Archiv des Autors: elkewestphal

Über elkewestphal

Ich bin Redakteurin beim Burda-Verlag und arbeite bei einer großen Food-Zeitschrift. Ab und zu verreise ich beruflich. Und natürlich soviel wie möglich privat. Und die Tipps und Tricks, die das Reisen in jeder Situation so einfach möglich machen, schreibe ich hier auf. Vielleicht helfen sie den einen oder anderen eine Reise etwas entspannter anzugehen. Wer noch weitere Tipps hat, ist herzlich eingeladen in Beiträgen seine Reise-Erfahrungen mit zuteilen.

23. Tag 2. Mai 2009 Es geht zurück nach Deutschland

Abflug: 21:15 Uhr Los Angeles

Das Hotel haben wir bis zum Schluss ausgenutzt. Ich bin vor dem Frühstück nochmal in den Pool gegangen, leider gingen meine Kopfschmerzen (der Abend gestern war lang) auch vom Schwimmen nicht weg. Dann sind wir in den schönen sonnigen Frühstücksraum gegangen – er liegt ebenerdig zum Strandweg, so das man den Menschen beim spazieren gehen sehen kann. Zum Frühstück haben wir uns ein knusprig-süßes French Toast mit Beeren (Rezept hier) und Spiegeleier mit Toast geteilt. Es war sehr gut reichhaltig und der Kaffee dazu brachte dann auch meine Kopfschmerzen zum Schweigen.

Nach dem offiziellen Auschecken um 12 Uhr durften wir unser Gepäck nochmal abstellen und etwas am Pool liegen. Sind wir noch für 2,5 Stunden auf das Pooldeck gegangen und haben es uns auf den Liegen bequem gemacht, die Aussicht genossen und einfach entspannt.

Die letzten Stunden in Los Angeles

Dann sind wir noch nach Venice gefahren, leider wurde der Himmel immer grauer. Kein blauer Himmel für die letzten Fotos. Auf dem Parkplatz haben wir dann noch unsere Sachen zusammen gepackt, was sich so alles in den Autofächern ansammelt in drei Wochen. Wir bummelten etwas am Boardwalk von Venice, beobachten die Künstler & Touristen, sahen uns etwas in den bunten Geschäften um, aber da wir ja die Koffer schon gepackt hatten, konnten und wollten wir auch nichts mehr kaufen.


Am Flughafen LAX

Wir fuhren zum Flughafen, vorher waren wir noch schnell tanken. Wir gaben unser Auto ab und waren angenehm überrascht vom neuen Hertz-Service. Nach der Abgabe des Autos, konnte man sich kostenlos mit dem abgegebenen Leihwagen direkt vor den Terminal fahren lassen. So mussten wir die Koffer gar nicht erst auspacken, erst am Terminal.


Nachdem wir das Gepäck aufgegeben haben und durch die Handgepäck-Kontrolle gegangen sind haben wir uns noch einen letzten Burger geteilt. Und dann saßen wir auch schon in der Maschine und wir hoben ab, gen Heimat.
Irgendwann gingen auch die 11 Stunden Nachtflug vorbei und wir hatten wieder deutschen Boden unter den Füßen. Schön wieder zu Hause zu sein, trotzdem wären wir nach ein paar Tagen Pause gern weiter gefahren. Jetzt müssen wir erst mal die ganzen Erlebnisse sacken lassen, bevor wir mit der nächsten Reiseplanung beginnen.


-ENDE-

Route 66

Well, if you ever plan to motor west
Try take my way
That’s the highway
That’s the best
Get your kicks on Route 66

Well, it winds from Chicago to L.A
More than two thousand miles all the way
Get your kicks on Route 66


Well, it goes from St. Louis
Down to Missouri
Oklahoma City looks oh so pretty
You’ll see Amarillo
And Gallup, New Mexico
Flagstaff, Arizona
Don’t forget Winona
Kingman, Barstow, San Bernadino

Would you get hip to this kindly tip
And go take that California trip?
Get your kicks on Route 66

Well, it goes from St. Louis
Down to Missouri
Oklahoma City looks oh so pretty
You’ll see Amarillo
And Gallup, New Mexico
Flagstaff, Arizona
Don’t forget Winona
Kingman, Barstow, San Bernadino


Would you get hip to this kindly tip
And go take that California trip?
Get your kicks on Route 66
Well, get your kicks on Route 66
Well, get your kicks on Route 66

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21. Tag 30.4.2009 Unterwegs in Los Angeles mit dem Auto

Strecke: Los Angeles
Hotel: Travel Lodge, Santa Monica

Um 8:45 Uhr verließen wir in unserem Auto Santa Monica und fuhren zum Frühstücken zur Mänis Bakery. Theresa, meine ehemalige Englisch-Lehrerin, hat hier mal gejobt und auch der eine oder andere Hollywood-Star soll hier vorbeikommen sein. Wir brauchten ca. 1 Stunde dorthin zur Fairfax Ave..

Das Wetter war sonnig und schön so das wir draussen sitzen konnten und ein schönes Frühstück genossen haben. Natürlich kam kein Hollywood-Star vorbei… Schade.
Und die Bäckerei ist leider mittlerweile geschlossen.

Um 10:20 Uhr fuhren wir zum Hollywood Forever Cemetery der lag nur 10 Minuten Autofahrt entfernt und ist eine Oase nach der Stadt. Wir parkten und gingen zwischen den schönen Gräbern spazieren. Ein paar Grabsteine von Hollywood-Stars fanden wir auch – obwohl der Lageplan genau so konfus war, wie LA selbst.

Nett unterhalten haben wir uns mit jemanden, der das Grab von Don Adams pflegte. Er erzählt uns, das er in der TV-Serie Mini-Max (Get Smart), eine Satire auf Spionage-Serien von Mel Brooks, eine Agenten spielte und immer mit einem Schuh telefoniert hat. Was man auf dem Grabstein sah…
Außerdem sahen wir die Gräber von Johnny Ramon, dem Gitarristen der Band „Ramons“, dem berühmten Stummfilm-Star Rudolph Valentino oder der Hollywood-Schauspielerin Jane Mansfield


Lunch beim Sohn von Harrison Ford

Um 12:30 Uhr ging es weiter – wir wollen Mittagessen beim Sohn von Harrison Ford. Ben Ford ist Chef seines eigenen Restaurants „Ford´s Filling Station“ in Culver City.
Den Tipp hatten wir ja am Anfang unserer Reise von Markus bekommen. Ihn hatten wir beim General-Store in Fanning getroffen. Der Bericht dazu hier…

Wir brauchten gut 1 Stunde durch die Stadt – Los Angles sprengt, was die Wege und Entfernungen angeht, jeder Vorstellung, die wir als Europäer, von Großstädten haben.
Geparkt haben wir in einem Parkhaus, das passenderweise statt Stockwerke mit Nummern, Kino-Filme als „Erinnerung“ hatte. Wir parkten in der Dracula-Etage. In Culver City liegen auch einige Filmstudios und der Stadtteil sah sehr nett aus.

