Beiträge mit dem Schlagwort: Gallup

12. Tag 21.4.2009 Ein Abstecher zum 4-Corner-Monument

Tipp des Tages: Auch wenn man reichlich Reiseführer dabei hat,  Karten studiert hat usw., kommt man mit Intuition oft am besten weiter !

Strecke: Gallup – Four Corners – Holbrook
gefahrene Meilen: 361 m
Motel/Hotel: Comfort Inn
Preis pro Nacht: 56 $ – Coupon-Heft (nur 1 Bett)

Gallup – Four Corners – Gallup – Holbrook

Heute stand ein Tagesausflug (88 Meilen) zu den „Four Corners“ an. Hier treffen die vier US-Bundesstaaten Utah, Colorado, New Mexico und Arizona aufeinander. Bevor wir aber Richtung Norden fuhren, mussten wir erstmal einen Walmart aufsuchen und ein paar Lebensmittel und Wasser einkaufen. Das dauert in den riesigen Geschäften ja auch immer etwas.

Wo die Western-Stars wohnten

Dann fuhren wir für einen Fotostopp zum El Rancho Hotel. In diesem alten Hotel haben die Westerns-Stars gewohnt, wenn Sie in der Nähe gedreht haben. Erol Flynn soll hier mal mit dem Pferd an die Bar geritten sein. Wir machten ein paar Fotos und dann fuhren wir weiter. 2019 haben wir im El Rancho übernachtet und dort einen schönen Abend verbracht. Hier der Bericht.

Am 4-Corner-Monument


Gut 2 Stunden fuhren wir bis zu den Four Corners durch die Weiten. Wie stellte Kevin Coster bei den Dreharbeiten zu „Der mit dem Wolf tanzt“ fest: Es wäre genug Platz für alle gewesen…

Nach Ankunft machten wir natürlich die üblichen Fotos, die man dort macht. Jeder legte oder verrenkte sich über dem Punkt, an dem die 4 Staaten aufeinandertreffen. Rund um die Plakate die im Boden eingelassen ist, befanden sich behelfsmäßige überdachte Verskausstände, an denen man Indianer-Schmuck kaufen konnte. Aber wir hatten ja schon schöne Armbänder gekauft. Wir haben dann in Utah gepicknickt, es gab überall Tische und Plätze rund um den Platz. Die Klos allerdings waren später eine Herausforderung… und dann fuhren wir auch schon zurück. Mittlerweile wurde hier alles umgebaut und erneuert. Auch hier waren wir 2019 nochmal – wer dazu mehr lesen möchte wird hier fündig … 


Es geht zurück auf die Route 66


Um 15:30 waren wir wieder in Gallup auf der Route 66. Wir hatten kurz überlegt im El Rancho zu übernachten – aber da es erst Nachmittag war, verwarfen wir den Gedanken wieder. Wir beschlossen nach Holbrook zu fahren und dort zu übernachten.

Morgen früh wollten wir dann ein kleines Stück zurück zum Petrified Forest fahren – dafür war uns jetzt die Zeit zu knapp. Also hielten wir in Arizona kurz in einem Visitor Center und fuhren dann über die Interstate nach Holbrook.


Klassiker auf Route 66


Es gibt in Holbrook das berühmte Wigwam Motel, das aus gemauerten „Indianer“Zelten besteht. Auch mal ein Werbegag um Kunden anzulocken. Aber wir wollten nicht so richtig darin wohnen – warum wissen wir auch nicht mehr. Wir bezogen also unser Comfort Inn. Und waren etwas überrascht, als wir im Zimmer auf die Uhr guckten – und feststellten, das es 1 Stunde früher war. Vom Reiseführer unerwähnt – Arizona macht das Daylightsaving nicht mit.
Deshalb beschlossen wir noch in den Ort zu fahren und das Joe & Aggie’s Cafe (Mexican & American Food) auszuprobieren. 


