Reisen

Letzter Tag in Paris – der Rückflug

Dienstag 15.8.2017 Maria Himmelfahrt…

Alle Geschäfte waren wegen des Feiertags geschlossen und wir mussten um 11:00 Uhr unser schönes Apartment verlassen…

Also hieß es nach dem Frühstück – alles einpacken und etwas aufräumen. Wir hatten noch etwas Zeit, bis unsere Flüge und Züge nach Deutschland und Österreich abflogen, bzw. fuhren. So genossen wir die letzten Stunden noch das Apartment, bevor wir die Schlüssel abgegeben haben.

Und leider war wegen des Feiertages – den wir beim planen der Reise zwar als freien Tag für uns wahrgenommen haben, aber nicht wußten, das er auch in Frankreich gilt, alles geschlossen. So hatten wir keine Möglichkeit die Zeit mit z.B. einem Museum-Besuch zu verteiben. Wir entschlossen uns, einfach ein Bistro aufzusuchen und dort ein bisschen zu warten.

Den mit den Koffern und Taschen wollten wir nicht durch die Stadt laufen und uns noch etwas ansehen.

Außerdem hatten wir die letzten Tage wirklich viel von Paris gesehen.

Also gingen wir mit allen Taschen und Koffern schon mal in Richtung Metro-Station. Hier fanden wir ein großes Bistro und konnten auch draussen sitzen. Heute war das Wetter wieder etwas bedeckter. Bei einem Kaffee und Gebäck verstrich die Zeit dann auch auch irgendwann. Wer etwas Französsichen backen möchte – hier findet ihr ein Rezept für feine Canelés de Bordeaux

Wir 4 Flugreisende fuhren mit der Bahn zum Flughafen. Es war zum Glück nicht so voll.
Ines ist in Paris geblieben, um mit der Bahn zurück zu fahren.
Am Flughafen musste Maren zu einem anderen Terminal um nach Wien zurück zu fliegen. Wir verabschiedeten uns schon beim Check in. Und Christin, Julia und ich sind – etwas verspätet – mit Eurowings dann auch irgendwann nach München zurückgeflogen.

Und alle sind wir abgereist, mit der festen Überzeugung:

„Paris is always a good idea! „

Audrey Hepburn
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Sightseeing in Paris – die Nachbars-Viertel

Montag 14.8.2017

Langsam spielt sich alles ein… aufstehen, Frühstück machen und los gehts durch Paris…

Da wir bereits mehr geschafft hatten, als angenommen, entschieden wir uns, doch noch zum Montmartre bzw. „Sacré-Coeur“ hoch zu gehen. Mit all den anderen Touristen und bei schönsten Sommer Wetter stiegen wir die zahlreichen Stufen hinauf zu dieser riesigen Kathedrale hoch über der Stadt. Es war recht voll, auch mussten wir ein paar sehr aufdringlichen Verkäufern aus den Weg gehen, so blieben wir nicht lange und spazierten durch die Touri-Massen am Montmartre wieder zurück.

Etwas Ruhe auf dem Friedhof am Montmartre

Spontan entschlossen wir uns anschließend den Friedhof am Montmartre anzusehen. Es ist einer der ältesten und größten Friedhöfe in Paris. Er wurde 1825 als Nordfriedhof angelegt.
Es gestaltete sich aber etwas schwierig den Eingang zu finden und wir schafften es tatsächlich, einmal komplett die Friedhofsmauer zu umrunden (immerhin ist er 11 h groß), bevor wir den Eingang fanden.

Und nun konnten wir auch die Gräber vom Maler Edgar Dégas, dem Komponist Jaques Offenbach, den deutschen Dichter Heinrich Heine und Emile Zola ansehen. Und die Ruhe auf diesem sehr alten und wunderschön angelegten Friedhof genießen.

Das „unverschämte“ Viertel in South Pigalle

Weiter ging es nach South Pigalle, das Viertel das unterhalb des Kabaretts Moulin Rouge (die große Mühle direkt an der Strasse) liegt. Das Viertel, früher eher für ein ausschweifendes Nachtleben bekannt, wird so langsam hipp und sehr trendy. Wir fanden ein nettes Bistro mit Tischen unter alten Bäumen und aßen hier eine Kleinigkeit zum Mittag. Anschließend bummelten wir die alten Strassen längs, in denen man noch viele alt eingesessene und traditionelle Lebensmittelgeschäfte finden kann. Allerdings hatten viele, jetzt im heißen August, Sommerpause… so auch einer der 10 besten Käseläden in Paris, das „Saint Hubert ferme“ – schade. Hier wollten wir eigentlich für unser geplantes Picknick heute abend Käse kaufen.

Unser Finale – Picknick an der Seine

Wir fuhren nach dem bummel erstmal ins Apartment zurück, um uns etwas auszuruhen. Dann gingen wir noch gegenüber in unserem Supermarkt Monoprix, um ein paar Lebensmittel für unser Abschluss-Picknick an der Seine zu kaufen. Das stand nämlich auf der To-do-Liste für Paris ganz oben!
Wir fanden alles was wir brauchten – Wein, Käse, Baguette. Ein paar Teller, Messer und Weingläser nahmen wir aus unserem Apartment mit und dann gingen wir im Abendlicht an der Seine spazieren und suchten uns einen Platz zum picknicken.

Wir fanden einen ruhig Platz direkt am Ufer, sogar mit einer Steinbank auf der wir unser mitgebrachtes Essen ausbreiten konnten. Maren öffnete den Wein, es gab Brot und Käse…
Auf den warmen Steinen sitzen und die Leute um uns herum beobachten, während wir Wein tranken und uns unterhalten haben – unbezahlbar. Auf der Seine fuhren die Touristen-Schiffe an uns vorbei, am Ufer saßen Paare und kleine Gruppen. Es war sehr unterhaltsam die Menschen um uns herum zu beobachten.
Über 3 Stunden saßen wir so da und genossen den Abend bis es dunkel wurde und die Lichter um uns herum angingen. Gegen 22:30 Uhr haben wir alles eingepackt und sind nach Hause gebummelt….