Im Restaurant bekamen wir einen schönen Platz, draußen in der Sonne und haben einen großen Salat und Dessert gegessen. Hier Rezepte für einen ähnlichen Salat und für eine ähnliche Crème brûlée.
Leider gibt es das Restaurant nicht mehr, aber ein Ableger im LAX Airport „Fords Filling Station“.

Nach dem Essen, so gegen 15:00 Uhr fuhren wir nach Downtown zur Walt Disney Concert Hall. Wir brauchen wieder eine 3/4 Stunde… Wir parkten an einer Parkuhr und versuchten unsere 3$ hineinzuwerfen. Das klappte aber nicht, bis wir sahen, das sie „Out of Order“ anzeigte. So lange wollten wir ja nicht bleiben – also gingen wir los, ohne zu zahlen.

In Downtown LA

Die Konzerthalle, mit ihrem geschwungen silbernen Dach und den wellenartigen Seitenwänden, das ein Segelschiff darstellen soll, strahlte uns schon entgegen. Sie ist vom Architekten Frank Gehry entworfen worden und zählt zu den bedeutesten Konzerthallen der Welt. Die Los Angeles Philharmoniker spielen hier, aber natürlich auch viele Gastmusiker und weitere Künstler. Wir gingen um das Gebäude herum und machten viele Fotos – die Architektur ist wirklich atemberaubend.

Als wir zurück zu unserem Auto kamen, hatten wir ein Ticket über 78 $ an der Scheibe. Schönen Dank auch! Ein Polizist stand hinter uns, wir versuchten ihm die Situation zu erklären. Ein ganz netter – er war das nicht und woher wir kommen würden? Germany – Rental Car – Forget it ! Wir sind aber sicher, dass wir eine Rechnung von Hertz bekommen. Die Moral von der Geschichte – sich nie einfach mal eben so hinstellen. (Wir haben tatsächlich nie wieder etwas davon gehört)

Sonnenuntergang am Griffith Observatorium

Wir wollten zum Sonnenuntergang am Griffith Observatorium im Griffith Park sein. Das berühmte Gebäude, hoch über der Stadt bietet einen fantastischen Ausblick auf ganz Los Angeles. Das Gebäude selber war in vielen Filmen und TV-Show zu sehen. Der bekanntest Film ist sicher „Den sie wissen nicht was sie tun“ mit James Dean, einer der neueren Filme ist „LaLaLand“ mit Ryan Gossling. Um 16:30 Uhr fuhren wir aus Downtown los, machten noch einen Schlenker in einem Supermarkt und waren 18:00 Uhr (2,5 Stunden später) auf den Hügel vor dem Observatorium. Zu dem Zeitpunkt konnten wir noch direkt vor dem Gebäude parken, man musste auch nichts bezahlen. Das hat sich mittlerweile geändert – den auch hier strömen jetzt Touristen in Massen hin. Hier der Bericht von 2019

Wir bummeln etwas über das Gelände und guckten auch in den Eingang des Observatorium. Es war noch nicht wirklich dunkel, wurde aber immer kälter. Als die Sonne untergegangen war und das Lichtermeer von der „Stadt der Engel“ aufleuchteten, machten wir schnell unsere Fotos. Den hier oben auf dem Hügel wurde es empfindlich frisch.

Dann gingen wir zurück ins Auto, fuhren den Berg wieder runter und auf den Freeway um nach Santa Monica zu fahren. Es war Feierabend-Verkehr und wirklich voll. Das machte das Fahren und navigieren nicht leichter. Weshalb wir auch gepflegt an unserer Ausfahrt vorbeifuhren und einen Umweg zurück zu unserem Hotel machen mussten. Um 21:00 Uhr waren wir endlich im Hotel. Das war unser Tag in Los Angeles…

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20. Tag 29. 4. Die letzten Meilen auf der Route 66

Strecke: Barstow – Los Angeles (Santa Monica)
gefahrene Meilen: 160 m
Motel/Hotel: Travellodge Santa Monica Beach
Preis pro Nacht: 111 $ + 10 $ Parken (AAA)

Barstow – Pasadena – Santa Monica


Abfahrt heute morgen 8:25 Uhr in Barstow. Am Anfang fuhren wir auf der Route 66 durch kleinere Orte, es wurde aber langsam voller auf den Strassen. Irgendwann „verschwand“ die Route 66 hier unter den großen Freeways, sie wurde mindestes 4-spurig und es wurde merklich voller – wir kamen in die Stadt. Man konnte die schneebedeckten San Bernadino Berge im Hintergrund sehen, das Wetter war wolkig, aber schön. Es gab noch ein paar kleine alte Route 66 Streckenabschnitte unter Brücken und an Ausfahrten, die wir mit einem Schlecker mitnahmen.


Es geht nach Los Angeles

Die Strasse war teilweise gesäumt mit den klassischen hohen Palmen oder den tiefen dichtbewachsen Bäumen (deren Art ich nicht herausgefunden haben) – ein typischer Eindruck, wenn man an Los Angeles denkt.

Zwischendurch waren wir einmal tanken. Und auf der Suche nach einem Walmart, landeten wir noch in einem Shopping-Center in Rancho Cucamonga. Also vertraten wir uns bei GAP und William & Samoa noch etwas die Beine.

Eine kleine Pause in Pasadena

Dann zog sich der Weg bis Pasadena wie Kaugummi. Es ging durch die Vororte der Großstadt und an jeder Ampel muss man halten. Aber die Route 66 ist hier sehr gut ausgeschildert. Fast an jedem zweiten Pfeiler hängt ein Schild. 

In Pasadena haben wir geparkt und sind etwas bummeln gegangen. Uns gefiel es sehr gut hier – das nächste Mal wollen wir hier unbedingt über Nacht bleiben. Ich war 2019 nochmal einen Nachmittag hier und es lohnt sich wirklich – hier der Bericht.
Die Route 66 liegt auf dem Colorado Blv., den wir längs liefen. Wir wollten eigentlich in ein altes Diner, das „Russels“, haben es aber nicht gleich gefunden und bekamen langsam Hunger… also haben wir in einem italienischen Restaurant „Louise´s“, das auf dem Weg lag sehr lecker gegessen. Es ist aber leider mittleweile dauerhaft geschlossen.

Als wir auf Umwegen zurück zu unserem Auto gingen, sind wir an dem ursprünglichen Diner vorbeigekommen. Und wieder ein Grund nochmal die Route 66 zu fahren…

Auf dem Santa Monica Blv. zum Pazific

Es wurde immer voller auf der Strasse und einmal sind wir zu schnell auf eine Abbieger-Spur gelandet und mussten abfahren – und uns den Weg etwas „zurückkämpfen“.
Nachdem die Route 66 in Pasadena auf dem Colorado Blv. lag, wurde sie irgendwann der Sunset Blv. und dann der Santa Monica Blv. die uns direkt an die Küste von Santa Monica führte.


