Südstaaten 2011

16. Tag: Blue Ridge – Savannah

Südstaaten-Charme bis zu unserm Ziel

Sonntag 26.6.2011
Hotel:  Inn at Ellis Square

Schade das wir unsere Cabin heute verlassen mussten, aber wir wollten ja noch ein bisschen mehr von den Südstaaten sehen. Pünktlich um 8 Uhr fuhren wir los. Wir sind Richtung „Antebellum-Trail“ gefahren. 

In Athens hatte das Visitor Center leider noch nicht auf, wir waren tatsächlich zu früh. Also fuhren wir weiter. Allerdings hatte auch andere Visitor Center heute am Sonntag geschlossen. Man ist in Georgia wohl der Meinung, dass der gemeine Tourist am Sonntag nicht weiterreist. Also sind wir planlos durch Athens gefahren und haben keine Antebellum Häuser gefunden.

Auf dem Antebellum Trail

Andere schöne kleine Orte mit tollen Häuser lagen aber auf der Strecke, die auch landschaftlich sehr schön ist. Dieser „Trail“ wurde erst 1985 gegründet und verbindet die Städchen Athens, Watkinsville, Madison, Eatonton, Milledgeville und Clinton. Diese Orte sind vom Bürgerkrieg weitgehends verschont geblieben und haben deshalb reichlich und viele der schönen Häuser und Plantagen.
Die Temperaturen stiegen wieder bis auf gut 95 Fahrenheit an. Immer wieder hielten wir zum Fotografieren an. Zwischendurch gab´s dann auch eine Pause mit Sandwiches und Burger.

Direkt nach Savannah

Da wir gut vorankamen, beschlossen wir gleich weiter nach Savannah zu fahren und drauf zu hoffen, dass unser Hotel schon heute 2 Zimmer für uns frei hat. 
Unsere Elektronik beim Auto machte während der Fahrt zicken – immer wenn wir das Radio oder den iPod anmachten, ging manchmal der Wagen unvermittelt aus. Auch während der Fahrt – was nicht so gut war. Wir haben uns dann unterhalten und eben keine Musik gehört.

40 Meilen vor Savannah auf dem Highway dann: ein Stau – wir wurden an einem Unfall vorbeigelotst. Gott sei Dank war das alles nach gut einer halben Stunde vorbei und wir sind schnell nach Savannah reingekommen. Zwischendurch hatten wir dann die 100 Fahrenheit erreicht. 

Der Gin Tonic wartet schon

Völlig erschöpft kamen wir am Hotel an und wollten eigentlich nur noch einen Drink. Wir konnten schon in unsere Zimmer einziehen, aber die Bar ist sonntags und montags geschlossen.

Auf dem River-Walk

Aber wir wollten ja eh noch an den Riverwalk. Hier sind wir erstmal in einen Irish Pub gegangen. Es angenehm kühl und es gab Gin Tonic und Wodka auf Eis für Kerstin und die Anspannung fiel ab. 

Ein traumhafter Sonnenuntergang, dazu diese Hitze… Herrlich ! Savannah ist ein Traum, genau wie beim letzten Mal sind wir begeistert von dieser wunderschönen Stadt. Wir sind dann am Riverwalk längs gebummelt. Überall wurde Musik gespielt, die Leute saßen draussen und bummelten durch die Gegend. Es war herrlich.

Ein Gewitter zog auf. Also sind wir lieber wieder in eine Bar gegangen und haben noch eine Runde bestellt. Und etwas gegessen. Dann ging es im Dunklen zurück ins Hotel.

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17. Tag: Savannah

Durch den Historischen Stadtkern von Savannah

Montag 27.6.2011
Hotel:  Inn at Ellis Square

Savannah hat eine wunderbare relaxte Atmosphäre, die Altstadt lässt sich gut erlaufen, man braucht das Auto nicht. Hier kann man sich einfach mal treiben lassen.

Info zu Sannah: 1773 wurde Savannah als erste moderne Ansiedlung in der britischen Kolonie von General James Oglethorpe geplant und angelegt. 1819 fuhr hier das erste Dampfschiff die “Savannah” über den Atlantik. 27 Tage brauchte sie bis Liverpool.

1864 rückte General Sherman nach Savannah vor, die Stadt kapitulierte und wurde so nicht zerstört. Er übersandte Präsident Lincoln zu Weihnachten eine Nachricht: “Als Weihnachtsgeschenk überreiche ich ihnen die Stadt Savannah mit 150 schweren Kanonen, Munition und etwa 25.000 Ballen Baumwolle.
Nach dem Bürgerkrieg verfiel die Stadt. Erst in den 50zigern wurde sie langsam restauriert. Sieben Frauen (es geht halt nur mit Frauenpower) schlossen sich zusammen und gründeten die Historic Savannah Foundation. Es ist mittlerweile rd. 2.000 Häuser renoviert worden.

