Beiträge mit dem Schlagwort: Flagstaff

13. Tag 22.4. Zeitreisen durch Arizona

Tipp des Tages: Wenn es sich einplanen lässt – dann fahrt nachmittags zum Petrified Forest. Morgens ist das Licht zu hell. Aber immer die Öffnungszeiten im Auge behalten.

Strecke: Holbrook – Flagstaff
gefahrene Meilen: 188 m
Motel/Hotel: Travellodge 
Preis pro Nacht: 56 $ – Coupon-Heft


Holbrook – Petrified Forest – Winslow – Flagstaff


Unser Reiseführer hat uns verschwiegen, das Arizona die Sommerzeit nicht mit macht und hier die gleiche Zeit wie Kalifornien ist – mit Ausnahme des Navajo-Reservat, deren Stammsitz in New Mexiko ist und somit ist es dort 1 Stunde früher (oder später… irgendwann haben wir beim Fahren durch die weite Landschaft den Faden bei der Uhrzeit verloren)

Aber von Anfang: Neben der Uhrzeiten gab es auch ein paar Urzeiten zu bestaunen – der  Petrified Forest. Dahin fuhren wir nach dem Frühstück. Dabei stellten wir mal wieder fest wie angenehm der Frühling zum Reisen ist. Wir waren fast allein im Petrified Forest und die Temperaturen waren noch einigermaßen auszuhalten. Im Sommer muss man hier lebendig gegrillt werden. Und wenn wir nochmal kommen, dann gegen Abend – da wäre das Licht schöner.

Aber die Stille dort war unglaublich. Rund 225 Millionen Jahre sind die versteinerten Bäume alt. 1906 zum nationalen Monument erklärt, wurde 1962 der versteinerte Wald zum Nationalpark u.a., um den Wald vor Souveniersammlern zu schützen. Um 1890 wurden die versteinerten Bäum zu Schleifpulver verarbeitet. Unglaublich! 


Wie immer in so großen Parks, kann man mit dem Auto wichtige Aussichtspunkte anfahren. Wir blieben ziemlich lange und fotografierten nicht nur die steinernen Baumstämme, die so unglaublich real und erst beim näheren hinsehen versteinert aussahen. Trotz der frühen Jahreszeit, fingen die ersten Wüstenblumen an zu blühen und wir sahen auch ein paar Eidechsen, viele kleine Vögel und ein paar Berg-Antilopen oder Ziegen. Sie waren sehr weit weg und erst dachten wir, sie sind nicht echt, weil sie sich kaum bewegten.
Gegen Ende des Parks gab es noch einen kleinen Giftshop und Informationscenter in dem wir uns umsahen. Und davor lagen ein paar versteinerte Baumstämme, an denen man sich fotografieren konnte und sie auch anfassen durfte – das war im Park verboten, genauso wie das aufsammeln von Steinen. 


Es geht weiter nach Winslow, Arizona


Als wir nach Winslow hineinfuhren, kamen wir an dem großen gelben „Jack Rabbit“-Schild vorbei und hielten gleich bei einem weiteren Diner-Klassiker auf der Route – Das „Falcon Restaurant„.
Es war sehr leer, die Einrichtung sehr alt, aber die Burger, Pommes und Chicken Wings schmeckten ganz gut.

Dann fuhren wir an die Straßenecke, besungen von den Eagles im Song „Take it easy“. Sie war leicht zu finden und wir machten unsere Fotos und sahen uns etwas um, gingen noch in ein Giftshop. Bevor wir auf die Route 66 fuhren, waren wir noch tanken. Dabei konnten wir die roten Sandwirbeln in der Ferne sehen – der Wind und das trockene Land waren damals der Grund dafür, das die Menschen hier fluchtartig das Land Richtung Kalifornien über die Route 66 verlassen haben.

Weiter bis nach Flagstaff

Nach Winslow waren wir sehr zügig am Meteor Crater. Vor 50.000 Jahren ist der Meteor hier aufgeschlagen, hat ein riesiges Loch hinterlassen und sich durch die Wucht in Luft aufgelöst. Wir bezahlten den Eintritt (2019 stellten wir fest, das es mittlerweile ziemlich teuer geworden ist), sahen uns in dem kleinen Museum etwas um und standen natürlich am Krater-Rand vor dem gigantischen Loch. Ziemlich windig hier – aber das Wetter sah noch gut aus.


