14. Tag: Durch die Blue Ridge Mountain nach Cherokee und Asheville


Ein schöner Tag in den Bergen mit Indianern & Dirty Dancing

Freitag 24.6.2011
Cabin:  My Mountain Dream

Heute stand mal wieder eine lange Fahrt auf dem Programm. Von Blue Ridge bis nach Cherokee ins Museum ist es ganz schön weit. Das Gebiet der Cherokee Indianer umfasste einmal ein Gebiet vom Fluss Ohio bis nach Georgia und Alabama. Noch heute ist ihre Heimat der Great Smokey National Park.

Mit ca. 55.000 Mitgliedern sind sie eine der größten Indianergruppen der USA. Sie entwickelten eine eigene Schriftsprache und nahmen die Zivilisation der Europäer schnell an. 1540 traf der Spanier De Soto zum ersten Mal auf Cherokee-Indianer, die bereits damals eine hoch entwickelte Kultur besaßen. 

Zu den Indianern nach Cherokee

Der Ort Cherokee selber ist grauenvoll, vollgestopft mit Casinos und billigen Indianermist. Das Museum lohnt aber trotzdem die Anreise. Hier wird eindrucksvoll der Leidensweg der Cherokee-Indianer dargestellt, die die meisten Friedensverträge mit den Europäern gemacht haben. Wer hat sie wohl immer wieder gebrochen?

Drei von ihnen waren sogar in England. Eine spannende Geschichte, die einen tollen Film ergeben würde. 
Am Counter war ein älterer Cherokee der sich noch ein bisschen mit uns unterhalten hat – er war Model für eine der Stauen im Museum. Über den „Weg der Tränen“ , der hier begann und in Oklahoma endet wird hier natürlich auch berichtet. Auf dem Weg der Indianer in Reservate in Oklahoma starben tausende an Krankheit, Hunger und Erfrierungen. Weshalb der Weg den Namen „Trail of Tears“ bekam.

Am Filmset von „Dirty Dancing“ und „Der letzte Mohikaner“.

Dann ging es weiter zum Chimney Rock. Tina und ich hatten schon viel von dem Berg erzählt, auf dem „Der letzte Mohikaner“ mit Daniel Day Lewis gedreht wurde. Wie toll und praktisch das doch ist in Amerika, dass man mit dem Lift im „Schornstein“ hoch fährt, im Giftshop rauskommt und dann noch die Wanderung machen kann, wenn man denn möchte.

Angekommen erzählt uns der freundliche Herr am Ticket-Schalter, dass der Lift und die ganze „obere“ Etage renoviert wird und man zu Fuß rauflaufen müsste. Tolle Nummer – bei der Hitze reichte es die vielen Treppenstufen rauf zu gehen. Von einer kleinen Wanderung sahen wir dann ab.
Schade, weil die Drehorte aus dem „Letzten Mohikaner“ wirklich so zu erkennen sind.

Wir sind am Fuße des Chimney Rocks noch ein bischen bummeln gegangen. Hier gibt es ein paar Gift-Shops, aber auch Restaurants, Cabins und Hotels.

Dann haben wir noch in im Deli-Grill „Riverwatch“ Lunch gegessen. Direkt an einem kleinen Fluß. Es gab Sandwiches und Burger. Dabei haben wir überlegt wo wir noch hinfahren können.

Asheville: Art-Deco Häuser in den Bergen

Und obwohl es schon spät war, beschlossen wir trotzdem noch nach Asheville reinzufahren. Tina und ich hatten eine nette kleine Stadt mit einer Einkaufsstraße in Erinnerung… Entweder haben wir vor 12 Jahren nicht den Blick dafür oder die Stadt ist seitdem explodiert.

Asheville hat die meisten Art Deco-Häuser nach Miami in den USA. Es wird auch das Paris des SüdensAber leider hatten wir nicht mehr viel Zeit, weil wir noch 3 Stunden Rückfahrt vor uns hatten.
Wir würden gern mal direkt nach Asheville fliegen, dort 3 Nächte bleiben (die Restaurant-Szene sah gut aus !).
Was wir dann ja auch auf unserer nächsten Tour 2017 gemacht haben – hier gehts zum Bericht: Capitol Region

Die Rückfahrt auf dem Express-Highway ging eigentlich recht flott voran. Wir konnten dann aber in Blue Ridge einfach nicht die Zufahrt zu unserem Haus finden. Wir mussten Fragen… 55 Minuten sind wir rumgeirrt.
Eine nettes Mädel auf der Tankstelle brachte den Durchbruch und wir kamen spät abends in unserem Haus an.

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