Mehr sogar als Charleston und New Orleans ist Savannah die Stadt, die das hat, was man sich unter dem tiefen Süden vorstellt.

Bummel durch die Stadt

Wir sind nach dem Frühstück einfach die Squares längs gebummelt. Bei Mr. Wilkes, eine Art Restaurant, standen die Leute bereits Schlange um einen Platz zum Lunch zu bekommen. Hier soll man die typischen Südstaaten-Gastlichkeit und das reichhaltige Essen in dem schönen alten Haus genießen können. Reservieren kann man nicht, man muss schon mal 2 Stunden warten. Wir heben uns das Erlebnis für einen späteren Besuch auf.

Wir sind bis zum Forsythe Park gegangen, vorbei dann den schönen Häusern, Gärten und Squares.

Im Park haben wir Sandwiches zum Lunch gegessen und uns ausgeruht.

Zurück sind wir noch über einen Friedhof gebummelt, der aber ziemlich in der Sonne lag und uns einiges abverlangte. Lange blieben wir hier nicht.

Wir waren noch am Mercer House im Gift-Shop – für eine Führung im Haus waren wir zu kaputt.

Dann ging es erstmal zurück ins Hotel und ein bisschen ausruhen und am Pool erfrischen.

Fried Green Tomatos und Crab Cake

Am Abend ging es dann wieder zum Riverwalk und in ein Fish-Restaurant. Wir hatten nicht reserviert, aber bekamen einen schönen Platz im ersten Stock. Kerstin hatte „Krebs satt“ – soviel sie essen konnte. Tina hatte ein Thunfisch-Steak und Maren und ich Corn-Chowder, Fried Green Tomatos, Crab Cake und Garnelen.

Im Tisch eingelassen war übrigens ein Eimer, hier wurden die Krebsschalen gesammelt. Nach Kuchen zum Nachtisch sind wir am Riverwalk längs gebummelt, waren noch in einer Bonbon-Fabrik und haben einfach den Abend genossen.

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20. Tag: Charleston


Ausflug zur Boone Hall Plantation und mehr Sightseeing in Charleston

Donnerstag 30.6.2011
Hotel:   BW King Charles Inn

Gleich nach dem Frühstück sind wir auf die ca. 40 Min. entfernte Boone Hall Plantation, gefahren. Für uns ist das ja für immer „Mont Royal“ aus „Fackeln im Sturm.

19 $ Eintritt (mit AAA-Rabatt 17 $), darin sind aber sämtliche Frührungen enthalten. Die Eichenallee ist einfach die schönste von allen. Zu der Titelmelodie der Serie (extra auf den iPod gespielt nur für diesen Moment) “ritten“ wir unter den Eichen auf die Plantage zu. Einfach ein Traum ! Obwohl es noch sehr früh war, war schon einiges los.

Bei „Orry Main“ zu Besuch

Tina und ich waren bei unserer ersten Südstaaten-Tour im Herbst hier, da waren wir fast allein. Und seit damals wurde auch viel getan, z.B. in den Sklavenhütten ist jetzt eine Ausstellung zur Sklaverei. Sehr ausführlich und toll gemacht mit vielen Schautafel und Videos. Die gab es damals noch nicht…

Wir begannen hinten im Garten wo Mutti Main immer saß und stickte. Dann gingen wir zu den ehemaligen Sklaven-Häuser – hier fand ein Vortrag über die Gullah und die Sklaverei statt. Die Gullah sind Gruppe der Afrikanischen Sklaven, die ihre „eigene“ Kreolische Sprache haben und sie auch teilweise noch bis heute sprechen.

Das Baumwolllager am Fluß haben wir auch gesehen (dort hat Orry seinem Cousin Charles das Fechten beigebracht und Ashton hatten dort auch immer reichlich zu tun). Hier beobachteten wir eine Vorschul-Kindergruppe die gerade einen Ausflug machte und wohl das Thema: „Plantagen“ hatten. 