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Sightseeing in Paris – neues und altes und von oben…

Sonntag 13.8.2017

Auch heute morgen haben wir wieder in unserem sonnigen Appartement in Ruhe gefrühstückt – herrlich wenn man dafür so viel Platz und Zeit hat. Es dauerte ja auch immer etwas, bis alle durch´s Bad waren, der Kaffee und Tee gekocht war. Aber hetzen wollten wir auch nicht…

Frühstück in Paris – da dürfen Croissants nicht fehlen…

Auf der Bahntrasse Coulée verte René-Dumon

Der Plan sah heute vor, eine alte Bahnlinie zu besichtigen. Die Eisenbahnstrecke der „Petite Ceinture“, die über Vincennes nach Marles-en-Brie führte. Sie endete am ehemaligen Kopfbahnhof Gare de la Bastille in Höhe der heutigen Opéra Bastille. Die Bahnstrecke wurde am 22. September 1859 eröffnet. 1969 wurde die Bahnstrecke stillgelegt. Nach vorherigen Renovierungen, wurde die Strecke 1993 bepflanzt und umgestaltet. Daraus entstand die „Promenade plantee“ oder „Coulée verte René-Dumon„. Der „Viaduct des Arts“ ist Teil von diesem erhöhten Park-Wanderweg auf dem man jetzt spazieren gehen und dabei auf die Strassen von Paris blicken kann. Sie ist die die „Vorlage“ für die New Yorker „High line“, einer alte Bahnstrecke in Chelsea.

Wir hatten wunderbares, sonniges Sommer-Wetter und fuhren mit der Metro zum Aufstieg in der Nähe der Bastille. Dann wanderten wir vorbei an kleinen Wasserläufen, Park-Bänken zum verweilen, durch die Blumengärten mit über 300 verschiedenen Pflanzen. Ab und zu konnte man über die Brüstung auf die belebten Strassen der Umgebung sehen, während Jogger an einem vorbei liefen. Wir verließen die Coulée verte René-Dumon am „Paul Perin Garden“ und gingen die kleinen Strassen Richtung „Parc de Bercy„, ein ehemaliges Weinlager und Umschlagplatz der Bahn. Der Park bietet ein paar Überraschungen und ist wirklich schön angelegt.


An der geschwungene Brücke von „Simone de Beauvior“ warteten wir dann auf zwei Freunde aus Paris, P. und Y., die in der Nähe wohnten und die wir noch treffen wollten.

Über die Seine zur Notre Dame

Ursprünglich war die Fußgänger-Brücke nach dem Stadtviertel „Passerelle Bercy-Tolbiac“ benannt. Bei ihrer Einweihung am 13. Juli 2006 bekam sie aber den Namen der französischen Schriftstellerin Simone de Beauvoir. Damit wurde in Paris zum ersten Mal der Name einer Frau für eine Brücke vergeben.

Nachdem P. und Y. dazukommen waren, gingen wir auf der Brücke über die Seine. Auf der anderen Seite der Seine liegt die National Bibliothek (von Dominique Perrault entworfen) mit ihren 4 großen Gebäuden, die jeweils ein aufgeschlagenes Buch darstellen sollten. Über 10 Millionen Werke befinden sich hier in der größten Bibliotheke von Frankreich.

Hier am Seine-Ufer liegen viele Boote, die auch Bars und Restaurants beherbergen. Eines dieser Boote haben wir ausgewählt und uns in die Sonne an Deck gesetzt. Es gab Wein, dazu Tomaten und frischen Mozzarella mit Baguette und gebratene Kochbananen. So konnten wir uns nach dem langen Spaziergang etwas ausruhen.

Zu Fuß ging es dann weiter die Seine entlang bis zur „Notre Dame„. Hier an der großen berühmten Kathedrale waren natürlich wieder alle Touristen von Paris zu finden, so das wir ziemlich schnell weiter gegangen sind. An der Ponte Neuf, der ältesten Brücke von Paris, trennten sich unsere Wege.

Stipvisite im St. Germain

Wir Mädels gingen ins St. Germain-Viertel, P. und Y. nach Hause. Nach einer kurzen Kaffee-Pause in einer der zahlreichen Cafés gingen wir durch das Viertel zum Café la deux Magot und Café Flore. Diese Cafés sind berühmt, weil verschiedene Schriftsteller und Künstler sie als ihr „Wohnzimmer“ betrachteten und dort regelmäßig anzutreffen waren.

Über den Dächern von Paris

Der Montparnasse Tower mit seinem Observation-Deck war unser nächstes Ziel. Seit 1972 steht der große dunkle Turm, der Tour Montparnasse in dem Viertel. Er ist mit seinen 209 Metern das höchste Haus von Paris.

Wir fuhren ein kurzes Stück mit der Metro dahin. Lange anstehen mussten wir nicht und 17,- Euro später fuhren wir mit Fahrstuhl direkt auf die Spitze dieses Hochhauses. Noch ein paar Schritte zu Fuß und schon lag uns Paris zu Füßen. Wie hatten von hier einen grandiosen Rundum-Blick über die ganze Stadt. Das Wetter spielte auch mit, leichter Wind, die Sonne schien. Wir tranken einen Aperitif auf dem Dach des Hochhauses und blickten immer wieder auf Eiffelturm und die Seine hinunter.

„Eine der wenigen Aussichtpunkte von Städten, die sich tatsächlich lohnen“
„Man muss manchmal auf den hässlichsten Tower gehen, damit man den schönsten Blick auf die Häuser hat“
Unser Fazit zu diesem Sightseeing-Punkt.

Zu Fuß nach Hause durch das Marais-Viertel

Dann ging es wieder in die alten Tunnel der Metro-Station. Der „Place des Vosges“ war unser letztes Ziel an diesem Tag. Dies ist ein wunderschöne Platz, gesäumt von alten Stadthäusern. Wir gingen einmal um den kleinen Park und sahen dabei auch das Haus vom Schriftsteller Victor Hugo.

Nun hatten wir Hunger und haben im nächstbesten Bistro etwas gegessen. Es war okay, zumindest wurden wir satt. Zum Dessert gönnten wir uns dann ein Eis bei dem Eiscafe „Amorino“. Zu Fuß und mit einem großen Eis in der Hand gingen wir durch das Marais-Viertel nach Hause.

Ach ja, Maren war vom Montparnasse Tower direkt zu einer Freundin gefahren und wir haben sie dann wieder in einem Bistro vor unserem Apartment getroffen. Und noch ein Glas Martini zusammen getrunken.

Ein Martini im sommerlichen Paris am Abend
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Sightseeing in Paris – die Klassiker

Samstag 12.8.2017

Herrlich in Paris aufzuwachen und in der großen hellen Wohnung ein schönes Frühstück zu genießen. Wir haben dann auf Maren gewartet, die schon um 9:00 in Paris gelandet ist. Sie kam ja aus Wien dazu. Zum Glück fuhr ihre Bahn auch schnell in die Stadt und für sie gab es noch einen kleinen Kaffee in unserer Wohnung, bevor es für uns alle losging um die Stadt zu erkunden.