Der nächste Fotostopp war dann die alte Tankstelle „Twin Arrows„, aber die ist leider mittlerweile total kaputt. Traurig, dass sie keiner restauriert hat.  Hoffentlich finden sich da noch Leute. Vor ein paar Jahren sah es da noch ganz gut aus. Mittlerweile wurde sie einmal ziemlich gut restauriert, dann aber wieder völlig vergessen und ist bei unserem letzten Besuch 2019 noch heruntergekommener.


Gegen 17 Uhr waren wir in Flagstaff und haben uns an der US 89 (Alte Route 66) ein Hotel gesucht, damit wir morgen früh zügig Richtung Page aufbrechen können. Das soll unser nächster Tagesausflug von der Route 66 werden, wir wollen den Antilope Canyon besuchen. Dafür hatten wir auch schon Tickets für die Fototour gebucht.

Unser einziges Problem, was uns etwas Sorge machte: Arizona macht die Sommerzeit nicht mit und hat somit die gleiche Uhrzeit wie in Kalifornien, mit Ausnahme der Navajo-Reservate. Die haben die Sommerzeit, weil ihre Regierung in New Mexiko sitzt (s. Anfang vom Bericht). Alles klar? Der Antelope Canyon gehört den Navajo, aber die Tour findet nach Arizona-Zeit statt, haben wir jedenfalls so verstanden. Tina hat extra noch mal angerufen. Hoffentlich klappt das morgen alles. 

Extra-Tipp: Diesen Teil der Route 66 sind wir 2019 nochmal gefahren – hier der Bericht.

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15. Tag 24.4. Wir treffen „Mr. Route 66“ und werden zu einer Motorrad-Tour eingeladen

Tipp des Tages: Wer hat, sollte ein paar Visitenkarten oder Sticker seiner Heimatstadt mitnehmen – bei vielen bekannten Route 66-Stores kann man sich so in Gästebüchern oder auch an Wänden, Decken und Fenstern „verewigen“.

Strecke: Flagstaff – Kingman
gefahrene Meilen: 160 m
Motel/Hotel: Travelodge
Preis pro Nacht: 72 $ (Wochenende ist teurer)

Flagstaff – Williams – Seligmann – Kingman

Heute lag mit die schönste Strecke vor uns, die wir teilweise schon bei unserer Kalifornia-Reise 2002 gefahren sind. Wahrscheinlich waren wir deshalb so früh unterwegs – Abfahrt 8 Uhr. Auf den Weg nach Williams gibt es noch ein paar ganz alte Teilstücke der Route 66 – sie führt durch einen Wald, an „Open Range“-Ranches vorbei auf einer Schotterstrasse. Wir hielten an einer ganz alten Tankstelle, auf eine Koppel dahinter standen Esel und Langhorn-Rinder.

Auf einem der schönsten Route 66 Abschnitte

Um 9:00 Uhr waren wir schon in Williams. Wir parkten und gingen erstmal in ein Cafe. Es war draussen sonnig, aber ziemlich frisch und wir mussten uns etwas aufwärmen. Anschließend gingen wir noch ein bisschen bummeln. Vieles was wir heute sahen, hat zum Glück die Jahre überdauert, wie wir bei unserem Besuch 2019 sehen konnten – hier ist der Bericht dazu.



Die Strecke weiter nach Seligman, den wohl berühmteste kleine Ort an der Route 66, fuhren wir bei strahlendem Sonnenschein. Ein wirklich schöner Streckenabschnitt, der leider viel zu schnell vorbeigeht. In Seligmann gingen wir natürlich gleich zum Barber-Shop von Angel Delgadillo. Ihm ist es zu verdanken, dass der Abschnitt zwischen Seligman und Kingman offiziell als „Historic Route 66“ bezeichnet wird. Er ist eigentlich in jedem TV-Bericht über die Route 66 zu sehen.