  • Boone Hall Plantage
  • Boone Hall

Zurück in Charleston

Da wir ja noch einiges in Charleston angucken wollten, mussten wir uns gegen Mittag dann von Mont Royal trennen. Wir parkten das Auto wieder im Hotel und zogen los den „Old Slave Mart“ anzugucken. Ein Museum ist hier untergebracht, wo man einiges über den Handel mit Menschen zu der damaligen Zeit in der Halle erfährt. Eine kleine aber sehr informative Ausstellung. Vor dem Museum ist die Strasse übrigens mit Steinen gepflastert, die von Skalvenschiffen als „Gewicht“ mitgebracht wurden. Und die Sklaven durften dann auch die Strasse gleich selber verlegen…

Es war mittlerweile ganz schön heiß und wir hofften, dass es nicht wieder ein Gewitter wie am Vortag gab. 
Dann ging es zur „Calhoun Mansion“, für 15 $ gibt es hier eine ca. 40 Min. lange Führung in dem noch bewohnte Haus. Hier wurden u.a. gedreht: „Wie ein einziger Tag (The Notebook)“, „Sarlett“ und natürlich „Fackeln im Sturm“. Hier war George in „Belvedere“ zu Hause. Fotografieren ist nicht erlaubt. 
Tina hatte aus dem Internet einen genauen Plan aus dem Haus und Fotos aus Serie usw. Der Führer frage, ob sie vom FBI wäre, so etwas hätte er ja noch nie gesehen. Heute könnte man wohl in dem Haus nicht mehr drehen.

Der Besitzer ist Kunstsammler und hat jede freie Ecke mit wertvollen Stücken behängt und gestellt. Man kann sich kaum noch um drehen, aber die Leute wohnen da und die ganze Pracht wird von ganzen vier Leuten betreut: 1 Gärtner, 1 Koch, 1 Putzfrau und einer der den Rest macht. Unglaublich ! 

Bummel durch Charleston

Dann sind wir noch weiter durch die Nebenstrassen gebummelt und haben uns Häuser und wunderschöne Gärten angesehen und waren dann noch shoppen. Ein großes Gelächter gab es, als wir feststellten das hinter unserm Hotel ein Victoria Secret war. Auch Abercrombi und wie sie alle heißen waren da. Sogar unser „Lieblings-Küchengeschäft“ Williams- Sonoma haben wir noch bekommen. Wer hätte gedacht das Charleston das Shopping-Paradies ist ?

Wir gingen noch in ein Fish-Restaurant etwas essen – hier waren offensichtlich alle Show- und Politkgrößen schon gewesen. Den die Tisch hatten Plaketen mit den jeweiligen Stars, die hier saßen. Auch Fotos hingen an den Wänden. Der Manager ging im Restaurant rum und kam zu uns an den Tisch – und wir hatten einen netten kleinen Plausch (er war glücklich, weil wir die Gastfreundschaft der Südstaaten so lobten) und er schenkte uns Gutscheine für eine Eisdiele nebenan.

  • Charleston

Dann gab es noch einen Pack-Motivations-Cocktail an der Hotel-Bar und dann mussten wir leider ans packen gehen. 

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18. Tag: Savannah – Tybee Island


Beach-Day in Tybee Island und ein unvergesslichen Abend im Pink House

Dienstag 28.6.2011
Hotel:  Inn at Ellis Square

Wir überlegten heute, ob wir einen weiteren Tag durch Savannah bummeln, oder nach Tybee Island fahren und dort ein bisschen an den Strand gehen.
Tybee Island ist nur 30 Minuten von Savannah entfernt und hat mehrere Strände, Naturschutzgebiete und einen Leuchtturm – und gewann! Viele Filme wurden hier gedreht und es gibt schöne Häuser zu sehen.

Der Atlantik wartet

Erst waren wir am Leuchtturm, der älteste noch funktionierende Leuchtturm in Georgia, der aber leider heute zu hatte. So konnten wir nur von außen fotografieren. Er wurde 1736 von General James Oglethorpe in Auftrag gegeben.

Wir sind dann an den Strand gefahren, ich war im Atlantic, andere haben die die Füße in Wasser gestreckt oder nur den Finger…

Ich blieb dann noch ein bisschen am Strand liegen, die anderen sind am Strand spazieren gegangen.
Nach 2 Stunden sind wir dann aber auch wieder aufgebrochen.

Noch ein bisschen shoppen

Dann ging es für Kerstin noch in die Savannah Mall. Da die Mall in Memphis geschlossen war und ein Besuch Victoria Secret so ausgefallen, musste also eine andere her. Die Mall war scheußlich und ziemlich leer, aber Victoria Secret war da und wir kamen alle mit einer pinkigen Tüte aus der Mall. 

Bis Mitternacht im Old Pink House

Für den Abend hatten wir am Vortag (beim vorbei gehen) um 19:00 Uhr im Old Pink House einen Tisch reserviert.
Das Haus wurde bereits 1771 erbaut und war ursprünglich anders gestrichen. Aber irgendwie veränderte sich die Farbe in Pink. Das Haus wurde als Wohnhaus gebaut, war zwischendurch auch mal eine Bank und ist jetzt ein Restaurant. Hier spürt man die Atmosphäre des „alten“ Savannah. Wir wurden nicht enttäuscht. Unsere Erwartungen wurden weit übertroffen ! Was hatten wir für ein toller Abend.