Zu Fuß durch Paris

Wir gingen „unsere“ Strasse, den Bl. de Sébastopol in Richtung Seine. Irgendwann bogen wir links ab und gingen am Museum und Kulturzentrum „Centre Pompidou“ vorbei zum „Hôtel de Ville„, das im Neorenaissance-Still im 19.Jahrhundert erbaute Rathaus. Dabei haben wir viel fotografiert. Das Wetter war etwas bedeckt, aber es regnete nicht.

Am Hôtel de Ville gingen wir runter zum Ufer der Seine und ein Stück der Seine nach rechts entlang. Bei der Pfarrkirche „Saint-Germain-l’Auxerrois“ nahmen wir den kleinen Weg durch das Rückseitige Tor des „Louvres“ um in den Innenhof des National-Museums zu gelangen.

Maren hat hier erstmal eine Geo-Cache gesucht (und in einer Fisch-Sculpture gefunden). Er war in der Ecke vom ersten Innenhof versteckt.

Für den Louvre selber hatten wir keine Zeit einplant. Wenn man in das Museum möchte, empfiehlt es sich auch, Tickets vorher zu bestellen, damit man nicht so lange für Tickets anstehen muss.

Feine Törtchen & Gebäck in der Konditorei Ladurée

Wir bummelten durch den ältesten Park von Paris, den „Jardin des Tuileries“, mit seiner wunderschönen Garten-Architektur, bis zum größten Platz von Paris, den vielbefahrenen „Place de la Concorde“. Das Wetter war bis dahin stabil – jetzt sah es nach Regen aus. Also sind wir in Richtung Place de Madeleine gegangen und haben tatsächlich im Teesalon Ladurée einen Platz bekommen. Es gibt von diesem klassischen Salon de Tè mehrere Ableger in der Stadt. Dieser hier am Place de Madeleine war aber das erste Geschäft. Louis Ernest Ladurée (1836–1904) hatte hier 1862 eine Bäckerei eröffnet. Da auch die Oper in der Nähe ist, wurde die Nachbarschaft schnell zu einer Nobeladresse. Was ihm natürlich zu Gute kam. Und dann erfand auch noch ein naher Verwandter von ihm, Pierre Desfontaines, die heute so berühmten Macarons. Das zarte Baisergebäck mit feinen Füllungen ist heute noch ein Verkaufsschlager.

Es war sehr voll, aber trotzdem gemütlich. Wir probierten kleine Törtchen mit Zitrone und Schokolade, Rosensahne und Himbeeren und dazu Tee und heiße Schokolade. Es waren natürlich auch viele Touristen um uns herum, die Preise sind entsprechend. Aber das Gebäck war wirklich köstlich.
Ines und ich teilten uns Schoko- und Zitronentörtchen

„Ich weiß gar nicht, womit ich anfangen soll?“
Mit der Schokolade!“
„Und? Wie schmeckt es?“
„Formidable!“

So gestärkt ging es weiter am „Place de Madeleine„. Für Foodies war diese Ecke mal ein Muss. Die Strasse um die Kirche bot reichlich Feinkost-, Wein-, Käse- und Trüffelgeschäfte. Leider ist es in den letzten Jahren etwas touristisch geworden und viele kleine Läden mussten schließen. Sehr schade.

Wir gingen trotzdem noch zum Luxus-Feinkostgeschäft „Fouchon“ und sahen uns um. Julia und Christin holten sich anschließend bei „Pret a manger“ noch ein Sandwich. Sie mögen es lieber herzhaft – davon gab es in der Konditorei nicht so viel.

Der „Tour de Eiffel„ von unten

Zum Eiffelturm wollten wir heute auch noch. Von hier ist es aber tatsächlich schneller mit Metro zu fahren. Der Eiffelturm ist zu Fuß von der Innenstadt aus, nicht so leicht zu erreichten.

Mit der Metro ging es dann zum „Tour de Eiffel“. Hier war es war richtig voll, überall Touristen. Wir waren ja auch hier…
Und machten erstmal Selfies mit dem berühmten Metall-Turm – wenn auch nicht sehr erfrolgreich…
Okay – Instagram-Stars werden wir wohl nicht mehr…

Wir gingen den schmalen Park „Jardain de la Tour Eiffel“ entlang bis zum eigentlichen Turm. Es waren lange Menschenschlagen davor, die auch hoch fahren oder gehen wollten. Das heben wir uns für späteren Besuch auf… Wir gingen über die Brücke „Pont d`léna“ und es fing an zu regnen. Also suchten wir uns eine Metro-Station und fuhren zu unserer Wohnung.

Abendessen in einem klassischen Bistro

Nach einer kurzen Pause brachen wir zu unserer Abend-Reservierung im Bistro Astier, 44, rue Jean-Pierre Timbaud im 11. Arr. ,auf.
Wir fuhren mit der Metro hin und bummelten, weil wir etwas zu früh dran waren, noch etwas die Strassen längs. Dann gingen wir in dieses alte, sehr klassische Bistro mit traditioneller Küche. Das Bistro gibt es seit 1956 und bietet klassische Französische Bistro-Küche, die eher an Hausmanskost erinnert. Wir saßen im ersten Stock und bestellten Kartoffeln mit Hering, Ravioli gefüllt mit Gefügel, geschmorten Schweinebauch und Lachs, als Dessert Baba d’Astier au Rhum mit Crème Chantilly. Die Kellner waren sehr nett, es war eine schöne Atmosphäre und gutes Essen und toller Rose-Wein.

Weil das Wetter mittlerweile wieder besser geworden war, bummelten wir den ganzen Weg zurück durch das nächtliche Paris auf regennassen Strassen zu unserer Wohnung. Überall saßen Menschen in Cafés und Restaurants auf der Strasse, es war entspannt und einfach schön so durch diese sagenhafte Stadt in der sommerlichen Nacht zu laufen.

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23. Tag 2. Mai 2009 Es geht zurück nach Deutschland

Abflug: 21:15 Uhr Los Angeles

Das Hotel haben wir bis zum Schluss ausgenutzt. Ich bin vor dem Frühstück nochmal in den Pool gegangen, leider gingen meine Kopfschmerzen (der Abend gestern war lang) auch vom Schwimmen nicht weg. Dann sind wir in den schönen sonnigen Frühstücksraum gegangen – er liegt ebenerdig zum Strandweg, so das man den Menschen beim spazieren gehen sehen kann. Zum Frühstück haben wir uns ein knusprig-süßes French Toast mit Beeren (Rezept hier) und Spiegeleier mit Toast geteilt. Es war sehr gut reichhaltig und der Kaffee dazu brachte dann auch meine Kopfschmerzen zum Schweigen.

