Off the beaten Path – ein Tag in Red Hook

Montag der 18. Mai
Es war etwas grau und kühl an diesem Morgen. Schade – den wir wollten mit dem Wassertaxi auf die Brooklyn-Seite fahren und das – noch nicht ganz so bekannte – Viertel „Red Hook“ ansehen.

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Der Name Red Hook stammt von dem roten Lehm des Bodens und der Form der Halbinsel. Dieser Teil der Stadt wurde von holländischen Siedlern um 1636 gegründet. Hier befanden sich einige Mühlen und Farmen. 
Um 1839 wurde das Land trockengelegt und Gewerbe angesiedelt. So war dieser Hafen bis in die zwanziger Jahre des 20. Jahrhunderts einer mit dem größten Umschlag. Bewohnt war dieser Teil der Stadt hauptsächlich mit italienischen und irischen Hafenarbeiter. Unter ihnen auch Al Capone.
1938 wurde neuer Wohnraum für die Arbeiter in Brooklyn geschaffen. Als der Hafen dann an Bedeutung verlor, stieg die Arbeitslosigkeit und das Viertel verkam. In den 90ern stieg die Drogenkriminalität rasant und so wurde Red Hook zu einem der berüchtigtsten Viertel des Landes. Im Jahr 1991 gab es hier 20 Morde, 10 Entführungen, 526 Raubüberfälle und 364 tätliche Angriffe.  Nach einem Zwischenfall bei der ein Lehrer, der ein 9jähringen vermissten Jungen suchte, erschossen wurde, wurde die Polizeipräsenz verstärkt und soziale Projekte wurden ins Leben gerufen, um das Viertel neu zu gestalten.
Mittlerweile gibt es hier einen Hafen für die Kreuzfahrtschiffe und Ikea hat hier eine Filiale eröffnet. Nach und nach kommen die Künstler und kleine Geschäfte hierher…

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Und mit dem Ikea-Wassertaxi wollten wir auch nach Red Hook fahren. Leider fuhr das erst gegen Mittag, also mussten wir den Plan etwas abändern…
Mit dem Brooklyn-Wassertaxi fuhren wir jetzt vom Wall Street Pier 11 zur Brooklyn Bridge auf der Brooklyn-Seite. Von dort gingen wir zu Fuß zur Subway um bis zur Carlos Street zu fahren. Von dort ging es zu Fuß ein Stück durch Brooklyn zur Bushaltestelle und von dort weiter nach Red Hook. Hat alles geklappt – dauerte nur etwas. Aber so sieht man wenigsten etwas von der Stadt und vor allem auch mal Gegende, durch die man sonst nicht so kommt.

Viel Spaß im Crab Shack 



Wir wollten  – weil es mittlerweile schon Mittag war – zum Brooklyn Crab Shack. Die coole Location ist an Sommerabenden und am Wochenende bestimmt der Knaller – heute an einem ganz normalen Montag Mittag natürlich eher leer. Wir sind trotzdem reingegangen und konnten uns einen Platz aussuchen. Bei voll aufgedrehter Rockmusik suchten wir zwischen maritimer Deko, verteilt auf 2 Stockwerken und einen Biergarten, einen Platz im ersten Stock – mit Blick auf den New Yorker Hafen. Christian unser „Waiter“ kümmerte sich toll um uns. Wr bestellen Clam Chowder, Schwertfisch, Crab Cakes (ein Rezept für ähnliche Fisch-Frikadellen gibt´s hier), Steam Pot of the day und ein Chicken Sandwich (Tina mag keinen Fisch). Alles gut, wie in so einem großen Restaurant bei den eher niedrigen Preisen zu erwarten war. Dazu gab es Wein aus Gläsern (man wird ja dankbar für Kleinigkeit ).
Allein wegen der Location kann man hier mal wieder herkommen. Allerdings würde ich (noch) nicht alleine im Dunkeln hier längs laufen…

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Wine-Tasting in Red-Hook


Anschließend sind wir bummeln gegangen und in einem alten Lagerhaus, in dem mittlerweile viele kleine Geschäfte und Büros untergebracht sind, in eine Red Hook Winery gegangen. Ebenfalls tolle Location. Wir haben eine Weinprobe mitgemacht (für einen kleinen Unkosten Beitrag.) Keinen Wein gekauft, was dran lag, das wir ihn nach Deutschland hätten transportieren müssen. Der Wein war gut – er wird von verschiedenen Wineries in der Umgebung produziert und unter dem Label Red Hook verkauft.

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Anschließend haben wir den Fairway Supermarket eine Besuch abgestattet. Wir dachten bis dahin, wir würden die großen Supermärkte in den USA kennen – dieser allerdings schlägt alles, was wir bisher gesehen haben. Untergebracht in einem alten Lagerhaus, findet man hier wahrscheinlich jedes Lebensmittel der Welt. So große Abteilung an Obst & Gemüse, Fleisch und Fisch, allein die Öl-Regale meterlang… wir waren hingerissen. Gekauft haben wir wenig, hätten aber gerne alles probiert und mitgenommen.DSCF1469 Kopie

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Hier ein kleines Video dazu, von der Eröffung des Supermarktes…
Zurück ging es dann mit dem Ikea-Wassertaxi für 5 $ (Hätten wir bei Ikea etwas gekauft, dürften wir umsonst fahren).  Und dann mit dem Taxi zu unserem Hotel, denn mittlerweile war es spät geworden und wir wollten uns noch mit Maren & Martin treffen.20150518_175848 Kopie

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Eine Bar – ein Gesetz

Auf der Suche nach unserer neuen Lieblingsbar haben wir  – dank eines Tipps einer Foodie-Freundin – bei uns um die Ecke eine Bar in einem Hotel ausprobiert. Ganz versteckt, den man musste über die Kellerbar dem Türsteher sagen wo man hin möchte, der einem dann – sofern Platz war – in die Bar im ersten Stock bracht.
Williams Law Room nannte sich Bar und war klassisch-edel. Maren war schon da und wartete. Wir haben in einer Art Bibliothek gesessen. Im – nicht sehr großen Raum war es ziemlich dunkel, mit schweren Ledersessel und Bücherregalen als Einrichtung. Da die Bar-Theke in einem anderen Raum war, musste man die „Waiter“ über eine Klingel, die an jedem Tisch war, heran bitten. Die Cocktails war klassisch, starker Alkohol, kleine Gläser – aber sehr lecker… Hier konnte man in gedämpfter Stimmung einen schönen Abend verbringen. Was wir dann auch taten… 
Da wir alle einen langen Tag hinter uns hatten, haben wir uns dann auch bald verabschiedet…

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