Für alle die noch nie in den USA waren, da wo die Motels sind, kommt man zu Fuß nirgends hin! Man muss also immer mit Auto in das City Center fahren. Es war von unserem Hotel ca. 10 Minuten entfernt, ein kleines rosa angestrichenes Diner. Wir parkten an der Seite und gingen hinein…

You Girls doing the Route 66 ?“ war die erste Frage, nach der Begrüßung in dem schmalen dunklen Raum. Und schon wurden alte Fotos und Gästebücher gezeigt. Viele Deutsche würden kommen, aber immer im Sommer. Die Jungen auf den Harleys werden gern die „Credit Card Biker“ genannt, weil sie sonst normalerweise keine Harleys fahren.

Am Nebentisch saßen zwei „ältere“ Jungs die auch die Route fuhren, aber im Wigwam wohnten. Wir unterhielten uns ein bischen, während wir in den Gästebüchern und Fotoalben der Diner-Besitzer blätterten.
Beim Essen haben wir uns dann noch amüsiert – auf die Frage, welche Gemüsebeilage den zur Auswahl beim Burger-Steak stünde, bekamen wir zu Antwort: „Peas, Peas and Peas…“ – Na, da fiel die Entscheidung ja nicht so schwer.

Nach dem Essen fuhren wir zum Wigwam Motel um noch schöne Bilder im Dunkeln zu machen. Die Wigwam Motels, sind auch bekannt als Wigwam Villages. Die einzelnen Tipis wurden zwischen den 1930er bis -50er Jahren gebaut. Vor einigen Wigwams sind alte Autos geparkt. Eine tolle Kulisse Die „älteren“ Herren (Rentner) aus dem Diner kamen dann auch – mit einer Corvette. Sie erzählten, dass es eine alte Serie aus den 50igern (Route 66) gibt, wo zwei junge Typen die Route mit einer Corvette fahren. Sie hätten ihr Leben drauf gewartet die Straße auch mit einer Corvette zufahren. Und nun sind sie dabei – coole Story. Was für ein schöner Abend ! Wir sind froh, dass wir so viel Zeit haben es jetzt langsam angehen zu lassen.

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11. Tag 20.4. Auf den Spuren der amerikanischen Geschichte

Tipp des Tages: Wenn man knapp in der Zeit ist, sollte man beim Acoma Pueblo anrufen und nach den Tourzeiten fragen

Strecke: Santa Fe – Gallup
gefahrene Meilen: 266 m
Motel/Hotel: Quality Inn
Preis pro Nacht: 65 $ – Coupon-Heft

Santa Fe – Albuquerque – Gallup

Wir wurden vom Glockengeläut geweckt. Nur mühsam konnten wir uns von den fantastischen Betten im La Fonda trennen. Man hätte die Decken auch kaufen können, aber die waren teurer als die Übernachtung. Unseren ersten Kaffee hatten wir wieder auf dem Zimmer.

Um 8:35 Uhr sind wir, natürlich nach einer Ehrenrunde durch die Stadt, Richtung Albuquerque aufgebrochen.

Frühstück im Hotelzimmer

In Old Town Albuquerque

Unterwegs hielten wir noch in einem kleinen Gemüse- und Obstladen: kleine Key Limes (Limetten), 2 Mangos für 1 $, Unmengen an Chilis in allen Variationen – als Flocken, ganze Schoten, Pulver, Saucen…
Wir kauften ein bischen was ein, bevor es weiterging.

Weiter ging es in die „Old Town“. Wir parkten in Nähe der Plaza, die hier ähnlich wie in Santa Fe den Mittelpunkt der alten Stadt bildete. An der Seite die San Filipe-Kirche im Adobe-Stil mit weißen Kirchturmspitzen.
Wir suchten uns ein Platz in der Sonne, kauften uns Muffins und tranken einen Kaffee. Das Wetter war, nach den grauen Tagen im Osten, zu schön, das wollten wir ein bisschen ausnutzen. Dann sahen wir uns die Kirche an, bummelten ein bisschen um den Platz herum. „Old Town Albuquerque“ ist auch schön, aber kommt doch nicht mit Santa Fe mit.

Hier gab es auch mehr Kitsch zu kaufen. In Santa Fe waren doch schönere Sachen zu bekommen. 2019 waren wir nochmal in beiden Städten und wieder sehr begeistert. Hier der Bericht zu Santa Fe und zu Albuquerque.