Nach dem offiziellen Auschecken um 12 Uhr durften wir unser Gepäck nochmal abstellen und etwas am Pool liegen. Sind wir noch für 2,5 Stunden auf das Pooldeck gegangen und haben es uns auf den Liegen bequem gemacht, die Aussicht genossen und einfach entspannt.

Die letzten Stunden in Los Angeles

Dann sind wir noch nach Venice gefahren, leider wurde der Himmel immer grauer. Kein blauer Himmel für die letzten Fotos. Auf dem Parkplatz haben wir dann noch unsere Sachen zusammen gepackt, was sich so alles in den Autofächern ansammelt in drei Wochen. Wir bummelten etwas am Boardwalk von Venice, beobachten die Künstler & Touristen, sahen uns etwas in den bunten Geschäften um, aber da wir ja die Koffer schon gepackt hatten, konnten und wollten wir auch nichts mehr kaufen.


Am Flughafen LAX

Wir fuhren zum Flughafen, vorher waren wir noch schnell tanken. Wir gaben unser Auto ab und waren angenehm überrascht vom neuen Hertz-Service. Nach der Abgabe des Autos, konnte man sich kostenlos mit dem abgegebenen Leihwagen direkt vor den Terminal fahren lassen. So mussten wir die Koffer gar nicht erst auspacken, erst am Terminal.


Nachdem wir das Gepäck aufgegeben haben und durch die Handgepäck-Kontrolle gegangen sind haben wir uns noch einen letzten Burger geteilt. Und dann saßen wir auch schon in der Maschine und wir hoben ab, gen Heimat.
Irgendwann gingen auch die 11 Stunden Nachtflug vorbei und wir hatten wieder deutschen Boden unter den Füßen. Schön wieder zu Hause zu sein, trotzdem wären wir nach ein paar Tagen Pause gern weiter gefahren. Jetzt müssen wir erst mal die ganzen Erlebnisse sacken lassen, bevor wir mit der nächsten Reiseplanung beginnen.


-ENDE-

Route 66

Well, if you ever plan to motor west
Try take my way
That’s the highway
That’s the best
Get your kicks on Route 66

Well, it winds from Chicago to L.A
More than two thousand miles all the way
Get your kicks on Route 66


Well, it goes from St. Louis
Down to Missouri
Oklahoma City looks oh so pretty
You’ll see Amarillo
And Gallup, New Mexico
Flagstaff, Arizona
Don’t forget Winona
Kingman, Barstow, San Bernadino

Would you get hip to this kindly tip
And go take that California trip?
Get your kicks on Route 66

Well, it goes from St. Louis
Down to Missouri
Oklahoma City looks oh so pretty
You’ll see Amarillo
And Gallup, New Mexico
Flagstaff, Arizona
Don’t forget Winona
Kingman, Barstow, San Bernadino


Would you get hip to this kindly tip
And go take that California trip?
Get your kicks on Route 66
Well, get your kicks on Route 66
Well, get your kicks on Route 66

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21. Tag 30.4.2009 Unterwegs in Los Angeles mit dem Auto

Strecke: Los Angeles
Hotel: Travel Lodge, Santa Monica

Um 8:45 Uhr verließen wir in unserem Auto Santa Monica und fuhren zum Frühstücken zur Mänis Bakery. Theresa, meine ehemalige Englisch-Lehrerin, hat hier mal gejobt und auch der eine oder andere Hollywood-Star soll hier vorbeikommen sein. Wir brauchten ca. 1 Stunde dorthin zur Fairfax Ave..

Das Wetter war sonnig und schön so das wir draussen sitzen konnten und ein schönes Frühstück genossen haben. Natürlich kam kein Hollywood-Star vorbei… Schade.
Und die Bäckerei ist leider mittlerweile geschlossen.

Um 10:20 Uhr fuhren wir zum Hollywood Forever Cemetery der lag nur 10 Minuten Autofahrt entfernt und ist eine Oase nach der Stadt. Wir parkten und gingen zwischen den schönen Gräbern spazieren. Ein paar Grabsteine von Hollywood-Stars fanden wir auch – obwohl der Lageplan genau so konfus war, wie LA selbst.

Nett unterhalten haben wir uns mit jemanden, der das Grab von Don Adams pflegte. Er erzählt uns, das er in der TV-Serie Mini-Max (Get Smart), eine Satire auf Spionage-Serien von Mel Brooks, eine Agenten spielte und immer mit einem Schuh telefoniert hat. Was man auf dem Grabstein sah…
Außerdem sahen wir die Gräber von Johnny Ramon, dem Gitarristen der Band „Ramons“, dem berühmten Stummfilm-Star Rudolph Valentino oder der Hollywood-Schauspielerin Jane Mansfield


Lunch beim Sohn von Harrison Ford

Um 12:30 Uhr ging es weiter – wir wollen Mittagessen beim Sohn von Harrison Ford. Ben Ford ist Chef seines eigenen Restaurants „Ford´s Filling Station“ in Culver City.
Den Tipp hatten wir ja am Anfang unserer Reise von Markus bekommen. Ihn hatten wir beim General-Store in Fanning getroffen. Der Bericht dazu hier…

Wir brauchten gut 1 Stunde durch die Stadt – Los Angles sprengt, was die Wege und Entfernungen angeht, jeder Vorstellung, die wir als Europäer, von Großstädten haben.
Geparkt haben wir in einem Parkhaus, das passenderweise statt Stockwerke mit Nummern, Kino-Filme als „Erinnerung“ hatte. Wir parkten in der Dracula-Etage. In Culver City liegen auch einige Filmstudios und der Stadtteil sah sehr nett aus.

Im Restaurant bekamen wir einen schönen Platz, draußen in der Sonne und haben einen großen Salat und Dessert gegessen. Hier Rezepte für einen ähnlichen Salat und für eine ähnliche Crème brûlée.
Leider gibt es das Restaurant nicht mehr, aber ein Ableger im LAX Airport „Fords Filling Station“.