Ab hier mussten wir wirklich nur noch der Strasse folgen, bis zum Ziel. Natürlich im Stop und Go… Um 14:45 Uhr sind wir raus aus Pasadena und waren sage und schreibe erst um 17 Uhr am Ziel. Über 2 Stunden für 48 Meilen.  

Die letzten Meter kann man das Wasser vom Pazifik schon sehen und auch den Stein, der das Ende der Route 66 kennzeichnet:
„Will Rogers Highway, dedicated 1952 to Will Rogers, Humorist, World Traveler, Good Neighbor. This Main Street of America, Highway 66 was the first road he traveled in a career that led him straight to the hearts of his countrymen.“

Vor 7 Jahren standen wir an diesem Stein und haben rüber zum Motel „Travelodge“ geguckt. Und beschlossen einmal die Route 66 zu fahren.

We did it – unser Ankunft´s-Abend in Santa Monica

Wir fuhren zu unserem reservierten Travellodge-Motel gegenüber vom Pacific, an dessen Stelle heute ein Boutique-Hotel steht, und haben eingecheckt.

Nachdem wir unsere Koffer aufs Zimmer gebracht haben, sind wir nochmal zu Fuß an das Ende der Route 66 gegangen. Also – unser Ende. Denn auch wenn es jetzt ein „offizielles“ Schild als Ende Route 66 auf dem Santa Monica-Pier gibt, bleibt für uns das Ende der Strasse der Will Rogers-Gedenkstein.

Ein komisches Gefühl hier am Meer zu stehen, wo wir in den letzten Tagen durch die Wüste gefahren sind. So richtig verarbeitet haben wir das nicht gleich und es dauerte auch etwas. „Am 12. April in Chicago gestartet, am 29. April angekommen – und die letzten Meter, waren die längsten…Man glaubt es kaum“

Wir sind dann auf den Santa Monica Pier gegangen. Hier war es verhältnismäßig leer, ein paar Touristen, ein paar Angler, viele Möwen. Es war sehr windig und frisch, trotz der Sonne. Wir haben am Ende des Piers in einer Bar einen Cocktail bestellt und uns – trotz des frischen Windes – raus in die Sonne gesetzt und auf unsere Reise angestossen.
Es wurde irgendwann aber echt zu kalt und wir haben das Restaurant gewechselt und sind auf einen Drink und eine Kleinigkeit zum Essen ins Bubba Gump Shrimp gegangen. Hier ein Rezept für einen „wir haben es geschafft Cocktail“ und für leckere Shrimps.


Aber die lange Fahrt und das doch anstrengende Ende mit dem dichten Verkehr forderte Tribut – wir bleiben nicht lange und gingen zurück zu unserem Hotel. Morgen stürzen wir uns dann wieder in den Verkehr von Los Angeles zum Sightseeing. Wir werden sicher nicht alles schaffen, was wir uns vorgenommen haben. Es braucht einfach zu lange, um von A nach B zu kommen. 

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19. Tag 28.4.2009 Wieder auf der Route 66 über die Berge

Strecke: Las Vegas – Barstow
gefahrene Meilen: 337 m
Motel/Hotel: Days Inn Barstow I-15
Preis pro Nacht: ?

Las Vegas – Kingman – Oatman – Needles – Barstow

Nach dem Frühstück auf dem Zimmer – einen Kaffee gabs wieder von Starbucks – fuhren wir aus der Glitzerstadt wieder über den Hoover Dam zurück nach Kingman. So schön und bunt und unterhaltsam Las Vegas wieder war, sind wir doch froh, heute wieder auf die Route 66 zurückzukehren. Diese ständige Beschallung überall geht einem irgendwann auf die Nerven.


Black Mountains, Goldgräberstädte und wilde Esel


Nach genau zwei Stunden waren wir wieder in Kingman und sind auf der Route 66 Richtung Oatman gefahren, wo wilde Esel leben sollen. 

Es ging über den Sitgreaves Pass durch die Black Mountains. Für große Lastwagen, Wohnmobile und ungeübte Fahrer ist diese Strecke der Route 66 nicht unbedingt geeignet, denn die verschlugene Passstraße hat große Steigungen, Gefällen und engen Kurven. Die Strasse war wirklich alt, schlecht befestigt und man musste schon gucken, wenn einem jemand entgegenkam und ausweichen.

Hier sind früher die Motoren der alten Autos oft überhitzt und nicht hochgekommen. So kurz vor dem großen Ziel „Californien“, muss es furchtbar für die Menschen gewesen sein, wenn ihr Auto hier mit all dem Hab und Gut liegen blieb. Und man kein Geld für Reparaturen hatte. Auch die Hitze und die staubige Umgebung machten die Reise nicht gerade leichter.



In der alten Goldgräberstadt Oatman angekommen, war keiner der wilden Esel in Sicht. Wir waren ganz enttäuscht. Wir parkten am Anfang der kleinen Stadt. Als wir zwischen den Western-Häusern auf der Hauptstrasse längs bummelten, sahen wir, das gerade eine Western-Schießerei vorbei war. Hier lassen Schauspieler für die Touristen den wilden Westen wieder aufleben.
In dem alten Oatman Hotel haben Clark Gable und Carola Lombard geheiratet. Wir haben natürlich eine Blick hineingeworfen. Ansonsten wirkt der Ort wie aus der Zeit gefallen. Und wenn die Oberland-Stromkabel nicht wären, würde man glauben, irgendwas um Jahr 1800 hier zu sein.

Der Ort selber ist recht urig, aber auch voll mit Kitsch. Wir suchten uns etwas zum Essen, aber es gab nicht mal einen richtigen Burger-Laden oder Dinner. Wir wären am liebsten geblieben und hätten ein richtiges Westerndorf mit Spitzen-Saloon aufgemacht.

Als wir aus dem Ort auf der Route 66 raus fuhren, kamen uns dann doch noch ein paar Esel entgegen. Wirklich „wild“ waren sie zum Glück nicht – ganz im Gegenteil. Als wir hielten, kamen die ersten gleich zum Fenster und steckten ihre Schnauze ins Auto um nach Möhren und Apfelstücken zu betteln. Zum Glück hatten wir noch ein paar davon und fütterten die Esel. Bis auf den jüngsten unter ihnen, der einen Aufkleber auf der Stirn hatte. Freiwillige Helfer kleben die Papieraufkleber auf die Stirn der Jungtiere, damit man sie nicht aus Versehen mit Möhren füttert, den sie könnten dran ersticken.


