelegte Pfirsiche aus der Gegend – natürlich gab es ein kleines Schwätzchen mit den Verkäufern gratis dazu – , dann gingen wir in dem kleinen, aber mit allem notwendigen ausgestattetem Supermarkt um Wasser (und Gemüse und Obst) einzukaufen und gingen anschließend auf das Festival.


Auf einer abgesperrten Straße gab es verschiedene Stände mit Essen und Kunsthandwerk. Ganz am Ende der Strasse war eine Bühne aufgebaut, auf der verschiedene Leute Musik machten. Links davon, im Community House, gab es eine Ausstellung von unterschiedlichsten Gemälden von Utah – alle gemalt von den Einwohnern aus Escalante. Es gab eine stille Auktion dazu. Und man durfte mit wählen, welches Gemälde den ersten Preis bekommen sollte. Es waren allerdings viele „Bob Ross“-Bilder dabei, aber auch ein paar sehr schöne…


Auf der anderen Seite der Strasse, in der Turnhalle der Schule, hatten noch mehr Leute ihre Produkte ausgestellt: Holzschnitzereien, Keramik, Schmuck, Plaids…

Wir wanderten ziemlich lange durch die Stände, kauften auch was und unterhielten uns mit den Verkäufern. Das Wetter war sonnig und schön, alle Leute waren entspannt – gerne wären wir länger geblieben. Aber es sollte ja noch weiter gehen.


Instagram-Hot-Spot: Kiva-Coffee-House

Dann fuhren wir weiter durch die schöne Landschaft, bis zum Kiva Coffeehouse. Auch mal ein Geheimtipp – aber es gibt ja Instagram…
Trotzdem ist es hier sehr schön. Ein ehemaliges Indianische Rundhaus wurde wieder aufgebaut, möglichst original, wie eine indianische Kiva mit Feuerstelle in der Mitte. Es gibt natürlich guten Café, sehr leckeres Gebäck und Snacks. Dazu eine grandiose Aussicht von den großen Fenstern auf das rote Sandstein-Gebirge. Wir hatten Chicken Salad in Flatbread gewickelt, Bagel mit Schnittlauch, Tomaten und gebratenen Speck, 1 Schoko-Muffin und 1 Schoko-Karamell-Brownie. Alles frisch und sehr lecker! Und alles geteilt für uns 3 reichte es alle mal…
Wegen des doch starken Windes haben wir lieber drinnen gegessen. Und hatten Glück eine schönen Platz am Fenster zu bekommen – nach uns hielten einige Busse und größere Touristen-Gruppen hier an.


Fahrt durch eine Märchen-Landschaft

Weiter ging es auf der Straße, die sich die Berge rauf und runter schlängelte, rechts und links weiße, braune dunkle Felsformationen, Prärie mit Büschen, gelben Ginster, dazwischen Gestrüpp und niedrigen Bäumen – einfach Landschaft zum sattsehen!
Irgendwann kamen wir in die Wälder des Dixi Nationalparks: Laubwälder, Mischwald, Birkenwäldchen – einige hatten bereits herbstliche gelb und orangene Blätter. Dazwischen Flächen, die als „Open Range“ ausgeschrieben waren: hier laufen die Kühe auch mal über die Straße, weil es keine Zäune gibt.
Das alles bei wolkigen-sonnigen Wetter mit einer sehr steifen Brise!


Indianisches Flötenspiel und Cowboy-Hüte

Direkt am Ortseingang von Torrey gab es dann: ein Flöten-Shop! Wie passend für uns „Flötenmädels“! (Tina und ich haben in jungen Jahren in einer Flötengruppe gespielt, die im Dorf nur „Flötenmädels“ hieß)
Wir haben hier natürlich angehalten und sind in den „Flute Shop“ reingegangen – es gab außer vielen handgeschnitzten indianische Flöten in jeder Ausführung und Größe, auch andere Dinge. Sowohl indianische, als auch einfach Nippes und Souvenirs, z. B. Cowboy-Hüte! Hier habe ich dann tatsächlich einen Cowboy-Hut gekauft!