Nach dem Essen, so gegen 15:00 Uhr fuhren wir nach Downtown zur Walt Disney Concert Hall. Wir brauchen wieder eine 3/4 Stunde… Wir parkten an einer Parkuhr und versuchten unsere 3$ hineinzuwerfen. Das klappte aber nicht, bis wir sahen, das sie „Out of Order“ anzeigte. So lange wollten wir ja nicht bleiben – also gingen wir los, ohne zu zahlen.

In Downtown LA

Die Konzerthalle, mit ihrem geschwungen silbernen Dach und den wellenartigen Seitenwänden, das ein Segelschiff darstellen soll, strahlte uns schon entgegen. Sie ist vom Architekten Frank Gehry entworfen worden und zählt zu den bedeutesten Konzerthallen der Welt. Die Los Angeles Philharmoniker spielen hier, aber natürlich auch viele Gastmusiker und weitere Künstler. Wir gingen um das Gebäude herum und machten viele Fotos – die Architektur ist wirklich atemberaubend.

Als wir zurück zu unserem Auto kamen, hatten wir ein Ticket über 78 $ an der Scheibe. Schönen Dank auch! Ein Polizist stand hinter uns, wir versuchten ihm die Situation zu erklären. Ein ganz netter – er war das nicht und woher wir kommen würden? Germany – Rental Car – Forget it ! Wir sind aber sicher, dass wir eine Rechnung von Hertz bekommen. Die Moral von der Geschichte – sich nie einfach mal eben so hinstellen. (Wir haben tatsächlich nie wieder etwas davon gehört)

Sonnenuntergang am Griffith Observatorium

Wir wollten zum Sonnenuntergang am Griffith Observatorium im Griffith Park sein. Das berühmte Gebäude, hoch über der Stadt bietet einen fantastischen Ausblick auf ganz Los Angeles. Das Gebäude selber war in vielen Filmen und TV-Show zu sehen. Der bekanntest Film ist sicher „Den sie wissen nicht was sie tun“ mit James Dean, einer der neueren Filme ist „LaLaLand“ mit Ryan Gossling. Um 16:30 Uhr fuhren wir aus Downtown los, machten noch einen Schlenker in einem Supermarkt und waren 18:00 Uhr (2,5 Stunden später) auf den Hügel vor dem Observatorium. Zu dem Zeitpunkt konnten wir noch direkt vor dem Gebäude parken, man musste auch nichts bezahlen. Das hat sich mittlerweile geändert – den auch hier strömen jetzt Touristen in Massen hin. Hier der Bericht von 2019

Wir bummeln etwas über das Gelände und guckten auch in den Eingang des Observatorium. Es war noch nicht wirklich dunkel, wurde aber immer kälter. Als die Sonne untergegangen war und das Lichtermeer von der „Stadt der Engel“ aufleuchteten, machten wir schnell unsere Fotos. Den hier oben auf dem Hügel wurde es empfindlich frisch.

Dann gingen wir zurück ins Auto, fuhren den Berg wieder runter und auf den Freeway um nach Santa Monica zu fahren. Es war Feierabend-Verkehr und wirklich voll. Das machte das Fahren und navigieren nicht leichter. Weshalb wir auch gepflegt an unserer Ausfahrt vorbeifuhren und einen Umweg zurück zu unserem Hotel machen mussten. Um 21:00 Uhr waren wir endlich im Hotel. Das war unser Tag in Los Angeles…

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20. Tag 29. 4. Die letzten Meilen auf der Route 66

Strecke: Barstow – Los Angeles (Santa Monica)
gefahrene Meilen: 160 m
Motel/Hotel: Travellodge Santa Monica Beach
Preis pro Nacht: 111 $ + 10 $ Parken (AAA)

Barstow – Pasadena – Santa Monica


Abfahrt heute morgen 8:25 Uhr in Barstow. Am Anfang fuhren wir auf der Route 66 durch kleinere Orte, es wurde aber langsam voller auf den Strassen. Irgendwann „verschwand“ die Route 66 hier unter den großen Freeways, sie wurde mindestes 4-spurig und es wurde merklich voller – wir kamen in die Stadt. Man konnte die schneebedeckten San Bernadino Berge im Hintergrund sehen, das Wetter war wolkig, aber schön. Es gab noch ein paar kleine alte Route 66 Streckenabschnitte unter Brücken und an Ausfahrten, die wir mit einem Schlecker mitnahmen.


Es geht nach Los Angeles

Die Strasse war teilweise gesäumt mit den klassischen hohen Palmen oder den tiefen dichtbewachsen Bäumen (deren Art ich nicht herausgefunden haben) – ein typischer Eindruck, wenn man an Los Angeles denkt.

Zwischendurch waren wir einmal tanken. Und auf der Suche nach einem Walmart, landeten wir noch in einem Shopping-Center in Rancho Cucamonga. Also vertraten wir uns bei GAP und William & Samoa noch etwas die Beine.

Eine kleine Pause in Pasadena

Dann zog sich der Weg bis Pasadena wie Kaugummi. Es ging durch die Vororte der Großstadt und an jeder Ampel muss man halten. Aber die Route 66 ist hier sehr gut ausgeschildert. Fast an jedem zweiten Pfeiler hängt ein Schild. 

In Pasadena haben wir geparkt und sind etwas bummeln gegangen. Uns gefiel es sehr gut hier – das nächste Mal wollen wir hier unbedingt über Nacht bleiben. Ich war 2019 nochmal einen Nachmittag hier und es lohnt sich wirklich – hier der Bericht.
Die Route 66 liegt auf dem Colorado Blv., den wir längs liefen. Wir wollten eigentlich in ein altes Diner, das „Russels“, haben es aber nicht gleich gefunden und bekamen langsam Hunger… also haben wir in einem italienischen Restaurant „Louise´s“, das auf dem Weg lag sehr lecker gegessen. Es ist aber leider mittleweile dauerhaft geschlossen.

Als wir auf Umwegen zurück zu unserem Auto gingen, sind wir an dem ursprünglichen Diner vorbeigekommen. Und wieder ein Grund nochmal die Route 66 zu fahren…

Auf dem Santa Monica Blv. zum Pazific

Es wurde immer voller auf der Strasse und einmal sind wir zu schnell auf eine Abbieger-Spur gelandet und mussten abfahren – und uns den Weg etwas „zurückkämpfen“.
Nachdem die Route 66 in Pasadena auf dem Colorado Blv. lag, wurde sie irgendwann der Sunset Blv. und dann der Santa Monica Blv. die uns direkt an die Küste von Santa Monica führte.