Und was passierte, als wir den Laden betraten? Da stand Angel Delgadillo persönlich und begrüßte uns mit einem breiten Lachen: „Welcome home“

Moment mal – hatte unser Reiseführer Vista Point nicht geschrieben, dass er nicht mehr lebt? Wie wir dann recherchierten, war sein Bruder, der das „Snow Cap Drive Inn“ führte, gestorben. Im Buch stand auch, das er ein schweigsamer Mann sei – was wir so nicht bestätigen können.
Den, nachdem die Busladung Japaner (Tagens-Touristen aus Las Vegas) endlich den Laden verlassen hatten und abgefahren sind, sprachen wir ihn nochmal an und er erzählte uns von all den Deutschen, die schon hier waren. „I meet beautiful Sabine Sauer (Moderatorin beim Bayrischen Rundfunk) and Wulfgäng… (Wolfgang Fiereck, Schauspieler und Motorradfahrer)„.
Er war sehr begeistert dabei und klebte meine Visitenkarte in seinen Ordner January 2009 „And this stays here forever and ever“ waren seine Worte – und 2019 haben wir sie tatsächlich wieder im Ordner gefunden, wie ihr hier im Bericht nachlesen könnt.

Er war so rührend und gesprächig. Einfach toll, wir waren ganz hingerissen. Als wir das Geschäft dann nach vielen Fotos (ungern) verließen, verabschiedete er uns: „Enjoy your life, enjoy every day!“

Im Copper Cart Restaurant haben wir uns dann einen Santa-Fe-Chicken Burger mit Pommes geteilt, dabei grinsten wir immer noch im Kreis. Und konnten nicht glauben, was wir gerade erlebt haben. Wirklich ein toller Start in den Tag. Aber es ging ja noch weiter.

Zwischen all den Biker

In Hackberry darf man auf keinen Fall am „General Store“ vorbei fahren. Einfach ein genialer Laden mit einer tollen Deko rundherum. Im Hinterhof gibt es reichlich alten Autowracks zu bestaunen und eine alte Werkstatt.

Heute waren besonders viele Motorräder unterwegs, schon in Seligmann haben wir viele Gruppen gesehen. Als wir dann in Kingman angekommen sind, haben wir mal gefragt, ob irgendetwas Besonderes los ist. Und es ist was los:  Das „Laughlin River Run“ – West Coast’s Largest Motorcycle Event On The Banks Of The Colorado River.

Wir suchten uns in Kingman ein Motel, obwohl es eigentlich noch recht früh am Tag war. Aber wir mussten nochmal Wäsche waschen, wir mussten unsere Bilder auf den Computer speichern und wollten die Koffer etwas aufräumen, bevor es nach Las Vegas ging.


Als wir im Motel unsere Taschen auspackten, standen neben uns ein paar Biker an ihren großen Maschinen und fragten uns „Where are your bikes?“
Wir zeigten aufs Auto und darauf kam allen Ernstes die Frage: „You wanna ride with us?“ – „Ähm… „No, Thank you – but, No…“

Freundlich mussten wir ablehnen – auch wenn die Jungs es kaum glauben konnten, das wir ein so großzügiges Angebot ausschlugen…
Nachdem Wäsche waschen und sortieren, war ich noch etwas schwimmen und hab etwas in der Sonne gelegen – es wird tatsächlich immer wärmer, je weiter wir nach Los Angeles kamen. Auch wenn es in der Nacht noch oft empfindlich kalt ist.

Und Morgen verlassen wir die Route 66 mal wieder und es geht über die 93 nach Viva Las Vegas!.

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14. Tag 23.4. 2009 Ein Ausflug zum Antelope Canyon

Tipp des Tages: Die Fototour für den Antelope Canyon lohnt sich auf jeden Fall, man hat einfach mehr Zeit. 

Strecke: Flagstaff – Page – Flagstaff
gefahrene Meilen: 290 m
Motel/Hotel: Days Inn Route 66
Preis pro Nacht: 64 $

Flagstaff – Page – Flagstaff

Heute sind wir schon um 6 Uhr aufgestanden, damit wir rechtzeitig losfahren konnten. Wir waren uns nicht sicher, wie lange wir nach Page brauchen würden und dann hatten wir ja noch das Zeit-Dilemma mit der Sommerzeit, die die Indianerreservate nicht mit machten, weil ihre Regierung in einem anderen Bundesstaat sitzt. Nun gut, wir hoffen das alles klappt.