Bei Sonnenuntergang im Pool

Dann fuhren wir zu unserem Hotel Ressort und bezogen unser Zimmer im Capitol Reef Resort. Hier könnte man auch in Planwagen oder Tippis wohnen. Für nur eine Nacht, reichte uns aber unser Zimmer.

Wir haben eine kleine Rundtour auf dem Gelände gemacht und uns alles angesehen. Und danach sind Kerstin und ich sind erstmal schwimmen gegangen. Vom Pool aus hatte man einen wundervollen Blick auf die Cliffs, die gerade rot vom Sonnenuntergang leuchteten.

Am Abend gingen wir gegenüber im Steakhouse „Rim Rock Restaurant“ etwas essen. Es gab „Western Cuisine“ mit herrlichen Steaks und dazu Wein.Zurück über die Strasse zu unserem Hotel gingen wir unter einem leuchtendem Sternenhimmel … und haben dann noch, in einem Tippi vor unserem Hotel, einen Schatten-Indianer-Tanz getanzt….

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31. Tag – From Sunrise to Sundown


Freitag 27.9.
Hotel: in Tropic das Bryce Pioneer Village Hotel


Um 5:00 Uhr klingelte der Wecker… wir wollten bei Sonnenaufgang am Bryce Canyon stehen. Wir zogen uns schnell etwas Warmes an und tranken nur einen Kaffee/Tee im stehen. Als wir raus zum Auto gingen war es ganz schön frisch: nur 7 Grad und auf den Straßen sah man etwas Eis auf den Pfützen.


Zum Sonnenaufgang am Canyon

Wir kamen rechtzeitig im Park an, parkten und suchten uns ein Plätzchen um den Sonnenaufgang zu fotografieren. Wir waren nicht die ersten Besucher am Sunset Point. Man kann den Sonnenaufgang übrigens gleich gut am Sunrise- und Sunset-Point sehen – die sind zu Fuß nämlich gar nicht so weit entfernt. In vielen Reiseführern wird etwas anderes behauptet.

Man sah die Sonne aufgehen und nachdem die ersten Strahlen die roten und weißen Hoodoos (Gesteinsformationen) trafen, veränderten sich die Farben, man sah wie sich die Sonne nach oben schob und alles immer bunter wurde. Natürlich haben wir reichlich fotografiert. Aber alle Besucher waren angenehm ruhig, jeder ließ die anderen an das Gelände vor, zum Fotos machen, es war eine sehr schöne ruhige Stimmung.


Nachdem die Sonne aufgegangen war, sind wir in die Bryce Canyon Lodge gefahren und haben uns einen Tee in der Lobby des schicken Hotels gegönnt. Auch um wieder warm zu werden. Und wir haben gleich das gute WLan ausgenutzt – bei unserem Hotel waren die Signal-Balken etwas dünn…

Dann sind wir mit dem Auto zur Natural Bridge und zum Farview Point gefahren. Diese beiden Punkte hatten wir gestern wegen des Regens nicht mehr geschafft..

Anschließend haben wir an der Lodge geparkt (die anderen Parkplätze waren schon voll), denn nun wollten wir wandern…


Wanderung in den Bryce Canyon

Wir gingen zum Sunrise Point, denn hier startet der „Queens Garden Trail“. Es wurde immer wärmer und mehr Leute waren auch unterwegs. Die ganz dicken Jacken hatten wir schon im Auto gelassen. Der Weg war ziemlich breit und nur manchmal an den Seiten steil. Gut war, das die Wege sehr eben waren. Wir kamen langsam voran – zu viele Fotomotive lagen auf dem Weg. Und es waren auch viele Besucher auf diesem Weg.
Als wir unten im Canyon ankamen, sahen wir vermehrt die Bäume bzw. liefen durch den Wald. Einige der Sandstein-Cliffs ragten an den Seiten hoch, man fühlte sich wie in einer Kathedrale!
Wer runter geht, muss auch wieder hoch… wir gingen weiter zum Sunset Point, wohlwissend das der sehr steil am Ende wird. Aber wir wollten nicht den gleichen Weg zurück gehen.

