Route 66 – eine Reise quer durch die Staaten im Jahr 2009

Die Route 66 läßt uns nicht los – auch wenn unser Roadtrip auf der „Hauptstrasse Amerikas“ schon über 10 Jahre her ist. Für meinen Blog fahre ich die Reise nochmal ab, denn wir haben damals soviel erlebt und gesehen, das ich es lieber aufschreibe.Warum wir als Reiseziel die Route 66 gewählt haben? Bei unserer ersten Reise nach Kalifornien im Jahr 2002 sind wir von Las Vegas aus an den Grand Canyon gefahren und haben dabei auch ein kleines Stück der Route 66 erwischt.
Ich glaube es war dort auf der geteerten Strasse, inmitten der Wüste, als wir ein Erinnerungsfoto machten, das Tina und ich zu uns sagten: einmal müssen wir die ganze Strasse fahren!

Bis es dann soweit war, dauerte es natürlich noch einige Zeit, in der wir Reiseberichte gelesen und uns mit der Strasse und seiner spannenden Geschichte beschäftigt haben.

Eine mehr als 3 wöchige Reise, einmal quer durch das Land, mussten wir natürlich planen, sowohl bei der Arbeit, als auch die Reise selber. Für uns gehört die Vorbereitung irgendwie bereits mit zur Reise, weil sie immer die Vorfreude steigert. Als Reisezeit entscheiden wir uns für das Frühjahr. Und wir hofften, das wir in der Chicago-Area nicht noch von Schnee und Kälte überrascht werden und es im Westen schon etwas wärmer ist.

Reiseberichte, die wir vorher studierten, stammten meist von Motorradfahrern und wir konnten anhand dieser Berichte schlecht einschätzen, wie lang wir mit dem Auto für einzelne Abschnitte brauchten. Also reservierten wir nur die ersten 2 Nächte in Chicago und unsere letzte Nacht in Los Angeles, die in einem besonderen Hotel sein sollte. Aber dazu mehr im Bericht. Unterwegs suchten wir uns Motels und Hotels auf dem Weg, meist nahmen wir dazu die Coupon-Hefte, die es immer in den Visitor-Centern der Bundesstaaten oder an Tankstellen gibt. Zelten ist nichts für uns…

Ein Auto brauchten wir natürlich auch – nein, es wurde kein Cabrio. Das war uns dann doch zu teuer und auch zu klein. Also wurde es wieder ein großer 4×4 Wheeler von unserer bevorzugten Autovermietung Herz.
Wir planten bei unserer Reise 3 Abstecher von der Route 66 zu machen: nach Roswell (NM), Antelope Canyon, Las Vegas. Am Ende wurden es 4 Abstecher – während der Reise beshclossen wir auch noch zum „Four Corner Monument“ zu fahren. Wir hatten also mehr Meilen als die ca. 2.400 auf der Uhr. 

Der Startpunkt unserer Reise war München – Tina flog aus Hamburg dahin – ich lebe hier – und von hier ging es weiter mit Lufthansa nach Chicago. Leider hat Lufthansa unsere Flüge 5 Monate vorher umgebucht – jetzt kamen wir statt Mittags erst abends in Chicago an. Aber egal…

Wie unsere Reise war? Dazu Tinas Fazit von ihrer Homepage: „Um es in einem Satz zu sagen: Wir werden die Route 66 auf jeden Fall noch einmal fahren. Diese Reise war etwas ganz besonderes. So viel verschiedene Landschaften haben wir noch nie in einem Urlaub gesehen, mit so vielen Menschen gesprochen oder so viele Geschichten gehört. 
Wir sind fasziniert von dieser Straße, die es schon so lange nicht mehr gibt, sich aber trotzdem immer wieder in den Vordergrund drängt, so dass heute noch Straßennamen geändert werden und tote Städte zu neuem Leben erweckt werden, von Menschen die an diese alte Straße glauben. Das beste Beispiel dafür ist dafür wohl Galena – in den Reiseführern noch eine Geisterstadt  – heute voll von neuer Inspiration.

Die Reisezeit war für uns perfekt, auch wenn man sagen muss, dass wir mit dem Wetter echt Glück hatten. Nachdem wir Chicago verlassen hatten, regnete es dort nur, und auch sonst sah die Wetterkarte im gesamten Osten immer sehr stürmisch aus. 
Auch das Auto hat sich als sehr praktisch erwiesen. Ein Cabrio wäre doch zu klein gewesen und es war auch zu kalt um offen zu fahren.“

Für die Tagesberichte auf die Links der Wochen klicken und dann weiter durch die Tage…

  1. Woche auf der Route 66
    Am 12.4.2009 ging es los – natürlich starten wir in Chicago
  2. Woche auf der Route 66 (in Arbeit)
    Ein Abstecher nach Roswell, NM und auf dem Santa Fe-Trail
  3. Woche auf der Route 66 (in Arbeit)
    weitere Klassiker und ein Abstecher nach Las Vegas, Nevada
  4. Woche auf der Route 66 (in Arbeit)
    Geschafft – wir sind in Los Angeles und am 2.5.2009 flogen wir zurück

Wie alles begann…

Die Route 66 war eine ursprünglich 2.451 Meilen (3.945 Kilometer) lange Straße von Chicago (Illinois) nach Santa Monica/LA (Kalifornien). Sie galt ab 1926, abgesehen vom Lincoln Highway, als eine der ersten durchgehend befestigten Straßenverbindungen zur Westküste. Die verbliebenen Teilstücke der „Mother Road“ oder auch „Main Street of America“ genannten Strecke, sind heute ein Anziehungspunkt für Touristen und Nostalgiker. Sie wird jedoch nicht mehr einheitlich als Route 66 bezeichnet und ist nicht mehr durchgehend befahrbar.

Als Planer gilt Cyrus Stevens Avory. Am 26. November 1926 wurde die Verbindungsstrasse als „US Highway 66“ für die einheitliche Streckenführung eingetragen. In ihrem Gründungsjahr waren lediglich 800 Meilen asphaltiert, erst im Jahre 1938 wurde die Asphaltierung der Straße vollendet.
Die Flucht verarmter Farmer und Landarbeiter aus Oklahoma und Texas, die nach den jahrelangen Staubstürmen und der Dürre des Mittleren Westens (auch Dust Bowl genannt) über die Route 66 zu den Obstplantagen Kaliforniens strebten, wurde 1939 im Roman Früchte des Zorns von John Steinbeck verewigt. Die Verfilmung des Buches mit Henry Fonda in der Hauptrolle gilt als einer der ersten Roadmovies. Der 1941 zweifach Oscar-prämierte Film (angeblich mit dem Arbeitstitel Highway 66 gedreht) machte die Route 66 auch bei jenen bekannt, die nie darauf reisen konnten oder mussten.


Im Jahre 1946 fuhr Bobby Troup nach Los Angeles, in der Hoffnung auf eine Karriere als Musiker. Seine eigene Aufbruchstimmung fasste er unterwegs in Worte und schrieb den Song Get Your Kicks on Route Sixty Six, der umgehend mit Nat King Cole veröffentlicht und später von Chuck Berry, den Rolling Stones, Depeche Mode und vielen anderen Musikern interpretiert wurde.

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