California here we come…


Wir fuhren weiter durch die Wüste, in der man jetzt im Frühling erstes zartes Grün, ein paar blühende Blumen und Kakteen sieht. Es war ganz schön warm, aber auszuhalten, denn es weht immer ein Wind. Aber man kann sich vorstellen, wie heiß es hier im Sommer sein muss.

Die Strecke ist einfach traumhaft. Schnurgerade geht die Route 66 durch die Wüste, links und rechts immer die Telefonmasten und die Eisenbahn. Ständig kommt der Santa Fe-Express vorbei. 100 Wagons sind gar nichts, meistens gezogen von mindestens vier Loks.

Ab und an halten wir für Fotos, alte verfallene Motels oder das Route 66-Zeichen auf der Straße. Ein paar Spaßfotos mussten auch sein. Wir gucken nur für das Foto oben in die Karte – wir wissen genau wo wir sind. Trotzdem heißt das Foto:“ Viele Grüße aus….. wo sind wir hier eigentlich?“.


Dann fuhren wir in Needles, der heißeste Stadt der USA, laut singend zu den Klängen vom O.C Califonia-SongCalifornia, here we come – CALIFORNIAAAA“ über den Colorado-River nach Kalifornien.

Wir hielten in Amboy, einer kleinen Geisterstadt, aber mit einer funktionierenden Tankstelle. Daneben findet man die alten Motelzimmer von Roys Motel. Unser Reiseführer schrieb, das man nach Möglichkeit was kaufen soll, damit der Ort erhalten bleibt – also kauften wir in der Tankstelle einen Eiscafe.
Mittlerweile ist der ganze Ort von dem Besitzer einer Fast-Food-Kette gekauft worden – hoffentlich hilft es, ihn zu erhalten.


Es ging weiter durch die Wüste bis Newberry Springs zum Bagdad Café. Hier wurde der Film „Out of Rosenheim“ mit Marianne Sägebrecht gedreht. Der silberne Wohnwagen steht noch neben dem Café.


Wir übernachten heute in Barstow, irgendwo muss hier das Outletcenter sein, in dem wir vor 7 Jahren waren.  Aber wir haben nun wirklich genug geshoppt.
Nachdem wir ein Hotel bezogen hatten, gingen wir schnell und einfach bei McDonald etwas essen. Langsam müssen wir mal die Notbremse an der Kreditkarte ziehen. Wenn wir wieder zu Hause sind, gibt es bei uns erst mal nur Wasser und Brot. 
Morgen gehen wir dann das letzte Stück der Route 66 bis Santa Monica an. 😦

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18. Tag 27.4. Ein Tag in Las Vegas

Strecke: Las Vegas
Motel/Hotel: Luxor
Preis pro Nacht/Zimmer: 63 Euro – Expedia.de


Nach dem gestrigen Abend, haben wir heute mal ausgeschlafen. Als „Gute Morgen-Nachricht“ aus Deutschland bekamen wir eine SMS meiner Schwester, das Klinsi beim FC Bayern geflogen ist – nun gut. Ich wollte dann schwimmen gehen – aber der Pool hatte tatsächlich noch nicht auf. Also ging es zurück aufs Zimmer. Tina besorgte uns den morgendlichen Kaffee und Muffins bei Starbucks. Hier hatten wir einen 10 $ Gutschein vom Hotel bekommen. Dann machten wir uns zu Fuß auf den Weg durch Las Vegas

Zu Fuß durch die Stadt

Also nicht ganz zu Fuß, den die kostenlose Monorail, eine kleine oberirdische Tram, fährt zwischen den Hotels Mandaley Bay – Luxor – Excalibur hin- und her. Ab dort fährt eine Tram, die Tageskarte kostet 13 $.
Die Wege zwischen Hotels sind sehr lang, leider auch die Wege zu den Tram-Stationen, da man immer durch die Hotelhallen, an Geschäften und Spielautomaten vorbei muss. Man läuft also sehr viel, gute Schuhe sind sehr wichtig in Las Vegas. So viel gelaufen wie heute, sind wir die letzten zwei Wochen nicht zusammen. Wir sind froh, wenn wir morgen  wieder im Auto sitzen. 🙂

Wir sind durch das Excalibur gelaufen, haben im New York, New York etwas getrunken und waren im MGM. Hier gab es echte Löwen und unechte Dschungelkulisse… die Löwen gibt es zum Glück Seite 2012 nicht mehr. Wir haben hier die Restaurant-Szene näher angesehen, die sehr umfangreich und gut war. Und wir haben uns gleich für den Abend einen Italiener ausgesucht.

Vom MGM fährt die Monorail und wir sind damit ins Paris gefahren. Das Paris hat uns sehr angenehm überrascht. Die haben sich echt Mühe gegeben bei der Ausgestaltung. Und 2019 haben wir dann dort übernachtet und uns hat es sehr gut gefallen. Hier der Bericht…

 
Im Cesar Palace waren wir kurz im Spielwarengeschäft FAO Schwarz, aber sie hatten nicht das, was Tina gesucht hat. Wir sind natürlich nochmal zu GAP gegangen – und haben auch was gekauft. Dann ging es zurück zum Luxor.


Entspannen am Pool


Ich hatte im Luxor um 15 Uhr einen Massage-Termin. Es war sehr entspannend im Spa-Bereich, mit kuschligen Bademäntel, einer Dampfsauna, Ruheräumen, es gab umsonst Obst, Säfte und Wasser und die Massage war auch gut. Danach bin ich an den Pool gegangen und hab nochmal etwas in der Sonne gelegen. Tina war in der Zeit in der Titanic-Ausstellung, die gerade im Hotel war und kam später zum Pool dazu.


„Ain´t no sunshine anymore“ – Nightlife in Vegas


Am Abend haben wir uns wieder ein bisschen schick angezogen und sind ins MGM gefahren. Dort hatte uns das italienische Restaurant Fiamma gut gefallen und wir hatten am Vormittag hier gleich reserviert. Es war nicht sehr voll, aber eine angenehmen Atmosphäre.

Wir bestellen sehr gute Vorspeisen und selbstgemachte Ravioli, als Dessert hatten wir einen Cheesecake mit Amarena-Kirschen und Valrona-Praline-Mousse (ein Schokomousse-Rezept gibt’s hier). Und – entgegen der Gepflogenheiten der Amerikanischen Restaurants, Tische möglichst schnell neu zu besetzen, durften wir erstaunlich lange sitzen bleiben. Und auch zwischen den Gängen wurde nicht gehetzt und wir hatten Zeit. Der Rotwein war übrigens auch perfekt temperiert. Leider wurde das Restaurant 2019 geschlossen.