Eine alte Missonskirche in der Prärie und Pueblos


Weiter ging es durch eine tolle Prärie-Landschaft am Rio Grande (der Fluß ist hier gar nicht so groß, wie er vom Namen her klingt) ins Reservat nach Isleta Pueblo. Hier findet man eine weiße, im Adobe-Stil gebaute Missionskirche St. Augustine de la Isleta . Man durfte dort nicht fotografieren. Die Isleta gehören zur Pueblo-Kultur. Sie sprechen Tiwa, eine Sprache aus der Kiowa-Tano Sprachfamilie. Der Name stammt von dem spanischen Wort für Kleine Insel. Der eigene Name lautet Tuel und bedeutet Stadt.

Die schneeweise Missionskirche ist aus dem 17. Jahrhundert. Keine Menschenseele war im Reservat oder bei der Kirche zu sehen, aber wir haben uns brav an das Verbot gehalten. Wir haben vor der Kirche geparkt und sind hineingegangen, es war innen alles aus Holz, eher bescheiden für eine katholische Kirche ausgestattet. Wir haben uns etwas umgesehen und sind dann weitergefahren, wieder auf die Route 66.


Irgendwie haben heute gar kein Mittag gemacht – wir sind immer weiter auf der Route 66 durch die weite Landschaft mit ihren Cliffs, Felsen und Weiten gefahren und haben dabei die Zeit fast vergessen.

Wir waren noch an der alten, verlassenen Tankstelle in Budville. Und sind durch Cuba gefahren, hier soll Hemingway einen Roman geschrieben haben. Und weiter ging es auf der Route 66, die hier abwechselnd schnurrgrade, neben den langen Zügen der Santa Fe-Railway, mit ihren bis zu 4 großen Loks lag und mal in schwungvollen Kurven um die Felsen und Vulkangestein herum führte.

Um 15:00 Uhr waren wir an dem nächsten Reservat, bei den Skycity Acoma Pueblo, wo man gegen eine Gebühr fotografieren durfte. Die Pubelos sind hier nur mit Führungen zu besichtigen, sie liegen hoch oben auf einem Felsenrand. Am Visitor Center angekommen, mussten wir leider feststellen, das wir eine Tour rauf gerade verpasst haben und die nächste erst 1 Stunde später losging. Das war uns zu lang und so besorgten wir Tickets damit wir um das Visitor Center herum fotografieren konnten.

Es gab eine kleine Ausstellung, die Gebäude waren im traditionellen Stil gebaut und um das Center hatten die Natives hier Decken ausgelegt, um Silberschmuck zu verkaufen. Wir sahen uns etwas um und ich habe bei einem älteren Native American, mit dem wir uns etwas unterhielten, ein schönes handgeschmiedetes Armband kaufte. Sogar Tina fand hier Schmuck, tatsächlich bei dem Sohn. Der Vater erzählte uns, das von seinen 7 Kindern, 6 Silberschmiede geworden sind.

 
… Tagesziel: Gallup


Auf dem Weg Richtung Gallup haben wir immer wieder angehalten, um zu versuchen diese grandiose Landschaft zu fotografieren. So richtig kommt die Weite aber nicht rüber. Es fehlt eigentlich nur noch ein Indianer, der sein Pferd oben auf dem Plateau zum Stehen bringt und über die Weiten blickt.


Dann fuhren wir wieder auf die Route 66. Kurz vor unserem Motel sind wir dann an der Continental Divide gewesen. Hier an der Wasserscheide „fällt“ das Wasser in die Ozeane zu beiden Seiten des Kontinents. Wir hielten kurz an und machten ein Foto, dann fuhren wir weiter.


In Gallup fanden wir ein Quality Inn und haben erstmal zu Abend gegessen – ich war vorher noch im Hotel-Pool etwas schwimmen.
Und dann überlegten wir, wie und wohin wir den nächsten Tage hinfahren wollten – wir kommen zu schnell voran. Es standen ein paar Ziele zur Auswahl: ein Stück zurück, um noch das El Morro National Monument anzusehen? Oder vielleicht doch zu den Four Corners? Der einzige Punkt in den USA, wo vier Staaten auf einander treffen…
Mal sehen wofür wir uns entscheiden….