Ab hier mussten wir wirklich nur noch der Strasse folgen, bis zum Ziel. Natürlich im Stop und Go… Um 14:45 Uhr sind wir raus aus Pasadena und waren sage und schreibe erst um 17 Uhr am Ziel. Über 2 Stunden für 48 Meilen.  

Die letzten Meter kann man das Wasser vom Pazifik schon sehen und auch den Stein, der das Ende der Route 66 kennzeichnet:
„Will Rogers Highway, dedicated 1952 to Will Rogers, Humorist, World Traveler, Good Neighbor. This Main Street of America, Highway 66 was the first road he traveled in a career that led him straight to the hearts of his countrymen.“

Vor 7 Jahren standen wir an diesem Stein und haben rüber zum Motel „Travelodge“ geguckt. Und beschlossen einmal die Route 66 zu fahren.

We did it – unser Ankunft´s-Abend in Santa Monica

Wir fuhren zu unserem reservierten Travellodge-Motel gegenüber vom Pacific, an dessen Stelle heute ein Boutique-Hotel steht, und haben eingecheckt.

Nachdem wir unsere Koffer aufs Zimmer gebracht haben, sind wir nochmal zu Fuß an das Ende der Route 66 gegangen. Also – unser Ende. Denn auch wenn es jetzt ein „offizielles“ Schild als Ende Route 66 auf dem Santa Monica-Pier gibt, bleibt für uns das Ende der Strasse der Will Rogers-Gedenkstein.

Ein komisches Gefühl hier am Meer zu stehen, wo wir in den letzten Tagen durch die Wüste gefahren sind. So richtig verarbeitet haben wir das nicht gleich und es dauerte auch etwas. „Am 12. April in Chicago gestartet, am 29. April angekommen – und die letzten Meter, waren die längsten…Man glaubt es kaum“

Wir sind dann auf den Santa Monica Pier gegangen. Hier war es verhältnismäßig leer, ein paar Touristen, ein paar Angler, viele Möwen. Es war sehr windig und frisch, trotz der Sonne. Wir haben am Ende des Piers in einer Bar einen Cocktail bestellt und uns – trotz des frischen Windes – raus in die Sonne gesetzt und auf unsere Reise angestossen.
Es wurde irgendwann aber echt zu kalt und wir haben das Restaurant gewechselt und sind auf einen Drink und eine Kleinigkeit zum Essen ins Bubba Gump Shrimp gegangen. Hier ein Rezept für einen „wir haben es geschafft Cocktail“ und für leckere Shrimps.


Aber die lange Fahrt und das doch anstrengende Ende mit dem dichten Verkehr forderte Tribut – wir bleiben nicht lange und gingen zurück zu unserem Hotel. Morgen stürzen wir uns dann wieder in den Verkehr von Los Angeles zum Sightseeing. Wir werden sicher nicht alles schaffen, was wir uns vorgenommen haben. Es braucht einfach zu lange, um von A nach B zu kommen. 

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19. Tag 28.4.2009 Wieder auf der Route 66 über die Berge

Strecke: Las Vegas – Barstow
gefahrene Meilen: 337 m
Motel/Hotel: Days Inn Barstow I-15
Preis pro Nacht: ?

Las Vegas – Kingman – Oatman – Needles – Barstow

Nach dem Frühstück auf dem Zimmer – einen Kaffee gabs wieder von Starbucks – fuhren wir aus der Glitzerstadt wieder über den Hoover Dam zurück nach Kingman. So schön und bunt und unterhaltsam Las Vegas wieder war, sind wir doch froh, heute wieder auf die Route 66 zurückzukehren. Diese ständige Beschallung überall geht einem irgendwann auf die Nerven.


Black Mountains, Goldgräberstädte und wilde Esel


Nach genau zwei Stunden waren wir wieder in Kingman und sind auf der Route 66 Richtung Oatman gefahren, wo wilde Esel leben sollen. 

Es ging über den Sitgreaves Pass durch die Black Mountains. Für große Lastwagen, Wohnmobile und ungeübte Fahrer ist diese Strecke der Route 66 nicht unbedingt geeignet, denn die verschlugene Passstraße hat große Steigungen, Gefällen und engen Kurven. Die Strasse war wirklich alt, schlecht befestigt und man musste schon gucken, wenn einem jemand entgegenkam und ausweichen.

Hier sind früher die Motoren der alten Autos oft überhitzt und nicht hochgekommen. So kurz vor dem großen Ziel „Californien“, muss es furchtbar für die Menschen gewesen sein, wenn ihr Auto hier mit all dem Hab und Gut liegen blieb. Und man kein Geld für Reparaturen hatte. Auch die Hitze und die staubige Umgebung machten die Reise nicht gerade leichter.



In der alten Goldgräberstadt Oatman angekommen, war keiner der wilden Esel in Sicht. Wir waren ganz enttäuscht. Wir parkten am Anfang der kleinen Stadt. Als wir zwischen den Western-Häusern auf der Hauptstrasse längs bummelten, sahen wir, das gerade eine Western-Schießerei vorbei war. Hier lassen Schauspieler für die Touristen den wilden Westen wieder aufleben.
In dem alten Oatman Hotel haben Clark Gable und Carola Lombard geheiratet. Wir haben natürlich eine Blick hineingeworfen. Ansonsten wirkt der Ort wie aus der Zeit gefallen. Und wenn die Oberland-Stromkabel nicht wären, würde man glauben, irgendwas um Jahr 1800 hier zu sein.

Der Ort selber ist recht urig, aber auch voll mit Kitsch. Wir suchten uns etwas zum Essen, aber es gab nicht mal einen richtigen Burger-Laden oder Dinner. Wir wären am liebsten geblieben und hätten ein richtiges Westerndorf mit Spitzen-Saloon aufgemacht.

Als wir aus dem Ort auf der Route 66 raus fuhren, kamen uns dann doch noch ein paar Esel entgegen. Wirklich „wild“ waren sie zum Glück nicht – ganz im Gegenteil. Als wir hielten, kamen die ersten gleich zum Fenster und steckten ihre Schnauze ins Auto um nach Möhren und Apfelstücken zu betteln. Zum Glück hatten wir noch ein paar davon und fütterten die Esel. Bis auf den jüngsten unter ihnen, der einen Aufkleber auf der Stirn hatte. Freiwillige Helfer kleben die Papieraufkleber auf die Stirn der Jungtiere, damit man sie nicht aus Versehen mit Möhren füttert, den sie könnten dran ersticken.