 
Wir fuhren dann mit der Bahn zurück und weil es so ein schöner Abend war – gleich weiter zum Mandalay Bay, den hier ist das „House of Blues“. Die Bar war eingerichtet wie eine Kirche, es gab aber auch einen Restaurant Bereich mit einer Bühne, auf der eine Live-Band spielte. Wir setzen uns dann die Bar und tranken noch ein Bier bzw. Cocktail und hörten den Cowboys beim Singen zu
„Ain´no sunshine anymore“ – es war ja auch schon Nacht… 😉

Dann gingen wir zurück zu unserem Hotel und uns in Bett. Und freuten uns schon, morgen wieder auf „unsere“ Route 66 weiter zufahren. 

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22. Tag 1.5. 2009 Ein bisschen Luxus am letzten Tag…


Dieses Hotel gehört für uns in diese Schubladen – sucht Euch eine aus:
„Das Leben ist kurz – Carpe Diem – weil ich es mir wert bin – Was sind schon Zahlen – Versuchungen soll man nachgeben, wer weiß ob sie wiederkommen – Trink deinen Rotwein, fahr in die Ferien… – Es ist besser, Genossenes zu bereuen, als zu bereuen, dass man nichts genossen hat – Nur wer den Augenblick lebt, lebt für die Zukunft !

Strecke: Los Angeles – Malibu
Motel/Hotel: Shutters on the Beach
Preis pro Nacht: wir decken den Mantel des Schweigens drüber/oder Preis auf Anfrage !

Der Tag war grau, bedeckt und kalt. Und niemand hätte uns heute noch in die Stadt bekommen…. Unser Hirn war voll, auch fotografieren mochten wir nicht mehr. Wir haben so viel gesehen, so viel erlebt, das muss jetzt erst einmal sacken.


Eine Spazierfahrt durch Malibu


So sind wir, nach dem Packen, nur nach Malibu gefahren. Wir haben am Point Dune State Park geparkt und sind etwas am Strand längs gegangen. Das Wetter war eher grau und trüb, ein paar Surfer waren aber doch im Wasser den wir etwas zusahen.

Dann sind wir in Malibu einfach kreuz und quer in die Seitenstrassen gefahren und haben uns ein paar schöne Gärten und Häuser angesehen.

Der Strand von Point Dume wurden Szenen von Planet der Affen dort gedreht.

Im Hotel „Shutter on the Beach“

Gegen Mittag sind wir zu unserem neuen Hotel für die letzte Nacht gefahren. Im Shutters on the Beach hatten wir 2002 gefrühstückt und schon damals überlegt hier eine Nacht zu verbringen. So viel Geld für ein Hotelzimmer auszugeben, mag sich verrückt anhören, aber wir genießen das total.

Also haben wir uns dieses Übernachtung für den letzten Tag in LA aufgehoben. Obwohl es erst 12:00 Uhr war, konnten wir schon ins Zimmer und haben alles genau erkundet. Es ist im „Hamptons-Style“ mit viel weißen Möbeln und Meeres-Deko so schön und edel eingerichtet, ich hätte alles so einpacken können.



Wir sind dann doch nochmal in Santa Monica in die „Einkaufsstrasse“ gegangen, aber selbst zum Shoppen hatten wir keine Lust mehr. OK – ein kurzer Abstecher zu „Anthropologie“, wirklich nur zwei Bücher…

Nachdem wir zurückkamen, wurden wir gefragt, ob wir das Zimmer doch nochmal tauschen würden, wir wurden auch einen besseren Blick bekommen. Da wir noch nicht wirklich ausgepackt hatten, machten wir es dann auch.

Wir haben auf dem Balkon einen kleinen Snack gegessen und dann bin ich zum Pool gegangen – auch wenn es immer noch bedeckt war. Der Pool war ja beheizt. Tina ist im Zimmer geblieben und hat den wunderbaren Raum genossen.


Der Poolbereich war sehr schön, es waren nur ein paar weitere Gäste da. Ich bin ein bisschen geschwommen und habe den Ausblick auf den Pazifik genossen. Es gab einen Hot Tub und man konnte sich Wasser mit Orangenscheiben nehmen.


Dinner im One Pico-Restaurant


Zurück im Zimmer haben wir uns für unser letztes Dinner schick gemacht. Wir hatten hier im Hotel im Restaurant „One Pico“ gleich beim einchecken einen Tisch für 20 Uhr bestellt. Aber weil wir das Hotel ja noch ein bisschen „ausnutzen“ wollten, sind wir gegen 18:00 Uhr in die Lobby, die hier eine kleine Bar hat, gegangen.

Wir haben einen Aperitif und eine kleine Käseplatte bestellt und uns die anderen Gäste angesehen (wieder keine Hollywoodstar dabei) und uns unterhalten. Irgendwann hat uns ein Herr, der nah bei uns saß vorgestellt – er wollte nur sagen, dass er deutsch spricht, nicht dass wir was Peinliches sagen…. Wir haben uns ein bisschen mit ihm unterhalten und er stellte sich als Kaffeehändler aus Hamburg vor. Die Welt ist ein Dorf. Er jettet zwischen NY und HH und weitere Ziele in der Welt hin und her – es gibt Schlimmeres, finden wir. Er traf dann noch Bekannte und musste weiter.

Gegen 20 Uhr sind wir dann ins Restaurant gegangen. Wir haben einen Platz am Fenster bekommen und uns für das Drei-Gänge-Menü inkl. begleitender Weine für 50 $ entschieden. Es gab Salat, sehr gutes Thunfischfilet und Cheesecake zum Dessert. Als Digestif hatte Tina dann einen Sambuca, mit Kaffeebohnen! Unglaublich, aber gut. 



Den ganzen Abend haben wir natürlich über unser Reise gesprochen. Und wir wissen jetzt schon, das wir die Route 66 wieder fahren werden. So viel verschiedene Landschaften haben wir noch nie in einem Urlaub gesehen, mit so vielen Menschen gesprochen oder so viele Geschichten gehört. 
Wir sind fasziniert von dieser Straße, die es schon so lange nicht mehr gibt, sich aber trotzdem immer wieder in den Vordergrund drängt, so dass heute noch Straßennamen geändert werden und tote Städte zu neuem Leben erweckt werden, von Menschen, die an diese alte Straße glauben. Das beste Beispiel dafür ist dafür wohl Galena – in den Reiseführern noch eine Geisterstadt  – heute voll von neuer Inspiration – nur von der Route 66.

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16. Tag 25.4.2009 – Viva Las Vegas – noch ein Ausflug von der Route 66

Strecke:  Kingman – Las Vegas
gefahrene Meilen: 112 m
Motel/Hotel: Howard Johnson Inn
Preis pro Nacht/Zimmer: 77 $ – HRS

Kingman – Hoover Dam – Las Vegas


Unser Frühstück im Hotel war okay, die Sonne schien und es versprach ein schöner Tag zu werden. Sogar Laura, unsere Front-Desk-Managerin vom Motel, taute etwas auf und war freundlicher. Gestern beim einchecken war sie sehr reserviert.