Das Motel hatte kein Frühstück, aber wir sind ja gut ausgerüstet für Kaffee und Kekse im Zimmer. Dabei sahen wir im Weather Channel, das vor Sturm gewarnt wurde. Hoffentlich hatten wir in den Antilope Canyon noch etwas Sonne – dann kommen die Farben von dem Sandstein besser zur Geltung.
Um 7.30 Uhr fuhren wir in Flagstaff los. Wir fuhren wieder mal lange Strassen durch viel Prärielandschaft.

Die Antilope Canyon-Tour


Gegen 10 Uhr sind wir in Page angekommen und suchten die Anmeldestelle der Antelope Canyon-Tours, wo wir, ein paar Tag vorher von unterwegs online, die Fototour reserviert hatten. Es gibt auch einfache Führungen durch den Canyon, aber dabei soll man nicht so viel Zeit zum fotografieren haben und wird eher schnell durchgeführt. Unsere Tour war für 2, 5 Stunden angesetzt. Mittlerweile ist der Andrang aber wohl so groß, das die Fototouren ausgesetzt sind (Stand von der Website 2021). Unsere Tour hat damals 80 $ gekostet – was für uns viel Geld war und wir lange überlegt haben. Mittlerweile sind die Preise stark angezogen – über 200 $ zahlt man nun für 3 Stunden.

Unsere Tour ging erst später los und so entschieden wir uns, noch an den Rand vom Colorado zum Glen Canyon Dam Overlook zu fahren und ein paar Fotos zu machen. Der Blick auf den Colorado River vom Canyonrand ist immer wieder faszinierend.

Um 11.30 Uhr ging es auf einem offenen Geländewagen für unsere Gruppe zum Upper Antilope Canyon. Es hieß, für den Canyon bräuchten wir keine Jacken – aber für die temporeiche Fahrt hätte man eine gebraucht. Mit vollem Speed ging es durch die Sandwüste, rechts und links sahen wir die ersten Cliffs.


Dann gingen wir – ebenerdig – in den Canyon, mit seinen geschwungenen rötlich schimmernden Sandstein. Beim Lower Canyon muss man auf schmalen Leitern hinunterklettern. Auf dieser Seite vom Canyon konnten wir einfach hineingehen. Es waren noch andere Touren unterwegs im Caynon, als wir ankamen, aber auf die Fototour wurde Rücksicht genommen. Die anderen Gruppen mussten für unsere Gruppe warten oder schnell an uns vorbei gehen. Unser Tourguide Patrick hat nicht viel erzählt, aber dafür immer die auf schönsten Fotoecken hingewiesen, Flöte gespielt und Sand in das Licht geworfen, damit jeder aus der Gruppe ein Foto von den strahlenden Sunbeams, die durch den Canyon auf den Sandboden treffen, machen konnte.


„My Group, come here and see this“ und „Have you got it?“ waren die häufigsten Sätze von Patrick, während wir mit unseren Stativen hinter ihm durch den feinen Sand liefen. Einer aus unserer Gruppe hatte sogar eine Hasselblad-Camera mit dabei. Wir hatte alle Zeit der Welt sämtliche Einstellungen der Kamera durchzutesten. Es war doch sehr eng im Canyon. Zur Hochsaison möchten wir uns das nicht vorstellen. 


Ab und an kam leider mal eine Wolke und es wurde dunkel im Canyon, aber dann hat man Zeit zu begreifen, wo man eigentlich ist. Man kniete die meiste Zeit vor dem Stativ. Wir haben viele viele Bilder gemacht, aber die konnten wir erst zu Hause in aller Ruhe sichten. 


Kurze Pause am Lake Powell

Nachdem wir wieder mit Speed durch den Sand zurück nach Page gefahren sind, haben wir noch überlegt an den Lake Powell zu fahren. Wir mussten 15 $ Gebühr für den Glen Canyon Nationalpark bezahlen und haben uns ein bisschen am Wasser die Hausboote angesehen und in einem Hotel Lunch gegessen. Dann ging es wieder zurück nach Flagstaff…

Wir waren uns gestern nicht sicher, bis wohin wir heute kommen würden und hatten kein Hotel reserviert. Während der Fahrt zurück beschlossen wir aber, wieder in Flagstaff ein Hotel zu suchen. Kurz vor Flagstaff haben wir noch Fotos vom Sunset Crater gemacht und uns dann ein Hotel gesucht. Wir nahmen eines direkt an der Route 66, damit wir morgen gleich wieder auf „unserer“ Straße fahren können.