California here we come…


Wir fuhren weiter durch die Wüste, in der man jetzt im Frühling erstes zartes Grün, ein paar blühende Blumen und Kakteen sieht. Es war ganz schön warm, aber auszuhalten, denn es weht immer ein Wind. Aber man kann sich vorstellen, wie heiß es hier im Sommer sein muss.

Die Strecke ist einfach traumhaft. Schnurgerade geht die Route 66 durch die Wüste, links und rechts immer die Telefonmasten und die Eisenbahn. Ständig kommt der Santa Fe-Express vorbei. 100 Wagons sind gar nichts, meistens gezogen von mindestens vier Loks.

Ab und an halten wir für Fotos, alte verfallene Motels oder das Route 66-Zeichen auf der Straße. Ein paar Spaßfotos mussten auch sein. Wir gucken nur für das Foto oben in die Karte – wir wissen genau wo wir sind. Trotzdem heißt das Foto:“ Viele Grüße aus….. wo sind wir hier eigentlich?“.


Dann fuhren wir in Needles, der heißeste Stadt der USA, laut singend zu den Klängen vom O.C Califonia-SongCalifornia, here we come – CALIFORNIAAAA“ über den Colorado-River nach Kalifornien.

Wir hielten in Amboy, einer kleinen Geisterstadt, aber mit einer funktionierenden Tankstelle. Daneben findet man die alten Motelzimmer von Roys Motel. Unser Reiseführer schrieb, das man nach Möglichkeit was kaufen soll, damit der Ort erhalten bleibt – also kauften wir in der Tankstelle einen Eiscafe.
Mittlerweile ist der ganze Ort von dem Besitzer einer Fast-Food-Kette gekauft worden – hoffentlich hilft es, ihn zu erhalten.


Es ging weiter durch die Wüste bis Newberry Springs zum Bagdad Café. Hier wurde der Film „Out of Rosenheim“ mit Marianne Sägebrecht gedreht. Der silberne Wohnwagen steht noch neben dem Café.


Wir übernachten heute in Barstow, irgendwo muss hier das Outletcenter sein, in dem wir vor 7 Jahren waren.  Aber wir haben nun wirklich genug geshoppt.
Nachdem wir ein Hotel bezogen hatten, gingen wir schnell und einfach bei McDonald etwas essen. Langsam müssen wir mal die Notbremse an der Kreditkarte ziehen. Wenn wir wieder zu Hause sind, gibt es bei uns erst mal nur Wasser und Brot. 
Morgen gehen wir dann das letzte Stück der Route 66 bis Santa Monica an. 😦

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18. Tag 27.4. Ein Tag in Las Vegas

Strecke: Las Vegas
Motel/Hotel: Luxor
Preis pro Nacht/Zimmer: 63 Euro – Expedia.de


Nach dem gestrigen Abend, haben wir heute mal ausgeschlafen. Als „Gute Morgen-Nachricht“ aus Deutschland bekamen wir eine SMS meiner Schwester, das Klinsi beim FC Bayern geflogen ist – nun gut. Ich wollte dann schwimmen gehen – aber der Pool hatte tatsächlich noch nicht auf. Also ging es zurück aufs Zimmer. Tina besorgte uns den morgendlichen Kaffee und Muffins bei Starbucks. Hier hatten wir einen 10 $ Gutschein vom Hotel bekommen. Dann machten wir uns zu Fuß auf den Weg durch Las Vegas

Zu Fuß durch die Stadt

Also nicht ganz zu Fuß, den die kostenlose Monorail, eine kleine oberirdische Tram, fährt zwischen den Hotels Mandaley Bay – Luxor – Excalibur hin- und her. Ab dort fährt eine Tram, die Tageskarte kostet 13 $.
Die Wege zwischen Hotels sind sehr lang, leider auch die Wege zu den Tram-Stationen, da man immer durch die Hotelhallen, an Geschäften und Spielautomaten vorbei muss. Man läuft also sehr viel, gute Schuhe sind sehr wichtig in Las Vegas. So viel gelaufen wie heute, sind wir die letzten zwei Wochen nicht zusammen. Wir sind froh, wenn wir morgen  wieder im Auto sitzen. 🙂

Wir sind durch das Excalibur gelaufen, haben im New York, New York etwas getrunken und waren im MGM. Hier gab es echte Löwen und unechte Dschungelkulisse… die Löwen gibt es zum Glück Seite 2012 nicht mehr. Wir haben hier die Restaurant-Szene näher angesehen, die sehr umfangreich und gut war. Und wir haben uns gleich für den Abend einen Italiener ausgesucht.

Vom MGM fährt die Monorail und wir sind damit ins Paris gefahren. Das Paris hat uns sehr angenehm überrascht. Die haben sich echt Mühe gegeben bei der Ausgestaltung. Und 2019 haben wir dann dort übernachtet und uns hat es sehr gut gefallen. Hier der Bericht…

 
Im Cesar Palace waren wir kurz im Spielwarengeschäft FAO Schwarz, aber sie hatten nicht das, was Tina gesucht hat. Wir sind natürlich nochmal zu GAP gegangen – und haben auch was gekauft. Dann ging es zurück zum Luxor.


Entspannen am Pool


Ich hatte im Luxor um 15 Uhr einen Massage-Termin. Es war sehr entspannend im Spa-Bereich, mit kuschligen Bademäntel, einer Dampfsauna, Ruheräumen, es gab umsonst Obst, Säfte und Wasser und die Massage war auch gut. Danach bin ich an den Pool gegangen und hab nochmal etwas in der Sonne gelegen. Tina war in der Zeit in der Titanic-Ausstellung, die gerade im Hotel war und kam später zum Pool dazu.


„Ain´t no sunshine anymore“ – Nightlife in Vegas


Am Abend haben wir uns wieder ein bisschen schick angezogen und sind ins MGM gefahren. Dort hatte uns das italienische Restaurant Fiamma gut gefallen und wir hatten am Vormittag hier gleich reserviert. Es war nicht sehr voll, aber eine angenehmen Atmosphäre.

Wir bestellen sehr gute Vorspeisen und selbstgemachte Ravioli, als Dessert hatten wir einen Cheesecake mit Amarena-Kirschen und Valrona-Praline-Mousse (ein Schokomousse-Rezept gibt’s hier). Und – entgegen der Gepflogenheiten der Amerikanischen Restaurants, Tische möglichst schnell neu zu besetzen, durften wir erstaunlich lange sitzen bleiben. Und auch zwischen den Gängen wurde nicht gehetzt und wir hatten Zeit. Der Rotwein war übrigens auch perfekt temperiert. Leider wurde das Restaurant 2019 geschlossen.

