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26. Tag – Wander-Tag im Zion-National-Park

Sonntag 22.9.
Hotel: Quality Inn Springdale at Zion Park

Wir sind sehr früh heute wach geworden – aber das war ganz gut so, wie sich später herausstellte. Wir haben uns in Ruhe für‘s wandern fertig gemacht und nebenbei im Zimmer gefrühstückt. Denn im Hotel hätte es Frühstück erst um 7 Uhr gegeben.

Bevor die Sonne aufgeht…

Um 6:40 Uhr sind wir ins Auto gestiegen und zum Zion Park gefahren. Es war noch dunkel und ziemlich frische 12 Grad. Wie gut, das ich gestern die Stepjacke gekauft hatte.
Im Park angekommen haben wir das Auto abgestellt und den Shuttlebus genommen, die fahren ab 6:00 Uhr. Wir hatten Berichte aus dem Internet gelesen, das auch die ersten Busse oft sehr voll sind und lange Schlangen davor – aber da hatten wir Glück und konnten in den nächsten der kam auch einsteigen. Und dabei die Sonne an den gegenüberliegenden Bergspitzen aufgehen sehen – so schön!


Erste Wanderung zum „Lower Emerald Pool“

Beim Stop “The Grotto” sind wir ausgestiegen und sind nochmal auf Klo gegangen (überall im Park gab es saubere „Natur“-Plumsklos, mit normaler Kloschüssel, die immer sehr ordentlich waren). Als der erste Schwung Wanderer, die mit uns ausstiegen, weg war, sind wir über die Strasse zu unserm Ausgangspunkt gegangen.
Eigentlich wollten wir auf den West Rim Trail, gingen aber versehentlich links rum auf den Kayenta Trail zu den Emerald Pool (die Upper Pools waren wegen Steinschlag nicht zugänglich).
Der Weg, ein fester Sandweg, ging am Berg erst etwas hinauf, dann eher waagerecht am Berg entlang. Man musste schon gucken, wo man hintritt und auch die Seiten gingen teilweise steil nach unten. War aber auch für „Nicht“-Wanderer gut zu schaffen. Wir hatten von unserem „Zwiebellook“ alles an was ging – es war frisch in den Bergen so früh morgens und ohne Sonne…

Alle 10 Minuten hielten wir an, um zu fotografieren. Durch den Sonnenaufgang gab es immer neue Lichtreflexe auf den Bergen. Plötzlich sagte Tina – wir gingen in einer Kurve – das ich nicht weiter gehen sollte – da kamen uns um die Kurve 3 Mule Deer (eine Art Hirsch mit großen Ohren) entgegen! Sie guckten uns etwas überrascht an, dann gingen sie langsam in die Bäume und um uns herum! Wildlife-Sichtung vom feinsten!



Wir gingen bis zum mittleren „Emerald Pool“ haben dort eine kleine Pause gemacht und unser mitgebrachtes Obst gegessen. Da weitere Wege von dort gesperrt waren, mussten wir den gleichen Weg zurück nehmen. Es wurde immer wärmer, vereinzelt kamen uns Leute entgegen. Sonst war es ruhig.
Die zweite Wildlife-Sichtung war dann für uns nicht so schön – mitten auf dem Weg kam mir eine MEGA RIESEN SPINNE entgegen – Tina und ich sind erstmal vor Schreck 3 Schritte zurück gewichen. Kerstin traute sich näher ran! Es handelte sich tatsächlich um eine Tarantel, die hier leben. Und sehr selten sichtbar werden, da sie lieber im Dunklen unter den Steinen leben.


Angels Landing: ein Versuch

Zurück am Bus-Stop fotografierten wir die nächste Wildlife-Sichtung: wilde Truthähne die hier überall rumlaufen.
Dann starteten wir den Trail den wir ursprünglich laufen wollten … um nach 30 Minuten wieder umzudrehen. Den 1. waren mittlerweile so viele Leute unterwegs, das es auf dem Trail zuging wie auf dem Bahnhof und 2. konnten wir aus der Ferne sehen, wie steil der Weg noch wird bzw. wie schmal und hoch der Weg ist. Nix für mich! Als uns dann noch einer entgegen kam und sagte: Angels Landing sollte man in Traffic Jam Landing umbenennen – kehren wir um.


Die 2. Wanderung und Pause in der Zion Lodge

Also stiegen wir in den Bus und fuhren zur Lodge. Hier sind ein Restaurant, Giftshop und die Cabins, in denen man im Park wohnen kann. Ein bisschen wollten wir noch wandern und gingen den Emerald Pool Trail von der anderen Seiten längs. Mittlerweile was es sehr sonnig und warm

Ich sage nur: Busladungen an Menschen die den gleichen Weg gehen wollten. Italienisch, Französisch, japanisch, deutsch … jede Sprache war dabei. Der Weg war für uns Fototechnisch nicht so spannend. Wir sind ihn trotzdem bis zum Ende gegangen und konnten Fotos vom kleinen Wasserfall am Ende des Weges machen. Aber wir waren im Nachhinein froh, das wir am frühen Morgen so alleine unterwegs waren.

Wir sind dann zurück zur Lodge gegangen und waren im Giftshop und haben im Schaukelstuhl in der Sonne gesessen und Eis gegessen und einfach den schönen Park genossen.

Im Museum

Unser nächster Stop war das Zion Park Museum – wo wir als erstes feststellen, das die Spinne, die wir gesehen hatten, tatsächlich eine Tarantel war!
Das Museum ist nicht groß, hat ein paar Schaukästen zu den Ureinwohnern die hier lebten, zu den Park Rangers, die hier arbeiten, der Geschichte des Parks und der Natur. Außerdem gibt’s einen 20-minütigen Film über den Zion Nationalpark. Schön gemacht, aber nichts besonderes.

Unser Abend in Springdale

Wir fuhren mit dem Bus zum Parkplatz und gingen noch kurz in den Giftshop. Dann fuhren wir zurück zum Hotel. Dort haben wir uns etwas ausgeruht, den wir waren ja früh morgens aufgestanden. Später sind wir dann zu Fuß nach Springdale rein gegangen.

Ein netter kleiner Ort, mit ein paar Shops, z.B. Rock-Shops, in denen man seltene Steine kaufen kann, Giftshops, Outdoor-Geschäften…

Bei Oscar’s, einem Dinner in einer Seitenstrasse, haben wir zu Abend gegessen. Wir konnten draussen sitzen und haben uns Rippchen geteilt – sehr lecker, aber viel zuviel (die Portion sollte für 1 Person sein!). Dazu gab es Wein und Cocktails. Dann waren wir geschafft und fuhren mit dem kostenlosen Shuttlebus, der an der Hauptstrasse längs fährt, zurück zum Hotel.

Kategorien: Amerika 2019, Reisen | Schlagwörter: , , , , , , , , | 2 Kommentare

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