Langsam und in Schlangenlinien führte der Anstieg zwischen den Felsenwänden. Gegen Ende wurde der Weg immer schmaler und an den Seiten fiel es steil ab. Da war ich ganz froh, das wir den Weg hochgingen. Mit steilen Abhängen hab ich es nicht so… Und nach oben zu sehen und nicht runter hilft, wenn man steile Abhänge erwandert.
Nach etwa 3 Stunden/ 5 km (runter und hoch) waren wir wieder oben am Canyon-Rand.


Pause in der Bryce Canyon Lodge

Und sind erstmal zur Bryce Canoyn Lodge gegangen um etwas zu essen… Die Bryce Canyon Lodge wurde 1924 und 1925 mit lokalen Materialien gebaut. Die vom Architekten Gilbert Stanley Underwood entworfene Lodge ist ein hervorragendes Beispiel für das rustikale Design des National Park Service.

Wir haben hier erstmal ein spätes Mittag gegessen und nochmal das gute Wlan in der Lobby genutzt. Das Essen war sehr reichhaltig, viele Familien saßen hier an den Tischen. Für Tina gab es ein Bier – das sie sich nach der Wanderung verdient hatte – ich fuhr später zurück zum Hotel (eiserne Regel bei uns in den USA – keiner fährt, der Alkohol getrunken hat)

Mittlerweile war es später Nachmittag und weil wir heute so früh losgefahren sind, beschlossen wir zurück zum Hotel zu fahren. Nach dem wir uns etwas ausgeruht hatten und den Giftshop im Hotel angesteuert haben, ging es am Abend wieder ins „Showdown“. Heute spielte ein Lady Gitarre und sang dazu. Das Essen und die Stimmung waren wieder sehr nett. Aber irgendwann ging es ins Bett.

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30. Tag – Im Farbwunder Bryce Canyon


Donnerstag 26.9.
Hotel: in Tropic das Bryce Pioneer Village Hotel


Dank der Zeitverschiebung von Arizona nach Utah (wieder 1 Std. geklaut) haben wir heute bis um 7:00 Uhr geschlafen 😉. Für uns ganz schön lange. Wir gehören nämlich zu den Urlaubern, die auf Roadtrips mit gestelltem Wecker aufstehen. Damit wir Zeit am Morgen haben und trotzdem rechtzeitig losfahren können. Ausschlafen können wir zuhause…

Frühstück und Auto packen läuft fast schon automatisch – jeder weiß wo die Taschen stehen müssen.
Dann ging es Richtung Bryce Canyon auf der Scenic Route.

Erster Stop: Family Dollar. Unser Auto hat nämlich ein so altes Navi/Media-Gerät, das es das USB unserer Handys nicht erkennt – ergo: keine Musik von unseren Playlisten. Bei Family Dollar gibt’s irgendwie alles – auch eine kleine Speaker mit USB-Kabel für 5,-$.
Nächster Stop: in einer Deutschen Bäckerei! Darüber hatten wir kurz bevor wir losfuhren noch gelesen und zum Glück haben wir sie auch gleich gesehen und konnten dort parken. Es gab Franzbrötchen, Donauwellen und Krusten-Brot! Also haben wir 1 frisches Brot gekauft. Leider gab es keine Brotschneidemaschine, aber wir durften das Brot selber mit einem Brotmesser in in Scheiben schneiden… Mit unseren Taschenmessern wollten wir es nicht unbedingt machen.


Shoppen in „the middle of Nowhere“

Der dritte Stop war dann in dem kleinen Ort Hatch. Den Tipp hatten wir am Vortag über Facebook von einem Bekannten bekommen – er hat dort Verwandte. Also hielten wir an. Es gab nur wenig Häuser, ein Café und einen tollen Antikladen „Mugwumps“. Wir haben erstmal einen Icetea getrunken und etwas gegessen. Dann sind wir über die Strasse in den Antikladen gegangen.
Es gab hier soviel zu sehen und auch zu kaufen. Aber die geringe Kofferkapazität hielt uns dann doch ab.