 
Wir fuhren dann mit der Bahn zurück und weil es so ein schöner Abend war – gleich weiter zum Mandalay Bay, den hier ist das „House of Blues“. Die Bar war eingerichtet wie eine Kirche, es gab aber auch einen Restaurant Bereich mit einer Bühne, auf der eine Live-Band spielte. Wir setzen uns dann die Bar und tranken noch ein Bier bzw. Cocktail und hörten den Cowboys beim Singen zu
„Ain´no sunshine anymore“ – es war ja auch schon Nacht… 😉

Dann gingen wir zurück zu unserem Hotel und uns in Bett. Und freuten uns schon, morgen wieder auf „unsere“ Route 66 weiter zufahren. 

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22. Tag 1.5. 2009 Ein bisschen Luxus am letzten Tag…


Dieses Hotel gehört für uns in diese Schubladen – sucht Euch eine aus:
„Das Leben ist kurz – Carpe Diem – weil ich es mir wert bin – Was sind schon Zahlen – Versuchungen soll man nachgeben, wer weiß ob sie wiederkommen – Trink deinen Rotwein, fahr in die Ferien… – Es ist besser, Genossenes zu bereuen, als zu bereuen, dass man nichts genossen hat – Nur wer den Augenblick lebt, lebt für die Zukunft !

Strecke: Los Angeles – Malibu
Motel/Hotel: Shutters on the Beach
Preis pro Nacht: wir decken den Mantel des Schweigens drüber/oder Preis auf Anfrage !

Der Tag war grau, bedeckt und kalt. Und niemand hätte uns heute noch in die Stadt bekommen…. Unser Hirn war voll, auch fotografieren mochten wir nicht mehr. Wir haben so viel gesehen, so viel erlebt, das muss jetzt erst einmal sacken.


Eine Spazierfahrt durch Malibu


So sind wir, nach dem Packen, nur nach Malibu gefahren. Wir haben am Point Dune State Park geparkt und sind etwas am Strand längs gegangen. Das Wetter war eher grau und trüb, ein paar Surfer waren aber doch im Wasser den wir etwas zusahen.

Dann sind wir in Malibu einfach kreuz und quer in die Seitenstrassen gefahren und haben uns ein paar schöne Gärten und Häuser angesehen.

Der Strand von Point Dume wurden Szenen von Planet der Affen dort gedreht.

Im Hotel „Shutter on the Beach“

Gegen Mittag sind wir zu unserem neuen Hotel für die letzte Nacht gefahren. Im Shutters on the Beach hatten wir 2002 gefrühstückt und schon damals überlegt hier eine Nacht zu verbringen. So viel Geld für ein Hotelzimmer auszugeben, mag sich verrückt anhören, aber wir genießen das total.

Also haben wir uns dieses Übernachtung für den letzten Tag in LA aufgehoben. Obwohl es erst 12:00 Uhr war, konnten wir schon ins Zimmer und haben alles genau erkundet. Es ist im „Hamptons-Style“ mit viel weißen Möbeln und Meeres-Deko so schön und edel eingerichtet, ich hätte alles so einpacken können.



Wir sind dann doch nochmal in Santa Monica in die „Einkaufsstrasse“ gegangen, aber selbst zum Shoppen hatten wir keine Lust mehr. OK – ein kurzer Abstecher zu „Anthropologie“, wirklich nur zwei Bücher…

Nachdem wir zurückkamen, wurden wir gefragt, ob wir das Zimmer doch nochmal tauschen würden, wir wurden auch einen besseren Blick bekommen. Da wir noch nicht wirklich ausgepackt hatten, machten wir es dann auch.

Wir haben auf dem Balkon einen kleinen Snack gegessen und dann bin ich zum Pool gegangen – auch wenn es immer noch bedeckt war. Der Pool war ja beheizt. Tina ist im Zimmer geblieben und hat den wunderbaren Raum genossen.


Der Poolbereich war sehr schön, es waren nur ein paar weitere Gäste da. Ich bin ein bisschen geschwommen und habe den Ausblick auf den Pazifik genossen. Es gab einen Hot Tub und man konnte sich Wasser mit Orangenscheiben nehmen.


Dinner im One Pico-Restaurant


Zurück im Zimmer haben wir uns für unser letztes Dinner schick gemacht. Wir hatten hier im Hotel im Restaurant „One Pico“ gleich beim einchecken einen Tisch für 20 Uhr bestellt. Aber weil wir das Hotel ja noch ein bisschen „ausnutzen“ wollten, sind wir gegen 18:00 Uhr in die Lobby, die hier eine kleine Bar hat, gegangen.

Wir haben einen Aperitif und eine kleine Käseplatte bestellt und uns die anderen Gäste angesehen (wieder keine Hollywoodstar dabei) und uns unterhalten. Irgendwann hat uns ein Herr, der nah bei uns saß vorgestellt – er wollte nur sagen, dass er deutsch spricht, nicht dass wir was Peinliches sagen…. Wir haben uns ein bisschen mit ihm unterhalten und er stellte sich als Kaffeehändler aus Hamburg vor. Die Welt ist ein Dorf. Er jettet zwischen NY und HH und weitere Ziele in der Welt hin und her – es gibt Schlimmeres, finden wir. Er traf dann noch Bekannte und musste weiter.

Gegen 20 Uhr sind wir dann ins Restaurant gegangen. Wir haben einen Platz am Fenster bekommen und uns für das Drei-Gänge-Menü inkl. begleitender Weine für 50 $ entschieden. Es gab Salat, sehr gutes Thunfischfilet und Cheesecake zum Dessert. Als Digestif hatte Tina dann einen Sambuca, mit Kaffeebohnen! Unglaublich, aber gut. 



Den ganzen Abend haben wir natürlich über unser Reise gesprochen. Und wir wissen jetzt schon, das wir die Route 66 wieder fahren werden. So viel verschiedene Landschaften haben wir noch nie in einem Urlaub gesehen, mit so vielen Menschen gesprochen oder so viele Geschichten gehört. 
Wir sind fasziniert von dieser Straße, die es schon so lange nicht mehr gibt, sich aber trotzdem immer wieder in den Vordergrund drängt, so dass heute noch Straßennamen geändert werden und tote Städte zu neuem Leben erweckt werden, von Menschen, die an diese alte Straße glauben. Das beste Beispiel dafür ist dafür wohl Galena – in den Reiseführern noch eine Geisterstadt  – heute voll von neuer Inspiration – nur von der Route 66.

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