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11. Tag: Unser Überraschungs-Stadt: Nashville

Es gab viel zu entdecken in der Country-Music-Stadt Nashville

Dienstag 21.6.2011
Hotel:  Best Western Convention Center (jetzt Capitol Hotel)
Kein Wetterglück in Nashville. Das ging ja gut los.
Als wir unsere Route planten, stellten wir fest, das wir uns unter Nashville so gar nichts vorstellen konnten. Wir befürchteten, das wir mit der Stadt nicht warm werden. Und dann ist der Himmel bedeckt und es regnete, als wir losgingen – so kann das ja auch nichts werden (dachten wir).
Wir hatten uns gerade an die Affenhitze und das zu passende Shortoutfit, mit dem hier jeder rumläuft,  gewöhnt. 

Die Geburtsstunde der „Dixie Deerns
(Deern – plattdeutsch für Mädchen)

Wir begannen am Ryman Auditorium, mit einer Selfguidet Tour. In dieser alten Konzerthalle mit seiner bewegten Vergangenheit (hier sind Priester, berühmte Persönlichkeiten wie Hellen Keller, Tänzer und Schauspieler u.a. Anna Pawlova und Sarah Bernhard, Politker, selbst Charlie Chaplin aufgetreten) haben später alle Countrygrößen gespielt. Hier fand ab 1943 die Grand Ole Opry Radiosendung von 1943 -1974 statt. (Filmtipp: A Prairie Home Companion: Last Radio Show). Überall hingen Schaukästen und man konnte überall rumlaufen.

Und es gab eine Fotografen, der einem auf der Bühne mit Gitarren als „Country-Band“ fotografierte. Das machten wir natürlich auch und hatten einen Heidenspaß beim Fotografieren. Damit das ganze „echter“ wirkte, sollten wir was singen und uns fiel nur Marianne Rosenbergs „Er gehört zu mir“ ein…
Also schmetterten wir los – in der Hoffung, das uns keiner versteht. Tat ein junger Mann natürlich doch – er kam aus Deutschland. Und machte dann noch netterweise mehr Bilder von uns.
Fortan nannten wir uns die Dixie Deerns – es wird aber wohl unser erster und letzter Auftritt gewesen sein.
Die 5 $ für die Fotografen-Fotos haben wir natürlich auch noch bezahlt.

Mittlerweile kommt man übrigens nicht nicht mehr so einfach in die Halle, alles ist größer und mit mehr Security versehen.

Dann ging es erst auf den Broadway und natürlich in einen Bootshop um Stiefel anzuprobieren. Mir haben welche gefallen, aber ich musste noch drüber nachdenken. Dann lieber einen Pin Hard Rock Cafe für die Sammlung.

Wie alles in Nashville begann

Beim alten Fort Nashborough waren wir dann auch noch – auch das ist mittlerweile umgebaut und viel größer. Hier haben damals die ersten Siedler um 1780 am Fluß ihr Lager aufgeschlagen. Und man kann jetzt sehen, wie die Siedler hier gehaust haben.

Vor einem großen Regenschauer sind wir in Jack’s BBQ geflohen. Hier gab es zum Lunch für uns Rippchen und Cole Slaw Salat – sehr lecker und reichhaltig. Wer in Nashville ist – unbedingt hier eine Lunchpause einlegen.

Da das Wetter nicht besser wurde, sind wir zur Union Station (von 1897) gegangen, in der ein Hotel unter gebracht ist. In dem Hotel wurden übrigens auch viele Filme gedreht, wie z.B. „Country Strong“ oder die TV-Show „Nashville“ In so einem tollen Bahnhof/Hotellobby haben die doch sicher eine schicke Bar… Wir läuteten die Cocktailstunde ein, dann brauchten wir eine Ruhepause in unserem Hotel.

Nonstop Musik auf dem Broadway

Gegen Abend sind wir dann wieder auf den Broadway. Begonnen haben wir im Crossroads, in der eine Mädelsband spielte. Es war noch recht leer, so das wir persönlich begrüßt wurden. Die Mädels waren echt gut. So bestellten wir noch ein zweites Bier.