Auf dem Weg raus aus Kingman waren wir noch schnell tanken, den Richtung Las Vegas gibt es nicht soviel Orte zum halten.
Wir fuhren in Nevada natürlich über den Hoover Dam. Dabei konnten wir den Bau der neuen Brücke sehen, die sehr bedruckend und vor allem Hoch war und eine neue Verbindung über den Dam bilden sollten. 2019 fuhren wir über die Brücke – was sehr spannend war. Hier der Bericht dazu…
Es gibt etliche Baustellen auf der Fahrt nach Vegas, aber  wir sind trotzdem gegen 11 Uhr angekommen.

Shopping in Las Vegas

Da wir noch reichlich Zeit hatten, bevor wir ins Hotel konnten, beschlossen wir zu einem Outlet zu fahren. Während wir auf der Route 66 fuhren, hatten wir nicht wirklich die Zeit dazu, selten Gelegenheit und auch nicht so richtig Lust zum shoppen.

Hier in Vegas, wo alles blinkt und leuchtet, jeder schick gekleidet ist, fanden wir das eine gute Idee – nach Wochen in Jeans und T-Shirt wollten wir uns mal wieder etwas schicker anziehen.

Also nahmen wir das Premium Outlet, gleich um die „Ecke“ unseres Motels. Wir fühlten uns, als wären wir auf einem anderen Planeten gelandet, als wir durch die künstliche Welt der amerikanischen Shoppingstraßen gingen. Der Kontrast zu den kleinen Orten und langen Strassen durch die Weiten der Prärie auf der Route 66 und einem Shoppingcenter sind doch sehr groß…
Wir bummelten durch ein paar Geschäfte, ich brauchte eine neuen Reisetasche, meine gab gerade ihren Geist auf, wir gingen ein paar Klamotten und T-Shirts kaufen. Zum Schluß gönnten wir uns die teuerste Erdbeere unseres Lebens – beim Schokoladen-Geschäft Godiva nahmen wir eine Eisschokolade und dazu gab es 1 (!) mit Schokolade umhüllte Erdbeere für 4,50 $ – aber sie war sehr gut!


 
Ein Abend auf dem Strip in Las Vegas


Nach dem shoppen checkten wir im Howard Johnson ein (Das Hotel gibt es dort nicht mehr). Es gab nur ein Raucherzimmer für den „günstigen“  Preis bei HRS. Aber es roch gar nicht nach Rauch. Und wir hatten einen sehr netten Ausblick von unserem Balkon auf Las Vegas. Nach einer kurzen Pause im Hotel zogen wir los um zum Strip zu fahren. Wir nahmen dafür den Bus, der direkt vor unserem Hotel fuhr. Eine Fahrt kostet 3 $. 

Auch wenn wir schon mal in Las Vegas waren, hat uns die Stadt wieder beeindruckt. Die Licher, Billboards, der Lärm und die Musik, die Hotels – einfach unglaublich. Disneyland für Erwachsene. 

Wir sind ins Bellagio gegangen und haben die Blumendeko in der Lobby bewundert, dann haben wir uns zwei Cocktails in der Bar in der Lobby gegönnt und erst mal ein bisschen relaxt. Auf dem Rückweg haben wir viele Fotos von den Lichtern und Hotels gemacht.
Dann ging es mit dem Bus zurück. Zu spät soll es heute ja auch nicht werden, den morgen früh heißt es 5:30 Uhr aufstehen. Wir hatten ja den Heliflug in den Grand Canyon gebucht, worauf wir uns schon sehr freuten.

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13. Tag 22.4. Zeitreisen durch Arizona

Tipp des Tages: Wenn es sich einplanen lässt – dann fahrt nachmittags zum Petrified Forest. Morgens ist das Licht zu hell. Aber immer die Öffnungszeiten im Auge behalten.

Strecke: Holbrook – Flagstaff
gefahrene Meilen: 188 m
Motel/Hotel: Travellodge 
Preis pro Nacht: 56 $ – Coupon-Heft


Holbrook – Petrified Forest – Winslow – Flagstaff


Unser Reiseführer hat uns verschwiegen, das Arizona die Sommerzeit nicht mit macht und hier die gleiche Zeit wie Kalifornien ist – mit Ausnahme des Navajo-Reservat, deren Stammsitz in New Mexiko ist und somit ist es dort 1 Stunde früher (oder später… irgendwann haben wir beim Fahren durch die weite Landschaft den Faden bei der Uhrzeit verloren)

Aber von Anfang: Neben der Uhrzeiten gab es auch ein paar Urzeiten zu bestaunen – der  Petrified Forest. Dahin fuhren wir nach dem Frühstück. Dabei stellten wir mal wieder fest wie angenehm der Frühling zum Reisen ist. Wir waren fast allein im Petrified Forest und die Temperaturen waren noch einigermaßen auszuhalten. Im Sommer muss man hier lebendig gegrillt werden. Und wenn wir nochmal kommen, dann gegen Abend – da wäre das Licht schöner.

Aber die Stille dort war unglaublich. Rund 225 Millionen Jahre sind die versteinerten Bäume alt. 1906 zum nationalen Monument erklärt, wurde 1962 der versteinerte Wald zum Nationalpark u.a., um den Wald vor Souveniersammlern zu schützen. Um 1890 wurden die versteinerten Bäum zu Schleifpulver verarbeitet. Unglaublich! 


Wie immer in so großen Parks, kann man mit dem Auto wichtige Aussichtspunkte anfahren. Wir blieben ziemlich lange und fotografierten nicht nur die steinernen Baumstämme, die so unglaublich real und erst beim näheren hinsehen versteinert aussahen. Trotz der frühen Jahreszeit, fingen die ersten Wüstenblumen an zu blühen und wir sahen auch ein paar Eidechsen, viele kleine Vögel und ein paar Berg-Antilopen oder Ziegen. Sie waren sehr weit weg und erst dachten wir, sie sind nicht echt, weil sie sich kaum bewegten.
Gegen Ende des Parks gab es noch einen kleinen Giftshop und Informationscenter in dem wir uns umsahen. Und davor lagen ein paar versteinerte Baumstämme, an denen man sich fotografieren konnte und sie auch anfassen durfte – das war im Park verboten, genauso wie das aufsammeln von Steinen. 


Es geht weiter nach Winslow, Arizona


Als wir nach Winslow hineinfuhren, kamen wir an dem großen gelben „Jack Rabbit“-Schild vorbei und hielten gleich bei einem weiteren Diner-Klassiker auf der Route – Das „Falcon Restaurant„.
Es war sehr leer, die Einrichtung sehr alt, aber die Burger, Pommes und Chicken Wings schmeckten ganz gut.