 Das Nachtleben von Flagstaff musste wieder ohne uns statt finden, wir waren platt von der langen Fahrt. Schade – den im Museum Club (eigentlich ein MUSS für Route-Fahrer) war heute Karaoke-Night. Also noch ein Grund wieder zukommen….


Am Abend buchten wir noch Online ein Hotel in Las Vegas – trotz Finanzkrise waren die Preise ganz schön hoch. Daher ziehen wir erst am Sonntag ins Luxor – über Expedia gestern gebucht, guter Preis, billiger als über Luxor direkt. Am Samstag geht es dann erst in ein Howard Johnson Inn, direkt neben der Wedding Chapel.  Auch einen Heliflug in den Grand Canyon haben wir gebucht – „AUA“ schrie die Kreditkarte, wir haben es genau gehört ! Aber das Leben ist kurz und was sind schon Zahlen.

2019 haben wir wenigstens die Innenstadt von Flagstaff näher erkundet – hier ist der Bericht dazu. 

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43. Tag – Anfang und Ende: Es geht nach Las Vegas


Mittwoch 9.10.
Hotel: Paris, Paris in Las Vegas


In Flagstaff wurde es gestern Nacht ganz schön frisch. Morgens waren es nur 7 Grad! Da wir heute nach Las Vegas wollten, standen wir rechtzeitig auf, den wir hatten noch einen langen Weg vor uns.

Das Frühstück gab es in einem netten Café vor dem Motel. Allerdings war nur die Einrichtung nett, das Frühstück eher einfach und normal.

Das letze Mal auf die Route 66

Dann ging es in Flagstaff gleich auf die Route 66. Und das übliche suchen des richtigen Strassenverlaufs, Einfahrten, Umleitungen begann…

Wir fuhren kleine Stücke auf der Interstate, auf „Landstraßen“, die ursprünglich mal die Route 66 waren, und sogar auf alte, möglicherweise original erhaltene Straßen der Route … ein Stück war sogar gar nicht asphaltiert, sondern Schotterstraße durch den Wald.
Wir hatten schönes Wetter und hielten ab und zu an um zu fotografieren.

In Williams haben wir kurz gehalten und sind durch den Ort gebummelt. Auch hier ist einiges sehr Touri-Mäßig geworden. Aber die alten Werbeschilder und Tankstellen haben wir trotzdem wieder gefunden. Es war immer noch recht kühl, trozdem waren hier – in der Nähe zum Grand Canyon – viele Leute unterwegs.


Danach ging es weiter, auf der Route 66 durch die Pärie bis nach Seligman.

Mr. Route 66 in Seligmann

Hier in Seligmann hat damals der „Hype” um die Straße, die von Chicago bis nach Los Angeles führte, angefangen. Der Frisör DeAngelo war einer der ersten, die die Vereinigung der Route 66 mitbegründet hat.

Auf unser Route 66-Reise vor 10 Jahren kamen wir in sein Geschäft und er begrüßte uns freudestrahlend. Und er klebte meine Visitenkarte in einen Ordner.
Heute suchten Tina und ich die Karte – und fanden sie auch! “And this stays here forever and ever” hatte DeAngelo gesagt. Und bis jetzt recht behalten. Er selber kommt nur noch sehr selten ins Geschäft.
Zum dem damaligen Bericht geht es hier…

Wir haben gegenüber in einem Dinner noch was gegessen. Und weil es etwas wärmer geworden war, saßen wir draußen vor dem Dinner – wobei uns beinahe die Pommes vom Teller flogen. Es herrschen hier gerade starke heiße Winde, die über die Prärie fegen. Überall kann man den Sand wirbeln sehen und das Lenkrad vom Auto muss man ziemlich festhalten.