Tatsächlich haben wir die Band 6 Jahre später wieder getroffen (s. Bericht Captiol Region 2017)

Getanzt haben wir dann auch noch, eine Besucherin ließ nicht locker, bis wir auf der Tanzfläche mit ihr waren. Ein netter Mensch hat uns noch ein Bier ausgegeben. Ein in Frankfurt geborener Amerikaner, aber schon ewig in den USA. Kein Deutsch mehr vorhanden.

Dann ging es rasch doch die Boots kaufen – ohne Westernstiefel wollte ich Nashville nicht verlassen.

Nashville
Ich war dann doch noch Stiefel kaufen

Wir gingen in einer weitere Bar – und wollten fast schon wieder gehen. Es war sehr laut und rockig. Aber irgendwie auch faszinierend. Den auf der Bühne spielte ein „Jerry Lee Lewis“-Verschnitt aufgedreht auf dem Klavier. „Brandon“ haute in die Tasten, spielte Rückwärts, mit verbunden Augen und mit Flammen auf dem Klavier. Es war beeindruckend. Wir konnten uns nicht wieder lösen und bleiben bis zum Schluß.
Wie sagte Tina hinterher: „ Ich will genau das, was er hatte“!.

Wir brauchten noch etwas ruhiges und hatten noch einen Absacker in einer weiteren Bar, in der ein junges Mädel sang. Dann ging es zurück ins Hotel. Nashville war für uns eine gelungene Überraschung – und gefiel uns so gut, das wir 6 Jahre später hier unbedingt wieder her mussten!

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A Day to remember

Mittwoch der 20. Mai 

Unser fester Programmpunkt für heute – das 911-Memorial. Die Karten hatten wir online bestellt und ausgedruckt. Gerade in Hoch-Zeiten empfehlenswert. Wir fuhren zum Battery Park und sind dann zum Ground Zero gegangen. Im Museum, das ursprünglich von Daniel Liebeskind konzipiert wurde, später u.a. von Davis Brody Bond fortgeführt und gebaut wurde, starteten wir die Tour. Wir hatten die Memorial App auf unser Handy geladen, so konnten wir über Kopfhörer die Führung hören.  Und jeder von uns lief in seinem eigenen Tempo und wohl auch mit seinen eigenen Gedanken durch das Museum.

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Es ist sehr gut aufgebaut, führt durch den Tag, an den wir uns alle erinnern. Jeder auf seine Weise. Es gab Ausstellungsräume, die kaum zu ertragen waren, andere zeigten die Zerstörung, die Leistung der Helfer wurde an einzelnen Personen oder ganzen Gruppen gezeigt. Auch wie die Medien in der ganzen Welt über den Tag berichteten.
Vor Jahren standen Tina und ich  auf dem Dach des World Trade Centers …

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Wir sind danach noch zum den beiden großen Wasserfall-Brunnen gegangen, die als „Fußabdrücke“ der Zwillingstürme  vor dem Museum zu sehen sind. Die Stimmung war immer noch verhalten, weshalb mir persönlich die Touristen mit ihren Selfie-Stangen etwas auf die Nerven gingen.

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Das Viertel um die ehemaligen Türme wird immer belebter, die Häuser sind größtenteils wieder aufgebaut und auch die Touristen sind hier wieder zahlreich vertreten.

Lunch im Diner

Wir sind langsam zur Fulton Street und von dort zur Pearl Street gegangen. Ein möglichst original Diner war unser Ziel. Und der Pearl Street Diner gehört zu älteren, authentischen und zum Glück etwas versteckten Diner.

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Seit über 50 Jahren werden hier im Finanz-District preiswerte Burger, Sandwiches und Suppen serviert. Auch Robert Pattison hat hier schon gegessen – im Film „Remember me“
Die Einrichtung ist alt, das Personal überwiegend auch…ein paar Wall-Street-Bänker sitzen hier neben den Taxifahrern… uns hat es gefallen. Wir haben jeder einen Burger bestellt und Cola dazu, bevor das Essen kam, wurden eingelegte Gurken gereicht – herrlich.