Dann fuhren wir an die Straßenecke, besungen von den Eagles im Song „Take it easy“. Sie war leicht zu finden und wir machten unsere Fotos und sahen uns etwas um, gingen noch in ein Giftshop. Bevor wir auf die Route 66 fuhren, waren wir noch tanken. Dabei konnten wir die roten Sandwirbeln in der Ferne sehen – der Wind und das trockene Land waren damals der Grund dafür, das die Menschen hier fluchtartig das Land Richtung Kalifornien über die Route 66 verlassen haben.

Weiter bis nach Flagstaff

Nach Winslow waren wir sehr zügig am Meteor Crater. Vor 50.000 Jahren ist der Meteor hier aufgeschlagen, hat ein riesiges Loch hinterlassen und sich durch die Wucht in Luft aufgelöst. Wir bezahlten den Eintritt (2019 stellten wir fest, das es mittlerweile ziemlich teuer geworden ist), sahen uns in dem kleinen Museum etwas um und standen natürlich am Krater-Rand vor dem gigantischen Loch. Ziemlich windig hier – aber das Wetter sah noch gut aus.


Der nächste Fotostopp war dann die alte Tankstelle „Twin Arrows„, aber die ist leider mittlerweile total kaputt. Traurig, dass sie keiner restauriert hat.  Hoffentlich finden sich da noch Leute. Vor ein paar Jahren sah es da noch ganz gut aus. Mittlerweile wurde sie einmal ziemlich gut restauriert, dann aber wieder völlig vergessen und ist bei unserem letzten Besuch 2019 noch heruntergekommener.


Gegen 17 Uhr waren wir in Flagstaff und haben uns an der US 89 (Alte Route 66) ein Hotel gesucht, damit wir morgen früh zügig Richtung Page aufbrechen können. Das soll unser nächster Tagesausflug von der Route 66 werden, wir wollen den Antilope Canyon besuchen. Dafür hatten wir auch schon Tickets für die Fototour gebucht.

Unser einziges Problem, was uns etwas Sorge machte: Arizona macht die Sommerzeit nicht mit und hat somit die gleiche Uhrzeit wie in Kalifornien, mit Ausnahme der Navajo-Reservate. Die haben die Sommerzeit, weil ihre Regierung in New Mexiko sitzt (s. Anfang vom Bericht). Alles klar? Der Antelope Canyon gehört den Navajo, aber die Tour findet nach Arizona-Zeit statt, haben wir jedenfalls so verstanden. Tina hat extra noch mal angerufen. Hoffentlich klappt das morgen alles. 

Extra-Tipp: Diesen Teil der Route 66 sind wir 2019 nochmal gefahren – hier der Bericht.

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10. Tag 19.4. National Parks, der Santa Fe Trail und alte Städte

Tipp des Tages: Sich ein teures Hotel in der Stadt zu gönnen, war eine gute Entscheidung. Santa Fe ist auf jeden Fall einen Besuch wert.   

Strecke:  Las Vegas (NM) – Santa Fe
gefahrene Meilen: 76 m
Motel/Hotel: La Fonda Santa Fe 
Preis pro Nacht: 207 $ – Online-Reservierung

Las Vegas – Santa Fe

Die Nacht im Days Inn ging so, die Betten waren nicht der Hit. Als wir uns im Frühstücksraum vom Hotel unser Toast und Kaffee nehmen wollten, wurde der Raum von einer kompletten Softball Damenmannschaft im Teenager-Alter in Beschlag genommen. Zwischen den kichernden Mädchen kamen wir kaum an unseren Kaffee. Also wurde das Frühstück etwas abgekürzt.

Und wieder heißt es: Alles ins Auto packen

Indianische Geschichte im National Park

Nachdem wir alles ins Auto gepackt hatten, fuhren wir um 8:40 Uhr in Richtung Santa Fe bei strahlendem Sonnenschein und klarer Luft. Eine Stunde später waren wir bereits am ersten Höhepunkt, dem  „Pecos National Historical Park“  1 Meile vom Pecos River entfernt angekommen. 


Hier lebten im 14. Jahrhundert die Pecos-Indianer in ihren bis zu fünf Stockwerken hohen Pueblos. In diesem Dorf, das von einer Mauer umgeben war, wurde Handel mit den anderen Stämmen, aus den umliegenden Gebieten betrieben, z.B. den Apachen. 2.000 Menschen lebten hier. Ende des 15. Jahrhunderts kamen die Spanier und bauten mit Hilfe der Indianer zwei Missionskirchen. Von der zweiten stehen noch monumentale Mauerreste. 

Eine gute Stunde sind wir bei tollem Wetter durch die Ruinen gelaufen, haben den Informationsfilm gesehen und waren im Giftshop. Dann fuhren wir weiter…


Ein bisschen Luxus in Santa Fe


Dann ging es auf dem Santa Fe-Trail, der hier auch die Route 66 ist, weiter nach Santa Fe wo wir um 12 Uhr ankamen. Zuerst waren wir im Visitor Center und dann haben wir uns St. Miguel und das (vermeintliche) älteste Gebäude der USA angeguckt. Beides in der typischen Adobe-Bauweise mit Lehm gebaut.



Obwohl wir sehr früh in der Stadt waren, konnten wir schon ins Hotel „La Fonda“ einchecken. Das Hotel ist echt stilvoll, im spanischen Kolonialstil und jeden Dollar wert. Es liegt genau an der Plaza und man braucht sein Auto hier nicht. Unser Zimmer war nicht groß, aber sehr schön eingerichtet mit tollen Kacheln im Bad, Kunstobjekten an der Wand.

Das „La Fonda“ ist eines der ältesten Häuser um die Plaza. Früher eine verruchte Kneipe am Ende des Santa Fe Trail (Im Roman „Kalifornische Sinfonie“ wird das Haus in Santa Fe bereits beschrieben), heute ist es ein sehr gutes Hotel.
Und 2019 waren wir auf unserer Western-Tour wieder hier. Wie es dann war könnt ihr hier lesen…

Santa Fe (New Mexico) ist die Hauptstadt von New Mexico und eine der ältesten Städte der USA.

Bereits Mitte des 20. Jahrhunderts wurde erkannt, wie wichtig die Bewahrung und Verschönerung des Stadtbilds für ihre Stadt ist. So wurde es zur Pflicht gemacht, dass jeder Neubau im traditionellen Pueblo-Baustil zu errichten ist (Adobe-Bauweise). Erhaltene Gebäude und Anlagen wurden geschützt und restauriert. Das Ergebnis ist ein Stadtbild, das mit keiner anderen Stadt dieser Grösse in den USA vergleichbar ist.