Wir fuhren weiter nach Hackberry. Dieser „Ort“ besteht nur noch aus der Tankstelle. Die aber nicht mehr benutzt werden kann. Dafür sammelte der Besitzer alle möglichen Dinge der Route 66. Und alles was mit alten Autos zu tun hat.

Als wir ankamen spielte jemand (war es ein übrig gebliebener Hippi?) vor der Tankstelle auf der E-Gitarre. Ziemlich laut und nicht wirklich schön. Es war relativ gut besucht, den hierher kommen auch viele Besucher aus Las Vegas als Tagesauflug um etwas von dem Charme der Route 66 mitzubekommen.

Hackberry wurde benannt nach einem Baum, am Eingang der Eisenmine, die hier bewirtschaftet wurde. Als die Bahn, als Umschlagplatz dazu kam, wurde daraus ein richtiger kleiner Ort mit Supermarkt und Hotels. 1919 schloss die Mine. Der Ort erwachte erst wieder, als die die Route 66, die hier längs führte gebaut wurde. Aber auch das hielt nicht lange.
Wir blieben nicht lange, es war heiß und windig und wir mussten ja noch nach Las Vegas.


Nach Kingman fuhren wir in Richtung Las Vegas und damit nicht mehr auf der Route 66. Es war der langweiligste Teil unserer Strecke – rechts und links Wüste, ab und zu mal Autowerkstätten, Schrottplätze und Wohnsiedlungen aus 5 Häusern…Bis wir in Las Vegas über die neue Brücke beim Hoover Dam fuhren.

Über die Mike O’Callaghan – Pat Tillman Memorial Bridge

Vor 10 Jahren war die Brücke noch im Bau. Jetzt fuhr man einfach drüber… sie haben die Seitenwände so hoch gezogen das man während der Fahrt nicht die Höhe den Brücke sehen konnte. Besser ist das, den wir haben vor 10 Jahren gesehen, wie unglaublich hoch die Brücke ist…

Die Brücke auf dem Highway 93 ist 580 m lang und 270 m hoch. Die Brücke war bei ihrer Fertigstellung eine der längsten und höchsten Betonbogenbrücken und die die zweithöchste Brücke Amerikas


Es geht nach Paris…

Als wir nach Las Vegas reinfuhren, wurde es immer voller auf der Strasse. Und wir mussten noch tanken, bevor wir das Auto abgeben mussten. Aber dank Google Map fanden wir eine Tankstelle gleich nach einer Abfahrt der Interstate. Nach dem „Schlenker“ über die Tankstelle ging es zurück auf die Interstate und am Flughafen vorbei zu unsem Hotel „Paris“.

Das Auto abgeben verlief nicht ganz ohne Problem – die Autorückgabe, auf der Rückseite des Hotels, hatte kein Personal mehr – man musste zum Hotel-Counter gehen. Da wir aber das ganze Gepäck hatten, ging erst mal Tina zum Hotel-Eingang. Sie gab den Autoschlüssel ab und wollte unsere Zimmerschlüssel holen, denn wir hatten schon online in das “ Paris” (das Hotel mit dem Eiffelturm) eingecheckt. Es stellte sich aber heraus, das der Schlüssel-Automat das ü im Nachnamen nicht lesen konnte – also mussten wir uns nochmal mit all den anderen Gästen am Check Inn-Schalter anstellen…
Irgendwie haben wir dann alles regeln können und unser Gepäck auf die Zimmer geschleppt. Dauerte nur länger…

Wir sind im 15. Stock mit Aussicht auf den Strip und den Eiffelturm, gegenüber das Bellagio-Hotel – so genial! (Ob uns der Nachtclub unten stört, berichten wir morgen). Die letzten beiden Male hatten wir im Hotel „Luxor“ gewohnt. Diesmal hatten wir uns für dieses Themen-Hotel entschieden, es liegt etwas „mittiger“ auf dem „Strip“. Und für Kerstin war es das erste mal Las Vegas – da wollten wir schon in ein Themen-Hotel übernachten.

Im „Paris“-Hotel gibt es viele Restaurants, eine Ladenpassage, die an Straßenzüge erinnert ein Kongresszentrum das an den Versailler Spiegelsaal angelehnt ist. Davor steht eine 164,6 Meter hohe Kopie des Eiffelturms. Ursprünglich sollte die Eiffelturm-Kopie in Originalgröße errichtet werden, musste aber aufgrund der Nähe zum Flughafen verkleinert werden.