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42. Tag – Klassiker auf der Route 66


Dienstag 8.10.
Hotel: Grand Canyon Inn Suites in Flagstaff


Das Frühstück heute morgen im El Rancho Hotel war natürlich sehr deftig: Speck, Spiegeleier, French Toast und Western Omelette und Kaffee soviel man wollte. Aber wir saßen sehr nett im Restaurant und es war sehr schön mal den üblichen Motel-Frühstück zu entgehen.
Bevor wir gemeinsam zum Frühstück gingen, hab ich vor dem Haus schon mal einen Kaffee getrunken und die Sonne und das – schon leicht herbstlich frische – Wetter genossen.

Anschließend hieß es wieder alles in Auto packen und losfahren.

Wandgemälde & Eisenbahnen

Aber soweit mussten wir zu unserem ersten Stop an diesem Tag gar nicht fahren – nach 10 Minuten waren wir in Gallup am Bahnhof, von hier wollten wir die Historic Downtown ansehen. Es gibt hier in der Stadt viele Wandgemälde, Murals, die verschiedene Aspekte der Stadtgeschichte darstellen.

Da es noch sehr früh war, war noch nicht viel los, wir parkten direkt am Bahnhof neben dem Visitor-Center. Hier fuhren ständig die langen Züge mit lautem Tuten durch die Stadt, die man sonst quer durchs Land fahren sieht. Sie begleiten die Route 66 oft kilometerlang auf einer Strassenseite.
Die Sonne schien, es war etwas frisch und so bummelten wir durch ein paar Straßen und bewundertern die zahlreichen unglaublichen Wandgemälde. Diese beschäftigten sich sowohl mit der Geschichte dieser Region, als auch mit aktuellen Ereignissen. Im Sommer sollen hier vor allem Abends viele Veranstaltungen stattfinden…
Heute war es sehr leer. Nur vereinzelt waren Leute unterwegs. Und Touristen überhaupt nicht. Wir gingen noch in einen kleinen netten Supermarkt. Dann stiegen wir wieder ins Auto…

… und fuhren wieder ein kleines Stück auf der Route 66, das abrupt an einem Schild „Road closed„ endete.
Also ging es weiter bis Holbrook auf der großen Interstate 40 West.

In Holbrook haben wir im Angie & Joes Café eine Cola getrunken. Das Cafe hat sich tatsächlich seit 10 Jahren (da haben wir hier zu Abend gegessen) nicht verändert. Was ja auch mal ganz schön ist…



Dann ging es zum Wigwam-Motel, das nur ein paar Meter weiter die Strasse längs steht. Die Zimmer in den „Indianer-Zelten“ waren damals als Werbe-Gag gedacht. Auch heute noch kann man in den Zimmern wohnen. Was wir vielleicht das nächste Mal schaffen!

Wir fuhren wieder auf die Interstate. Den „Loop„ über den Petriefied Forrest haben wir ausgelassen.


Unser Song: „Take it easy“ auf der Route 66

Nächster Stop: Winslow, Arizona… der Song der „Eagles „ (Take it easy) in dem der Satz vorkommt: …and I‘m standing at the Corner, in Winslow, Arizona… verhalf der kleinen Stadt an der Bahnlinie zu einer gewissen Bekanntheit. Auch wenn die Musiker der Gruppe nie hier waren.
An der Ecke sind jetzt Wandmalereien, Giftshops und allerlei Route 66 Zeichen zu finden. Und hier waren dann auch ein paar Touristen, die Fotos machten. Wir machten natürlich auch unsere Fotos.



Anschließend suchten wir das Hotel „La Posada“ im Ort auf. Das alte Hotel war zu Zeit der Eisenbahn direkt an der Bahnlinie gebaut worden und ein Luxushotel. Als die Zeit der Autoreisen kam, wurde das Hotel aus Mangel an Gästen geschlossen. 1997 wurde es vom neuen Eigentümer für ca. 12 Millionen Dollar wieder aufgebaut.
Wir finden es sehr gelungen restauriert. Eigentlich müsste man 2 Tage bleiben, weil es hier soviel zu entdecken gibt.