Langsam hatten wir Hunger und wir gingen zum Lunch ins Ore House. Das Restaurant steht an der Plaza und wir bekamen einen Platz auf dem Balkon. Man merkte, das wir in den Bergen waren, hier war es etwas kühler. Aber wir hatten einen tollen Blick auf die umliegenden Berge, auf denen man noch den Schnee erkennen konnte.
Nach einer starken Margarita, kann man allerdings nirgends mehr hinfahren. Holla, die Waldfee!  Wir bestellten „Blakend Chicken“, Salat und Guacamole. Hier gibt´s die Rezepte… Und dann brauchten wir erstmal eine Pause im Hotel…

Nach einer kurzen Siesta bummelten wir weiter durch die Stadt. In dieser Stadt nicht anzuhalten, wäre echt ein Frevel! Es gibt tolle Schmuckläden, schöne Giftshops und viele Galerien zum ansehen.


Ein Abend im ältesten Restaurant von Santa Fe


Hunger hatten wir noch lange nicht, aber was soll´s, wenn wir schon so schön wohnen, wollten wir auch noch mal schön essen. Im Hotel waren wir erst in der Bar um einen Aperitif zu trinken, dann gingen wir ins Restaurant. Hier sitzt man im überdachten Patio, im Kolonial-Spanischem-Stil. Das Restaurant ist der älteste Teil vom Hotel.

Ich hatte was mit großem grünen Chili, dreierlei Käse und einheimischen Bohnen. Tina hatte: Tamal de la Fonda, in Bananenblätter gedämpftes Enten-Confit, Ziegenkäse und karamellisierten Schalotten mit gerösteten Tomaten – beides sehr lecker. Leider reichte der Platz nicht mehr für eine am Tisch zubereitete Guacamole – das sah fantastisch aus, was der Kellner da am Nebentisch zusammen „mörserte“. Wir kamen dann auf unserer Reise 2019 nochmal in den Genuss dieser göttlichen Guacamole.

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17. Tag 26.4. Ein Helikopterflug in den Grand Canyon und relaxen im Luxor

Strecke:  Las Vegas
Motel/Hotel: Luxor
Preis pro Nacht/Zimmer: 63 Euro – Expedia.de


Um 7:25 Uhr wurden wir am Strathosphare-Hotel in der Lobby von unserer gebuchten „Hotel zu Hotel – Champagner-Flug in den Grand Canyon Tour“ abgeholt. Die Tourbusse fahren nur die großen Hotels an, deshalb hatten wir dieses Hotel als Abfahrt angegeben, auch wenn wir nicht drin gewohnt haben. Wir sind früh aufgestanden, haben alles wieder ins Auto geladen und sind die paar Meter zum Hotel gefahren. Hier haben wir „Valet Parken“ gemacht – d.h. jemand fährt unseren Wagen zum Parken und wir bekommen einen Zettel, dafür gibt’s Trinkgeld für den Fahrer – mehr kostet es nicht. Später fahren wir ja ins Luxor-Hotel.  

Champagner im Grand Canyon

Pünktlich fuhr der Kleinbus vor, wir holten noch ein paar Leute von anderen Hotels ab und fuhren dann nach Bolder City. Hier im Terminal mussten wir noch etwas warten, wurden gewogen und nochmal eingecheckt und in Gruppen eingeteilt.

Megan wurde uns als Pilotin zugeteilt. Wir hatten wieder richtig Glück und durften beide vorn sitzen. 🙂 Wir bekamen alle Kopfhörer, aus der passende Musik kam.
Der Flug war genau 38 Minuten lang und führte über die weite Landschaft vor dem Canyon. Das alleine war schon großartig.

Dann landeten wir beim Colorado-River. Das hier ist Indianer-Land, weshalb es strenge Regeln gab. Wir hatten Zeit, um ein klein wenig rumzulaufen und zu fotografieren. Der Teil hätte für mich gerne länger dauern können… Dann wurden unter überdachten Unterständen zum Picknick gerufen. Jeder bekam einen kleinen Picknick-Korb mit Sandwich, Chips und Apfel. Dazu ging Megan mit der Champagner-Flasche rum. Unsere Mitreisenden haben davon gar nicht soviel genommen – also schenkte Megan bei uns fleißig nach…

Wir waren aber doch froh, dass wir den Canyon zum ersten Mal (auf der Reise 2002) mit dem Auto angefahren haben. Aus der Luft angeflogen ist er auch wahnsinnig groß und faszinierend, aber wenn man erst schnurgerade durch die Wüste fährt und dann auf einmal vor diesem riesigen Loch steht, ist der Anblick noch beeindruckender.

Wie sagte Präsident Bartlett in der TV-Show „The West Wing:“
„Don’t miss the Grand Canyon. It’s one auf the few things in life when you actually see it, it doesn’t disappiont you“.

Recht hat er! Die Zeit war viel zu kurz und schon nach gut 30 Minuten mussten wir wieder einsteigen und der Helikopter hob sich in die Luft. Aus den Kopfhörer kam dazu „Danger Zone“ aus Top Gun und der Bonanza-Melodie! HERRLICH ! Wir landeten wieder in Boulder City und wurden mit dem Bus zu den Hotels zurückgefahren.


Relaxen im Luxor

Dann fuhren wir zum Luxor-Hotel, wo sich doch in den letzten 7 Jahren einiges verändert hat. 2002 waren wir hier und haben Las Vegas für uns entdeckt. Aber jetzt ist eine Finanzkrise und die wirkt sich leider auch auf den Service aus: Ein einziger Valet-Parker stand da, kein Personal für das Gepäck in Sicht. Wir schleppten unser Gepäck bis in die Lobby und standen gut 30 Minuten beim Einchecken an, um danach unter Aufbietung der letzten Kräfte, die Taschen ins Zimmer zu bringen. Die Wege sind lang im größten Atrium der Welt. Die sparen Personal ein, die Finanzkrise lässt grüßen.  

Wir richteten uns etwas im Zimmer ein. Tina ruhte sich auf dem Zimmer aus, ich ging an den Pool. Es war zwar bedeckt, aber warm. Und reichlich was los. Tina kam später nach und wir relaxten etwas in der Pool-Landschaft…


Und endlich ein Steak…


Für den Abend haben wir uns dann ein richtig tolles Essen im Tender Steak & Seafood-Restaurant ausgesucht. Das Restaurant ist in unserem Hotel und es gab einen 25 $ Discount. Bei den Preisen setzten wir ihn gerne ein.

Wir machten uns ein bisschen schick und gingen ins Restaurant. Wie immer sind die Klimaanlagen auf höchste Stufe eingestellt – ohne Schal oder Jacke sollte man nie in ein Restaurant gehen. Dann ließen wir es uns gut gehen, mit Garnelen und Salat als Vorspeisen, Steak mit Beilagen zum Hauptgericht und natürlich guten Rotwein dazu. Als Nachtisch einen Cappuccino.
Anschließend bummelten wir durch das Hotel und haben an einer Bar noch einen „Absacker“ genommen. Dann sind wir ins Bett gefallen – es war doch ein langer anstrengender Tag.

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