Der Weg ist das Ziel: auf dem Weg zum Bryce Canyon

Dann ging es auf dem Scenic Byway 12 in den Bryce Canyon. Die roten Felsen leuchtete uns schon entgegen. Man fuhr praktisch wie durch ein Museum mit rechts und links Natur-Gemälden!
Im Bryce Canyon fuhren wir nach dem Eingang mit dem Auto (man hätte auch ein Shuttlebus nehmen können) bis zum höchsten Punkt Rainbow Point durch. Parken war etwas schwierig – es war sehr voll. Aber wir fanden einen Platz. Dann haben wir das erste mal auch die roten Sandsteine, die wie umgedrehte Tropfsteine hinauf ragen, gesehen. Ein überwältigender Anblick. Was aus Erdaufschiebungen, Wind- und Wettererosionen entstehen kann…

Info: Der Canyon besticht durch seine farbigen Felspyramiden, der sogenannten Hoodoos an der Abbruchkante des Paunsaugunt-Plateaus. Der Bryce-Canyon-Nationalpark befindet sich in einer Höhe von 2400 bis 2700 Metern und liegt damit wesentlich höher als der nahegelegene Zion-Nationalpark und der Grand-Canyon-Nationalpark.
Der Park wurde um 1850 von Weißen besiedelt und erhielt seinen Namen von Ebenezer Bryce, der sich um 1875 hier niederließ. Er soll hier eine Kuh verloren haben und als er sie suchte, den Satz gesagt haben: „a hell of a place to lose a cow“. Indianer ließen sich hier nur vereinzelt nieder, sie haben hier zwar gejagt, aber keine Siedlungen gebaut. Die Hoodoos nennen sie Anka-ku-wass-a-wits, rot angemalte Gesichter. Der Nationalpark wurde 1924 zum National Monument und 1928 zum National Park erklärt. Heute besuchen deutlich über eine Million Besucher jährlich den Park.

Picknick auf dem höchsten Punkt

Wir haben uns nach der ersten Aussicht, einen Picknick-Platz gesucht und unsere Picknicksachen ausgepackt. Und natürlich unser gutes frisches Brot vom Bäcker. Dazu gab´s wie immer Käse, Tomaten, Gurken…
Nach dem Picknick sind wir die Haupt-Parkstrasse wieder runtergefahren und haben dabei verschiedene Aussichtspunkte angefahren. Überall neue Eindrücke und Ansichten!

An der Natur Bridge fing es an zu regnen. Wir warteten etwas im Auto, aber es hörte nicht auf. Also fuhren wir weiter runter und da regnete es nicht mehr. Also haben wir am Sunset Point das Amphitheater angesehen. Und sind auf dem Canyonrand bis zum Sunrise Point gegangen. In der Ferne konnte man ein Gewitter über den Bergen sehen. Als es auch bei uns immer dunkler wurde, ging’s ins Auto zurück und wir fuhren ein Ort weiter nach Tropic um unser Motel zu beziehen.


Showdown im Pioneer Village

Auf dem Weg zu unserem Hotel, das wir zwei Orte weiter gebucht hatten, fing es an zu regnen und zu Gewittern – gut abgepasst. Im Motel mussten wir unser Gepäck im Regen in das Zimmer bringen. Die Zimmer waren sehr einfach. Aber durchaus in Ordnung. Durch die Nähe zum Bryce Canyon waren alle Hotels in der Nähe nicht billig.

Dann ging es gleich ins anliegende Restaurant „Showdown„ . Man hätte auch den Pool nutzen oder am großen Feuerplatz herum sitzen können. Hier auf der Motelanlage gibt es einiges zum Zeitvertreib. Aber das Wetter spielte, wie gesagt, nicht mit und so blieben wir lieber in dem „Saloon“ und sahen dem singenden Cowboy auf der kleinen Bühne zu.
Es gab Bier und Wein aus Utah und dazu natürlich Burger und Pommes… Mittlerweile hat es auch aufgehört zu regnen. Das war ganz gut, weil der Plan für morgen vorsah, das wir zum Sonnenaufgang auf dem Sunrise Point sitzen.