Wir wurden in den ersten Stock geführt, vorbei an Räumen in denen bereits Gäste an Tischen tafelten. Unser Raum muss wohl mal das Wohnzimmer gewesen sein, es war sehr groß.

Nachdem wir uns gesetzt hatten, hörten wir an einen anderen Tisch eine Frau singen – und da war tatsächlich eine Sängerin, in einem schönen Kleid, die von Tisch zu Tisch ging und auf Wunsch sang. Das ganze war sehr locker und hatte überhaupt nicht diesen peinlichen „Steh-Geiger“-Effekt. Irgendwann kam sie dann auch zu uns und wir wünschten uns „Moon River“ – was so schön gesungen wurde von ihr.

Und weil wir hinterher erst feststellten, das einer der Komponisten aus Savannah kam! Wir bestellen unser Essen, das sehr reichhaltig war.

„Jonny Mercer“, Sohn der Stadt Savannah war der Texter von dem Song „Moon River“

Die Party geht weiter in der Keller-Bar

Nach dem Nachtisch gingen wir durch das Haus in den Keller – denn dort war eine Bar. Auch hier gab es Live-Musik, ein Mann am Klavier, und wir fanden einen Platz in der Nähe des offenen Kamins.

Wir bestellen weitere Drinks, kamen ins Gespräch mit anderen Gästen (ein Herr dessen Sohn in Deutschland studierte und ein Pärchen auf Urlaub) und genossen die entspannte Südstaaten-Atmosphäre. Als wir gingen, mussten wir lachen – auf unserer Rechnung stand: „Four Fire-Ladys …“ Wir müssen einen bleibenden Eindruck dort am Kamin hinterlassen haben…

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19. Tag: Savannah – Charleston


Über Beaufort ging es nach Charleston

Mittwoch 29.6.2011
Hotel:   BW King Charles Inn

Ich wurde heute von einem Kater geweckt… Aber der Abend war es wert!
Frühstück fiel für mich aus, aber Kerstin brachte mir Tee und Toast aufs Zimmer. Maren und Kerstin kümmerten sich schon mal um das Gepäck, Tina hat meinen Koffer gepackt.

Heute fuhr Maren und Tina übernahm die Navigation und los ging es über die herrliche Savannah-Brücke Richtung Beaufort (sprich: Bi-fort mit kurzem O).

Abstecher nach Beaufort

Man fährt durch eine schöne Sumpflandschaft und ist recht zügig in Beaufort. Diese kleine schöne Stadt hat noch viele nicht ganz so pompöse Antebellum-Häuser zu bieten. Beim nächsten Mal werden wir hier auf jeden Fall übernachten. Die Stadt hat einen ganz besonderen Charme. Wir sind mit dem Auto ein bisschen rumfahren. „Herr der Gezeiten“ und auch „Forrest Gump“ wurde hier gedreht. 

Bevor wir nach Charleston fuhren, haben wir noch an einem Friedhof haltgemacht und waren Wasser kaufen in einem Piggly Wiggly…

Charleston die „Perle des Südens“

Dann ging es weiter nach Charleston, der „Perle des Südens“. Wir waren recht früh da und haben erst mal ausgeruht.

Info: Charleston liegt zwischen dem Ashley und dem Cooper-River. 1670 segelte eine Gruppe Auswanderer von England in den heutigen Hafen von Charleston. Dieses Gebiet gehörte den Kiawah Indianern. Der Häuptling ermutigte die Siedler zum Siedeln, weil er hoffte, sich so vor anderen Stämmen schützen zu können.

Charleston brachte es Anfang des 18. Jahrhunderts durch den Reisanbau zu sehr großem Wohlstand. Dazu gehört natürlich auch das traurige Kapitel der Sklaverei. Sklaven aus Westafrika waren in Charleston sehr begehrt, weil sie sich gut mit dem Reisanbau auskannten. Ich habe mal gelesen, dass wenn die Stadt menschliche Züge hätte, sie eine Frau wäre. Dazu passen auch die blau, rosa und zartgrün gestrichenen Häuser.

Hier in Charleston fielen 1861 die erste Schüsse des “Bruderkrieges” in Fort Sumter. Das Fort liegt auf einer vorgelagerten Insel und kann mit einer Fähre besucht und erkundet werden.