Wir haben zumindest zu Mittag gegessen – und das war ausgesprochen gut und ein sehr gutes Preis-Leistungs-Verhältnis. Dann sahen wir uns noch die tolle Lobby und ein paar Flure und Ausstellungsräume des Hotels an. Es gibt hier viel zu entdecken. Und es bleibt zu hoffen, das es sich hält.


Alte Steine und junge Hipster

Unser nächster Sightseeing-Punkt war der Meteor-Crater. Er entstand vor ca. 49.000 Jahren durch einen Meteoriten aus Eisen und Nickel der etwa 60.000 t schwer war. Der Eintritt war relativ teuer – wir haben es trotzdem gemacht. Wie immer war es am Crater-Rand sehr windig! Für das Museum hatten wir dann leider keine Zeit – es war bereits nachmittag und wir wollten uns noch Flagstaff ansehen.



Wir fuhren weiter auf der Insterstate. Die Route 66 existiert hier nur in kleinen Abschnitten. Bei Twin Arrows waren wir noch kurz – aber die ehemalige Tankstelle, die als Werbemaßnahme mal die zwei Riesen-Pfeile aufstellte, ist kaum noch zu erkennen.

1960 eröffnete die Trading Post an der Route 66. Und zwei ausgediente Telegraphenmasten wurden als zwei große Pfeile angmalt und das Kennzeichen dieser Tankstelle. 1998 wurde der Betreib eingestellt, die Pfeile und die Gebäude verwitterten. 2009 wurde sie von Route 66-Fans restauriert. Mittlerweile sieht der Ort aber noch schlimmer aus und ist ein wirklicher „Geisterort“



Bis nach Flagstaff war es dann nicht mehr weit. Wir checkten in unserem Hotel schnell ein, luden das ganze Gepäck aus und fuhren erstmal in den Ort zurück. Noch schien die Sonne und wir wollten Downtown von Flagstaff kennenlernen.

Die Route 66


Outdoor-Paradies Flagstaff

Flagstaff ist eine relativ „junge“ Stadt, es gibt viele Studenten hier. Und viele Sportler aus aller Welt trainieren hier in der Höhenluft. Wer gerne in die Natur geht, findet von hier aus auch einen idealen Ausgangspunkt zu den Nationalparks und zum Grand Canyon – und deshalb ist der Ort gerade bei Outdoor-Touristen sehr beliebt…
Es gibt reichlich Bars und Restaurants, schöne Geschäfte und alte Gebäude.
Wegen der Eisenbahnanbindung war Flagstaff immer auch ein Ziel für Touristen. Die Route 66 führt mitten durch.

Wir waren ca. 2 Stunden in der Stadt, guckten uns das alte Hotel an, sahen die vielen Wandgemälde, gingen shoppen in schönen Geschäften und Giftshops …


Und dann mussten wir zurück ins Hotel. Denn wir mussten packen! Diesmal „richtig“! Den wir fahren morgen nach Las Vegas und geben das Auto ab. Das heißt, es muss alles, was sich so auf einer Reise ansammelt, in möglichst wenig Taschen untergebracht werden, damit man es auch ins Hotel tragen kann. In Las Vegas checken wir im Paris-Hotel für 3 Nächte ein!

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41. Tag – Es geht auf die Route 66


Montag 7.10.
Hotel: El Rancho in Gallup


Frühstück: From the Farm to the Table

Wir haben heute nicht im Hotel gefrühstückt, sondern sind zum @sagebakehouse gefahren. Die Bäckerei, die nach dem Prinzip “From the Farm to the Table” – ihre Brote mit Mehlen von Bio-Farmen aus der Umgebung bäckt, lag 10 Autominuten von der Innenstadt entfernt. Man hätte auch zu Fuß hingehen können. Aber wir wollten danach gleich weiter und hatten deshalb schon alles ins Auto gepackt.

Die Bäckerei war schon gut besucht, man konnte vom Gastraum in die Backstube gucken und den Leuten bei der Arbeit zusehen. Die Karte war klein, aber sehr ansprechend. Wir hatten schlicht ein paar Scheiben frisch gebackenes Brot und selbst gemachte Marmelade, dazu guten Filterkaffee bestellt. Es gibt noch reichlich verschiedene belegte Brote und Gebäck – aber das war uns jetzt zuviel. Und das Brot war so gut, das wir gleich noch eine Portion bestellen.