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29. Tag – Bisons, Navajo Bridge, Horseshoe Bend und ein perfektes Dinner

Mittwoch 25.9.
Hotel: Best Western Red Hill in Kanab


Wir müssen uns heute von unserer Cabin verabschieden – schade! Aber erstmal haben wir wieder schön am Tisch gefrühstückt und dazu den (Gas)Kamin angemacht.
Dann sind wir nochmal an den Canyonrand gegangen und haben Fotos von den kleinen Streifenhörnchen gemacht.

Unsere Wildlife-Sichtung: Bisons

Nun hieß es wieder: Wagen beladen und losfahren. Ein paar Meter sind wir gekommen und Kerstin fand endlich ein Verkehrs-Schild “Bison Crossing” zum fotografieren.

Und eine Kurve weiter sahen wir tatsächlich Bisons! Sie grasten nur ein paar Meter von der Straße entfernt von uns. Wir konnten zum Glück anhalten und aussteigen (Autotüren blieben auf, um evtl. schnell reinzuhüpfen) um zu fotografieren. Dafür wurde das Teleobjektiv erfunden!
Es hielten noch ein paar Autos, aber weil es noch recht früh war, waren wir ziemlich alleine – so schön die Tiere in freier Natur zu sehen. Der Bulle beobachtete uns auch die ganze Zeit und hielt Abstand!


Dann fuhren wir weiter. Und sahen einen Coyoten im hohen Gras. Da war leider keine Möglichkeit für Fotos. Die Mule Deers, die wir am Waldrand sahen, waren zu weit weg.
Wir tankten am Jacobs Lake. Hier gab es auch ein Motel und sehr großen Giftshop mit vielen schönem Indianer Schmuck und Handwerk.


Zwei Brücken – ein Aussicht

Dann fuhren wir die Scenic Route Highway 89 Richtung Navajo Bridge.
Die liegt im Indianer Reservat und gibt es zweimal. Über die Alte Brücke kann man zu Fuß gehen und über die Neue fahren. Die erste Brücke wurde 1929 gebaut und war damals eine große Sensation. Denn sie verbannt Arizona und Utah, ohne das man lange Umwege fahren musste. So konnte man den Colorado zu Fuß oder mit dem Auto überqueren, den im Umkreis von über 900 Meilen war das nicht möglich. Sie war zu dem Zeitpunkt die höchste Stahlbrücke der Welt. Irgendwann reichte sie aber nicht mehr für den Verkehr und man baute einfach gleich daneben eine zweite Brücke. Und die sieht genauso aus, wie die erste Brücke.

Über die alte Brücke kann man jetzt zu Fuß gehen und hat einen tollen Blick auf den Colorado-River. Am Anfang der Brücke kann man bei einem Visitor Center parken, es gibt auch schattige Picknick-Plätze. Wir gingen trotz der Hitze einmal über die Brücke.
Und unter der Auto-Brücke hatten sich im Schatten zwei Kondor aufgehalten. Unsere nächste Wildlife-Sichtung.

Der Kalifornische Kondor, nach dem Andenkondor der zweitgrößte Vogel dieser Art, erreicht eine Flügelspannweite von bis zu drei Metern und ein Gewicht von bis zu 14 Kilogramm. 1996 wurden in Arizona 6 Vögel ausgewildert. Inzwischen gibt es über 400 Vögel im amerikanischen Westen.


Ein Instagram-Foto vom Horseshoe-Bend

Dann ging es um die Vermillion-Cliffs herum Richtung Page. Die Gegend ist sehr karg, viel Prärie, wenig zu sehen. Und doch hat es seinen Reiz hier längs zu fahren.
Kurz vor Page erreichten wir den Horseshoe Bend – eine Flußbiegung des Colorados der wie ein Hufeisen geformt ist.