Spaziergang bei Regen

Gestartet haben wir am Historischen Markt, eine lang gezogene Halle, in der viele kleine Geschäfte sind. Sie machten allerdings gerade zu und so ging es weiter.
Kurz drauf ging ein kurzes heftiges Gewitter los, so das wir gleich wieder in einem Café Pause machen mussten. Wir kauften uns Regenmäntel und gingen trotz des „feuchten“ Wetters einfach weiter.

Nächster Stop war die Circular Congregational Church bzw. der Friedhof. Er gehört zu den ältesten Friedhöfen der Stadt. Das älteste Grab (ohne Markierung) ist 1695 datiert. Man erkennt die ganz alten Grabsteine (um 1600 ) dran, das meist Schädel und Knochen eingraviert sind.
Wir gingen weiter die Meeting Street runter, wo es schon unglaublich tolle Häuser gibt. Es gibt auch viele „Fackeln im Sturm“-Locations hier. 

Die Bewohner sind sehr stolz auf ihre Stadt und behaupten gern: Charleston liegt da, wo der Ashley und der Cooper den Atlantik bilden.

Während wir so längs bummelten, kam eine Frau aus einem Haus und sprach uns an, dass war uns unbedingt das „Calhoun Mainson“ von innen ansehen sollten, es sei was ganz besonderes. Klar machen wir morgen, da wohnte doch George Hazard („Fackeln im Sturm“). So nett, auch das passiert einem in Deutschland sicher kaum. 

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21. Tag: Charleston – Charlotte – Deutschland

Von Charleston nach Charlotte und dann zurück nach Hause

Freitag 1.7.2011
Ende…

Wir hatten für die Fahrt nach Charlotte 3,5 Stunden eingeplant. Nach einem reichhaltigen Frühstück packten wir ein letztes Mal die Koffer ins Auto und fuhren so gegen 10 Uhr los.

Da Montag Feiertag (4.7.) ist, war doch einiges los auf der Interstate, aber es lief immer.

Zwischendurch haben wir einen LKW mit einem „Hamburg Süd“-Container überholt. Die Heimat ruft ? Eigentlich wären wir alle gern noch weiter gefahren. Ein Teil des Gepäcks nach Hause geschickt und einfach weiter hoch nach Virginia… Aber das ging natürlich nicht. 
Bei Hertz lief alles wieder zügig ab. Wir wurden von einem Mitarbeiter mit dem Leihwagen zum Gate gebracht, er fuhr den Wagen dann zurück – toller Service. Mit dem ganzen Gepäck erst in den Shuttelbus hätte Nerven gekostet.

In Charlotte am Flughafen

Am Lufthansaschalter waren von 6 Schaltern, 2 besetzt. Überall wird Personal gespart. Da der zweite Koffer vor Ort bezahlt wird, dauert das Einchecken ewig. 50 $ pro Koffer sind fällig. Wir hatten alle einen zweiten Koffer dabei.
Dann durch den Sicherheitcheck, der sehr genau durchgeführt wird. Ein bisschen was essen, einen letzten Cocktail am Gate. Auf dem Flughafen in Charlotte kann man in Schaukelstühlen auf den Abflug warten, sehr gemütlich.

Wir fliegen zurück

Der Flug verlief ohne große Ereignisse. Wir sind sehr pünktlich in München gelandet. Ich war schnell zu Hause, die anderen 3 mussten noch gut 2,5 Stunden auf ihre Anschlussflüge nach Hamburg und Berlin warten. 
Ein toller Urlaub liegt hinter uns !

Fazit: Make a long Story short: Wir kommen wieder ! Der Süden ist einfach etwas besonderes, die Gastfreundschaft hier ist noch größer als sie es eh schon in Amerika ist. Charleston und Savannah sind so schön, dass man immer zurück möchte. Beim nächsten Mal einfach nur mit einem Buch vor dem Mercer-Haus im Park sitzen… 

Die Blue Ridge Mountains sind auch wieder eine Anreise wert. Wie gern wären wir noch ein paar Tage länger in unserer „Hütte“ geblieben und hätten das traumhafte Panorama genossen. Auch die Plantagen kann man immer wieder mal besuchen ! 

Wir wurden von vielen gefragt ob wir uns die Köpfe eingeschlagen haben. Nein haben wir nicht, ein bisschen gezicke, aber das ist ja wohl normal.
Wir kommen wieder… Versprochen ! 