Am Abend auf Strip

Nachdem wir uns etwas frisch gemacht und uns etwas eingerichtet hatten, gingen wir einfach mal drauf los…Start im Bellagio-Hotel, das lag ja gleich gegenüber. Im Hotel gibt es immer außergewöhnliche Dekorationen – diesmal eine grandiose Blumendeko als indische Thema. Alleine in der Decke eines Elefanten sind 20.000 Blumen eingearbeitet! Wir bummelten durch die Ausstellung und machten Fotos.

Anschließend haben wir einen Cocktail in der Baccarat-Bar getrunken. Und uns dann die Wasserspiele vor dem Bellagio angesehen. Etwas essen wollten wir auch – es wurden großartige Sushi in unserem Hotel Paris… Dann bummelten wir noch etwas durch unser französisches Hotel und schauten uns um, bevor wir aufs Zimmer gingen und ins Bett fielen…

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42. Tag – Klassiker auf der Route 66


Dienstag 8.10.
Hotel: Grand Canyon Inn Suites in Flagstaff


Das Frühstück heute morgen im El Rancho Hotel war natürlich sehr deftig: Speck, Spiegeleier, French Toast und Western Omelette und Kaffee soviel man wollte. Aber wir saßen sehr nett im Restaurant und es war sehr schön mal den üblichen Motel-Frühstück zu entgehen.
Bevor wir gemeinsam zum Frühstück gingen, hab ich vor dem Haus schon mal einen Kaffee getrunken und die Sonne und das – schon leicht herbstlich frische – Wetter genossen.

Anschließend hieß es wieder alles in Auto packen und losfahren.

Wandgemälde & Eisenbahnen

Aber soweit mussten wir zu unserem ersten Stop an diesem Tag gar nicht fahren – nach 10 Minuten waren wir in Gallup am Bahnhof, von hier wollten wir die Historic Downtown ansehen. Es gibt hier in der Stadt viele Wandgemälde, Murals, die verschiedene Aspekte der Stadtgeschichte darstellen.

Da es noch sehr früh war, war noch nicht viel los, wir parkten direkt am Bahnhof neben dem Visitor-Center. Hier fuhren ständig die langen Züge mit lautem Tuten durch die Stadt, die man sonst quer durchs Land fahren sieht. Sie begleiten die Route 66 oft kilometerlang auf einer Strassenseite.
Die Sonne schien, es war etwas frisch und so bummelten wir durch ein paar Straßen und bewundertern die zahlreichen unglaublichen Wandgemälde. Diese beschäftigten sich sowohl mit der Geschichte dieser Region, als auch mit aktuellen Ereignissen. Im Sommer sollen hier vor allem Abends viele Veranstaltungen stattfinden…
Heute war es sehr leer. Nur vereinzelt waren Leute unterwegs. Und Touristen überhaupt nicht. Wir gingen noch in einen kleinen netten Supermarkt. Dann stiegen wir wieder ins Auto…

… und fuhren wieder ein kleines Stück auf der Route 66, das abrupt an einem Schild „Road closed„ endete.
Also ging es weiter bis Holbrook auf der großen Interstate 40 West.

In Holbrook haben wir im Angie & Joes Café eine Cola getrunken. Das Cafe hat sich tatsächlich seit 10 Jahren (da haben wir hier zu Abend gegessen) nicht verändert. Was ja auch mal ganz schön ist…



Dann ging es zum Wigwam-Motel, das nur ein paar Meter weiter die Strasse längs steht. Die Zimmer in den „Indianer-Zelten“ waren damals als Werbe-Gag gedacht. Auch heute noch kann man in den Zimmern wohnen. Was wir vielleicht das nächste Mal schaffen!

Wir fuhren wieder auf die Interstate. Den „Loop„ über den Petriefied Forrest haben wir ausgelassen.