Das war mal ein Geheimtipp. Dank Instagram nicht mehr… jetzt kostet es 10,- $ pro Auto Eintritt (Wir sind immer noch im Indianer-Land) und es gibt riesige Parkplätze, mit reichlich Reisebussen. Den Weg dahin muss man aber immer noch alleine, bzw. mit vielen Touristen laufen…
…eine 3/4 Meile ohne Schatten im Sand. Es waren übrigens 30 Grad!

Wir haben es trotzdem gemacht. Mit Regenschirm, gegen die Sonne und Wasserflaschen ausgestattet ging es den sandigen Weg, mit vielen anderen Touristen, zum Rand des Colorados. Und nun können wir dieses Bild von der Löffelliste streichen. Und es hat sich gelohnt – der Anblick ist schon toll.
Früher gab es wohl auch keinen Zaun hier, jetzt kann man zumindest auf einigen Metern einen sicheren Blick, über den Zaun, werfen. Es gab aber immer noch genug Insta-Grammer, die auf den nahegelegenen Felsen rumturnten, um ein einzigartiges Foto zu bekommen.
Wieder am Auto angekommen, waren wir fertig. Der Weg alleine war nicht das Problem – aber die Hitze. Ich fuhr dann die endlosen langen Straßen mit nichts als Wüste (wenn auch oft mit Steinen, Rocks, Bergen) bis nach Kanab.


Überraschungs-Dinner in Kanab

In Kanab hatten wir ein schönes Best Western-Motel. Und uns erstmal mit Social Media beschäftigt, ausgeruht und ich war nochmal kurz im Pool. Am Abend sind wir dann zu Fuß zum Restaurant Sego gegangen. Das ist in einem schicken Hotel hier im Ort (der sehr nett ist, wenn auch mit vielen Motels).
Bei Sonnenuntergang gingen wir vorbei an klassischen und ausgefallen Motels und Antikgeschäften. Das Restaurant war gut besucht, wir bekamen trotzdem einen Platz.

Und wir haben sehr sehr gut gegessen – alles zum teilen: Chicken Wings in Asia Sauce, Fried Noodles mit Krebsfleisch, eine Käse-Schinkenplatte mit Produkten aus Utah z.B. Käse, Honig, Feigen in Rum-Butter und Himbeerkompott, es gab Corn-Fritters mit Jalapeño-Aioli und zum Dessert Apple Cake mit Äpfeln aus Utah. Dazu gab es Wein und Whiskey zum Dessert. Dann ging es im Dunkeln zurück in unser Hotel und ins Bett.

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28. Tag – Wandern am Grand Canyon

Dienstag 24.9.
Hotel: Cabin in der Grand Canyon Lodge


Heute morgen haben wir länger geschlafen als gedacht. Es ist hier halt sehr still in der Nacht und dunkel durch die vielen Bäume auf dem Gelände. So mussten wir uns für den Sonnenaufgang am Canyon sputen.
Danach haben wir mit unserem gekauften Brot, Marmelade und Obst bei uns in der Cabin am Tisch gefrühstückt. Es gab eine Kaffee/Teemaschine für Kapseln im Zimmer, dazu machten wir den Gas-Kamin an. Sehr gemütlich konnten wir so uns fertig machen und gleichzeitig am Tisch frühstücken.


Wo ist hier WLAN?

Anschließend haben wir uns auf die Suche nach einem Netz/Wlan-Spot gemacht. Laut unserem netten Kellner gestern Abend im Restaurant, gäbe es ein Wifi-Spot am Grand Canyon Camp-Ground in der Nähe. Aber nur sehr schwach.

Wir sind hingefahren und haben dabei sehr verzweifelte immer mit dem Handy in der Hand nach einem kleinen Signal gesucht. Ich hoffe sehr, es hat uns keiner dabei gesehen…


Im Café/Generalstore des Camp-Grounds bekamen wir tatsächlich eine Verbindung zur Außenwelt. Wir kauften uns einen Tee und nahmen uns etwas Zeit mit den Daheimgebliebenen in Deutschland zu kommunizieren. Und ihnen mitzuteilen, das es uns gut ging, aber wir für die die nächste Zeit keinen Empfang haben.