Auf der Boone Hall Plantation


Und eine Teil davon haben wir dann auf unserer Reise in die Capitol Region wieder gesehen…

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1. Tag: München – Charlotte – New Orleans


Unsere Reise in den Süden kann losgehen

Samstag 11.6.2011
Flug mit Lufthansa von München nach Charlotte

Hotel: Omni Royal Orleans zu 4 in einem Zimmer (Glück gehabt, mit einem Spar-Angebot)

Wir 4 Mädels waren schon öfter gemeinsam unterwegs – und haben uns natürlich riesig gefreut, als wir uns in München am Flughafen endlich alle getroffen haben. Kerstin kam aus Berlin, Maren (meine Schwester) und Tina aus Hamburg und ich musste nur von meiner Schwabinger Wohnung zum Flughafen fahren. Wir haben noch schnell Wasser gekauft und mussten gar nicht lange auf das boarden warten. Der Flug war ganz okay.

Ankommen in Charlotte

In Charlotte mussten wir durch die „Immigration“, da haben wir gut eine Stunde angestanden. Das ist echt immer nervig. Aber – der grüne Zettel im Flugzeug ist endlich Geschichte ! Und man kann alles übers Internet ausfüllen.
Unser Gepäck mussten wir auch holen und gleich wieder am Schalter abgeben und wieder einchecken. In Charlotte haben wir dann erstmal was gegessen und uns ans Gate gesetzt. Langsam wurden wir müde, so da wir auf den kurzen Flug nach New Orleans alle geschlafen haben.

Unser Hotel im French-Quarter

Am Flughafen in New Orleans geht es bereits sehr locker zu, die Hitze schlug uns gleich entgegen. Wir nahmen ein Taxi zum Hotel und checkten erstmal in unser Zimmer ein. Das Hotel Omni Royal Orleans war ein Glücks-Griff – sehr edel und stylisch ( ein Schnäppchen, auch weil wir uns zur 4 ein Zimmer teilten.)

Dann ginge es noch ins Hard Rock Café, dass am Ende unserer Strasse lag. Erst ein Cocktail an der Bar, dann endlich etwas zu essen. Und danach dann ins Hotel und schnurstracks ins Bett!

1999 waren Tina und ich das erste Mal in der größten Stadt Louisianas, die durch die Franzosen, Arkadier aus Nova Scotia und den Spaniern geprägt wurde. 1812 wird Louisiana Bundesstaat der USA, um 1861 wieder aus der Union auszutreten. Zeit des Bürgerkrieges. Die Rassentrennung, wie der Süden sie kannte, wurde 1896 noch offiziell vom Obersten Gerichtshof bestätigt. 1954 wurde die Rassentrennung an Schulen aufgehoben, aber nicht besonders erfolgreich. 1960 muss die Bundespolizei die Aufhebung durchsetzen. Auch heute läuft es nicht so richtig rund. Wovon wir, als Touristen aber nur am Rande etwas mitbekommen.

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2. Tag: New Orleans

Ein Bummel durchs klassische New Orleans im French Quarter

Sonntag 12.6.2011
Hotel: Omni Royal Orleans (toller Pool auf auf dem Dach)

Gegen 6 Uhr waren wir alle wach und es gab den ersten Kaffee. Sehr praktisch, dass es in den USA immer Wasserkocher und löslichen Kaffee und Tee auf dem Zimmer ist.

Kerstin, Maren und ich sind auf die Dachterrasse zum Schwimmen gegangen. Herrlich sich im warmen Wasser nach dem langen Flug zu bewegen. Und der Sonnenaufgang über den Dächern von New Orleans war wunderschön

Jazz-Brunch im Garten
  
Um 9 Uhr haben wir im „Court of Two Sisters“ den Jazz Brunch reserviert. Vorher sind wir noch ein bisschen durch die Anliegenden Strassen gebummelt. Wir waren an der Cathedral und haben unser „Photo of the Day“ gemacht. Danach ging es zum Brunch.

Photo of the Day

Der Brunch war der erste kulinarische Höhepunkt. Unglaublich lecker, für 29 $ pro Nase kann man bei schöner (!) Jazz Musik im Garten sitzen und schlemmen. Zitat von der HP:  Unser historischer „Old World“ Innenhof bietet Ihnen eine Oase der Erholung an.
Das sanfte Plätschern der Springbrunnen und der Klang unseres Jazz Trios begleiten Sie, während Sie inmitten einer Pracht von blühenden Pflanzen die verlockenden, üppigen Speisen des Büfetts genießen und zur Erkenntnis kommen: Das ist das Erlebnis, wonach Sie sich gesehnt haben und weswegen Sie nach New Orleans gekommen sind..

Wir haben es genossen im Garten zu sitzen, immer mal wieder am Büffet vorbei zu schlendern, Sekt zu trinken und erstmal auch gedanklich an zu kommen.