Auf der Route 66 nach Albuquerque

Danach fuhren wir hinter Santa Fe auf die Route 66 nach Albuquerque. Die Strecke ist aber eher unspektakulär.



Wir hatten die Stadt (vor 10 Jahren) als kleine beschauliche Altstadt in Erinnerung. Da hatten wir allerdings auch nicht das weltberühmte Ballon-Festival! Bereits beim reinfahren mussten wir sehr aufpassen um einen offiziellen Parkplatz nahe der historischen Innenstadt „Old Town“ zu bekommen. Es war zudem Wochentag und viel Berufsverkehr. Nachdem wir gerade noch so eine Parkplatz ergattert hatten, sind wir zum Platz rund um die San Felipe de Neri Kirche gegangen.

Es war so voll, überall Musik, Menschen, Autos… Das nächste Mal unbedingt drauf achten, NICHT beim Festival zu fahren!
Wir sind ca. 1,5 Stunden geblieben und haben natürlich die alte Kirche angesehen. Dann sind wir noch durch die Giftshops gelaufen und haben etwas gebummelt. Aber wir hatten heute ja noch etwas Wegstrecke vor uns und deshalb fuhren wir bald weiter.



Wo Hemingway Romane schrieb

Wieder auf der Route 66 war unser nächster Fotostop die Tankstelle in Budville, die schon seit Jahren geschlossen ist. Sie liegt im Reservat der Zuni-Indianer. Hier ist das Fotografieren der Menschen und Siedlungen verboten. Die alte Tankstelle, einmal ein wichtiger Meilenstein auf der Strecke von Ost nach West verkommt leider immer mehr. Ein paar Fotos haben wir trozdem macht.

In Cubero, wo Ernest Hemingway seinen Roman „Der alte Mann und das Meer“ geschrieben haben soll, sind wir nicht ausgestiegen – es waren gerade viele Bewohner der Stadt auf der Strasse, da hätte wir die Gebäude nicht fotografieren können.

Wir fuhren weiter durch Prärie-Landschaften mit schwarzen Vulkangestein (der Ausbruch war vor ca. 3000 Jahren). Es ging vorbei an alten Motels, von denen nur noch die Werbeschilder standen und durch kleine und große Orte.

Die Eisbahn mit ihren bis zu 4 Loks, die die Containerwagen zogen, begleitete uns auf der einen Seite, der Route 66, die Insterstate, auf der jeder schneller unterwegs war, auf der anderen.
Einen Stop machten wir noch am Continenal Devide – der Wasserscheide, bei der das Wasser auf der einen seite in den atlantik und der anderen in den Pazific führt.
In Gallup sind wir im El Rancho Hotel abstiegen, dem Hotel der Western-Stars.



El Rancho: Im Hotel der Movie-Stars

In dem El Rancho Hotel mit der grandiosen Western-Lobby sind die Filmstars abgestiegen, wenn sie im nahegelegenen Canyon mit dem Regisseur John Ford Western-Filme gedreht haben.
John Wayne, Erol Flynn (der mit seinem Pferd an die Bar geritten sein soll), Kathryn Hepburn, James Stewart… überall hängen hier Fotos mit Autogrammen an den Wänden. Wir sind im Marx Brothers-Zimmer im Hotel untergebracht. Es hat 2 Schlafzimmer und ist von der Ausstattung eher dürftig und alt. Aber sauber.

Wir haben uns alles in und um das Hotel angesehen, haben rund um das Hotel und im Hotel Fotos gemacht. Dann ging es zum Essen. Natürlich Burger, die alle Namen von Film- Stars hatten. Dazu gab es Margarita und Bier.

Wir haben uns nach dem Essen mit den Getränken in die Lobby gesetzt, durch die alle Movie-Stars durchgelaufen sein müssen, um das Hotel mit seinem Flair einfach zu genießen. Hier stehen genug Sessel und auch ein Tisch, an dem andere Gäste Karten spielten. Später waren wir noch in der Bar – es lief gerade irgendein Footballspiel.


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