Wandern auf dem Kaibab Trail

Nachdem alle zu Hause verständigt waren, fuhren wir zum Kaibab Trail. Diesen Trail könnte man bis zum Fuße des Canyon gehen… was wir natürlich nicht machten. Wir hatten uns den ersten Aussichtspunkt, den Coconino Overlook vorgenommen.

Der Wanderweg-Ausgangspunkt befindet sich 3 km nördlich von der Grand Canyon Lodge entfernt. Dieser Steilpfad beginnt im Wald, fällt aber dann schnell in die Schlucht ab. Er ist auch für Anfänger leicht zu bewältigen, aber man muss schon gucken, wo man hintritt. Den der Sandweg ist von Mautieren ausgetretten und uneben.
Maultieren, die hier Touristen hinunter- und hinaufbringen muss man ausweichen. Zum Coconino Overlook schafft man es in gut einer Stunde, bis zum zweiten (Supai Tunnel) sollte man die doppelte Zeit einplanen. Anstrengend, aber es lohnt sich – eine gewisse Wandererfahrung vorausgesetzt.


Ein bisschen bekam man schon mit, wie die Natur im Canyon arbeitet: oben die Wälder, dann lichte Birkenwälder, später mehr Stein und Büsche. Es wurde wärmer, je tiefer wir kamen. Gleichzeitig spürte man immer wieder einen kalten Wind aus dem Canyon kommen.

Am Coccolino Overlook haben wir dann reichlich Fotos gemacht (wie den ganzen Weg über – weshalb es auch länger als 1 Stunde dauerte). Hier waren viele Wanderer anzutreffen. Und auch eine Park Rangerin, die ein bisschen im Blick hatte, wer weiter in den Canyon steigt, bzw. wieder aus dem Canyon hoch kommt. Sie erzählt auch viel über die Natur und Beschaffenheit des Canyons und man konnte ihr Fragen stellen.

Dann mussten wir den Hang leider wieder hoch! Was etwas anstregend war, den mittlerweile war es sehr warm geworden. Aber man kann ja langsam gehen…

Spazierengehen rund um die Lodge

Wir fuhren zur Canyon-Lodge zurück und haben uns im Deli etwas zu essen gekauft und auf der Terrasse mit Blick in den Canyon unsere Pizza und Snacks gegessen. Danach haben wir die Wege und Aussichtspunkte rund um die Lodge erkundet. Aber sie gingen teilweise sehr steil bergab und es war mittlerweile sonnig und heiss geworden. Das haben wir dann abgebrochen und uns in die Cabin zurückgezogen.

Nachdem wir etwas geruht, geshoppt (Giftshop), uns im Visitor Center informiert und geduscht hatten, haben wir uns mit unseren Käse und Wein auf die Terrasse zurück gezogen. Für den Wein haben im Shop gleich neue Gläser mit einer „Grand Canyon“-Gravur gekauft. Hier auf der Terrasse wollten wir den Sonnenuntergang am Grand Canynon ansehen.


Ein Haken an der Löffel-Liste

Zu den Dingen, die wir unbedingt mal machen wollten – gehörte ein Abend in der Canyon Lodge dazu: Wir haben 3 Stühle ergattert und es uns „gemütlich„ gemacht. Dick in Jacken eingepackt (sobald man nicht in der Sonne saß, wurde es sehr frisch. Und ich war froh um meine Stepjacke) konnten wir den Farbwechsel der Gesteine und Cliffs beobachten, bis es dunkel wurde. Dazu hatten wir unseren Wein aus Gläsern und ein bisschen was zu snacken.
Als es dunkel und sehr frisch wurde sind wir in die Cabin gegangen. Tina und Kerstin sind nochmal losgegangen, weil der Himmel immer noch rot leuchtete und haben auf der anderen Terrasse noch etwas verweilt.
Dann haben wir in der Cabin aufgeräumt, Tagebuch geschrieben und sind schlafen gegangen

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