Ein Burger-Rezept gibt´s hier (wir haben ja auch auf der Route 66 oft Hamburger essen…)
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Anschließend sind wir im Financal District gebummelt, später zur Prince-Street gefahren und sind am Broadway noch etwas gebummelt (sprich: waren shoppen).

Unsere Einkäufe haben wir in unserem Hotel abgegeben und dann ging es weiter – auf die Suche nach der neuen Lieblings-Bar.

Die 3 B´s – Bücherei, Bryant Park und Bar…

Aber vorher haben wir noch ein Bier in unserem Nachbarhotel „The Strand“ getrunken – sie hatten dort Jever! Das mussten wir testen …
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Zu Fuß besuchten wir dann die New York Library – ein schönes altes Gebäude, direkt am Bryant Park.

Die New York Public Library ist eine der größten Bibliotheken von Amerika und eine der drei öffentlichen Bibliotheken in New York City. Das Gebäude in der Fifth Avenue wurde vom Beaux-Arts-Architektenbüro Carrère and Hastings geplant. Die Bibliothek besitzt unter anderem eine Gutenberg-Bibel und eine Ausgabe der Philosophiae Naturalis Principia Mathematica.DSCF1645

Seit 2012 bietet die Bücherei 800.000 Objekte online an. 2014 kamen rund 20.000 historische Landkarten dazu. Die Löwen am Eingang wurden von Edward Clark Potter geschaffen. Laut Wikipedia bekamen sie ca. 1930 von Bürgermeister Fiorello LaGuardia die Spitznamen „Geduld“ (englisch: Patience) und „Tapferkeit“ (englisch: Fortitude). Er wählte diese Namen, weil er dachte, dies seien die Eigenschaften, die die New Yorker brauchten, um die Große Depression durchzustehen.
Die Bücherei tauchte oft in Filmen au, u.a. in dem Film „Spider-Man“ (2002), „The Day After Tomorrow“ (2004), „Ghostbusters – Die Geisterjäger“, natürlich in „Sex and the City: The Movie“  und „Frühstück bei Tiffany“ (1961).

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Auf der Rückseite der Bücherei liegt der Bryant Park und dort fand gerade ein „Fan-Fest“ für die New York Rangers (Eishockey) statt. Ein riesiges Picknick mit Musik und guter Laune.
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Wird die Campbell-Bar unsere neue Lieblingsbar?

Aber wir wollten weiter zum Grand Central Terminal. 20150520_191209 KopieDort am Seiteneingang liegt die Campbell Bar oder auch Campbell Apartment – eine klassische alte Bar, gegründet als Büro  in den 1920ern von John W. Campbell. Eine Zeitlang war das Büro nur ein Abstellraum, später bei der Renovierung wurde das „Büro“ als Bar, mit teilweise originalen Möbelstücken eingerichtet. Sogar der alte offene Kamin, indem der Tresor stand, ist noch zu sehen.

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Wir hatten Glück, obwohl es rappeldicke voll war, bekamen wir in der Ecke einen kleinen Tisch . Von dort konnten wir das Geschehen in der Bar wunderbar beobachten. Wir bekamen unsere – sehr guten – Cocktails und hatten einen vergnüglichen Abend. Leider war es auch hier ziemlich laut…
Zu später Stunde haben wir dann noch als Bar-Snack eine Käseplatte bestellt – beim dritten Cocktail angekommen brauchten wir nämlich dann mal feste Nahrung zwischendurch. Wenn die Cocktails auch nicht billig sind, so ist die Atmosphäre schon etwas besonderes. Und wir kommen bestimmt wieder.
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Es war bereits dunkel als wir auf die 42nd Street zurück gingen, natürlich nicht ohne einen wehmütigen Blick in der Grand Central auf „unsere“ alte Bar (Metazur) zu werfen, die einem Apple-Store weichen musste…

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Draussen steppte der Bär, es war Fleet-Week und überall liefen Grüppchen mit Marinesoldaten herum, neben den ohnehin schon vielen Touristen. Am Times-Square kamen dazu noch die vielen verkleideten Gelegenheits-Schaupieler, die mit Touristen ihre Fotos machen wollten (um sich dafür bezahlen zu lassen!). 
Beschwipst wie wir waren, gingen wir dann aber irgendwann nach Hause…

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