Bummeln durch French Quarter

Wir haben uns Richtung Hotel zurück geshoppt, kurz die Sachen abgestellt und sind los das French Quarter zu erkunden. Es wehte ein leichter Wind, so ließ sich die Hitze eigentlich ganz gut aushalten.
Über den  Jackson Square, vorbei an den Pontalba Buildings mit den tollen schmiedeeisernen Geländern ging es Richtung French Market, mit seinen Food-Ständen. Zum „abkühlen“ ging es dann noch in einen Weihnachtsläden.

Danach stellten wir fest, das am Ende des Marktes das Tomato- und das Shrimps-Festival stattfand. Es waren viele Einheimische unterwegs und es spielte eine Cajun-Band, die Leute tanzten trotz der Hitze. Auffallend war auch, wie sich alle zurecht gemacht hatten und wieviel Spaß sie hatten.
Aber wir wollten ja weiter und so gingen wir über die Esplande Avenue zum Lafittes Blacksmith Shop, auf eine Getränkepause.

Kurze Getränke-Pause in angeblich ältesten Haus in New Orleans – dem Piraten-Haus Lafittes Blacksmith Shop.

Danach mussten wir eine Pause im Hotel einlegen. Also kurz mal im Pool abkühlen und dann im Zimmer das angesagte Gewitter mit den Regengüssen abwarten.

Dirk Nowitzki spielt – wir waren dabei

Also, nicht live vor Ort, aber immerhin „live“ vor dem Fernsehen in einem Restaurant. Denn wenn ein Deutscher Basketball-Geschichte schreibt, wollten wir dabei sein. Maren und Kerstin guckten die letzten 2 Quarter im Hotel, Tina und ich an der Bar im Restaurant. Wir waren so müde, der Jetlag war besonders heftig. Aber wir haben durch gehalten. Glückwunsch an die Dallas Mevs und Dirk Novitzki, sie haben 105 : 95 gewonnen.

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3. Tag in New Orleans: Alte Villen, Jazz und Beignets

Heute geht es tagsüber durch den Garden District und am Abend durch das French Quarter

Montag 13.6.2011
Hotel: Omni Royal Orleans

Frühstück im Café du Monde

Den Tag haben wir heute mit einem Frühstück im Cafe du Monde bei Café au Lait und Beignets mit viel Puderzucker begonnen. Der Kaffee, aus Zichorien (hier wird die Wurzel der Pflanze verwendet und enthält kein Koffein) ist so klasse hier, da braucht nicht man nicht mal Nescafe zum aufpeppen. Und ja, die Beignets sind immer frisch und lecker! Und auch die „Einheimischen“ gehen hierher.

Auch wenn es „touristisch“ ist, die Beignets schmecken wirklich lecker

In den Garden District

Es war schon ziemlich warm, so das wir bald aufbrachen zur Canal Street, von der die Street Car in den Garden District fuhr.
Das System der Streetcar könnte für uns Touristen noch etwas besser beschildert und erklärt werden. Aber wir bekamen unser 3 $ Tagesticket und haben wir es in den Garden District geschafft.Es war mittlerweile ziemlich heiß, aber wir konnten ja langsam spazieren gehen.

Wir haben auf dem Lafayette Cemetery angefangen. Viele werden ihn von TV-Serien und Filmen kennen. Es gibt hier leider wenig Schatten, aber ein paar Gräberreihen sind wir längs gebummelt und haben fotografiert.

Dann sind wir die schönsten Häuser und Villen abgelaufen und haben viel fotografiert. Zwischendurch mussten wir nochmal in einem kleinen Diner eine Cola trinken, nur um uns abzukühlen… Mit der Street Car ging es dann zurück in unser Hotel für eine kurze Pause.

Die besten Hamburger und den besten Jazz

Am Abend ging es dann durch die Bourbon Street (nein, braucht man nicht, aber einmal durchlaufen muss man wohl) zum Essen und den Clover Grill, wo es angeblich die besten Hamburger der Welt gibt, weil das Fleisch unter einer Haube gegrillt wird.

Die Hamburger sind wirklich lecker, ein Besuch lohnt sich, auch wenn man nicht ganz so pingelig sein sollte… Immerhin hält sich dieser Dinner schon seit 1939 in der Bourbon Street. Der Laden könnte mal eine Überholung vertragen. Wir wollten eigentlich nur hierhin, weil Tina und ich hier beim ersten mal in New Orleans waren.

Dann ging es endlich in die Preservation Hall, einem legendären Platz, der sich er Pflege des traditionellen des Jazz verschrieben hat. Der Begriff Hall ist übertreiben – es war ursprünglich ein alter Schuppen. Heute wurde klassischer Jazz gespielt und es ist immer etwas anderes, wenn man den Musikern dabei zusehen kann.