Unser Song: „Take it easy“ auf der Route 66

Nächster Stop: Winslow, Arizona… der Song der „Eagles „ (Take it easy) in dem der Satz vorkommt: …and I‘m standing at the Corner, in Winslow, Arizona… verhalf der kleinen Stadt an der Bahnlinie zu einer gewissen Bekanntheit. Auch wenn die Musiker der Gruppe nie hier waren.
An der Ecke sind jetzt Wandmalereien, Giftshops und allerlei Route 66 Zeichen zu finden. Und hier waren dann auch ein paar Touristen, die Fotos machten. Wir machten natürlich auch unsere Fotos.



Anschließend suchten wir das Hotel „La Posada“ im Ort auf. Das alte Hotel war zu Zeit der Eisenbahn direkt an der Bahnlinie gebaut worden und ein Luxushotel. Als die Zeit der Autoreisen kam, wurde das Hotel aus Mangel an Gästen geschlossen. 1997 wurde es vom neuen Eigentümer für ca. 12 Millionen Dollar wieder aufgebaut.
Wir finden es sehr gelungen restauriert. Eigentlich müsste man 2 Tage bleiben, weil es hier soviel zu entdecken gibt.

Wir haben zumindest zu Mittag gegessen – und das war ausgesprochen gut und ein sehr gutes Preis-Leistungs-Verhältnis. Dann sahen wir uns noch die tolle Lobby und ein paar Flure und Ausstellungsräume des Hotels an. Es gibt hier viel zu entdecken. Und es bleibt zu hoffen, das es sich hält.


Alte Steine und junge Hipster

Unser nächster Sightseeing-Punkt war der Meteor-Crater. Er entstand vor ca. 49.000 Jahren durch einen Meteoriten aus Eisen und Nickel der etwa 60.000 t schwer war. Der Eintritt war relativ teuer – wir haben es trotzdem gemacht. Wie immer war es am Crater-Rand sehr windig! Für das Museum hatten wir dann leider keine Zeit – es war bereits nachmittag und wir wollten uns noch Flagstaff ansehen.



Wir fuhren weiter auf der Insterstate. Die Route 66 existiert hier nur in kleinen Abschnitten. Bei Twin Arrows waren wir noch kurz – aber die ehemalige Tankstelle, die als Werbemaßnahme mal die zwei Riesen-Pfeile aufstellte, ist kaum noch zu erkennen.

1960 eröffnete die Trading Post an der Route 66. Und zwei ausgediente Telegraphenmasten wurden als zwei große Pfeile angmalt und das Kennzeichen dieser Tankstelle. 1998 wurde der Betreib eingestellt, die Pfeile und die Gebäude verwitterten. 2009 wurde sie von Route 66-Fans restauriert. Mittlerweile sieht der Ort aber noch schlimmer aus und ist ein wirklicher „Geisterort“



Bis nach Flagstaff war es dann nicht mehr weit. Wir checkten in unserem Hotel schnell ein, luden das ganze Gepäck aus und fuhren erstmal in den Ort zurück. Noch schien die Sonne und wir wollten Downtown von Flagstaff kennenlernen.

Die Route 66


Outdoor-Paradies Flagstaff

Flagstaff ist eine relativ „junge“ Stadt, es gibt viele Studenten hier. Und viele Sportler aus aller Welt trainieren hier in der Höhenluft. Wer gerne in die Natur geht, findet von hier aus auch einen idealen Ausgangspunkt zu den Nationalparks und zum Grand Canyon – und deshalb ist der Ort gerade bei Outdoor-Touristen sehr beliebt…
Es gibt reichlich Bars und Restaurants, schöne Geschäfte und alte Gebäude.
Wegen der Eisenbahnanbindung war Flagstaff immer auch ein Ziel für Touristen. Die Route 66 führt mitten durch.

Wir waren ca. 2 Stunden in der Stadt, guckten uns das alte Hotel an, sahen die vielen Wandgemälde, gingen shoppen in schönen Geschäften und Giftshops …


Und dann mussten wir zurück ins Hotel. Denn wir mussten packen! Diesmal „richtig“! Den wir fahren morgen nach Las Vegas und geben das Auto ab. Das heißt, es muss alles, was sich so auf einer Reise ansammelt, in möglichst wenig Taschen untergebracht werden, damit man es auch ins Hotel tragen kann. In Las Vegas checken wir im Paris-Hotel für 3 Nächte ein!

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