Es gibt hier übrigens kaum Sitzplätze, keine Getränke (dürfen aber mitgebracht werden), keine Snacks, nur Musik ! Fotografieren ist erlaubt, aber nur ohne Blitz.
Die Luft in dem Laden war zum schneiden, daher haben wir es auch nicht ewig ausgehalten. Aber es hat wirklich Spaß gemacht … die Stimmung ist einfach faszinierend. Ein Besuch gehört zu einem New Orleans-Aufenthalt unbedingt dazu. 

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7. Tag: Rund um Vicksburg

Entlang des alten Natchez-Trail

Freitag 17.6.2011
Hotel: Quality Inn & Suites

Die Übereste der größten Plantage: Windsor Plantage

Nach dem typischen Motel-Frühstück mit Cerialien und Toast, fuhren wir praktisch erstmal ein Stück zurück Richtung Natchez – wir wollten zu der Windsor Plantage.

Nur 23 Säulen sind vom ehemals größten Plantagenhaus übrig geblieben. Die Baumwollplantage hatte 32 Zimmer, jedes mit einem Kamin ausgestattet. Es wurde 1860 fertiggestellt, das Gebäude hat den Bürgerkrieg überstanden, ist dann aber leider 1890 abgebrannt. Der Brand wurde durch eine Zigarette ausgelöst. Mark Twain soll hier auch einmal zu Gast gewesen sein.

Im historischen Jefferson College

Dann ging es weiter zum Historic Jefferson College – was als „West Point-Akademie“ in Fackeln im Sturm herhalten musste (das eigentlich West Point liegt oberhalb von New York – da waren wir auch schon). Es ist nach Präsident Thomas Jefferson benannt. Das College wurde im Jahr 1811 eröffnet. Jefferson Davis, späterer Präsident der konföderierten Staaten, ging hier auch zur Schule.
Natürlich liefen wir alles ab und fotografieren uns dort, wo auch schon „Orry“ und „George“ standen. 

Picknick auf Indianer-Pfaden

Dann ging es für einige Meilen auf den Natchez Trace Parkway. Bereits vor 8.000 Jahr schlugen Indianer hier einen Weg durch die Wälder. Es sind noch einige typische Mounds (Erdhügel) der Indianer zu erkennen. Auf einen sind wir bei der Mittagshitze auch geklettert.

Der Natchez Trade war der bedeutendste Handelsweg und wurde um 1840 dann von den Fluss-Booten und später von der Eisenbahn verdrängt. Der Parkway beginnt in Natchez und endet in Nashville. 
Zwischendurch kann man auch mal kurze Walks machen oder picknicken. Wir haben uns fürs Picknick entschieden. Und fanden auch ein perfektes schattiges Plätzchen, da hätten wir sogar grillen können. Und haben unsere Vorräte ausgepackt. Frischkäse, Tomaten, Cräcker – das ist bei uns immer in der Standart-Kühltaschen-Ausrüstung dabei.

In Downtown Vicksburg

Nachdem wir uns ausgeruht hatten, fuhren wir weiter nach Vicksburg Downtown. Die Stadt hatten wir uns größer vorgestellt – wir fuhren (nach unserem heißem Erlebnis in Natchez) erstmal mit Auto einmal rum.
Unten am Fluß konnte man sogar noch die die Flutschäden direkt an der Flutmauer sehen – zwei Wochen früher und wir hätten hier nicht fahren können.
Dann haben wir den Wagen geparkt und sind noch zu Fuß rumgelaufen. In Vicksburg gibt es viele kleine Läden zum shoppen. Nicht der übliche amerikanisch Einheitsbrei. Eine Verkäuferin wies uns darauf hin, dass ganz Vicksburg beim Bürgerkrieg ein Schlachtfeld war und die ganze Stadt eigentlich ein Monument sei. „Die Stadt war in Blut getränkt“, so hat sie es formuliert. Morgen früh sehen wir uns dann die Hauptsehenswürdigkeit – den Military Park, das eigentliche „Kriegsgebiet“ vor Vicksburg – an. 

Auf dem Weg zum Hotel sind wir dann doch noch in ein typisches Outlet gegenüber des Motels gegangen. Aber nach fast einer Woche, ist so ein Stopp doch mal gestattet. Morgen geht es dann weiter nach Memphis. Ein Schotte, den wir heute getroffen haben, meinte Memphis sei eine „rough“ City. So nach dem Motto: Mädels bleibt mal lieber im beschaulichen Vicksburg. Aber was würde dann Elvis von uns denken ? Wir haben auch einiges auf dem Zettel in Memphis. Also geht es morgen los.

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